Funny Games U.S.

DVD / Blu-ray / iTunes / Trailer :: Website :: IMDB (6,5)
Regie: Michael Haneke
Darsteller: Tim Roth, Brady Corbet
Laufzeit: 112min
FSK: ab 18 Jahren
Genre: Thriller, Horror (Großbritannien, USA)
Verleih: X-Verleih
Filmstart: 29. Mai 2008
Bewertung: n/a (0 Kommentare, 0 Votes)
George, seine Frau Ann und ihr kleiner Sohn Georgie beziehen ihr idyllisch gelegenes Ferienhaus in den Hamptons, um dort die Sommerferien zu verbringen. Die Nachbarn sind auch schon da, für den nächsten Morgen ist man zum Golfen verabredet. Das Wetter ist herrlich. Während Vater und Sohn das Segelboot zu Wasser lassen, füttert Ann den Hund Lucky und bereitet das Abendessen vor. Als Peter, der junge, sichtlich wohlerzogene Gast der Nachbarn in weißer Freizeitkleidung und weißen Handschuhen in der Tür steht und Ann nach ein paar Eiern fragt, macht sie sich zunächst keine Gedanken. Stutzig wird sie erst, als er kurz darauf wieder höflich, aber bestimmt, neue Eier verlangt, weil ihm die ersten aus der Hand gefallen sind. In seiner devot-trotzigen Art schwingt unterschwellig etwas unheimliches mit. Als er auch noch Anns Handy ins gefüllte Waschbecken fallen lässt, bittet sie ihn leicht genervt zu gehen. Kurz darauf taucht ein zweiter junger Mann auf, Paul. Ebenfalls in weißen Shorts und Golfhandschuhen gekleidet und ebenso eloquent-höflich fragt er Ann, ob er einen ihrer Golfschläger ausprobieren dürfe. Ein wenig perplex lässt sie den Jungen gewähren, der mit Schläger und Golfball das Haus verlässt. Plötzlich ist das Bellen des Hundes, das die ganze Zeit zu hören war, verstummt. Paul ist begeistert von dem Golfschläger. Ann wird die Sache nun zu bunt. Sie verlangt, dass die beiden sofort das Haus verlassen. Die jungen Männer geben sich irritiert: Wieso sie denn plötzlich so unfreundlich sei, möchten sie wissen. Aber wenn sie unbedingt wolle, würden sie gehen, sobald sie ihnen die Eier gegeben habe. Der dazukommende George versteht zunächst nicht, warum seine Frau so aufgebracht ist, fordert das Duo dann aber auch auf zu verschwinden. Als Paul ihn beleidigt, verpasst George dem Jungen reflexartig eine Ohrfeige. Plötzlich schlägt ein schwerer Golfschläger mit voller Wucht gegen Georges Knie und er stürzt zu Boden. Aus dem Besuch ist ein offener Machtkampf geworden – nur hat es die Familie realisiert? Die wiederholte Aufforderung, endlich zu gehen, ignorieren die beiden Eindringlinge. Ann und George könnten ja die Polizei rufen, es würde sie niemand daran hindern, so Paul, wohl wissend, dass sein Kompagnon zuvor das Handy der Farbers ins Wasser geworfen hat. Auf Georges Frage, warum sie das tun, antwortet Peter lakonisch: „Warum nicht?“ Paul lässt das Ehepaar raten, warum er den Golfball eigentlich noch immer hat, wo er ihn doch abschlagen wollte. Er habe den Golfschläger anderweitig getestet, so seine eigene, süffisante Antwort. In einem „Heiß-Kalt“-Suchspiel leitet er Ann zum Familienauto, wo beim Öffnen der Heckklappe der leblose Hund aus dem Wagen fällt. In dem Moment legen am Seeufer Freunde mit ihrem Segelboot an und rufen nach den Farbers. Ann zögert einen Augenblick. Paul ermuntert sie zum Steg zu gehen und sich dabei ganz normal zu geben. Er folgt der sichtlich angespannten Ann und gibt wieder den überaus höflichen Nachbarsjungen vor den Besuchern. Ann versucht, sich nichts anmerken zu lassen und wagt es nicht, auf die Eindringlinge hinzuweisen. Man verabredet sich vage für den Abend und die Freunde segeln ahnungslos weiter. Zurück im Haus ist Paul weiter von ausgesuchter Höflichkeit, bietet das „Du“ an und entschuldigt sich für seinen Fauxpas, da er sich im Ton vergriffen habe. Die Ohrfeige sei trotzdem eine unangebrachte Reaktion gewesen. Doch als George nicht darauf eingeht, reagieren die beiden ungehalten und werden aggressiv. Auf Georges Frage, warum sie ihnen das antun, kommt die Gegenfrage: „Welche Antwort hätten Sie denn gern?