Original: Meine schöne Bescherung
Regie: Vanessa Jopp
Darsteller: Rosa Enskat, Ursula Doll
Laufzeit: 89min
FSK: ab 12 Jahren
Genre: Komödie (Deutschland)
Verleih: X-Verleih
Sara (Martina Gedeck) lebt zusammen mit ihrem vierten Ehemann Jan (Heino Ferch), einem Psychologen, und den Kindern Liselotte, Richard, Johanna und Emilie. Richard ist Jans Sohn aus der Verbindung mit Eva (Rosa Enskat), Saras Kinder haben drei verschiedene Väter. Die attraktive Sara, die ganz in ihrer Puzzle-Familie aufgeht, wünscht sich nichts sehnlicher als ein gemeinsames Kind mit Jan.
Der Weihnachtsmorgen beginnt wunderbar, mit Sex, wie Sara ihn besonders liebt: im Schrank. Glücklich flüstert sie Jan ins Ohr, dass sie ein Kind der Liebe von ihm möchte. Jan zögert und sagt dann doch Ja – aber eigentlich reichen ihm die vier Kinder, die sie gemeinsam großziehen.
Die Vorbereitungen für den großen Abend laufen, der Baum wird geschmückt, Geschenke werden heimlich ins Haus getragen, alles nimmt seinen traditionellen Weihnachtsgang, bis Jan in der Küche überrascht feststellt, dass Sara drei Gänse zubereitet. Sara gesteht, dass sie eine Überraschung für ihn hat: Zum Fest der Liebe hat sie all ihre Ex-Ehemänner eingeladen samt neuen Partnerinnen und Kindern, sowie Jans Ex Eva mit ihrem Lebensgefährten Gunnar (Andreas Windhuis).
Jan ist entsetzt. Er hatte sich auf einen Weihnachtsabend im Kreis der Familie – Saras Mutter Inge (Petra Kelling) nimmt er widerstrebend in Kauf – gefreut und soll jetzt mit Menschen zusammensitzen, die er zum größten Teil nicht ausstehen kann. Er verlangt von Sara, die Gäste umgehend auszuladen. Zu spät – denn sie stehen bereits vor der Tür. Zuerst kommen Gunnar, der Vater von Johanna, und Richards Mutter Eva, fast gleichzeitig Gunnars Bruder Thomas (Matthias Matschke), der einzige Mann, der nie mit Sara geschlafen hat, und seine etwas verklemmte Frau Anne (Ursula Doll). Als nächstes stehen Andi (Roeland Wiesnekker) und Rita (Jasmin Tabatabai) mit dem kleinen Daniel und Baby Patricia vor der Tür; später kommen noch Erich (Rainer Sellien) mit seiner Frau Pauline (Meret Becker) und der attraktiven Nachbarin Isabell (Alexandra Neldel) dazu.
Jan bleibt nichts anderes übrig, als gute Miene zum bösen Spiel zu machen und den Gastgeber zu spielen. Während er die Sticheleien seiner Vorgänger über sich ergehen lässt, betont Sara immer wieder, wie glücklich sie sei, all ihre Lieben zum Weihnachtsfest um sich zu haben. Auf Saras Drängen hin lädt Jan die Männer unwillig in seine neu gebaute Sauna ein, wo die Ex-Männer über ihre Erfahrungen mit Sara reden. Andi schildert, wo sie es überall getrieben haben, und Jan wird immer wütender. Er bleibt allein zurück und genehmigt sich in der Sauna ein Bier, als Rita, in ein Handtuch gehüllt, auftaucht und ihn in ein Gespräch übers Kinderkriegen verwickelt. Wann denn sein Kind mit Sara komme, will sie wissen. Jan ist demoralisiert und rückt mit einem Geheimnis heraus: Er findet, vier Kinder sind genug und hat sich heimlich sterilisieren lassen. Ohne Sara einzuweihen, weil er fürchtet, dieser Schritt könne ihre Liebe zerstören. Rita ist fassungslos – und verspricht, das Geheimnis für sich zu behalten.
Als später alle zum Festmahl um den Tisch versammelt sind, bittet Sara ihren Mann, eine kleine Rede zu halten. Doch Andi kommt ihm zuvor und ergreift das Wort. Obwohl von dem langen Saunagang noch erhitzt, sinkt die Laune des Gastgebers auf den Gefrierpunkt. Doch es kommt noch besser, als Sara feierlich ihr Glas erhebt und ihr Weihnachtsgeschenk für Jan ankündigt: Sie werden ein kleines Kind der Liebe bekommen! Jan ist sprachlos, genauso wie Rita. Geschockt rattert sein Verstand: Er kann nicht der Vater sein, wer ist es dann? Sara wundert sich über Jans verhaltene Reaktion und denkt, er wolle das Kind nicht. Alle Anwesenden spüren, dass hier ein Pulverfass kurz vor der Explosion steht. Trotzdem versucht man, die Stimmung aufrecht zu erhalten.
