AI-Momentum 2025: Evolution statt Revolution und die Rolle der Big Tech
Im Jahr 2025 wird das zuvor beeindruckende Tempo der Entwicklungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz nachlassen. Die anfängliche Faszination, die Anwendungen wie ChatGPT hervorgerufen haben, scheint schwer zu übertreffen. Während in der Vergangenheit größere Datensätze und gesteigerte Rechenleistung stetige Verbesserungen der KI-Modelle brachten, stoßen diese Ansätze zunehmend an ihre Grenzen und liefern nur noch abnehmende Erträge.
Dennoch könnten neue Modelle, die mehrere Schritte zur Verfeinerung ihrer Antworten durchlaufen, aufregende Fortschritte bringen. Solche Modelle, wie OpenAIs o3, könnten die interessantesten Neuerungen seit den Anfängen der KI-Chatbots darstellen. Google hat mit seinen fortschrittlichen agentenähnlichen Fähigkeiten ebenfalls gezeigt, wie KI das Leben vereinfachen könnte, etwa durch die automatisierte Erledigung von Aufgaben im Browser. Diese Innovationen befinden sich allerdings noch im Prototypenstadium.
Die generative KI hat den Alltag zwar mit praktischen, aber nicht lebensverändernden Tools durchdrungen. In Zukunft könnten Anwendungen erscheinen, die als virtuelle Gedächtnisbänke fungieren oder ganze Lebensbereiche übernehmen. Doch die Skepsis über die Zuverlässigkeit dieser Technologien könnte sowohl Unternehmen als auch Nutzer von einem breiten Rollout abhalten.
Im Bereich der Hardware sieht sich der Chip-Hersteller Nvidia trotz der Konkurrenz durch Unternehmen, die ihre eigenen Chips entwickeln, gut positioniert. Nvidias Produktzyklus Blackwell soll das Unternehmen auch in Zeiten turbulenter Marktveränderungen an der Spitze halten. Dennoch planen Firmen wie Broadcom mit der Einführung riesiger Chipsätze, die Elons Musks bisher größte Cluster weit übertreffen könnten, ihre Reviermarken zu setzen.
Während die Big Tech weiterhin im KI-Wettlauf steht, bleibt das wachsende Kapital für die KI-Entwicklung ein starker Antrieb für Investitionen. Ob diese Entwicklungen Investoren dazu bewegen werden, weiterhin kräftig in den KI-Sektor zu investieren, hängt auch von makroökonomischen Faktoren ab. Änderungen in der US-Wirtschaftspolitik und geldpolitische Maßnahmen der Federal Reserve werden dabei entscheidende Rollen spielen.
Der Ausblick auf 2025 deutet auf ein volatiles Jahr hin, in dem dennoch genug Liquidität vorhanden sein könnte, um dem KI-Hype eine anhaltende Bühne zu bieten.

