Willi und die Wunder dieser Welt

DVD / Blu-ray / Trailer :: Website :: IMDB (7,2)
Original: Willi und die Wunder dieser Welt | Willi will´s wissen
Regie: Arne Sinnwell
Darsteller: Willi Weitzel
Laufzeit: 85min
FSK: ohne Altersbeschränkung
Genre: Abenteuer, Familie, Dokumentation (Deutschland)
Verleih: MFA
Filmstart: 05. März 2009
Bewertung: n/a (0 Kommentare, 0 Votes)
Abschied zu nehmen ist traurig und kann doch wunderschön sein. Vor allem, wenn man etwas Tolles vorhat: Eine Reise um die Welt zum Beispiel. Willi platzt vor Vor­freude und jeder – der kleine große Bruder, seine besten Freunde, alte Bekannte von den Willi-Drehs und selbst die Frau vom Reisebüro – bekommt zum Abschied von Willi eine große Sonnenblume. Dass er seinen Rucksack packt, um die großen und kleinen Wunder dieser Welt zu entdecken, hat Willi nicht zuletzt seiner ältesten Freundin zu verdanken. Unzählige Stunden hatte er den Erzählungen der Weltenbummlerin Frau Klinger gelauscht, die im hohen Alter von 92 Jahren gestorben war. Nun ist das Fernweh bei Willi übermächtig. Zumal es noch einen Auftrag zu erfüllen gilt: Willi hat Frau Klinger versprochen, eine Handvoll Sand von ihrem Lieblingsplatz in der Sahara mitzubrin­gen. Ehrensache für Willi, seiner alten Freundin diesen Wunsch zu erfüllen. Willis erste „Haltestelle“ ist der australische Regenwald: schlammige Pisten, tiefe Schlaglöcher, rundum nur undurchdringliches Grün. Willi ist ein bisschen mulmig zumute, schließlich gibt es hier die giftigsten und gefährlichsten Tiere der Welt –Krokodile zum Beispiel . . . Doch Olaf, ein deutscher Biologe, der seit einigen Jahren in Australien lebt und den Jeep steuert, beruhigt Willi: „Im Auto sind wir sicher!“ Kaum ist’s ausgesprochen, bleibt der Wagen auch schon in einem Wasserloch ste­cken. Nichts geht mehr. Ein genauerer Blick in die schlammige Brühe zeigt: überall lauern erwartungsfrohe Krokos! Willi versucht, die Nerven zu behalten und Olafs Rat zu befolgen: Langsam gehen, denn Krokodile reagieren nur auf schnelle Be­wegungen. Wenn das so einfach wäre . . . Den Jeep müssen die beiden erstmal abschreiben, jetzt ist ein Fußmarsch ange­sagt. Da es bald dunkel wird, erlebt Willi seine erste aufregende Übernachtung im Regenwald, inklusive gruseliger Spinnen-Bekanntschaften. Mit frischer Kraft geht es am nächsten Morgen weiter, als plötzlich ein Schwarm Flughunde aufsteigt und ein Flughund-Baby an Willis Hose hochklettert. Das Findelkind ist von seiner Mutter zurückgelassen worden, aber Olaf erinnert sich an ein Flughund-Krankenhaus, das irgendwo in der Gegend sein soll. Die Rettung für den kleinen Flattermann und die beiden Abenteurer! Nachdem Willi das süße Tierchen gut versorgt weiß, macht er sich alleine auf den Weg, quer durch den Regenwald zu Nico, einem Ameisenforscher. Im Ge­gensatz zu „unseren Ameisen“ leben Nicos Schütz­linge, die grünen Weberameisen, jedoch nicht am Boden, sondern hoch oben in der Krone der Urwaldriesen. Natürlich ist Willi viel zu neugierig, um die Kletterpartie baumaufwärts abzulehnen. Irre, mit welchen Tricks die kleinen Insekten im Teamwork ihre fußballgroßen Nester bauen! Willis nächstes Ziel ist die kanadische Arktis, genauer gesagt die „Eisbärenhaupt­stadt“ Churchill. Willi hat vor, möglichst viel über die weißen Riesen heraus zu fin­den und ihnen dabei so nahe wie nur möglich zu kommen. Das passiert sogar schneller als ihm lieb ist: Nur wenige Meter entfernt entdeckt Willi schon kurz nach seiner Ankunft das erste stattliche Exemplar! Zum Glück ist der „König der Arktis“ gerade mit dem beschäftigt, was selbst Könige ab und zu tun müssen und kümmert sich deshalb nicht um den Fremden, der gebannt herüber starrt. Willi hat eine Idee, wie er mehr über die Eisbären herausfinden kann: Er kauft sich ein Eisbärenkostüm, schlüpft hinein und klettert damit in eine der vielen Eisbären­fallen, die rund um den Ort aufgestellt sind. Mit den Fallen sollen hungrige Bären gefangen werden, bevor sie auf die Idee kommen, die Kühlschränke der Menschen zu plündern. Die Eisbären sind eigentlich auf dem Weg zur nahen Hudson Bay, um auf dem Eis nach ihrer Leibspeise, jungen Ringelrobben, zu jagen. Da die Bucht aber (in Folge des weltweiten Klimawan­dels) immer später zufriert, interessieren sich die Raubtiere sehr für das, was es in menschlichen Siedlungen zu futtern gibt. Rumms, das Gatter saust herunter, der „Willi-Bär“ ist gefangen. Nach einer kur­zen, eiskalten Wartezeit geht Willis Plan auf: Eis­bärpolizist Shaun befreit ihn und nimmt ihn am nächsten Tag mit auf ei­nen „Eisbären-Ausflug“ zurück in die Wildnis. Die Tiere werden betäubt und dann mit dem Hubschrauber in den Norden geflogen, wo