Anutin Charnvirakul setzt auf Technokraten und Reformen für Thailand
Der thailändische Premierminister Anutin Charnvirakul hat in seiner kürzlich vorgestellten Kabinettsbesetzung auf erfahrene Technokraten gesetzt, um die angeschlagene Wirtschaft des Landes zu stabilisieren. Angesichts von Herausforderungen wie den Auswirkungen der US-Zölle und einer hohen privaten Verschuldung sind dies bedeutsame Schritte.
Ekniti Nitithanprapas, ein erfahrener Beamter, übernimmt die Position des stellvertretenden Premierministers und Finanzministers. Suphajee Suthumpun, die frühere CEO des Hotelbetreibers Dusit Thani, übernimmt das Amt der Handelsministerin, während Auttapol Rerkpiboon, ehemals Geschäftsführer des Energieunternehmens PTT, zum Energieminister ernannt wurde.
Anutin, der innerhalb von zwei Jahren bereits der dritte Premierminister Thailands ist, plant, die drängenden Probleme der hohen Lebenshaltungskosten und der privaten Schulden zu adressieren. Zudem hat er versprochen, den thailändischen Baht zu stabilisieren, um Exporte und Tourismus zu unterstützen und den Grenzstreit mit Kambodscha einvernehmlich zu lösen.
Der Vorsitzende der konservativen Bhumjaithai-Partei trat die Nachfolge von Paetongtarn Shinawatra an, die aufgrund eines ethischen Verstoßes vom Verfassungsgericht abgesetzt wurde. Dies ebnete Anutin den Weg zur Macht, unterstützt von der reformistischen People’s Party, wobei er Neuwahlen innerhalb von vier Monaten in Aussicht stellt.
Die Berufung der Technokraten in Schlüsselpositionen wird von Investoren als positiv für die Stabilität und zukünftige Wirtschaftspolitik bewertet, obwohl die begrenzte Amtszeit der Regierung große politische Veränderungen erschweren könnte. Das Kabinett wird laut verschiedenen lokalen Medienberichten nächste Woche von König Maha Vajiralongkorn vereidigt.

