Regie: James Foley
Darsteller: Jack Lemmon, Ed Harris
Laufzeit: 101min
FSK: ab 12 Jahren
Genre: Thriller, Drama (USA)
Filmstart: 04. Februar 1993
Bewertung: n/a (0 Kommentare, 0 Votes)
Es regnet unaufhörlich, die Luft in der Stadt ist dennoch stickig und dampfig, alle zehn Minuten rattert ein Zug über die Eisenbahnbrücke neben dem Immobilienbüro „Premiere Properties“. Die Stimmung ist gedrückt. Eine Rezession lähmt die Wirtschaft im Lande, die Firmen entlassen ihre Mitarbeiter, neue Jobs sind schwer zu bekommen. Immobilien kaufen möchte derzeit kaum jemand – und schon gar nicht als Spekulationsobjekte. Die Situation ist alles andere als leicht für die Vertreter von „Premiere Properties“, Shelley Levene, Dave Moss, George Aaronow und Rick Roma, die den potentiellen Kunden am Telefon mit schäbigen Tricks minderwertige Grundstücke irgendwo im mittleren Westen schmackhaft machen sollen. Die Verkaufszahlen sind rückläufig. Shelley, der ein alter Hase in dem Business ist, hat im vergangenen Monat keinen einzigen Vertrag abschließen können, den anderen geht es kaum besser. Lediglich Ricky Roma ist von der Pechsträhne vorerst verschont geblieben.
Dem Management ist das ganz egal, die Zahlen sind schlecht, das ist das Einzige, was zählt. Büroleiter John Williamson, ein junger Familienvater, der über exzellente Verbindungen aber über keinerlei Erfahrung im Klinkenputzen verfügt und von seinem Team nur bedingt ernst genommen werden kann, kündigt ein Verkaufstraining mit Geschäftsführer Blake von „Mitch & Murray“ an. Gemurre macht sich breit. Was soll das ändern? Die Zeiten sind schlecht und werden nicht besser, das ist das eigentliche Problem. Die Adressdaten, die den Verkäufern für die Akquise zur Verfügung stehen, sind ebenfalls minderwertig, in der Regel handelt es sich um Personen, die bereits vor Jahren erfolglos kontaktiert worden sind. Gute Adressen gibt es nur für gute Verkäufer. Woher sollen da Erfolge kommen?
Blakes Botschaft ist so simpel wie brutal: Entweder die Jungs steigern die Anzahl ihrer Vertrags-abschlüsse oder sie fliegen. Für den besten Repräsentanten von „Premiere Properties“ gibt es einen Cadillac, der schlechteste Verkäufer wird am Ende des Monats auf der Straße stehen. Im gnadenlosen Kampf um Kunden beginnen die Vier nun, sich gegenseitig zu belauschen, zu belügen und zu betrügen.
Shelley Levene, in seinen erfolgreicheren Tagen bekannt als „die Maschine“, ist verzweifelt. Er ist auf seinen Job angewiesen, seine Tochter ist schwer krank und liegt seit einiger Zeit im Krankenhaus, ein Großteil seines Gehalts geht für die Behandlungskosten drauf. Mit dem Bild seines geliebten Kindes vor sich auf dem Schreibtisch, greift er zum Hörer, meldet sich zum wiederholten Male bei einem jungen Ehepaar, um ihnen eine Parzelle anzudrehen. Sein Kollege Dave, ein frustrierter Zyniker, überredet George zu einem Drink in dem kleinen Restaurant schräg gegenüber. Man hätte sich selbstständig machen müssen, wie der ehemalige Kollege Graeff, sinniert er, die Bedingungen bei „Premiere Properties“ seien einfach unzureichend. Dave hat bereits einen aussichtsreichen Plan geschmiedet – in den er George nun einweiht. Ziel seiner Idee ist es, bei Graeff einen besseren Job zu bekommen und sich gleichzeitig an seinem alten Arbeitgeber zu rächen. Man müsste nur in die Räume von „Premiere Properties“ einbrechen, die Kontaktdaten und Verträge stehlen und mit diesen zur Konkurrenz gehen. Da die Zeit drängt, müsste die Aktion schon heute Nacht steigen. Ricky Roma trifft sich unterdessen mit James Lingk, dem er ein Grundstück verkaufen möchte. Er geht bei dem Gespräch sehr taktisch vor, philosophiert mit James erst einmal über das Leben im Allgemeinen und Besonderen, über Werte und die Bedeutung der Familie, um ihm erst dann ein äußerst lukratives Angebot zu unterbreiten. In aller Freundschaft, allerdings müsste der unterzeichnete Vertrag noch heute im Büro eingereicht werden.
Am nächsten Morgen ist tatsächlich die Polizei vor Ort, bei „Premiere Properties“ wurde eingebrochen. Die Mitarbeiter sollen einzeln befragt werden, es gelingt Williamson kaum, die Lage unter Kontrolle zu halten. Jeder Mitarbeiter hätte ein Motiv, alle stehen unter Verdacht …