50/50 - Freunde fürs (Über)leben

DVD / Blu-ray / Trailer :: Website :: IMDB (7,7)
Original: 50/50
Regie: Jonathan Levine
Darsteller: Joseph Gordon-Levitt, Seth Rogen
Laufzeit: 100min
FSK: ???
Genre: Drama, Komödie (USA)
Verleih: Universum Film
Filmstart: 03. Mai 2012
Bewertung: n/a (0 Kommentare, 0 Votes)
Adam Lerner (Joseph Gordon-Levitt) ist 27 und der Typ, der penibel Ordnung hält und die Straße erst überquert, wenn die Ampel Grün zeigt – auch wenn weit und breit kein Auto in Sicht ist. Sein bester Freund Kyle (Seth Rogen) ist das Gegenteil: aufdringlich, derb, unverschämt direkt. Gerade zieht er Adam damit auf, dass sein Sexleben mit der ehrgeizigen Nachwuchskünstlerin Rachael (Bryce Dallas Howard) zu wünschen übrig lässt: Ihre bevorstehende Vernissage ist derzeit das Einzige, woran Rachael denken kann. Aber sogar Kyle findet, dass Adam mit diesen bösartigen Rückenschmerzen, die ihn immer wieder überfallen, unbedingt zum Arzt muss. Die Diagnose ist ein Schock: Aus dem verwirrenden Fachlatein des Mediziners kristallisiert sich schließlich heraus, dass an Adams Wirbelsäule ein gewaltiger Tumor wächst. Eine genetische Mutation und sehr seltene Form von – Krebs. Der Tumor ist so groß, dass er im derzeitigen Stadium auf keinen Fall entfernt werden kann. Die notwendige Operation kommt erst in Frage, wenn es gelingt, ihn mittels Chemotherapie zu schrumpfen. Und selbst dann stehen Adams Überlebenschancen bestenfalls 50/50. Erschlagen und wie betäubt geht Adam nach Hause. Seine Freundin Rachael bewahrt einigermaßen die Fassung und verspricht, die Krankheit mit ihm durchzustehen. Kyle versucht seinen Freund – ziemlich hilflos – mit Positiv-Denken-Parolen aufzuheitern. Adam zögert, seinen Eltern die Hiobsbotschaft zu überbringen: Sein Vater hat Alzheimer und erkennt seinen Sohn manchmal nicht einmal mehr wieder, Adam will seine Mutter nicht noch zusätzlich belasten. Aber wie könnte man so etwas für sich behalten? Also laden Adam und Rachael die Lerners zum Essen ein, um ihnen die schlimme Nachricht möglichst schonend beizubringen. Diane Lerner (Anjelica Huston) bietet sofort an, bei ihrem Sohn einzuziehen, doch Adam wehrt ab. Er hat nicht das beste Verhältnis zu seiner Mom, ihre besitzergreifende Fürsorge ist für ihn eher ein zusätzlicher Stressfaktor. Der behandelnde Arzt hatte Adam geraten, sich professionellen Beistand zu suchen, um den Schock und die aufreibende Behandlung besser zu verarbeiten. Doch sein erster Termin bei der jungen Therapeutin Katherine McKay (Anna Kendrick) verläuft nicht gerade vertrauenerweckend: Sie ist noch in der Ausbildung, Adam erst ihr dritter Patient und „Versuchsobjekt“ für ihre Dissertation. Katherines Beflissenheit und die Entspannungsübungen zu esoterischen Klängen machen Adam eher aggressiv. Zu Hause erwartet ihn eine Überraschung: Um ihn von seiner Misere abzulenken, schenkt Rachael ihm einen Hund. „Skeletor“, ein ausrangierter Rennhund, macht seinem Namen alle Ehre: Der ausgemergelte Windhund wirkt selbst, als müsste er aufgepäppelt werden. Auch Kyles gut gemeintes Ablenkungsmanöver verfehlt seine Wirkung: Er organisiert eine Party für Adam, „um das Leben zu feiern“. Stargast Adam fühlt sich sichtlich unwohl. Aber immerhin entdeckt der pragmatische Kyle bei dieser Gelegenheit, dass Frauen äußerst zugänglich werden, sobald er Adams tragische Situation erwähnt… Die erste Chemo-Sitzung steht an. Rachael fährt Adam zwar wie versprochen ins Krankenhaus, wartet aber vor der Tür im Auto auf ihn. Der Krebs soll außen vor bleiben, sie will sich ihre Welt nicht damit vergiften. Adam ist bitter enttäuscht, akzeptiert ihre Entscheidung aber. Bei der Chemotherapie lernt er die Krebspatienten Alan (Philip Baker Hall) und Mitch (Matt Frewer) kennen, im Vergleich zu „Newcomer“ Adam zwei echte Veteranen, die ihrer deprimierenden Lage mit Galgenhumor begegnen. Auch Adam übersteht die Behandlung überraschend gut – dank der köstlichen Haschkekse, die Mitchs Frau für die Patienten backt. Doch die Nebenwirkungen der Chemotherapie