Anleihen senden ein Signal – Ignorieren Sie die Python-Hysterie

Markt-disziplin, kein Einbruch
Steigende Anleiherenditen sind nicht das wirtschaftliche Äquivalent einer Python, die den Märkten das Leben auspresst; sie sind der Preis des Kapitals, wenn die Wachstumserwartungen steigen. Authers und Vanek Smith lehnen die reflexive Krisennarrative ab, die in den traditionellen Medien dominiert, und weisen darauf hin, dass Renditen steigen, wenn Investoren ein stärkeres nominelles Wachstum einkalkulieren, nicht wenn sie vor einem Zusammenbruch fürchten. Die wahre Gefahr besteht darin, dass politische Entscheidungsträger jeden Anstieg der Zinsen als Signal zur Wiedereinführung von Kontrollen interpretieren.
Schumpeters Lehre
Schöpferische Zerstörung erfordert, dass Kapital seine höchste Rendite findet, ohne dass zentrale Planer jede Preisbewegung hinterfragen. Wenn die Renditen steigen, werden marginale Projekte neu bewertet und schwächere Kreditnehmer stehen der Realität gegenüber; das ist der Markt, der seine Arbeit verrichtet. Die Alternative – künstliche Unterdrückung – speist nur Fehlinvestitionen ein, die schließlich zu Lasten der Steuerzahler explodieren.
Der vergessene Mann zahlt
Jeder regulatorische Versuch, Renditen zu kappen oder Kreditströme zu steuern, besteuert letztlich Sparer und arbeitende Familien, die von Zinseszinsen abhängen. Eulerpool-Daten zeigen, wie jahrzehntelang unterdrückte Zinsen das Vermögen von Einlegern an verschuldete Kreditnehmer transferiert haben; die Umkehrung dieses Transfers ist schmerzhaft, aber notwendig. Der deutsche Mittelstand versteht dies besser als die Regulierer in Brüssel, die jede Zinsbewegung als soziales Notfallereignis und nicht als Preissignal betrachten.