Langsam aber sicher eskaliert der Abend. Heulend beklagt sich Pauline bei Eva darüber, dass Erich nicht mehr mit ihr schlafe. Sie vermutet, dass ihr Mann eine Geliebte habe. Jan, der in jedem der anwesenden Männer den möglichen Vater „seines“ Kindes sieht, lauscht den einzelnen Gesprächen und versucht, Beweise für seine Vermutungen herauszuhören. Zunächst ist Gunnar sein Favorit, dann Andi, der sich auffällig um Sara bemüht, gleichzeitig aber mit Blicken die schöne Isabell verschlingt. Rita kann natürlich Jans Geständnis nicht lange für sich behalten und erzählt es Eva, die es Gunnar erzählt, der es an Thomas weitergibt und so fort ...
Am Ende ist Sara die Einzige, die nichts von dem Geheimnis ihres Mannes weiß. Alle rätseln mittlerweile, wer wohl der Vater des Kindes ist, doch sobald Jan und Sara in der Nähe sind, verstummen die Gespräche.
Als Jan gerade im Flur Andis Mantel durchwühlt und in seinem Notizbuch nach Hinweisen sucht, klingelt es an der Tür. Es sind die neuen Nachbarn Max (Bjarne Ingmar Mädel) und Helena (Feo Aladag), die gerade eingezogen sind. Helena trägt ein süßes dunkelhäutiges Baby auf dem Arm, ihr Adoptivkind, Max einen Riesen-Kaktus als Gastgeschenk. Sara hat die beiden eingeladen. Als sie zögernd das Wohnzimmer betreten, ist eine erregte Diskussion zwischen Sara und Isabell in Gang. Sara, die den neuen Besuch nicht sieht, verteidigt ihren Wunsch nach vielen eigenen Kindern und verteufelt die „Egoisten“, die sich ein Kind aus einem armen Land kaufen. Die Peinlichkeit der Situation ist kaum zu überbieten. Helena rauscht gekränkt hinaus, Max folgt ihr, Sara ist todunglücklich über ihren Fauxpas. Wieder klingelt es an der Wohnungstür, diesmal steht der Weihnachtsmann davor – hinter dem angeklebten Rauschebart verbirgt sich Nachbar Max, von Sara engagiert. Jetzt sind zunächst alle mit der Bescherung beschäftigt. Der Weihnachtsmann, der bei den komplexen Familienverhältnissen nicht mehr durchblickt, genehmigt sich immer wieder einen kräftigen Schluck. Schließlich versucht er, sich davonzustehlen – mit dem Kaktus, den seine Frau zurückverlangt, was ihm nicht gelingt. Jan will endlich die Wahrheit von Sara wissen und stellt sie zur Rede. Sie solle ihm sagen, von wem das Kind sei! Jetzt wird Sara richtig wütend – zunächst freut er sich nicht, und jetzt unterstellt er ihr auch noch, sie habe ihn betrogen! Nach einem Streit setzt Sara ihren Mann vor die Tür, in die kalte Winternacht. Seinen Mantel wirft sie ihm hinterher.
Die Gäste haben alles mitbekommen und beschließen, die Situation zu übergehen. In leicht angetrunkener Stimmung beginnt Thomas Frau Anne einen Flirt mit Isabell. Die geht darauf ein, und beide verschwinden beschwipst in der Besenkammer. Jan kommt zurück und „ertappt“ Sara und Erich vertraut zusammen in der Küche. Jetzt ist ihm alles klar, Erich ist der Vater des Kindes! Jan packt hastig einen Koffer und rennt ins Wohnzimmer, Sara immer hinterher. Bis die Kinder in Schlafanzügen in der Tür stehen und von Sara beruhigt werden müssen.
Jan will mit seinem Wagen wegfahren, doch Erich hat ihn zugeparkt. Wütend rammt er Erichs Auto und versucht, es mit Gewalt zur Seite zu schieben. Plötzlich taucht eine weinende Frau auf und fragt nach Saras Adresse. Neugierig folgt Jan der fremden Frau ins Haus und erlebt, wie sie im Wohnzimmer Erich zur Rede stellt, weil er ihr den Mann weggenommen habe. Erich kann sein Geheimnis nicht länger für sich behalten: Er hat sich in einen Mann verliebt.
Erich scheidet also als Vater aus. Gerade als Jan, psychisch völlig durch den Wind, die anderen Männer schwören lässt, dass sie nicht mit Sara geschlafen haben – zumindest nicht in letzter Zeit – taucht der Weihnachtsmann wieder auf, um seinen Kaktus zu holen...