Der Brief für den König

DVD / Blu-ray / Trailer :: Website :: IMDB (5,8)
Original: De Brief voor de koning
Regie: Pieter Verhoeff
Darsteller: Yannick van de Velde, Quinten Schram
Laufzeit: 107min
FSK: ab 6 Jahren
Genre: Abenteuer, Familie (Deutschland, Niederlande)
Filmstart: 13. November 2008
Bewertung: n/a (2 Kommentare, 0 Votes)
Nur eine Nacht und eine Aufgabe trennen den Schildknappen Tiuri noch davon, zum Ritter geschlagen zu werden. Die letzte Prüfung ist eine gemeinsame Nachtwache der Knappen in absoluter Stille in der Weißen Kapelle von Dagonaut. Tuiri ist noch jung, er hätte auch noch etwas gewartet, doch sein Vater, der berühmte Tiuri der Tapfere, ist stolz darauf, dass sein Sohn nun auch ein Ritter wird. Kaum hat die Nachtwache in der Kapelle begonnen, da wird laut gegen die Tür gehämmert. Draußen ruft ein Mann verzweifelt nach Hilfe. Die Jungen sind erschrocken und verunsichert: Ist dies eine List, um sie auf die Probe zu stellen? Oder ist draußen wirklich ein Fremder in Gefahr? Tiuri kann die Rufe nicht länger ignorieren: Gegen alle Regeln öffnet er die Tür und tritt ins Freie. Dort fleht ihn ein schwer verwundeter Schildknappe an, seinem Herren, dem Ritter Edwinem, einen Brief zu bringen. Das Schicksal des Königreichs Unauwen hängt von diesem Brief ab! Tiuri kann nicht anders - er willigt ein, auch wenn er mit dem Abbruch der Prüfung seine Chance verspielt, zum Ritter geschlagen zu werden. Auf einer Lichtung findet er Ritter Edwinem, der im Sterben liegt. Mit seinen letzten Atemzügen erklärt er Tiuri, dass der Junge nun für den mysteriösen Brief verantwortlich ist. Das Schreiben darf unter keinen Umständen in die falschen Hände gelangen! Zum Abschied und als sein Zeichen schenkt Edwinem Tiuri seinen Ring und sein Pferd Ardanwen. Er erklärt ihm, wie er durch den Königsforst, am Blauen Fluss entlang, zum Einsiedler Menaures gelangt; dieser soll ihm auf seinem weiteren Weg zur Seite stehen. Der Weg durch den Königsforst ist hart. Die Roten Reiter von Eviellen, die Ritter Edwinem getötet haben, wollen den Brief an sich bringen; sie sind Tiuri dicht auf den Fersen. Auch die Grauen Ritter von Dagonaut sind hinter ihm her, da sie glauben, dass der Junge den Ritter Edwinem ermordet hat. Glücklicherweise trifft Tiuri zwei Mönche, die ihm helfen. Gemeinsam erreichen sie eine Burg, in der er übernachten darf und in Ruhe über seinen Auftrag nachdenken kann. Doch der Frieden täuscht, denn der Burgherr nimmt ihn im Auftrag der Grauen Ritter gefangen. Aber seine bildschöne Tochter Lavinia glaubt an Tiuris Unschuld und verhilft ihm zur Flucht aus seinem Gefängnis. Unglücklicherweise wird er im Innenhof von den Grauen Rittern entdeckt. Er kämpft tapfer gegen sie an, doch ihre Übermacht ist zu groß. Als sie ihn gefangen nehmen, versucht er, sie von seiner Unschuld zu überzeugen und erzählt ihnen, dass er Edwinems Ring und sein Pferd hat, um seinen Auftrag zu erfüllen. Schließlich schenken sie ihm Glauben. Tiuri setzt seinen Weg nun in Begleitung der Grauen Ritter fort. Von ihnen erfährt er von einem Konflikt im Königreich Unauwen: Viridian, der Fürst von Eviellan, hat sich mit seinem Vater, dem König von Unauwen, zerstritten, weil er eifersüchtig auf seinen Bruder ist, den Kronprinzen Iridian. Dieser soll nämlich nach dem Tode des Vaters den Thron erben und König von Unauwen werden. Allerdings hat Viridian seine Meinung geändert und will nun Frieden mit seinem Vater schließen. Am großen Gebirge nimmt Tiuri Abschied von den Grauen Rittern und setzt seinen Weg alleine fort. Am Blauen Fluss trifft er auf den eigenartigen, aber auf den ersten Blick freundlichen Reisenden Jaro. Bald stellt sich heraus, dass Jaro einer der Roten Reiter ist, der vom