Der Mondmann

DVD / Blu-ray / Trailer :: IMDB (7,5)
Original: Man on the Moon
Regie: Milos Forman
Darsteller: Jim Carrey, Paul Giamatti
Laufzeit: 102min
FSK: ab 12 Jahren
Genre: Komödie (USA)
Filmstart: 11. Mai 2000
Bewertung: n/a (0 Kommentare, 0 Votes)
"Hallo, ich bin Andy und das ist mein Film!" sagt der Mann mit den verkniffenen Gesichtszügen dem Zuschauer gleich zu Anfang direkt ins Gesicht. "Der Film ist aber nicht gut geworden, nein, er ist richtig schlecht. Deshalb hab ich ihn auch umgeschnitten und jetzt ist er viel kürzer. Um genau zu sein, er ist jetzt schon zu Ende." Und so kommen die Endcredits, bevor überhaupt die Anfangscredits kamen. Das Bild wird dunkel und...nichts passiert. Nach einer ganzen Weile schaut plötzlich der Mann von der Seite wieder ins Bild: "Ich wollte ja nur, dass die Leute weggehen, die mich eh nicht verstehen." Und damit sagt uns Andy eigentlich schon, dass er sich von seinem Publikum nie wirklich verstanden fühlte. Andy Kaufman (Jim Carrey) wächst in einer ganz normalen amerikanischen Kleinstadt mit ganz normalen Eltern auf, hat jedoch bereits von frühester Jugend an den Drang, sich vor anderen zum Clown zu machen. Allerdings zu einem Clown nach seinen eigenen Vorstellungen. Mitte der 70er Jahre tritt Andy als Stand-Up-Comedian in heruntergekommen Clubs auf und wird hier von dem bekannten Talentsucher George Shapiro (Danny DeVito) entdeckt. Dieser ahnt zwar, dass Andys eigenwilliger Humor problematisch zu verkaufen sein wird, jedoch gelingt es ihm, Andy einen Auftritt bei "Saturday Night Live" zu besorgen. Mit einfachsten Mitteln bringt Andy das Publikum zum Lachen und wird zum Liebling der Nation. Doch von Anfang an stört es ihn, dass jeder in ihm einen Komiker sieht, er selber bezeichnet sich als Sänger und Tänzer. Die Rolle eines vertrottelten Automechanikers in der ABC-Sitcom "Taxi" gefällt ihm zwar ganz und gar nicht, jedoch festigt es sein Image. Bereits nach einem halben Jahr verspürt Andy den Drang, aus der Serie auszusteigen, denn sie gibt ihm nichts. Zusammen mit seinem Freund und Autor Bob Zmuda (Paul Giamatti) erfindet Andy den imaginären Entertainer Tony Clifton, den Andy in Verkleidung mit den rüpelhaftesten Manieren darstellt und dem er einen Gastauftritt in der Serie ermöglichen will. Das jedoch nur, damit Tony gefeuert wird und damit auch Andy selbst. Sein Plan misslingt. Nach seinem Auftritt ist Tony Clifton nicht minder populär wie Andy selbst. Neben der Fernsehserie beginnt Andy mit seiner ganz persönlichen Tour durchs Land zu reisen, doch sein exzentrischer Humor kommt außerhalb des Fernsehens nicht an. Danach entwickelt er mit Bob einen auf lange Zeit geplanten Gag. Andy beginnt zu catchen. Dabei verspottet er nicht nur Frauen, sondern auch die Südstaatler. Jedoch versteht niemand Andys neue Show als Parodie, Amerika lernt Andy Kaufman zu hassen. Doch Andy ist das egal, er treibt es auf die Spitze. Bei seiner Show lernt er die attraktive Lynn (Courtney Love) kennen und schließlich auch lieben. Sie unterstützt ihn nach besten Möglichkeiten, doch sie kann nicht verhindern, dass die Erfolglosigkeit bei Andy Depressionen verursacht. Anfang der 80er Jahre wird bei Andy eine seltene Art von Kehlkopfkrebs diagnostiziert. Die Meldung, dass Andy Kaufmann totkrank ist, schlägt beim Publikum wie eine Bombe ein, denn jeder fragt sich, ob dies wieder einer von Andys geplanten Gags ist. Seine letzten große Show, und damit auch die Erfüllung seines Traums, findet in der Carnegy Hall statt und ist ein voller Erfolg. Andy Kaufman stirbt im Alter von 35 Jahren mit der Gewissheit, dass ihn zwar kaum einer wirklich verstanden hat, dass er aber viele Menschen zum Lachen gebracht hat. Und so organisiert er bereits vor seinem Tod seine Beerdigung als große Revue mit Musik und Tanz. Der tote Andy Kaufman liegt im Sarg aufgebahrt, der lebendige Andy Kaufman ist auf der Leinwand zu sehen, er schunkelt mit seinen Trauergästen, seinem letzten Publikum...

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