Regie: Randall Balsmeyer, Fatih Akin, Shekhar Kapur
Darsteller: John Hurt, Julie Christie
Laufzeit: 103min
FSK: ab 12 Jahren
Genre: Drama, Romanze (Frankreich, USA)
Verleih: Concorde Filmverleih
In der Stadt, die niemals schläft, träumt jeder von der Liebe:
Ein junger Taschendieb (Hayden Christensen) klaut eine Brieftasche und findet darin das Foto einer schönen Frau (Rachel Bilson). Fest entschlossen, auch das Herz dieser Lady zu stehlen, kommt es zum trickreichen Kräftemessen mit ihrem aktuellen Liebhaber (Andy Garcia).
Der indische Diamantenhändler Mansukhbai (Irrfan Khan), ein strenggläubiger Anhänger des indischen Jainismus, liefert sich einen religiösen Schlagabtausch mit der Jüdin Rifka (Natalie Portman), die bald nach den strengen Regeln des Chassidismus heiraten wird. Durch den angeregten Dialog gerät das Verkaufsgespräch der beiden Profis fast zur Nebensache. Als Rifka ihre Perücke abnimmt und Mansukhbai ihren für die Hochzeit kahlgeschorenen Schädel erblickt, entladen sich die Emotionen.
Der junge Komponist David (Orlando Bloom) verkriecht sich in seinem schmuddeligen Apartment und arbeitet fieberhaft am Soundtrack für einen Zeichentrickfilm. Sein einziger Kontakt zur Außenwelt, aufrechterhalten durch Telefon und E-Mails, ist die geheimnisvolle Camille (Christina Ricci), die Assistentin des Regisseurs. Als ob David nicht schon genug unter Zeitdruck stehen würde, muss ihm Camille eines Tages die neue Forderung ihres anspruchsvollen Bosses übermitteln: David soll zwei Romane des russischen Schriftstellers Fjodor Michailowitsch Dostojewski lesen, um die wahre Seele des unfertigen Zeichentrickfilms zu verstehen und bessere Musikstücke schreiben zu können. David ist verzweifelt: Wikipedia bietet nicht genug Informationen über die dicken Wälzer „Schuld und Sühne“ und „Der Spieler“, zum Lesen bräuchte er aber mindestens einen Monat. Zeit, die er nicht hat. Also kündigt er den Job. Doch da steht unverhofft Camille, die er bislang nur als anonyme Stimme kannte, vor seiner Tür. Sie will ihm helfen. Und vielleicht auch mehr.
Auf dem Bordstein vor einem Restaurant in Soho bringt das gemeinsame Rauchen zwei sehr unterschiedliche Menschen zusammen. Eine hinreißende Frau (Maggie Q) sieht sich den nicht enden wollenden Anbaggersprüchen eines eloquenten Autors (Ethan Hawke) ausgesetzt. Der Schnellsprecher macht auch vor provokanten Schilderungen seiner intimsten Wünsche nicht Halt. Doch als die Zigarette aufgeraucht ist, muss der vermeintliche Verführer erkennen, dass all seine Liebesmüh diesmal vergebens war. Die Lady kann schon von Berufs wegen nicht auf seine Avancen reagieren.
Einem Teenager (Anton Yelchin) bricht das Herz, als seine blonde Freundin ihn kurz vor dem Abschlussball versetzt und lieber einen aalglatten Filmstudenten als Begleiter wählt. Der Apotheker Frank Riccoli (James Caan) weiß die Lösung: Er vermittelt dem schüchternen Teenager seine Tochter (Olivia Thirlby). Doch die sitzt im Rollstuhl. Der Junge lässt sich davon nicht abschrecken und wird nachts im Central Park mit einer überraschenden Wende des Abends belohnt. Die noch größere Überraschung erlebt er am nächsten Morgen, als ihm bewusst wird, dass man in einer Stadt der angehenden Schauspielerinnen und Schauspieler niemals dem ersten Eindruck trauen darf.
Es sollte nur ein One-Night-Stand sein. Ohne Gefühle. Ohne Verpflichtungen. Doch die fremde Frau aus der Bar, mit der Alex (Bradley Cooper) in der vergangenen Nacht den Sex seines Lebens hatte, will ihm einfach nicht mehr aus dem Kopf gehen. Auch Lydia (Drea De Matteo) spürt, dass da mehr war als sonst. Ist es Liebe? Nein. Das kann nicht sein. Das darf nicht sein. Beide irren allein durch New York. Per U-Bahn. Zu Fuß. In Gedanken suchen sie nach Erklärungen für ihre Gefühle und zugleich nach Möglichkeiten, die Gefühle zu unterdrücken. „Wir passen nicht zusammen“, wissen beide. Doch als sich Alex und Lydia vor der Bar wiedersehen, sind alle Ängste und Sorgen vergessen.
Eine ehemalige Opernsängerin (Julie Christie) kehrt in ihr altes Lieblingshotel in Manhattan zurück. Beim Gespräch mit einem rätselhaft traurigen Hotelpagen (Shia LaBeouf) und bei der Begegnung mit dem alten Rezeptionisten (John Hurt) macht sie eine seltsame Erfahrung, die alle räumlichen und zeitlichen Dimensionen zu sprengen scheint.
An einem sonnigen Nachmittag im Central Park spielt ein kleines weißes Mächen (Taylor Geare) mit einem dunkelhäutigen Mann (Carlos Acosta). Alle New Yorker Mütter, die das ungewöhnliche Duo beobachten, halten den fürsorglichen Herrn für das seltene Beispiel eines männlichen Kindermädchens. Doch später, als die Kleine zu ihrer Mutter (Jacinda Barrett) zurückkehrt, wird einmal mehr deutlich, dass man sich weder vom ersten Eindruck noch von Hautfarben allzu leicht in die Irre führen lassen sollte.
Diese Augen! Ein alter Künstler (Ugur Yücel) ist fasziniert von einer jungen, schüchternen Chinesin (Shu Qi), die in einem Kräuterteeladen in Chinatown arbeitet. Zunächst malt er sie aus der Erinnerung, doch ihre magischen Augen überfordern sein Können. Er kehrt in den Laden zurück und bittet seine Muse, ihm Modell zu stehen. Verlegen lehnt diese ab. Irgendwann ändert sie ihre Meinung und sucht das Atelier des Künstlers auf. Dort erwartet sie eine böse Überraschung, aus der sie neues Selbstvertrauen schöpft.
Alte Liebe rostet nicht: Am 63. Hochzeitstag geht das New Yorker Ehepaar Abe (Eli Wallach) und Mitzie (Cloris Leachman) zur Uferpromenade am Brighton Beach. Sie sticheln sich seit eh und je, sie weisen sich zurecht, sie meckern übereinander. Und doch tragen sie die Liebe eines langen gemeinsamen Lebens in sich.