bösartigen Slupor ausgesandt wurde, um Tiuri auszuschalten. Dies gelingt ihm beinahe, aber schließlich rettet Tiuri seinem Attentäter Jaro das Leben. Gemeinsam erreichen sie die Hütte des Einsiedlers Menaures, in der Tiuri sich ausruhen kann und versorgt wird. Als Tiuri aufbricht, schickt Menaures Piak, seinen Helfer, mit ihm, damit er ihn durch die Berge führt. Von heftigen Schneegestöbern heimgesucht, erreichen die beiden endlich den Pass. Vor ihnen liegt das Reich von Unauwen, in der Ferne die Stadt Dangria. Der Bürgermeister empfängt die Jungen freundlich, aber als sie in der Burg ankommen, versuchen die Wachen, sie gefangen zu nehmen. Tiuri ist verzweifelt; aus dieser Gefangenschaft scheint es kein Entkommen zu geben. Um den Brief vor fremden Blicken zu schützen, beschließt er, ihn zu öffnen und auswendig zu lernen, so dass er ihn vernichten kann. Doch der Brief ist in einer Geheimsprache verfasst. So gut er kann, lernt er ihn auswendig und verbrennt ihn anschließend. Mit viel Mühe und in letzter Minute gelingt ihm doch die Flucht, und er ist froh, als er sieht, dass auch Piak sich in Sicherheit bringen konnte. Gerade aus der Stadt entkommen, stehen Tiuri und Piak vor einem neuen Problem. Um den Regenbogenfluss zu überqueren, müssen sie Zoll bezahlen, aber sie haben nicht genügend Münzen dabei. Doch der Zöller erkennt Edwinems Ring, den Tiuri trägt, und beschließt, den beiden zu helfen. Auf neuen Pferden setzen sie ihren Weg durch den Wald von Ingwel fort. Doch Slupor ist ihnen dicht auf den Fersen... Endlich sehen sie in der Ferne die Tore von Unauwen. Sie haben ihren Bestimmungsort erreicht! Ausgelassen durchschreiten sie die Tore der Stadtmauer und Tiuri gibt einem verhüllten Bettler seine letzte Münze. Doch statt eines Wortes des Danks greift dieser die Jungen an - es ist Slupor! Ein heftiger Schwertkampf beginnt, bis die Stadtwache eingreift. Im Gerangel verliert Slupor auf der schmalen Stadtmauer das Gleichgewicht und stürzt in den reißenden Fluss. So ist Tiuri von seinem schlimmsten Gegner erlöst. Als Tiuri vor dem König von Unauwen steht, trägt er mit viel Mühe aus dem Gedächtnis die geheime Botschaft vor. Der König gibt sofort den Befehl an den Kronprinzen, dass alle Ritter, Ratsherren und Weisen des ganzen Königreichs sich im Großen Saal versammeln sollen. Ihnen verkündet er den Inhalt des Briefes: Viridians Friedensabkommen ist eine Falle; Viridian will seinen Bruder Iridian vergiften, um so selbst König von Unauwen zu werden. Dank Tiuri hat der König die Botschaft rechtzeitig erhalten, und er ist dem Jungen unendlich dankbar. Zwei Königreiche sind durch seinen Einsatz von Unglück und Unheil verschont geblieben. Tiuri und Piak haben ihren Auftrag vollbracht und machen sich auf den Rückweg. Piak geht zurück zu Menaures. Zuhause wird Tiuri eher zurückhaltend empfangen: Seine Zukunft als Ritter scheint er verspielt zu haben; dadurch, dass er die Ritter-Prüfung abgebrochen hat, hat er seinen Vater bloßgestellt. Doch zum Glück ist dies alles nur Schein: Noch am gleichen Tag wird Tiuri von König Dagonaut zum Ritter geschlagen. Als er voller Stolz in seiner Ritterrüstung über die Felder reitet, tauchen am Horizont zwei Gestalten auf. Es sind sein Weggefährte Piak, mit dem er dieses gewaltige Abenteuer glücklich überstanden hat, und die schöne Lavinia, an die er während seiner abenteuerlichen Reise oft und lange denken musste.

Kommentare

2MVF9116. November 2008
Oha DAS Lieblingsbuch vor 10 Jahren. Hoffentlich wird der Film genauso gut.
1LeSerge02. November 2008
...hätte nie gedacht, dass die Geschichte mal verfilmt wird! Hoffe der Film wird dem Buch gerecht! ...die "holde Jungfrau Lavinia" wird im Buch jedoch nicht erobert! Schaun mer ma!!!