Alaska-Gipfel ohne Durchbruch: Schwierige Gleichung für den Frieden im Ukraine-Konflikt
Nach dem kürzlich stattgefundenen Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Kremlchef Wladimir Putin in Alaska scheinen konkrete Fortschritte zur Beendigung des Ukraine-Kriegs weiterhin ausständig. Dennoch bleibt die diplomatische Maschine in Bewegung: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj plant für Montag Gespräche mit Trump in Washington. Zu den zentralen Themen zählen laut Selenskyj das Ende der Feindseligkeiten und mögliche Sicherheitsgarantien für die Ukraine durch europäische Partner.
Selenskyj unterstützt Trumps Vorschlag für ein Dreier-Treffen mit Putin und betont die Bedeutung einer Diskussion auf höchster Führungsebene. Europäische Vertreter sollen, so Selenskyj, vor allem bei der Frage der Sicherheitsgarantien eine entscheidende Rolle spielen. Zuvor hatte Selenskyj bereits ausführliche Telefongespräche mit Trump und mehreren europäischen Staats- und Regierungschefs geführt, darunter auch mit Bundeskanzler Friedrich Merz, um sich über die Gesprächsstrategien mit Putin abzustimmen.
Trotz des konstruktiven Rahmens verlief der Alaska-Gipfel ohne erkennbare Fortschritte hinsichtlich einer Waffenruhe. Während Trump Einigungen in wichtigen Punkten andeutete, fehlten präzise Details zu einem möglichen Abkommen. Putin sah in den Gesprächen dennoch Potenzial für zukünftige Lösungen, während sein Berater Juri Uschakow ein Dreier-Treffen mit Selenskyj als bisher nicht auf der Agenda stehend bezeichnete.
Reaktionen aus Europa zeichnen ein gemischtes Bild: Während Bundeskanzler Merz zuvor die europäischen und ukrainischen Interessen deutlich gemacht hatte, zieht der CDU-Politiker Roderich Kiesewetter ein ernüchterndes Fazit. Er sieht im Gipfelergebnis „kein gutes Ergebnis“ und bezeichnet den Tag als "schwarzen Freitag". Auch der ehemalige Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, kritisierte das Treffen als wenig erfolgreich und ohne bemerkenswerte Fortschritte.
Einladung nach Moskau: Trump stellte klar, dass es noch keinen Deal gebe, jedoch würde er die Gespräche in Moskau fortsetzen. Kritiker wie Kiesewetter und Ischinger sehen dies als verzweifelten Versuch Putins, sich auf der internationalen Bühne zu rehabilitieren – ein Ziel, das ihm vorerst gelungen scheint. Europas Erleuchtung: Sie stehen vor der Herausforderung, eine gemeinsame Linie mit Trump zu finden, während die Friedensgespräche weitergehen.