es mehr zu fressen gibt und keine gefährlichen Begegnungen mit Menschen drohen. Gleich wird der Bär auf­wachen, jetzt ist die letzte Gelegenheit für Willi, den weißen Riesen zu streicheln: Unglaublich, wie sich sein Fell anfühlt! Weiter geht’s nach Tokio. An keinem Ort der Welt leben mehr Menschen auf so engem Raum! Kein Wunder, dass es auch in der U-Bahn so eng ist wie in einer Sardinenbüchse. Willi trifft auf der Fahrt einen Deutschen, Torsten, der locker dop­pelt so breit und drei Köpfe größer ist als die meisten Japaner. Torsten hat nicht nur den Überblick, sondern kennt sich auch aus und zeigt Neuling Willi den Weg zu der großen Kreuzung, an der er Azusa treffen soll. Azusa ist Deutsch-Japanerin, hat für Willi eine Unterkunft besorgt und wird ihm die Stadt zeigen. Er muss sie nur noch finden! Schließlich treffen sich die beiden mit­ten auf einer der belebtesten Kreuzungen der Welt und Willis Grundkurs in japani­scher Sprache und Kultur kann beginnen: „To-ma-ttää“ heißt „Stopp“, das Bett liegt im Schrank, die Toilette spritzt in neugierige Reportergesichter, Fußballplätze be­finden sich auf dem Hochhausdach, und Achterbahnen sausen zwischen riesigen Wolkenkratzern auf und ab. In einem der Türme trifft Willi die verrückte Künstler-Gruppe „Maywa Denki“. Die Musiker und Erfinder bauen schräge „Unsinns-Maschinen“ und skurrile strombe­triebene Instrumente. Die ma­chen nicht nur Krach, sondern vor allem unglaublich viel Spaß! Der Schock folgt allerdings nur wenig später: Willi ist ohne Geld­beutel unterwegs, in dem auch Azusas Handynummer und die Hoteladresse stecken. Obwohl 34 Millionen Menschen um ihn herum wuseln, hat sich Willi noch nie so verloren und allein gefühlt wie in diesem Augenblick. Nach Stunden des Herumirrens in der größten Stadt der Welt passiert das Un­glaubliche: Willi trifft ein bekanntes Gesicht! Der große Mann dort drüben ist doch Torsten! Klar, dass der Willi aus der Patsche hilft und ihm ein Zimmer in einem ty­pisch japanischen Kapselhotel verschafft. Wobei „Zimmer“ reichlich übertrieben ist. Die Gäste schlafen in Röhren, zweistöckig angeordnet, gerade mal so groß wie eine Matratze – Willkommen und gute Nacht! Am nächsten Morgen erfährt Willi, warum Torsten in der Stadt ist: Der 185-Kilo-Mann ist Sumotori. Genauer gesagt, der erfolgreichste Amateur-Sumo-Ringer au­ßerhalb Japans. Torsten ist zum Trainieren in Tokio – und Willi darf mit. Aber nicht etwa zum Zuschauen. Bevor Willi tomattää rufen kann, hat er einen „Mawashi“ an, die typische Sumo-"Windel". Er steht im Ring und ihm gegenüber: Ein japanischer Sumo-Meister . . . Von der Hektik der Großstadt geht es weiter in die am dünnsten besiedelte Region der Welt, die Sahara. Wüsten-Experte Michael wird Willi helfen, den Lieblingsort von Frau Klinger zu finden. Willi hat nichts als ein altes Foto, eine leere Dose für den Sand und ein gegebenes Versprechen. Auf dem Motorrad geht es immer tiefer in die Wüste; ein Wasservorrat von fünf Beuteln muss genügen. Unglaublich, wie groß der größte Sandkasten der Welt ist! Kilometer um Kilometer nichts als Geröll, Dünen, Sand und Einsamkeit. Natürlich ist Wassersparen angesagt, Duschen fällt flach. Schließlich ist man in der Wüste ohne Flüssigkeit innerhalb von 24 Stunden tot, wie Michael erklärt. Höchs­tens eine Sanddusche sei erlaubt. Ein Scherz, den Willi zu Michaels Freude wört­lich nimmt. Und dann passiert Willi ein riesiges Missgeschick: Weil ein Skorpion auf ihn zukommt, stößt Willi vor Schreck den letzten Wasserbeutel um. Michael ist stinksauer, behält aber die Nerven. Jetzt muss eine übel riechende Notration aus einem verschmutzen Wasserloch reichen, bis sie irgendwo Nomaden treffen. Da, ein See! Wir sind gerettet! Fehlalarm, der durstige Willi ist auf eine Fata Morgana hereingefallen. Schließlich wieder Hoffnung: Bäume tauchen auf, aus dem Sand sprie­ßen dünne Grashalme und Kamele kommen in Sicht. Wenig später stehen Michael und Willi vor einem Tuareg, der ihnen Wasser gibt – jetzt sind sie wirklich gerettet. Dann können sie wieder ihre eigentliche Mission verfolgen: Sand holen für Frau Klin­ger. Michael kennt sich sehr gut aus, bald finden die beiden den Ort, von dem die alte Dame immer geschwärmt hat. Das Foto beweist: Hier war Frau Klinger und ja, es ist ein überirdisch schöner Platz! Tief bewegt klettert Willi auf eine Düne und füllt die kleine Dose. Zurück zu Hause, macht Willi sofort sein Versprechen wahr: Er bringt Frau Klinger den Sand von ihrem Lieblingsplatz ans Grab – versprochen ist versprochen. Und dann ist es Zeit für ein ganz besonderes Wiedersehen mit Freunden und Familie!

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