Air France-KLM trotzt Unsicherheiten mit stabilem Jahresausblick
Die französisch-niederländische Fluggesellschaft Air France-KLM bleibt trotz der gegenwärtigen Hürden durch die US-Handelskonflikte optimistisch und hält an ihrer Jahresprognose fest. Im Wettbewerb mit der deutschen Lufthansa plant der Konzern, sein Sitzplatzangebot bis 2025 weiterhin um vier bis fünf Prozent zu steigern. Während aktuelle Entwicklungen erhöhte Unsicherheiten mit sich bringen, sieht die Airline dennoch Möglichkeiten, darauf adäquat zu reagieren. Dennoch zeigt sich ein Rückgang der Buchungstrends im zweiten Quartal sowohl auf den Nordatlantikrouten als auch auf Fernstrecken im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
Die Aktie von Air France-KLM verzeichnete am Morgen einen Rückgang um 1,5 Prozent auf 7,35 Euro. Dennoch bleibt sie innerhalb ihrer jüngsten Schwankungsbreite, nachdem Befürchtungen einer Konjunkturabkühlung infolge der US-Zollkonflikte ihren Kurs vorübergehend absinken ließen. Im Gegensatz dazu gab es bereits einen Tag zuvor bei der Lufthansa Hinweise auf geschäftliche Turbulenzen für das anstehende dritte Quartal. Besonders Buchungen für die günstigeren Economy-Tickets in die USA zeigen derzeit Schwächen. Der Lufthansa-Vorstandsvorsitzende geht davon aus, dass die Kunden kurzfristiger buchen werden, ohne jedoch die Ticketpreise zu senken, sondern eher das Platzangebot zu verringern.
Air France-KLM-Chef Benjamin Smith betont den Handlungsspielraum durch das breite Netzwerk an Flugzielen angesichts der wachsenden Unsicherheiten. Im ersten Quartal des Jahres überraschte die Airline mit fast acht Prozent Umsatzwachstum auf knapp 7,2 Milliarden Euro und konnte den typischen operativen Verlust von 489 auf 328 Millionen Euro erheblich reduzieren. Damit übertraf der Konzern die Erwartungen der Analysten. Der Nettoverlust wurde von 480 auf 249 Millionen Euro gesenkt.