bleiben natürlich nicht aus: Die folgende Nacht verbringt Adam über der Toilette. Adams nächste angestrengte Sitzung bei Psychologin Katherine mündet in einer Radikalmaßnahme: Mit Kyles halbherziger Hilfe rasiert sich Adam den Kopf. Er will nicht abwarten, bis ihm durch die Chemo die Haare ausfallen – auch wenn er jetzt aussieht „wie Lord Voldemort“. Nach seinem nächsten Chemo-Termin wartet Adam vergeblich darauf, dass Rachael ihn abholt. Sie taucht einfach nicht auf. Kyle springt ein – und stellt erneut fest, dass Mitleid Herzen (und mehr) öffnet: Auf Anraten von Katherine ersteht Adam in einer Buchhandlung einen Stapel Selbsthilfe-Ratgeber – und Kyle sichert sich noch für denselben Abend ein Date mit der mitfühlenden Verkäuferin. Sie treffen sich ausgerechnet auf einer Vernissage, wo Kyle prompt die nichts ahnende Rachael dabei beobachtet, wie sie einen Künstlertypen küsst. Geistesgegenwärtig schießt er ein Beweisfoto mit seinem Handy. Die egozentrische Rachael ist ihm seit langem ein Dorn im Auge. Jetzt kann er Adam endlich zeigen, dass sie nicht die Richtige für ihn ist. So platzt Kyle unangemeldet bei Adam herein und konfrontiert das Paar mit Rachaels Betrug. Ihr bleibt gar nichts anderes übrig, als alles zuzugeben. Die ständige Belastung sei ihr eben zu viel geworden, und überhaupt war ihre Beziehung ja schon nicht perfekt, bevor er krank wurde. Adam bleibt mit dem treu ergebenen Skeletor allein. Seine Mutter Diane bombardiert ihn mit besorgten Anrufen, doch Adam schmettert sie ab. Er will einfach nur in Ruhe gelassen werden. Nun ist Kyle nicht mehr aufzuhalten: Adam soll sich endlich mal wieder richtig amüsieren. Das heißt im Klartext: Frauen abschleppen. Nach ersten Anlaufschwierigkeiten nehmen die Freunde tatsächlich zwei willige Damen aus einer Bar mit nach Hause. Für Kyle verläuft der Abend allerdings wesentlich befriedigender als für Adam: Durch die Chemotherapie ist er geschwächt und todmüde, und seine Rückenschmerzen werden beim Sex nur noch schlimmer. Nach der Trennung von Rachael muss Adam, der keinen Führerschein besitzt, mit dem Bus ins Krankenhaus fahren. Therapeutin Katherine entdeckt ihn an der Haltestelle und besteht darauf, den Patienten nach Hause zu chauffieren. Auf der Autofahrt führen die beiden ihr erstes richtiges Gespräch, endlich entsteht echte Intimität. Obwohl sie Privates und Berufliches strikt trennt, gibt Katherine Adam zum Abschied ihre Handynummer – für Notfälle. Rachael kommt vorbei, um ihre Sachen aus Adams Wohnung abzuholen. Ihre Ausstellung, zu der Adam natürlich erst gar nicht erschienen ist, war ein Misserfolg. Sie möchte noch mal von vorn anfangen – mit Adam. Doch der hat endgültig genug von Rachaels Egotrip. Adam wirft sie hinaus und vernichtet gemeinsam mit Kyle lustvoll Rachaels Gemälde, das sie ihm geschenkt hatte. Bei der nächsten Chemotherapie fehlt Mitch. Von Alan erfährt Adam, dass Mitch letzte Nacht gestorben ist. Adam ist fassungslos. Dabei ging es ihm doch ganz gut, Adam war gerade erst mit Kyle bei Mitch und seiner Frau zu Besuch. Mit voller Wucht wird ihm bewusst, was er die ganze Zeit mehr oder minder erfolgreich verdrängt hat: Es könnte tatsächlich sein, dass er den Krebs nicht übersteht. Seine Chancen stehen schließlich gerade mal 50/50. Adam ist überzeugt, dass er sterben wird. Die Therapie bei Katherine bricht er ab – was soll das noch bringen? Die große, buchstäblich lebenswichtige Untersuchung steht an. Adams Eltern begleiten ihn in die Klinik. Während sie auf den Arzt warten, meckert die resolute Diane an allem herum – ist der Doktor überhaupt qualifiziert? Zum ersten Mal kommt Adam auf die Idee, seine Mutter zu fragen, wie es ihr geht, wie sie mit all dem fertig wird. Adams Arzt unterbricht die Annäherung zwischen Mutter und Sohn: Die Chemotherapie hat nicht angeschlagen wie erhofft, eröffnet er der Familie. Dennoch muss der Tumor dringend operiert werden. Der Eingriff ist lebensgefährlich, doch eine andere Option gibt es nicht…

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