“ Spöttisch liefern sie gängige Erklärungsmuster wie asoziale Familienverhältnisse und Drogensucht. Sie schlagen der Kleinfamilie eine eiskalte Wette vor: Innerhalb von 12 Stunden haben die drei sich befreit oder sie sind morgen früh um 9 Uhr alle tot. Die Peter- und Paul-Show geht weiter. Als Peter Ann bittet, etwas zu essen zu machen, nennt Paul seinen Freund „Dickie“ und verwickelt ihn vor den Farbers in ein Gespräch über sein Gewicht. So sei er für Frau Farber kaum attraktiv, die sicher kein Fettpölsterchen am Leib habe. Nachdem Paul dem kleinen Georgie beim „Katze im Sack“ spielen einen Kissenbezug über den Kopf gezogen hat und ihn auf dem Sofa festhält, starten sie ihr Familienspiel: Sie verlangen vom schmerzgepeinigten George, dass er seine Frau auffordern soll, sich vor allen auszuziehen, um sich von ihrer makellosen Figur ein Bild machen zu können. Georgie, der sich aus Angst nass gemacht hat, kann sich schließlich losreißen und ihm gelingt die Flucht über das Dach. Er rennt zu den Nachbarn, um dort Hilfe zu holen. Doch in dem unbeleuchteten Haus ist es totenstill. Als das Kind versucht, sich vor seinem Verfolger zu verstecken, entdeckt er durch einen Türspalt ein Paar leblose Füße. In diesem Haus lebt niemand mehr! In Panik greift er nach einem herumliegenden Gewehr, doch als ihm Paul immer näher kommt und dabei erklärt, wie die Schusswaffe funktioniert und Georgie schließlich abdrückt, ist keine Patrone im Lauf. Paul bringt den Jungen zurück zu seinen inzwischen gefesselten Eltern. Der gescheiterte Ausbruch muss bestraft werden! Mit „Ene Mene Muh“ zählt das kaltblütige Duo aus, wer mit der mitgebrachten Waffe erschossen wird. Während sich Paul in der Küche etwas zu essen macht, ist aus dem Wohnzimmer ein Schuss zu hören – Georgie ist tot. Paul ist enttäuscht, weil Peter die Spielregeln verletzt und den Falschen erschossen hat. Er bricht das Spiel ab. Die jungen Männer verabschieden sich höflich und verlassen das Haus. Minutenlang ist alles still, nur aus dem Fernseher plärrt die Übertragung eines Autorennens. Mühsam schleppt sich die gefesselte Ann zum Bildschirm, um ihn auszuschalten. Nach langem Schweigen bricht George in einen Weinkrampf aus, seine Frau versucht ihn zu beruhigen. Nur langsam löst sich der Schock und sie können sich von den Fesseln befreien. Das Handy hat immer noch keinen Empfang und die Türen sind verschlossen. Ann beschließt, ihren verletzten Mann im Haus zurückzulassen und über das Küchenfenster nach draußen zu klettern, um Hilfe zu holen. Auch das Tor ist verriegelt und sie muss durch den Zaun kriechen. Bei den Nachbarn reagiert niemand auf ihr Rufen. Während George weiter verzweifelt versucht, telefonisch Hilfe zu bekommen, hält Ann auf der nächtlichen Straße ein vorbeifahrendes Auto an. Ist das die Rettung? Kurze Zeit später rollt ein weißer Golfball durch den Flur... Paul steht mit der gefesselten und geknebelten Ann im Haus. Das Spiel geht in die nächste Runde nach Peter und Pauls Regeln. Und diese Regeln beinhalten eine Rückspultaste, um selbst auf unerwartete Geschehnisse reagieren zu können!

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