Bernie Sanders warnt vor autoritären Tendenzen unter Präsident Trump
In einer deutlichen Kritik hat der linke US-Senator Bernie Sanders Präsident Donald Trump vorgeworfen, einen autoritären Kurs in den Vereinigten Staaten zu fahren. Im Rahmen eines CNN-Interviews betonte Sanders, dass Trump die Mobilisierung der Nationalgarde in Kalifornien ohne dessen Zustimmung veranlasst habe, was Sanders als einen klaren Verstoß gegen demokratische Prinzipien wertet. Die Stadt Los Angeles und der Bundesstaat Kalifornien hätten diese militärische Präsenz nicht angefordert, doch Trump setze seine eigene Agenda durch.
Bernie Sanders ist als einer der prominenten linken Politiker in den USA bekannt. Zwar ist er parteilos, doch stimmt der 83-Jährige zumeist mit den Demokraten überein. Der engagierte Senator hat bereits in den Jahren 2016 und 2020 versucht, die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten zu erlangen, allerdings vergeblich.
Im Interview hob Sanders hervor, dass Trumps Vorgehen gegen kritische Medien, Anwaltskanzleien und Universitäten, die seinen Ansichten entgegenstehen, Zeichen einer besorgniserregenden Entwicklung seien. Trump habe Bestrebungen geäußert, unliebsame Richter abzusetzen und damit das System der Gewaltenteilung in Frage gestellt. Sanders sieht darin eine Missachtung des demokratischen Prinzips, das das Fundament des US-amerikanischen politischen Systems bildet. Die Kritik Sanders' richtet sich somit gegen das gesamte Handlungsspektrum, das er als beispiellos in der modernen amerikanischen Politik betrachtet.

