Vivan las Antipodas

DVD / Blu-ray / iTunes / Trailer :: IMDB (7,1)
Original: ¡Vivan las Antipodas!
Regie: Victor Kossakovsky
Darsteller: ?????
Laufzeit: 107min
FSK: ohne Altersbeschränkung
Genre: Dokumentation (Argentinien, Deutschland)
Filmstart: 23. Februar 2012
Bewertung: n/a (0 Kommentare, 0 Votes)
Rund 12.756 Kilometer lang wäre ein kerzengerader Tunnel, der von einem Antipoden zum anderen führt. Über Jahre suchte Victor Kossakovsky nach den idealen Orten für seinen Film. Die Auswahl der Festland-Antipoden ist begrenzt, weil zwei Drittel der Erdoberfläche aus Wasser besteht. I. Entre Ríos, Argentinien und Shanghai, China In der Region Entre Ríos, in einem abgelegenen Drei-Häuser-Dorf ohne Strom, leben zwei Brüder um die 50, die in der dritten oder vierten Generation die Fähre über den Fluss betreiben. Weil sich das Volumen des Flusses übers Jahr stark verändert, wird die Fähre in trockeneren Zeiten als Brücke über das verbleibende Rinnsal genutzt. Nicht viele Menschen wollen den Fluss überqueren oder gar dafür bezahlen. So sitzen die Brüder die meiste Zeit des Tages herum und sinnieren über den Lauf der Welt. Auf der anderen Seite kommt uns ein Gewimmel von Menschen in graublauer Arbeitskleidung aus dem ebenso grauen Morgennebel entgegen. Shanghai ist nicht nur geografisch der genaue Antipode. Die circa 18 Millionen Menschen in der Region erschaffen hier das Wirtschaftswunder des modernen China. Auch hier gibt es eine Brücke, eine der längsten der Welt. Sie führt über den Jangtsekiang und ist 16,63 Kilometer lang. II. Patagonien, Chile und der Baikalsee, Russland In Patagonien lebt einsam René Vargas, der „Kondor-Mann“, der nur mit seinem Pferd, seinen Katzen und den Kondoren spricht. Rund hundert dieser Vögel, berühmt für ihre eleganten Gleitflüge, leben in der Nähe des Einsiedlers. Tatiana, seine „Antipodin“ auf russischer Seite, wohnt ebenfalls in der totalen Abgeschiedenheit. Auch hier in der Nähe des Baikalsees bietet die Natur mit ihren herbstbunten Farben vor trutzig aufragenden Bergen ein Schauspiel ohnegleichen. Alina, Tatianas Tochter, ist aus dem Internat für die Ferien heimgekommen. Während der täglichen Arbeit auf dem Hof und beim abendlichen Genießen der frischen Preiselbeeren werden wichtige Dinge besprochen. Wie ist das, wenn man jemanden liebt und derjenige weiß noch gar nichts davon? Wenn Mutter Tatiana abends das Licht ausmacht, entzündet der Kondor-Mann gerade seine Gaslampe. III. Kubu, Botswana und Big Island, Hawaii, USA Hütten auf weißem Sand formieren sich zu einem Dorf irgendwo in Botswana. Am Abend trifft man sich am Kiosk von Lilian zu einem Schwätzchen, während in der Nähe eine Elefantenfamilie im Licht der letzten Sonnenstrahlen nach Nahrung sucht. Wenn die Löwen bei Anbruch der Dunkelheit auf die Jagd gehen, hallt ihr Brüllen über den Dorfplatz. Schaurige Geräusche verursacht die glühende Lava des Vulkans Kilauea, die sich auf der größten Hawaii-Insel Richtung Meer wälzt. Einen ganzen Ort hat sie in den letzten Jahren verschlungen, nur das Haus von Jack blieb wie durch ein Wunder verschont. Als Jack mit seinem Motorrad über die erkaltete, schwarz glänzende Lavamasse fährt, folgt ihm sein Hund. Jack schickt ihn zurück. Als Jack ihn am Abend sucht, ist er verschwunden. Jack ruft vergebens, während Ströme glühender Lava sich weiter voranschieben. IV. Miraflores, Spanien und Castle Point, Neuseeland Ein uralter Felsbrocken in der spanischen Berglandschaft. Seit Jahrtausenden trotzt er an dieser Stelle den umschlagenden Wettern. Auf ihm tobt das kleine Leben. Die Fauna streckt sich dem Regen entgegen. Ameisen suchen eifrig ihre Vorräte zusammen. Geckos flitzen in der Hoffnung auf einen Leckerbissen über den Stein. Und in all dem Getümmel zieht eine kleine Raupe gemütlich ihres Weges. Fliegen schwirren aufgeregt durch die Luft. Doch der frisch geschlüpfte Schmetterling hat noch Schwierigkeiten mit dem Abheben vom Felsen, der die Form eines Walfisches hat. Aufregung an der neuseeländischen Küste. Ein Wal ist ins seichte Wasser geraten, schlägt erschöpft mit seiner riesigen Schwanzflosse. Unfähig, den 20 Meter langen Meeresbewohner aus seiner Lage zu befreien, verfolgen Menschen am Strand seinen Kampf gegen den Tod, den er in der folgenden Nacht verliert. Als ihn die Küstenbewohner begraben wollen, scheitern sie an der Größe des Tieres, egal mit welchem Gefährt sie vorfahren. Sie müssen den Wal erst in mehrere Stücke zersägen, was Tage dauert.

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