Regie: Jo Baier
Darsteller: Julien Boisselier, Joachim Krol
Laufzeit: 155min
FSK: ab 12 Jahren
Genre: Abenteuer, Geschichte (Deutschland, Frankreich)
Filmstart: 04. März 2010
Bewertung: n/a (0 Kommentare, 0 Votes)
Frankreich 1563. Protestanten und Katholiken kämpfen im Namen des Glaubens um Land und Macht. Im Süden Frankreichs lebt ein Kind, das später einmal seinem zerrütteten Land Frieden bringen wird: Henri von Navarra.
Seine Mutter Jeanne, Königin von Navarra und überzeugte Protestantin, ist eine lungenkranke aber äußerst ehrgeizige Frau. Ihr Sohn, mehr Bauernjunge als Königskind soll einmal Frankreichs Thron besteigen - so verheißt es die Prophezeiung des Nostradamus.
Mit 11 Jahren zieht Henri mit den Hugenotten gegen Paris, gegen die mächtige Rivalin seiner Mutter: gegen Katharina von Medici, die katholische Königin von Frankreich.
Sieben Jahre verbringt Henri auf dem Schlachtfeld und reift zum jungen Mann. Doch er kann die Verbrechen der Soldaten im Namen Gottes nicht gutheißen. Er will nicht mehr kämpfen. Er glaubt nicht, dass das Gemetzel an seinen Landsleuten Gottes Wille ist. Er lehnt sich auf. Da kommt Henris Mutter ins Heerlager und teilt ihrem Sohn zu seiner Überraschung mit, dass Katharina von Medici Henris Hochzeit mit ihrer Tochter Margot wünscht. Zwischen Protestanten und Katholiken soll endlich Frieden einkehren. Henri ist erstaunt über den plötzlichen Sinneswandel seiner Mutter, die den Vorschlag aus Paris unterstützt. Jeanne, die Königin des winzigen Navarra, sieht darin einen Schritt, der sie der Erfüllung der Prophezeiung des Sehers Nostradamus näher bringt. Die drei Söhne Katharinas leiden an einer rätselhaften Blutkrankheit, sollten sie sterben, wäre Henri König von Frankreich.
Am 18. August 1572 findet die Hochzeit zwischen dem Protestanten Henri von Navarra und der Katholikin Margot von Valois statt, sie dauert sechs Tage und endet mit einem Blutbad.
Henri überlebt das Massaker, aber die königliche Familie hält ihn danach wie einen Gefangenen im Schloss. Katharina von Medici zwingt ihn, zum Katholizismus zu konvertieren.
Es wird vier Jahre dauern, bis sich eine Gelegenheit zur Flucht ergibt. Zurück in Navarra konvertiert er wieder und setzt mit seinen Protestanten den blutigen Glaubenskrieg fort. Dabei ist ihm die Religion gar nicht so wichtig, er will vielmehr ein Reich erschaffen, das sich auf humanistischen Gedanken gründet. In einer Atempause zwischen zwei Schlachten lernt er die Liebe seines Lebens kennen: Gabrielle d’ Estrées.
Als sein Schwager Heinrich III, der letzte Sohn Katharina von Medicis ermordet wird, heißt der neue König: Henri Quatre.
Der König möchte die Frau, die er liebt wie keine zuvor, zur Königin erheben. Gabrielle jedoch, die um ihr Anrecht auf den Platz an seiner Seite kämpft, wird von ihren Feinden vergiftet.
Mit dem Tod seiner Geliebten stirbt für Henri „die Wurzel seines Herzens und wird nicht wieder treiben“. Er gibt sich die Schuld an ihrem qualvollen Ende und heiratet schließlich die reiche italienische Prinzessin Maria von Medici, um mit ihr den Thronfolger zu zeugen. Die ungeliebte Frau wird seinen Mörder beauftragen.
Henri IV stirbt am 15. Mai 1610 durch die Hand des Attentäters Ravalliac.