Die letzte Legion

DVD / Blu-ray / iTunes / Trailer :: IMDB (5,4)
Original: The Last Legion | The Enchanted Sword
Regie: Doug Lefler
Darsteller: Nonso Anozie, Alexander Siddig
Laufzeit: 102min
FSK: ab 12 Jahren
Genre: Action, Abenteuer, Fantasy, Krieg (Frankreich, Großbritannien, Italien)
Filmstart: 30. August 2007
Bewertung: n/a (0 Kommentare, 0 Votes)
Zur Zeit seiner größten Blüte erstreckte sich das glorreiche Römische Imperium dereinst von der iberischen Halbinsel bis nach Mesopotamien und vom Rhein bis tief hinunter nach Ägypten. Nun – wir schreiben das Jahr 476 nach Christi Geburt – ist von dieser strahlenden Größe jedoch nicht mehr viel übrig: Längst hat ein schleichender Untergang eingesetzt, das Herrschaftsgebiet zerbröckelt stetig an seinen Rändern. Gefahr droht vor allem von Byzanz, dem ehemaligen Ostteil des Reiches, der sich von Rom losgesagt hat und nun seinen Einfluss immer weiter nach Westen ausdehnen will. Um sich vor der byzantinischen Bedrohung zu schützen, hat sich Rom mit den ehemals als Barbaren verhöhnten Goten verbündet. Aber auch dieser heikle Pakt bereitet nun Ärger. Denn Odoaker (Peter Mullan), der machtbewusste Führer der gotischen Truppen, verlangt von den Römern ein größeres politisches Mitspracherecht für seine militärische Hilfe. Als Odoaker in dieser Angelegenheit bei dem römischen Regenten Orestes (Iain Glen) vorspricht, wird ihm allerdings jegliche weitere Machtbeteiligung barsch verwehrt, worauf der Gotenfürst die Hauptstadt wutentbrannt wieder verlässt. Dieser Eklat trägt sich am Vorabend eines bedeutenden Ereignisses zu. Denn am folgenden Tag soll Romulus Augustus (Thomas Sangster), der erst 12-jährige Sohn des Orestes und seiner Gattin Flavia (Beata Ben Ammar), zum neuen Kaiser gekrönt werden. Auf dem Knaben ruhen große Hoffnungen, soll er doch das angeschlagene Reich wieder einen und zu neuer Größe führen. Eine gnadenlose Überforderung und trügerische Illusion, meint Romulus’ weiser Lehrer Ambrosinus (Ben Kingsley), der es infolgedessen wagt, Orestes’ Verhalten gegenüber Odoaker offen zu kritisieren. Daraufhin wird er kurzerhand von seinen erzieherischen Aufgaben entbunden. Am darauffolgenden Krönungstag erlebt Rom die aufwendigsten Feierlichkeiten seit langer Zeit und sonnt sich im Abglanz alter Größe. Doch hinter der trügerischen Jubelfassade lauern bereits Zweifel und Befürchtungen. Sorgen bereitet vor allem die Sicherheit des soeben inthronisierten jungen Caesars. Deshalb wird zu seinem persönlichen Schutz der tapfere und kriegserprobte Aurelius (Colin Firth) als Befehlshaber der kaiserlichen Leibgarde verpflichtet. Aurelius soll mit seinem Leben für die Unversehrtheit des jungen Herrschers einstehen, ein Treueschwur, der schon bald auf eine harte Probe gestellt wird. Denn noch in derselben Nacht fällt Odoaker mit seinen gotischen Horden in Rom ein und bringt Tod und Verwüstung mit sich. Nachdem der junge Romulus zunächst mit ansehen muss, wie seine Eltern brutal ermordet werden, wird er schließlich gefangengenommen und vor Odoaker geführt, der nun siegreich auf dem römischen Thron Platz genommen hat. Odoaker ist unentschlossen. Soll er Romulus ebenfalls liquidieren, um damit die entmachtete Herrscherdynastie endgültig auszulöschen, wie es ihm sein blutrünstiger Scherge Wulfila (Kevin McKidd) indoktriniert? Oder soll er den jugendlichen Imperator mildtätig verschonen? Allein dem beeindruckenden Auftreten des weisen Ambrosinus ist es zu verdanken, dass Odoaker Gnade walten lässt. Und so wird Romulus in Begleitung seines Mentors auf die Felseninsel Capri verbannt. Romulus ist allerdings nicht der einzige, der das nächtliche Blutbad in den Straßen Roms überlebt hat. Auch sein Leibwächter Aurelius ist knapp dem Tode entronnen. Gequält von Gewissensbissen angesichts seines offensichtlichen Versagens beschließt Aurelius – unterstützt von seinem alten Freund, dem Senator Nestor (John Hannah) – seinen Schützling aus der gotischen Gefangenschaft zu befreien. Zu diesem Zweck schart er seine engsten Vertrauten um sich. Dazu zählen der junge Demetrius (Rupert Friend), das dunkelhäutige Kraftpaket Batiatus (Nonso Anozie) sowie der schlachterprobte Vatrenus (Owen Teale). Komplettiert wird das mutige Himmelfahrtskommando durch einen sehr verschwiegenen schwarz vermummten Krieger, den die Byzantiner, die die Römer nun in ihrem Kampf gegen die Goten zu unterstützen scheinen, dafür bereit stellen. Dieser Krieger zeigt erstaunliche Kampfqualitäten als