Barclays hebt Renditeziel an und überrascht mit Aktienrückkauf
Die britische Großbank Barclays hat überraschend ihr Renditeziel für das Jahr 2025 nach oben korrigiert und plant, eigene Aktien im Wert von einer halben Milliarde britische Pfund zurückzukaufen. Diese Ankündigung kam am Mittwoch in London und stieß bei den Börsianern auf positive Resonanz. Trotz einiger Herausforderungen legte die Barclays-Aktie am Vormittag um mehr als drei Prozent zu und gehörte zu den bestplatzierten Titeln im FTSE 100.
Barclays-Chef C.S. Venkatakrishnan hat nun das Ziel, die Rendite auf das materielle Eigenkapital der Bank auf über elf Prozent zu erhöhen, eine leichte Anpassung nach oben im Vergleich zur bisherigen Zielsetzung. Der Zinsüberschuss soll laut den neuesten Plänen 12,6 Milliarden Pfund betragen, was eine Erhöhung gegenüber der vorherigen Prognose darstellt.
Allerdings sieht sich die Bank auch mit einigen unerwarteten Kosten konfrontiert. Für die Entschädigung von Kunden, die bei Autofinanzierungen in der Vergangenheit unzureichend informiert wurden, hat Barclays zusätzliche Rückstellungen in Höhe von 235 Millionen Pfund angelegt. Diese Summe vervierfacht nahezu die bisherigen Rückstellungen und betrifft nicht nur Barclays, sondern auch andere britische Banken.
Im dritten Quartal konnte die Bank ihren Umsatz um neun Prozent auf 7,2 Milliarden Pfund steigern, jedoch sank der Gewinn um sieben Prozent auf knapp 1,5 Milliarden Pfund. Eine bedeutende Ursache für den Gewinnrückgang war eine Abschreibung von 110 Millionen Pfund auf einen Kredit in der Investmentbank, ausgelöst durch den Zusammenbruch von Tricolor Holdings. Venkatakrishnan betonte die Wichtigkeit, auf alle potenziellen Risiken, einschließlich Betrug, vorbereitet zu sein.

