Auftrieb für Bundesanleihen trotz enttäuschender Konjunkturdaten
Die deutschen Bundesanleihen konnten zu Wochenbeginn einen leichten Anstieg verzeichnen. Der Euro-Bund-Future, ein wichtiger Indikator am Anleihenmarkt, kletterte um 0,25 Prozent auf 127,92 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe zeigte sich bei 2,87 Prozent stabil.
Die Unterstützung für die Anleihen kam vor allem durch schwache Konjunkturdaten. Der kürzlich vom Ifo-Institut veröffentlichte Geschäftsklimaindex blieb auf einem niedrigen Niveau. Experten hatten im Vorfeld optimistischere Werte prognostiziert. Der Ifo-Präsident Clemens Fuest kommentierte die Lage mit den Worten, dass die deutsche Wirtschaft ohne nennenswerten Antrieb in das neue Jahr startet.
Jörg Krämer, Chefvolkswirt der Commerzbank, unterstrich die Enttäuschung über das ausbleibende Wachstum des Ifo-Geschäftsklimas. Er wies darauf hin, dass der Trend nicht mehr nach oben zeigt, was auf fehlende Reformen zurückzuführen sei. „Die wirtschaftliche Erholung dürfte sich in diesem Jahr nur schleppend entwickeln“, fügte er hinzu.
Trotz der trüben Aussicht erwarten Fachleute keine drastischen Maßnahmen der Europäischen Zentralbank. Die Analysten der Helaba betonten, dass die Geldpolitik ihrer Meinung nach gut ausgerichtet sei und eine abwartende Strategie bevorzugt werde.

