Regie: Neten Chokling
Darsteller: Jamyang Lodro, Orgyen Tobgyal
Laufzeit: 90min
FSK: ab 6 Jahren
Genre: Drama, Biografie
Verleih: 3Rosen
Milarepa wird im Jahr des Wasserdrachen des 11. Jahrhunderts am Berg Tisi als Thöpaga in eine wohlhabende Familie von Händlern geboren. Nach dem frühen Tot seines Vaters wird er vom Onkel aufgenommen, der bis zur Heirat seines Neffen das Erbe des Bruders verwalten soll.
Als Thöpaga erwachsen ist und er und seine Mutter Kargyen den väterlichen Besitz einfordern, behaupten die Verwandten, dass es nie ein Erbe gegeben habe und die Reichtümer des Vaters nur eine Leihgabe gewesen seien. Kargyen schwört Rache und schickt ihren Sohn mit ihrer letzten Habe auf die Reise. Er soll bei einem berühmten Magier in die Lehre gehen. Versehen mit einem wertvollen Edelstein als Geschenk, wandert Thöpaga in die Berge und begibt sich auf die Suche nach der Schule des Zaubermeisters.
Thöpaga ist ein aufmerksamer und erfolgreicher Schüler und kann bald gestärkt mit den Kräften der schwarzen Magie in sein Heimatdorf zurückkehren. Dort nimmt er brutal Rache an seinem Onkel und dessen Familie, tötet alle drei Kinder, zerstört das Haus und große Teile des Dorfes.
Mutter Kargyen fühlt große Genugtuung durch den Racheakt ihres Sohnes. Thöpaga jedoch stürzt durch seine Tat ins Unglück. Ihn belasten die Unschuldigen, die er auf dem Gewissen hat, und das Blut an seinen Händen. Außerdem verfolgen ihn die Überlebenden des Dorfes und schwören ihm Rache.
Thöpaga muss flüchten und versteckt sich in einem kleinen buddhistischen Tempel. Hier trifft er auf einen alten Mönch, der ihm die Botschaft einer neuen Lehre, der Lehre Buddhas, nahe bringt: „Vermeide negative Handlungen, pflege positive Handlungen und zügele deine Gedanken“.
Jetzt erst wird Thöpaga in vollem Ausmaß bewusst, wie falsch er gehandelt hat. Die klagenden Stimmen seiner Opfer lassen ihn nicht mehr los, der Sieg über seine Feinde bringt keine Zufriedenheit. Aber seine innere Qual und Wandlung verhelfen ihm dazu, nicht nur die Sinnlosigkeit von Zorn und Rache zu erkennen, sondern sich auch für ein neues, von Güte und Vergebung geleitetes Denken zu öffnen. Mit diesem Bewusstsein macht Thöpaga sich erneut auf den Weg. Er will einen geistigen Lehrer finden, der ihn vom Karma des Bösen befreit. Als Milarepa wird er von nun an seine Existenz der Lehre Buddhas widmen.
Auch neunhundert Jahre nach seinem Tod gilt Milarepa - der Visionär, Zauberer, Dichter und Heilige - als der größte Mystiker Tibets.