Gucha

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Original: Guca!
Regie: Dusan Milic
Darsteller: Marko Markovic, Aleksandra Manasijevic
Laufzeit: 94min
FSK: ab 6 Jahren
Genre: Komödie, Romanze (Bulgarien, Deutschland, Österreich)
Verleih: Kinowelt Filmverleih
Filmstart: 23. August 2007
Bewertung: n/a (0 Kommentare, 0 Votes)
Romeo (Marko Marković) spielt Trompete in der Band seines Stiefvaters. Die "Sandokan Tigers" treten bei Festen und Hochzeiten auf. Doch es gibt einen musikalischen Höhepunkt im Jahr: Die Teilnahme am Wettbewerb der Blaskapellen in Guča. Doch der Favorit um den Titel und die Trophäe, die Goldene Trompete, heißt Vladisho Trandafilović, genannt Satchmo (Mladen Nelević). Als sich Romeo ausgerechnet in Satchmos Tochter Juliana (Aleksandra Manasijević) verliebt, ist die Ablehnung beider Familien vorprogrammiert. Es manifestieren sich Vorurteile und ethnische Konflikte zwischen der serbischen Familie von Juliana und den Roma, zu denen Romeo und seine Familie gehören. Aber auch musikalisch geht es um den Wettstreit rivalisierender Musikstile und Traditionen – und wie man damit umgeht. Satchmos schnelle Fanfaren und die Tradition der serbischen Folklore konkurrieren gegen die bluesige Musik der Gypsies. Während Romeo immer wieder versucht, sich Juliana zu nähern, will ihr Vater das mit allen Mitteln verhindern. Romeo muss gleichzeitig auch in seiner eigenen Familie mit den vielen Halbbrüdern zahlreiche Kämpfe ausstehen. Mit seinem Bruder Rocky konkurriert er darum, beim Festival die erste Trompete spielen zu dürfen. Für den jungen Musiker hängt davon viel ab: seine musikalische Identität und auch die Erlaubnis von Julianas Vater für die verbotene Liebe. Denn Satchmo hat sich dazu bereit erklärt, Romeo als Schwiegersohn zu akzeptieren, wenn ihn dieser beim Trompetenwettbewerb besiegt. Schließlich möchte Satchmo nicht als Rassist dastehen. Sein großes Idol Louis Armstrong war auch ein schwarzer Musiker. Doch für Romeo bedeutet die Herausforderung ein fast aussichtsloses Unterfangen. Er erfährt zu spät von diesem Zugeständnis. Denn er hat bereits die ungeschriebene Regel gebrochen, in keiner anderen Band als mit den "Sandokan Tigers" aufzutreten. Mit der fremden Gage will er einen Grabstein für seinen verstorbenen Vater kaufen. Sein Stiefvater wirft ihn dafür aus der Band und Romeo sieht nur noch eine Chance: die Flucht mit Juliana. Er fährt von Belgrad nach Guča, wo Julianas Familie in einem idyllischen Haus auf dem Land lebt. Auch zwischen Juliana und ihren Eltern ist die Atmosphäre gespannt, seit sie sich in den Roma-Jungen verliebt hat. Nur ihr behinderter Bruder hält zu ihr – vielleicht, weil er selbst ein Außenseiter in der heilen Folklore-Welt ist. Romeo versteckt sich im Garten zwischen den Pflaumenbäumen und spielt für seine Geliebte. Die Trompete, die aus dem Garten zu Julianas Fenster tönt, ist auch ein Leitmotiv für das künstlerische Credo des jungen Musikers. Romeos verstorbener Vater hat ihm nicht nur das Trompetespielen beigebracht, sondern auch seine Philosophie, dass nur die besten Trompeter auch aus der Ferne zu hören sind. Und so kommt es zum ersten inoffiziellen Bläser-Wettstreit zwischen dem jungen Romeo und dem Altmeister Satchmo, dem die Liebesbotschaft nicht verborgen bleibt. Er endet in einer Verfolgungsjagd durch die angrenzenden Wiesen. Romeo und Juliana flüchten in die Stadt. Doch auch Romeos Familie will die beiden nicht aufnehmen. Ihr Vater holt Juliana – nach einer Schlägerei zwischen beiden Clans - zurück nach hause und sperrt sie in die Kammer ein, damit sie nicht zu Romeos Auftritt beim Festival kommen kann. Romeo hingegen gibt nicht auf. Sein bester Freund Bean hat eine Idee. Unter Gewissensbissen setzt Romeo seinen Bruder mithilfe einer Flasche Rhizinusöl außer Gefecht und darf schließlich doch in Guča die erste Trompete spielen. Es kommt zum großen Finale beim Wettbewerb der Blaskapellen. Schon äußerlich heben sich die Roma mit ihren bunten Show-Anzügen von den serbischen Kapellen, die in Tracht auftreten, ab. Und es wäre kein serbisches Bollywood-Märchen, wenn sich am Ende Romeo und Juliana nicht in die Arme schließen würden. Der junge Romeo triumphiert auf ganzer Linie.

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