Appell für humanitäre Unterstützung im Gazastreifen
In einer dringenden Stellungnahme warnt die Weltgesundheitsorganisation vor einer bevorstehenden humanitären Krise im Gazastreifen, falls die Unterstützung für das dort tätige UN-Hilfswerk für palästinensische Flüchtlinge (UNRWA) ausbleibt. WHO-Direktor Tedros Adhanom Ghebreyesus verdeutlichte, dass keine andere Organisation in der Lage sei, für die rund 2,2 Millionen Menschen im Gazastreifen eine vergleichbar umfangreiche Hilfestellung zu bieten.
Vor dem Hintergrund einer vorübergehenden Aussetzung der finanziellen Beiträge einiger westlicher Staaten, einschließlich der Hauptgeldgeber USA und Deutschland, aufgrund von Anschuldigungen der Beteiligung einiger UNRWA-Mitarbeiter am Terrorismus, appellierte Tedros eindringlich an die Länder, ihre Entscheidungen zu überdenken und die finanziellen Zuwendungen an das Hilfswerk fortzuführen.
Darüber hinaus richtete der WHO-Chef einen dringenden Appell an die Verantwortlichen, die im letzten Oktober nach Attacken von Extremisten aus Israel entführten Geiseln freizulassen, humanitäre Hilfskonvois ungehindert den Gazastreifen erreichen zu lassen und medizinische Einrichtungen weder für militärische Zwecke zu missbrauchen noch sie anzugreifen. Zudem bekräftigte er die Forderung nach einer anhaltenden Waffenruhe, um die Lage weiter zu deeskalieren. (eulerpool-AFX)

