Wickie und die starken Männer

Original: Wickie und die starken Männer
Regie: Michael Herbig
Darsteller: Jonas Hämmerle, Waldemar Kobus
Laufzeit: 87min
FSK: ohne Altersbeschränkung
Genre: Abenteuer, Komödie (Deutschland)
Verleih: Constantin Film
Filmstart: 09. September 2009
Bewertung: 7,3 (14 Kommentare, 13 Votes)
Hoch oben im Norden Europas liegt das Wikingerdorf Flake. Hier lebt der kleine Junge Wickie (Jonas Hämmerle) mit seinem Vater, dem Wikinger-Chef Halvar (Waldemar Kobus), und seiner Mutter Ylva (Sanne Schnapp). Wickie entspricht bei weitem nicht dem herkömmlichen Bild des groben, kampfeslustigen und plündernden Wikingers. Statt auf Muskelkraft setzt er auf Köpfchen und ideenreiche Pläne. So auch, als Wickies beste Freundin Ylvi (Mercedes Jadea Diaz) ihre Puppe namens Birte vermisst. Ein Wolf hat sie in eine Höhle gezerrt. Obwohl Wickie nichts so sehr fürchtet wie Wölfe, wagt er sich in das finstere Versteck. Kaum hat er die lädierte Birte befreit, greift ihn das zähnefletschende Raubtier an und verfolgt ihn. Nur knapp und mit viel Erfindungsreichtum kann Wickie den Verfolger besiegen. Ylvi weiß genau: Wickie ist ein Held. Majestätisch gleitet ein Wikingerschiff durch die raue Fjordlandschaft. Mit Stolz geschwellter Brust steht der Anführer Halvar am Bug, während seine Männer kräftig rudern. Mit an Bord sind die unverbesserlichen Streithähne Tjure (Nic Romm) und Snorre (Christian A. Koch), der weise Urobe (Olaf Krätke), der Barde Ulme (Patrick Reichel), der dicke Faxe (Jörg Moukaddam) und der ständig entzückte Gorm (Mike Maas). Die Frauen und Kinder von Flake laufen erwartungsfroh zur Anlegestelle. Welche Beute haben die Männer von ihren wochenlangen Raubzügen mitgebracht? Halvar freut sich über das Wiedersehen mit Wickie, doch beim anschließenden Männergespräch muss der Vater mit dem Sohn ein ernstes Wort reden: Mädchen dürfen vor Wölfen weglaufen, Jungs auf keinen Fall! Er wirft Wickie vor, ein Schwächling zu sein, und erzählt ihm die – nicht ganz wahre – Geschichte vom tapferen kleinen Halvar, der in seiner Kindheit so manchen Wolf zur Strecke gebracht hat. Die umsichtige Mutter Ylva verteidigt ihren ängstlichen, aber cleveren Wickie. Doch Halvar sieht nicht ein, dass gute Ideen wichtiger sind als große Muskeln. Er ruft einen Wettstreit zwischen Vater und Sohn aus: Wer trägt schneller 50 schwere Steine von einer Seite des Bachs auf die andere? Der starke Halvar oder der schlaue Wickie? Das ganze Dorf verfolgt mit Spannung das Duell. Schnell geht der siegessichere Halvar in Führung, während sich sein Sohn noch immer mit dem ersten Stein abmüht. Doch dann reibt Wickie seinen Zeigefinger um die Nase, hat einen genialen Einfall und gewinnt am Ende mit minimalem Vorsprung. Halvar ist sauer, muss aber sein Versprechen einlösen: Wickie bekommt einen eigenen Wikingerhelm. Sein Traum wird wahr. Auch Ylvi träumt: Sie möchte fliegen wie ein Vogel. Spontan entwickelt Wickie Pläne für einen Flugdrachen und bastelt die ganze Nacht daran. So verpasst er das rauschende Fest im Rathaus, bei dem die Wikinger auf ihre erfolgreiche Plündertour anstoßen. Der Met fließt in Strömen, es wird getrunken, gegessen, gesungen, getanzt und gelacht. Ganz Flake schläft noch, als Wickie seiner Freundin Ylvi im Morgengrauen die neueste Erfindung vorführt. Mit einem lederbespannten Kreuz aus Ästen hebt er in die Lüfte ab. Von hier oben sieht er am Horizont ein bedrohliches Schiff mit schwarzen Segeln, das direkt auf Flake zusteuert. Während Ylvi losläuft, um alle Familien zu warnen, kracht Wickie mit seinem Flugdrachen in einen Baum und verheddert sich in den Zweigen. So weit es ihr Kater zulässt, wehren sich die müden Wikinger gegen die Angreifer, die allesamt chinesische Drachenmasken tragen. Doch die vielen Brandpfeile der wilden Horde zerstören Flake innerhalb weniger Minuten. Die Gegner rauben nicht nur die über Jahre erplünderte Beute der Wikinger, sondern auch ihren größten Schatz: alle Kinder. Bis auf Wickie, der noch immer im Baumwipfel gefangen ist. Urobe