Anhaltende Spannungen: Israelische Luftschläge auf Huthi-Ziele im Jemen
In einem großangelegten Einsatz hat die israelische Luftwaffe gezielt Einrichtungen im Jemen angegriffen, die als Operationsbasis der Huthi-Miliz identifiziert wurden. Dieser Schlag traf vor allem die Hauptstadt Sanaa, wo neben einer militärischen Anlage auch zwei Elektrizitätswerke und ein Treibstofflager zerstört wurden. Diese Einrichtungen standen laut Angaben des israelischen Militärs im Dienst der Huthi-Miliz. Auslöser der jüngsten Angriffe waren laut der israelischen Militärführung die fortlaufenden Raketen- und Drohnenangriffe der Huthi auf Israel.
Der Miliz, die enge Verbindungen zum Iran unterhält, wird vorgeworfen, bei ihrem neuesten Angriff Streumunition eingesetzt zu haben – eine Premiere, wie es heißt. Zwar wurden die Geschoße abgefangen, dennoch sieht Israel den Handlungsbedarf bestätigt.
Berichte von Augenzeugen aus Sanaa zeichneten das Bild von intensiven Explosionen. Teile der zerstörten Infrastruktur sollen auch zivil genutzt worden sein, was der Huthi-Sender Al-Masirah indirekt bestätigte, indem er die Treffer auf ein Elektrizitätswerk und ein Treibstofflager meldete. Bei den Angriffen kamen zwei Menschen ums Leben, fünf weitere wurden verletzt. Einsatzkräfte bemühten sich, die entstehenden Brände unter Kontrolle zu bringen.
Den Informationen aus israelischen Militärkreisen zufolge waren mehr als zehn Kampfflugzeuge an dem Einsatz beteiligt, die für die Mission in der Luft aufgetankt wurden. Die ins Visier genommenen Ziele lagen in einer Entfernung von bis zu 2.000 Kilometern zur israelischen Grenze, was das Ausmaß und die Komplexität der Mission unterstreicht.
Seit Beginn der jüngsten Konflikte mit der Hamas im Gazastreifen im Oktober 2023, intensivieren sich die Angriffe seitens der Huthi-Miliz gegen Israel. Die Huthi begründet ihre Angriffe als Ausdruck der Solidarität mit der Hamas, was Israel wiederum zu militärischen Gegenschlägen auf Huthi-Ziele im Jemen veranlasst.

