Angriff auf Zugbegleiter in Rheinland-Pfalz: Gewerkschaft fordert verstärkte Sicherheitsmaßnahmen
Nach einem tragischen Vorfall in Rheinland-Pfalz, bei dem ein Zugbegleiter tödlich verletzt wurde, beklagt die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) eine Eskalation der Gewalt gegen Bahnmitarbeiter. Martin Burkert, Vorsitzender der EVG, betonte, dass der Vorfall eine neue Dimension von Gefährdung darstelle.
Ohne ersichtlichen Fehler des Opfers kam es trotz angebotener Hilfe zu einem tödlichen Ausgang, berichtete Burkert am Nürnberger Hauptbahnhof, wo zeitgleich mit weiteren Stationen im gesamten Bundesgebiet eine Schweigeminute abgehalten wurde. Eine von der EVG durchgeführte Umfrage zeigt alarmierende Ergebnisse: Nahezu ein Drittel der befragten Bahnmitarbeiter fürchtet sich vor dem Arbeitsalltag.
„Das ist ein erstaunlich hoher Anteil“, bemerkte Burkert und unterstrich die Dringlichkeit von Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit. Im Zuge dessen erneuert die EVG ihre Forderung nach einer Doppelbesetzung in Regionalzügen, um das Risiko für Zugbegleiter zu minimieren. Die Bundesländer sieht Burkert hier in der Pflicht, die finanziellen Mittel für solche Maßnahmen bereitzustellen. Darüber hinaus plädiert die Gewerkschaftsführung für die Ausstattung der Mitarbeiter mit Bodycams und die Ausweitung von Notfallknöpfen.