macht Dämonen für den Überfall verantwortlich. Er verweist auf die Legende vom Geisterschiff mit dem schwarzen Segeln, das ziellos über die Meere fährt und reine Kinderseelen sucht, um sie dem Feuerriesen zu opfern. Die Frauen von Flake weinen bitterlich, die Männer bereiten ihr Schiff vor, um die Dämonen zu suchen und alle Kinder zu befreien. Am nächsten Morgen stechen die Starken Männer in See. Auch Wickie hat sich an Bord geschmuggelt. Halvar entdeckt ihn in einem Fass und würde seinen Sohn am liebsten sofort nach Flake zurückbringen. Doch zum Umkehren ist es zu spät. Der Schreckliche Sven (Günther Kaufmann), der mit Abstand schlimmste Halunke auf den Weltmeeren, rückt den Wikingern mit zwei Schiffen bedrohlich nahe. Wickie empfiehlt Halvar, sein Schiff in den aufziehenden Nebel zu lenken. Gesagt, gerudert. Im dichten Grau stoßen die Wikinger nicht auf das befürchtete Ende der Welt, sondern auf eine chinesische Dschunke mit schwarzen Segeln. Überzeugt, dass ihre Kinder an Bord sind, entern die Wikinger das Schiff. Sofort krachen sie durch den morschen Holzboden und landen in einem vollgestopften Lagerraum. Aufgeschreckt von einer riesigen Drachenmarionette lässt Halvar seine Fackel fallen. Die landet in einer Kiste mit Feuerwerkskörpern, die auf der Stelle explodieren. Das Schiff beginnt zu sinken. Bei ihrer Flucht von Bord geraten die Männer in Panik, wobei Wickie in eine Holztruhe fällt. Er kann sich nicht mehr befreien. Die Dschunke versinkt im Meer, Halvar und seine Männer retten sich mit Ach und Krach auf ihr Schiff. Nur Wickie bleibt verschwunden, weshalb sich Halvar schwere Vorwürfe macht. Hoffnung keimt erst auf, als aus einer Truhe, die Faxe an Bord des Schiffes gewuchtet hat, Geräusche dringen. Ist Wickie da drin? Nein. In der Holztruhe sitzt ein alter Chinese mit langem Bart und großem Hut. Unter dieser Verkleidung steckt die bezaubernd schöne Lee Fu (Ankie Beilke). Sie ist aus China geflohen, weil ihr überschuldeter Vater sie an den Kaiser verkaufen wollte. Als blinder Passagier war sie auf die Dschunke des chinesischen Staatszirkus geklettert, um aus ihrer Heimat zu fliehen. Das Schiff wurde von Piraten überfallen. Sie raubten alle Drachenmasken. Genau jene Masken, die beim Überfall auf Flake zum Einsatz kamen. Inzwischen ist auch die Holztruhe, in der Wickie den Schiffsuntergang überlebt hat, aus dem Wasser gezogen worden. Ausgerechnet der Schreckliche Sven und sein fieser Helfer Pokka (Christoph Maria Herbst) haben ihn gefunden. Wickie erfährt, dass der Schreckliche Sven hinter dem Überfall auf Flake steckt. Er hat die Kinder stehlen lassen, um an den Goldschatz von Töle zu kommen. Der Sage nach hatte König Töle zwar viele Kinder, aber die haben ihn sein ganzes Leben lang nur angelogen. Also schmiedete er einen besonderen Plan. Er ließ ein magisches Wikingerhorn gießen. Nur ein Kind, das noch nie gelogen hat, kann diesem Horn von Töle einen Ton entlocken und den Goldschatz erben. Das Horn hängt unter dem Dach eines Turms in einer entlegenen Bucht auf der großen Insel Pump. Mit Hilfe eines weiteren genialen Einfalls, eines Sägefisches und der Seehunde Bulli und Balli kann Wickie dem Schrecklichen Sven entkommen und zum Schiff seines Vaters Halvar zurückkehren. Sofort nehmen die Wikinger die Spur des Schrecklichen Svens auf. Der steuert inzwischen mit einer Flotte von drei Schiffen das Horn von Töle an. Auf einem der Schiffe sind alle Kinder von Flake aneinandergekettet. Sie werden bewacht von einem stotternden Piraten (Jürgen Vogel). Der Schreckliche Sven hat einen Tag Vorsprung. Wenn die Wikinger von Osten aus um die halbe Insel segeln müssen, werden sie Sven und seine Flotte niemals einholen können. Wickie und die starken Männer stehen vor vielen ungelösten Problemen: 1. Wie finden sie eine Abkürzung zum Horn von Töle? 2. Wie besiegen sie den Schrecklichen Sven und seine übermächtige Horde? 3. Wie befreien sie Ylvi und alle anderen Kinder? Wickie wäre nicht Wickie, wenn er auf all diese Fragen keine Antwort hätte.