er auf dem Weg nach Capri ganz allein eine gotische Patrouille unschädlich macht. Noch viel erstaunlicher ist aber das, was dann zum Vorschein kommt, als er seine Verkleidung ablegt: Er ist nämlich eine Sie und hört auf den klangvollen Namen Mira. Und Mira (Aishwarya Rai) ist nicht nur äußerst versiert im Schwertkampf, sondern auch noch außerordentlich schön, was vor allem Aurelius nicht verborgen bleibt. Da er Odoaker versprechen musste, Romulus kein Haar zu krümmen, lässt der finstere Wulfila seine Aggressionen nun ungezügelt an Ambrosinus aus: Der Lehrer wird an den Händen gefesselt über den Rand der steilen Klippen Capris gehängt. Ungeachtet seiner heiklen Lage gelingt es Ambrosinus aber, seinem Schüler bei der Suche nach dem sagenumwobenen Schwert des Julius Caesar zu helfen, das irgendwo auf der Insel versteckt sein muss. Und tatsächlich bringt Romulus sich mit einigem Geschick in den Besitz dieser Waffe, auf deren Klinge eine Inschrift eingraviert ist: „Eine Schneide, um sich zu verteidigen, eine um zu bezwingen und der Hand zu dienen, die dazu bestimmt ist zu herrschen.“ Schön und gut, aber was soll ein schwacher 12-Jähriger damit ausrichten? Und wie lange wird Ambrosinus der Folter noch trotzen können? Die Hilfe naht in letzter Sekunde: Innerhalb einer waghalsigen Rettungsaktion bringen es Aurelius und seine Leute tatsächlich fertig, Romulus und Ambrosinus aus den Händen der Goten zu befreien. Zurück auf dem Festland erwartet sie aber eine unangenehme Überraschung. Denn wie sich nun herausstellt, haben sich Nestor und die Byzantiner nicht nur miteinander, sondern inzwischen auch mit den Goten arrangiert. Aurelius kann diesen Verrat nicht hinnehmen: Es kommt abermals zum Kampf, der auf beiden Seiten zu Verlusten führt, Nestor den Tod bringt und in dem die kaisertreue Seite letztlich den Sieg davonträgt. Einen Pyrrhussieg? Denn nun steht die kleine sehr ungleiche Truppe plötzlich schutzlos und ohne jegliche Unterstützung da. Was soll man nun anfangen, wohin sich wenden? Aurelius sieht eine letzte Chance. Aber diese Chance bietet sich in weiter Entfernung an: im nebligen und ungemütlichen Klima einer großen Insel namens Britannien. Dort nämlich befindet sich die neunte Legion, die letzte, die loyal zu Rom und seinem rechtmäßigen Herrscher steht. Von den Goten dicht verfolgt, begeben sich die Gefährten auf die mühselige Reise, die sie über die schneebedeckten Gipfel der Alpen, durch das unsichere Germanien, über den stürmischen Kanal und durch halb Britannien führt. Endlich erreichen sie die riesige Festungsanlage, die die nördliche Grenze des Imperiums markiert. Doch finden sie diese verlassen vor. Was ist geschehen, wo befindet sich die neunte Legion? Ist sie einem Ansturm der Barbaren zum Opfer gefallen? Nach einiger Suche finden sich aber die Angehörigen der ehemaligen Legion wieder auf. Isoliert und enttäuscht vom übrigen Imperium haben sie ihre Waffen abgelegt, sich mit der hiesigen Zivilbevölkerung vermischt, Familien gegründet und sich als Bauern und Handwerker häuslich niedergelassen. Damit wurde der römische Machtanspruch auf die Provinz Britannien aufgegeben. Die raue Insel ist nun fest in den Klauen des ebenso grausamen wie mysteriösen Lord Vortgyn (Harry van Gorkum), der sein Gesicht hinter einer metallenen Maske verbirgt. Lord Vortgyn hat sich inzwischen mit den von Wulfila angeführten Goten verbündet, die Romulus und seinen Getreuen bis nach Britannien gefolgt sind. Im Unterschied zu den gotischen Häschern interessiert sich der maskierte Tyrann aber weniger für den jungen Kaiser, sondern vielmehr für das sagenumwobene Schwert des Julius Caesar. Außerdem kennt Vortgyn den magisch begabten Ambrosinus. Zwischen den beiden scheint noch eine Rechnung aus düsterer Vergangenheit offen zu sein. Erfüllt vom Mut der Verzweiflung sehen Aurelius, Mira, Romulus, Ambrosinus und die kleine Gruppe ihrer getreuen Mitstreiter der alles entscheidenden Schlacht mit den unaufhaltsam heranrückenden übermächtigen Truppen Lord Vortgyns entgegen. Werden die ehemaligen Legionäre sie tatsächlich im Stich lassen? Wer verbirgt sich hinter der Maske Lord Vortgyns? In welchem Verhältnis steht dieser zu Ambrosinus? Und ist Ambrosinus wirklich der, der er vorgibt zu sein? Am Ende werden all diese Fragen beantwortet. Auch das magische Schwert des Julius Caesar gibt sein Geheimnis preis – und sorgt dabei für eine große Überraschung ...

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