Billie – Legende des Jazz

DVD / Blu-ray / iTunes / Trailer :: Forum :: IMDB (6,3)
Original: Billie
Regie: James Erskine
Darsteller: ?????
Laufzeit: 98min
FSK: ab 12 freigegeben
Genre: Dokumentation, Musik (Großbritannien)
Verleih: Prokino Filmverleih
Filmstart: 30. November 1999
Bewertung: 5,0 (3 Kommentare, 1 Vote)
Billie Holiday hatte ein bewegtes Leben: Geboren in Philadelphia, aufgewachsen in Baltimore, bekam sie ihre Mutter kaum zu Gesicht, weil diese als Serviererin in Zügen arbeitete. Also lebte sie fortan bei der Schwiegermutter von Billy Holidays Tante. Erst mit elf Jahren, als ihre Mutter ein Restaurant eröffnete, änderte sich das. Nun musste sie aber viele Stunden im Betrieb arbeiten - und brach die Schule ab. Nach einer Vergewaltigung kam sie in ein katholisches Erziehungsheim. Als sie entlassen wurde, fing sie mit 12 Jahren als Botenmädchen im Bordell ihrer Mutter an. Ein Vorteil hatte diese Umgebung: Auf dem Grammophon hörte sie zum ersten Mal die Musik von Louis Armstrong und Bessie Smith. Später wurde sie selbst Prostituierte, ehe sie sich voll und ganz der Musik widmete und schließlich 1959 starb. In den 1960er-Jahren begann die Journalistin Linda Lipnack Kuehl mit ihrer Arbeit an einer Biografie über Billy Holiday und interviewte dafür Jazz-Größen wie Charles Mingus, Tony Bennett und Count Basie. Doch Kuehl starb in den 70er-Jahren und konnte ihre Arbeit nie vollenden. James Erskine nahm sich dem Material von Kuehl an und ergänzte es mit restauriertem Filmmaterial und Bühnenauftritten Holidays. In seinem Dokumentarfilm sieht man die Sängerin zum ersten Mal in Farbe.

Kommentare

(3) yaki · 29. November 2020
interessant kommt auf merkliste
(2) cHeeSeSTeaK · 25. November 2020
Was für ein Leben! Was für ein Talent!
(1) barank vergibt 5 Klammern · 27. Oktober 2020
Eine selbstbewusste Frau, die mehr war als ein tragisches Opfer von Drogen- und Machtmissbrauch. Als erste schwarze Frau in einer weißen Band machte sich Billie Holiday frei von Stereotypen und entwickelte eine sehr eigenwillige, unverwechselbare Vokaltechnik, durch die sie ihre Stimme wie ein Instrument zum Klingen brachte. In den späten 1960er Jahren gelang es der Journalistin Linda Lipnack Kuehl, für ihre geplante Biographie über die amerikanische Jazz-Legende mit Größen der Szene wie Charles Mingus, Tony Bennett und Count Basie ins Gespräch zu kommen. Darüber hinaus interviewte Kuehl enge Weggefährten von Billie Holiday wie ihren Cousin und Schulfreunde sowie einen FBI-Agenten, der die Diva einst verhaftete. Die ganze Wahrheit über die Sängerin konnte die engagierte Journalistin jedoch nie veröffentlichen: Denn Lipnack Kuehl starb in den 1970er Jahren unter ebenso tragischen Umständen, wie ihr Idol Billie Holiday im Jahre 1959.