Anleger üben Druck auf Disney aus: Transparenz über Jimmy Kimmels Suspendierung gefordert
Eine Gruppe von Disney-Anteilseignern hat Einsicht in die Unternehmensunterlagen gefordert, um die Entscheidung zur vorübergehenden Absetzung der Jimmy Kimmel Show zu untersuchen. Während sie erfreut darüber sind, dass ABC die Show erneut ausgestrahlt hat, sorgt sich die Gruppe um die Bedrohungen durch die Trump-Regierung gegenüber der Pressefreiheit, auch in Bezug auf ABC. Die Anteilseigner verlangen Klarheit über den ursprünglichen Entschluss, Kimmel und seine Sendung zu suspendieren.
Die American Federation of Teachers, AFL-CIO, sowie Reporter ohne Grenzen, vertreten durch eine Anwaltsgruppe mit Roberta Kaplan, die E. Jean Carroll in einem Fall gegen Präsident Trump repräsentierte, haben einen Brief an Disney und Geschäftsführer Bob Iger gesendet. Dieser fordert die Offenlegung von Unternehmensunterlagen, um etwaige Missstände oder Pflichtverletzungen im Zusammenhang mit Kimmels Suspendierung aufzudecken. Die Nachricht wurde zuerst von Semafor veröffentlicht.
Es bestehe ein glaubhafter Verdacht, dass der Vorstand und die Geschäftsleitung möglicherweise ihren Treuepflichten nicht nachgekommen sind, indem sie politische oder andere Interessen über die des Unternehmens und seiner Aktionäre gestellt haben. Die Gruppe verlangt Einsicht in interne Dokumente wie Protokolle, Finanzanalysen und schriftliche Korrespondenzen der Unternehmensleitung, insbesondere jene über die Auswirkungen auf Disneys Einnahmen und Kommunikation mit Regierungsoffiziellen.
AFT-Präsidentin Randi Weingarten betonte, dass Disney-Aktionäre ein Anrecht auf vollständige Aufklärung über die internen Abläufe nach der Drohung von Brendan Carr haben, ABC zu sanktionieren, sollten keine Maßnahmen gegen Kimmel ergriffen werden. Die AFT und RWB fordern von Disney die geforderten Dokumente innerhalb von fünf Werktagen. Bei Nichterfüllung drohen sie mit rechtlichen Schritten. Kaplan erinnerte in einer Erklärung daran, dass die Meinungsfreiheit ein Grundpfeiler der US-Demokratie ist und die Regierung nicht Personen aufgrund ihrer Äußerungen bestrafen sollte.
Disney reagierte bisher nicht auf die Anfrage von Quartz nach einem Kommentar.

