Die wilde Farm

DVD / Blu-ray / iTunes / Trailer :: Website :: IMDB (6,3)
Original: La Vie sauvage des Animaux domestique
Regie: Dominique Garing, Frederic Goupil
Darsteller: Luise Bähr
Laufzeit: 90min
FSK: ohne Altersbeschränkung
Genre: Familie, Dokumentation (Frankreich)
Filmstart: 09. September 2010
Bewertung: n/a (0 Kommentare, 0 Votes)
Der Film beginnt mit Sirenengeheul. Ein Notarztwagen fährt die kurvenreiche Straße zu einem idyllisch gelegenen Bauernhof entlang. Der alte Bauer hat eine den ganzen Winter über andauernde Erkältung unterschätzt und muss jetzt ins Krankenhaus. Seine Tiere bleiben auf dem Hof zurück. Schweine, Puten, Hühner, Perlhühner, Enten, Kaninchen, Pferde und andere Farmtiere sind sich auf einmal selbst überlassen. Und was früher einmal sorgsam domestiziert wurde, wird plötzlich wieder so wild und ungezähmt wie einst die Vorfahren ... Dies ist die Ausgangsposition für einen der ungewöhnlichsten Tierfi lme der letzten Jahre. Dominique Garing und Frédérique Goupil lassen in DIE WILDE FARM die Grenzen zwischen Fiktion und Dokumentation auf überzeugende Weise verschwimmen. Genauestens beobachten sie mit der Kamera eben nicht die in Tierdokumentationen gerne vorgeführte exotische Fauna, sondern nehmen die Lebewesen direkt vor unserer Haustür einmal ganz neu unter die Lupe. Aus einem ungewöhnlichen und überraschenden Blickwinkel erzählen sie die spannenden Geschichten der einzelnen Tiere, die auf dem Bauernhof auf einmal für sich selbst sorgen müssen. Anfangs steckt nur das kleine Mäuschen vorwitzig seine Nase in die menschenleere Luft. Die anderen Tiere scheinen noch relativ unbeeindruckt und wissen gar nichts anzufangen mit der unerwarteten Freiheit. Doch was wird aus einem Haustier ohne menschliche Unterstützung? Ohne regelmäßige Fütterungen? Ohne einen vor Räubern sicheren Schlaf- oder Nistplatz? Garing und Goupil nehmen die Fährte auf und sehen den Tieren dabei zu, wie sie sich ihr altbekanntes Revier ganz neu erobern. Die Katze übernachtet schon am ersten Abend vollkommen ungestraft im Bett des Bauern. Die Schweine, Hühner und Enten brauchen etwas mehr Zeit, bis sie sich an die fremde Situation gewöhnt haben. Doch irgendwann genießen alle ihre neuen Freiheiten. Wenn man hungrig ist, ist schließlich alles erlaubt! Und so lässt der Hunger die zahmen Tiere bereits am nächsten Tag unbekanntes Terrain erkunden: Die Schweine wildern im Gemüsebeet und im Weizenfeld des Bauern und lernen auf ihren Streifzügen durch die Umgebung des Hofes nicht nur ihre wilden Artgenossen kennen, sondern auch einen Igel. Auf dem Hof entsteht bald der Alptraum jedes Bauern: Reines Chaos. Dass die von allen Tieren bald schon sehr begeistert genossene Freiheit auch Gefahren birgt, lernen die Hühner beispielsweise schnell beim Besuch einer Schlange. Außerhalb der einengenden wie schützenden Zäune des Hofes lauern auf die ahnungslosen Tiere eine Menge unbekannter Gefahren. Der Fuchs, der nachts im Hühnerstall vorbeischaut, ist nur eine davon ... Als die Enkel des Bauern eintreffen, um die verwaisten Tiere zu versorgen, bringen sie auch ihre eigenen mit – und sorgen damit für weitere Aufregung unter den Vierbeinern und dem Federvieh des Hofes: Die neuen Enten und Gänse machen sich sofort am Teich breit, die Hühner verteidigen ihre angestammten Brutplätze mit energischer Unerbittlichkeit. Die Hierarchien unter den Tieren des Hofes werden neu geordnet – und die Kamera ist immer hautnah dabei. Dem Filmteam gelang es, außergewöhnliche Aufnahmen einzufangen wie etwa die Geburt eines Fohlen oder den Nestbau des trächtigen Hausschweins. Unter freiem Himmel wirft schließlich auch die Sau. Die Zutraulichkeit aller Tiere in Anwesenheit der Filmkamera deutet nur an, wie viel akribische Vorbereitungsarbeit mit Tier und Technik für DIE WILDE FARM allein im Vorfeld notwendig war.

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