Schenk mir dein Herz

DVD / Blu-ray / Trailer :: IMDB (6,5)
Regie: Nicole Weegmann
Darsteller: Mina Tander, Peter Lohmeyer
Laufzeit: 92min
FSK: ohne Altersbeschränkung
Genre: Drama, Komödie (Deutschland)
Verleih: Zorro Film
Filmstart: 05. Mai 2011
Bewertung: n/a (0 Kommentare, 0 Votes)
Alexander Ludwig ist 48, im Spiegel könnte man ihn glatt für 38 halten. Zu diesem Ergebnis kommt er auch selbst, seit durch einen Herzinfarkt und die vorübergehende Unterversorgung seines Gehirns die letzten zehn Jahre ausgelöscht sind. Kein Kurzzeitgedächtnis und keine Erinnerung an die Hits und Millionen von Platten, die er zuletzt verkauft hat. Und dass er seine langjährige Ehefrau wegen einer Jüngeren verlassen hat: wie weggefegt. Auf dem Weg in die Rehabilitationsklinik staunt Alexander über die vielen Neubauten. Die Klinik selbst hält er für ein Tourneehotel. Auf der Suche nach der Hotelbar findet er Heinrich, einen alten Jazzpianisten, der heimlich nachts in die Musiktherapie schleicht, um zu tun, was er am liebsten tut: Musizieren. Gelegentlich schaut sein alter Schlagzeuger Max vorbei, auch er ein Reha-Veteran. Nur der Bassist, der dritte Alte in der Band, ist noch bei bester Gesundheit. Sie wollen unbedingt noch mal in Renés Blue Note spielen, denn der steht mit beiden Füßen in der Pleite, seit Heinrich krank wurde und sein Konzert unversichert ausfallen musste. In einer kurzen Jamsession mit Alexander stellt sich heraus, dass auch der Schlager-Fuzzi bei dem swingenden Jazz der alten Herren an der Gitarre mithalten kann. Allerdings vergisst er den nächsten Termin mit seiner neuen Band genau so, wie er vergisst, dass die bildhübsche junge Frau namens Maria, die ihn täglich besuchen kommt, seine eigene Frau ist. Alexander fühlt sich unwiderstehlich zu seiner Exfrau Edda hin gezogen, die er vor einigen Jahren verlassen hat, und vor allem zu seinem Sohn Jan, der inzwischen studiert und den er als Zehnjährigen in Erinnerung hat. Mutter und Sohn sind von seinem plötzlichen Auftauchen überhaupt nicht begeistert und geben ihm nachdrücklich zu verstehen, er möge sich zum Teufel scheren, ein Rat, den er an der nächsten Ecke untrüglich vergessen wird. So wie er ein ums andere Mal vergisst, was es mit dieser Maria auf sich hat, die zunehmend verzweifelnd behauptet, sie sei seine Frau. Heinrich glaubt ihr, und er glaubt ihr auch, dass sie es ernst meint. Immerhin merkt sich Alexander durch Heinrichs Beharrlichkeit die selig swingenden Abende mit den alten Herren. Auch der Komponist in ihm erwacht allmählich zu neuem Leben. Alte Liebeslieder tauchen wieder auf, vor allem eines, das er für Maria geschrieben hat. Nur die neue Musik hat mit den alten Hits nicht mehr viel gemein. Die junge Frau, die Heinrich ihm als neue Sängerin vorstellt, ist niemand anderes als Maria. Allmählich dämmert es auch bei Alexander, wer sie ist. Leider hat er jetzt vergessen, dass er gerade eben erfolgreich Edda zurück erobert hat. Maria fällt aus allen Wolken. Die Vorbereitungen auf das Konzert laufen auf vollen Touren, als Heinrich wieder einen Schlaganfall hat. Mit Marias Unterstützung, der gelassenen Unerschütterlichkeit der Greise und der Musikalität der ganzen Bande legen sie schließlich ein Konzert hin, das auch Alexanders skeptischen Manager Silvio bezaubert und sogar, wenn man die Zeichen richtig deutet, sein Publikum und seinen Sohn.

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