Regie: Vincenzo Natali
Darsteller: Maurice Dean Wint, Nicole de Boer
Laufzeit: 91min
FSK: ab 16 Jahren
Genre: Thriller, Science-Fiction (USA)
Filmstart: 13. Juli 2000
Bewertung: n/a (0 Kommentare, 0 Votes)
Ein Mann in Sträflingskleidung wacht in einem kahlen, würfelförmigen Raum auf, dessen Wände mit seltsamen Ornamenten verziert sind. Verwundert schaut er herum, erinnert sich nicht, wie er in diese Situation geraten ist. Als er ein in die Wand eingelassenes Portal entdeckt, schöpft der Mann Hoffnung. Über ein Drehkreuz gelangt er in einen anderen, genau gleichen, nur farblich verschiedenen Raum. Er blickt sich um - und wird im gleichen Moment von einem messerscharfen Drahtgeflecht regelrecht in Stücke geschnitten.
Wenig später. Quentin (MAURICE DE WINT), Leaven (NICOLE DE BOER), Holloway (NICKY GUADAGNI) und Worth (DAVID HEWLETT) begegnen sich ebenfalls in einem der zahllosen Würfelräume. Auch sie wissen nicht, wer oder was ihnen so übel mitspielt. Das Einzige, woran sie sich erinnern können, ist, dass sie aus ihrem Alltag herausgerissen und gewaltsam in den Käfig gesperrt wurden - wie das geschah, ist allen ein Rätsel. Verzweifelt suchen sie nach einem Ausweg oder zumindest einem Grund. Haben sie sich etwas zuschulden kommen lassen, wofür sie jetzt bestraft werden? Keiner ist sich eines Vergehens bewusst.
Da erhalten sie Besuch von einem fünften Gefangenen: Es ist ein alter Mann, der sich als Rennes (WAYNE ROBSON) vorstellt. Als Quentin, der draußen Polizist ist, nachfragt, ob er der berühmte Rennes sei, der Ausbrecherkönig, dessen Freiheitsdrang noch von keinem Gefängnis gebremst werden konnte, bestätigt der Mann dies. Alle atmen erleichtert auf. Hoffnung keimt auf. Unter Rennes´ Führung tastet die Gruppe sich von Raum zu Raum vor. Schon ein falscher Schritt könnte den Tod bedeuten - überall lauern Fallen. Also muss stets geprüft werden, ob das nächste Verlies gefahrlos betreten werden kann: Rennes tut dies mit seinem Schuh, den er an den Schnürsenkeln festhält und dann weit in den Raum hineinwirft.
Schon etliche Kammern haben die Fünf so durchquert, dann passiert es: Rennes wird von einem Säurestrahl mitten ins Gesicht getroffen. Vor den Augen seiner entsetzten Gefährten frisst sich die Flüssigkeit ins Innere seines Kopfes. Innerhalb weniger Sekunden ist Rennes tot. Der Sensor in diesem Raum reagierte auf Körperwärme.
Verzweiflung macht sich breit. Da entdeckt ausgerechnet das "Nesthäkchen" Leaven, eine mathematisch hochbegabte Schülerin, eine Methode, die dem Quartett das Weiterkommen sichert. Die Zahlen, die jeweils in die Drehkreuze eingraviert sind, verraten, ob der angrenzende Raum gefährlich ist. Primzahlen bedeuten Sicherheit. Das Quartett setzt seinen Weg fort, in der Hoffnung, irgendwann auf die Außenwand des riesigen Kubus zu treffen.
Plötzlich hören sie ein Wimmern - und im nächsten Moment stürzt auch schon ein Mensch von oben herab in den Raum. Der Mann - die Vier geben ihm den Namen Kazan (ANDREW MILLER) - , macht einen äußerst verwirrten Eindruck. Unablässig schlägt er sich mit der einen Hand an den Kopf und bewegt die Finger der anderen auf unkontrolliert zittrige Weise.
Schließlich verliert Holloway (NICKY GUADAGNI), die bisher so beherrscht wirkende Ärztin, die Kontrolle und schreit den Polizisten an, dass er und seinesgleichen es gewesen seien, die diese Monstrosität gebaut hätten. Den militärisch-industriellen Komplex hätte sie schon lange im Verdacht gehabt, an solch einem Konzentrationslager für unliebsame Bürger zu bauen. Nun wäre es soweit - sie seien alle Gefangene eines faschistischen Systems.
Quentin widerspricht: Es gäbe keinen Big Brother, der alles plane, meint er. Eher schon glaube er, dass der Kubus nichts weiter als das Spielzeug eines perversen Milliardärs sei, der sich an der Angst und den Qualen seiner Opfer weide.
Da trifft es Quentin selbst. Ein Drahtgeflecht stürzt urplötzlich auf ihn und zieht sich schnell zusammen. Im letzten Moment gelingt es dem wendigen Polizisten, sich aus der Falle zu befreien. Mit tiefen Schnittwunden an den Beinen gelingt ihm der Rückzug zu den anderen. Auch das Primzahlen-System hat versagt.
Dennoch gibt Leaven nicht auf. Sie ist sicher, dass die Nummern der Schlüssel sind, der sie aus dem Labyrinth hinausführen wird. Und tatsächlich: Sie entdeckt ein weiteres System in dem scheinbaren Zahlengewirr. Die Ziffern deuten auf die Position der Räume in dem Kubus hin. Bringt man sie in die richtige Ordnung, lässt sich der Abstand zur äußeren Wand berechnen.
Laut Leaven sind es nur noch sieben Zimmer, die das Quintett von der Freiheit trennt. Obwohl der zynische Worth, ein Büroangestellter, sie davor warnt, dass alles umsonst sei, weil es ja doch keinen Ausweg aus dem System gebe, macht die Gruppe sich auf den Weg.
Und so stoßen sie tatsächlich auf die Außenwand. Doch der Blick, der sich ihnen eröffnet, ist entsetzlich. Ein scheinbar unendlicher Abgrund gähnt ihnen entgegen, und gegenüber ist nichts weiter als eine weitere Wand. Doch die Gruppe lässt sich nicht beirren. Die Fünf binden ihre Kleidung zusammen und in einem Akt der Verzweiflung klettert Holloway an dem provisorischen Seil die Mauer etliche Meter hinab und schwingt sich dann auf die andere Seite. Einzig von der Hoffnung getragen, dort Halt zu finden und vielleicht eine Öffnung, die wieder ins Innere führt. Die Wand ist jedoch nichts als glattes Metall. Holloway pendelt zurück, Quentin greift nach ihren Händen - und lässt sie los...