«Barbie 2» steht offenbar vor dem Aus

12. August 2026, 19:37 Uhr · Quelle: Quotenmeter
Vertragsverhandlungen für eine Barbie-Fortsetzung sind gescheitert. Warner Bros. droht der Verlust der Filmrechte an Mattel.
Bild: Quotenmeter

Greta Gerwig und ihr Team haben sich mit Warner Bros. bislang nicht auf Verträge für eine Fortsetzung einigen können.

Die geplante Fortsetzung von Barbie steckt offenbar in erheblichen Schwierigkeiten. Wie „Variety“ berichtet, sind die Vertragsverhandlungen zwischen Warner Bros. und den wichtigsten Beteiligten des ersten Films ins Stocken geraten. Betroffen sind Regisseurin und Co-Autorin Greta Gerwig, Co-Autor Noah Baumbach sowie die beiden Hauptdarsteller Margot Robbie und Ryan Gosling. Warner Bros. soll dem Quartett innerhalb der vergangenen drei Jahre mehr als sechs Angebote unterbreitet haben, bislang jedoch ohne Einigung.

Dabei existiert durchaus eine Idee für einen zweiten Film. Nach Informationen von „Variety“ haben Gerwig und Baumbach bereits einen Ansatz für die Fortsetzung entwickelt. Einzelheiten wollen sie dem Studio allerdings erst präsentieren, wenn neue Verträge unterschrieben sind. Das Problem geht auf die ursprünglichen Vereinbarungen zurück: Für keinen der zentralen Beteiligten soll es eine Verpflichtung oder Option für ein Sequel gegeben haben. Als «Barbie» entwickelt wurde, war schließlich noch nicht absehbar, dass der Film weltweit mehr als 1,4 Milliarden US-Dollar einspielen würde.

Der Streit dreht sich vor allem ums Geld. Laut „Variety“ verlangen Robbie, Gosling und Gerwig höhere Gagen sowie verbesserte Beteiligungen am späteren Erfolg. Baumbach soll lediglich eine höhere feste Vergütung anstreben. Gosling fordere dem Bericht zufolge 20 Millionen US-Dollar für eine Rückkehr als Ken. Robbie wiederum soll mit dem ersten «Barbie»-Film ursprünglich auf Einnahmen von rund 50 Millionen US-Dollar aus Gage und Erfolgsbeteiligung gekommen sein, wobei ihre tatsächliche Vergütung laut einer Studioquelle sogar deutlich darüber liegen dürfte. Auch Gerwig verdiente demnach bereits beim ersten Film mehrere zehn Millionen Dollar.

Warner Bros. soll im späten Frühjahr ein weiteres und nach Darstellung einer Studioquelle außergewöhnlich hohes Angebot vorgelegt haben. „Variety“ zufolge sind die Beteiligten mit den angebotenen Grundgagen möglicherweise weniger unzufrieden als mit den Konditionen der Erfolgsbeteiligungen. Eine andere Quelle widerspricht allerdings auch dieser Darstellung. Klar scheint lediglich: Ohne ein finanzielles Entgegenkommen des Studios dürfte die Fortsetzung in dieser Konstellation nicht zustande kommen.

Zusätzlichen Druck erzeugt die Rechtefrage. Warner Bros. hat laut „Variety“ nur noch ungefähr vier Monate Zeit, einen weiteren «Barbie»-Film aktiv in Entwicklung zu bringen. Andernfalls sollen die entsprechenden Filmrechte an Mattel zurückfallen. Das hätte weitreichende Folgen: Mattel könnte zwar anschließend einen neuen «Barbie»-Film entwickeln, dürfte dabei aber nicht auf Gerwigs Version und deren kreative Elemente zurückgreifen. Statt «Barbie 2» wäre somit möglicherweise ein vollständiger Neustart notwendig.

Auch für Mattel wäre ein Scheitern der Verhandlungen problematisch. Der erste «Barbie»-Film war 2023 nicht nur ein gewaltiger Kinoerfolg, sondern sorgte auch für zusätzlichen Rückenwind beim Spielzeuggeschäft. Nach dem damaligen Schub seien die Verkäufe der Barbie-Puppen inzwischen wieder zurückgegangen. Mattel möchte die Marke stärker als Fashion-Ikone positionieren und dürfte daher ebenfalls Interesse daran haben, Robbie und Gerwig an Bord zu halten.

Kino / Kino-News / Greta Gerwig / Margot Robbie / Ryan Gosling / Warner Bros. / Mattel
[quotenmeter.de] · 12.08.2026 · 19:37 Uhr
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