Kommentare

(14) Wolfsavenger vergibt 10 Klammern · 11. November 2009
Der Film war sehr gut gemacht. Hoffe es gibt ne Fortsetzung vom Film.
(13) gixel vergibt 8 Klammern · 03. November 2009
EIn toller Film für Kids und für Leute die Wickie lieben .Witzig und spannend zugleich
(12) p666p vergibt 4 Klammern · 03. November 2009
Reißt einen jetzt nicht vom Hocker... Besonders wenn man kein Wikie-Fan ist Aber naja, Unterhaltung war Okay
(11) k327002 vergibt 10 Klammern · 16. Oktober 2009
lustiger film x´D einfach zum ablachen
(10) k335496 · 04. Oktober 2009
So mal ne vorhandene Story hernehmen,dann diesen typischen comedy-Retortenlacher einbauen,n riesen Bohei um den Quatsch machen, n Jahr im tv rumcasten,weil kommt so symphatisch Laien herzunehmen,und die machen ja auch keinen Stress wenns um die Gage geht,jede minute der produktionszeitnoch verwursten bei taff oder sam,,,schlecht.
(9) lemmatt vergibt 8 Klammern · 26. September 2009
...ein Familienfilm für groß und klein. Nett gemacht und gut umgesetzt. Ich gebe hier eine 8!
(8) pim vergibt 2 Klammern · 20. September 2009
Für Kinder sicher ein Spaß, die Erwachsenen können aber die Länge der Witzebärte schon gar nicht mehr an zwei Händen abzählen. Die Darsteller waren echt super und technisch war der Film sehr schön gemacht, nur Bullys Rolle war, wie bereits erwähnt, überflüssig bis störend.
(7) TiM66 vergibt 8 Klammern · 19. September 2009
Netter Film zum Schmunzeln.. Als Wickinger-"Fan" ein Muß... Nette Kostüme und ne nette Location. Einige Lacher. Alles in allem sehenswert.
(6) TrippleM vergibt 5 Klammern · 19. September 2009
War gerade eben in Wickie - hat mich jetzt nicht vom hocker gehauen. Ist wohl doch eher ein Film für Kinder. Für mich ein bischen zu langweilig. 4-5 lustige Szenen, der Rest eher durchschnittlich.
(5) Quasimodo1101 vergibt 9 Klammern · 16. September 2009
Kann mich da TUIT nur anschliessen. Bully war über... Der Rest passte zur Serie. Ist allerdings schwer zu beurteilen wenn man die Vorlagen nicht kennt :-D
(4) TUIT vergibt 10 Klammern · 15. September 2009
Von mir gibt's 10 Punkte. Bullis Rolle war zwar überflüssig - aber der Rest ist toll umgesetzt aus der Geschichte und der Serie!
(3) Tiffiklotz vergibt 8 Klammern · 13. September 2009
Ich kann beiden zustimmen! Der Film ist es auf jeden Fall Wert, gesehen zu werden. Es gibt auch unrealistische Szenen, aber so aufgesetzt wirken diese nicht. Die Serie wurde SEHR GUT umgesetzt, großes Lob. Viele Lacher - aber recht kurz der Film. Insofern 8 Klammern ...
(2) Moe2001 vergibt 4 Klammern · 10. September 2009
Hmm, ich war eigentlich etwas enttäuscht von den Film. Große Lacher waren nicht dabei und die einzigen lustigen Szenen waren alle in der Vorschau. Auch die dann sehr unrealistischen Szenen finde ich mehr als unpassend. Denke da hätte man sich bessere Sachen einfallen lassen können. Außerdem macht die Rolle von Bully selbst den anschein, wie wenn der Film bereits fertig produziert wurde und dann viel auf, dass er gar nicht mitspielt und man musste noch irgendwo eine Rolle reinbauen...
(1) Aalpha vergibt 9 Klammern · 10. September 2009
Schaut es euch an, kann ich nur sagen. Ist für groß und klein eine tolle sache. Die Story ist zwar etwas simpel (bestimmt damit die kleinen Zuschauer die Übersicht nicht verlieren), aber immer wieder ein Lacher dabei. Einzige defizit ist die Länge, durch die vielen kleinen Lacher vergeht die Zeit ziemlich schnell. Der Film hätte ruhig 10-15 min. länger sein können ;-) Ansonsten war es das Geld wert für den Kinobesuch.