Soziales Zustände schlimmer als früher in der DDR

Und wer in der DDR arbeitsfaul war, wurde nicht nur von den Kollegen gemobbt, sondern halt auch von einem in den anderen Betrieb gelobt. Wenn irgendein Assi alle Firmen seines Ortes durch hat, konnte er auch "republikweit" versetzt werden. Na ob das nun so toll ist? Der hat sich sein Leben weit mehr zur Hölle gemacht, denn wenn ein Zwangsversetzter in einen neuen Betrieb kam, hat man den gemieden wie die Pest...

Gruß,
Photon
Naja ich zähl mich eigtl. auch zu den Menschen, die lieber was anpacken wollen.
Wahrscheinlich muss man das System noch besser durchdringen/ausnutzen und dadurch letztendlich auch politische Veränderungen erzwingen.
Ich fühl mich halt nen bissl "angesaugt". In meiner näheren Umgebung (also 3 Kinder, Ehefrau, Mutter, Vater, Großvater, Grossmutter, Tanten, Onkels) bin ich der einzige der arbeitet und zwar für nahezu 2 Leute und es kommt rel. wenig bei raus.

Man muss sich halt noch viel stärker an den Möglichkeiten orientieren und Kohle machen wo es geht, selbst wenn man meint alles ausgeschöpft zu haben...

Wie sagt BOB- der Baumeister so schön, "Können Wir das schaffen?".

The Show must go on...

Ich denke ich hab mal nun genug "rumgeheult" hier und bedanke mich für die Antworten und das lesen meiner Texte...

Der Mensch kann viel ertragen und viel leisten.


Tomsen
 
[...] Ich fühl mich halt nen bissl "angesaugt".
Ich glaube, das fühlen sich alle. Nicht erst seit 19% MwSt.

[...]In meiner näheren Umgebung (also 3 Kinder, Ehefrau, Mutter, Vater, Großvater, Grossmutter, Tanten, Onkels) bin ich der einzige der arbeitet und zwar für nahezu 2 Leute und es kommt rel. wenig bei raus.
Dann ist es ja auch kein Wunder, dass es Dir wenig erscheint. Es ist wenig. Wenn eine Person für 2 (+3 Kinder) verdienen muss, dann bleibt (logischerweise) wenig übrig.

Man muss sich halt noch viel stärker an den Möglichkeiten orientieren und Kohle machen wo es geht, selbst wenn man meint alles ausgeschöpft zu haben...[...]
Na es wird keine Lösung sein, 20h/d zu arbeiten, um mehr Geld nach Hause zu bringen. Es gibt da andere Lösungen.

Zuerst fällt mir ein, die Frau zur Arbeit zu schicken. Wenn das nicht geht, dann gibt es auch noch andere Wege, die zwar nicht unbedingt populär, aber machbar sind. Beispielsweise sind seit Hartz 4 viele auseinander gezogen, um 2 eigenständige Haushalte (und damit Anspruch) zu haben. Fällt in Deinem Fall wahrscheinlich wegen Ehegelübde aus. Aber vielleicht machst Du mit Deinem Chef ein paar Rechenspielchen, lässt Deinen Lohn senken und einen Teil als andere Zahlung geben, die nicht auf dem Lohnzettel erscheint. Oder Du fragst einfach völlig legal nach einer Lohnerhöhung.

Auch wenn ich dafür gleich wieder Ohrfeigen im Forum kassieren werde, aber vielleicht bekommst Du sogar unter dem Strich mehr Hartz 4 (also Du, Deine Frau, Deine Kinder), als was Du jetzt an Geld nach Hause bringst. Dann würde ich sogar darüber nachdenken, mich kündigen zu lassen.

Oder (und das halte ich für die beste Möglichkeit), Du investierst solange Du noch Arbeit hast vorübergehend einen Teil Deiner Freizeit in Weiterbildung, machst gegebenenfalls einen Abschluß auf eigene Kosten und wechselst schnellstmöglich den Arbeitgeber und die Tätigkeit.

Letztlich bleibt auch die Selbstständigkeit übrig, würde ich aber jedem von abraten. Da Du aber nicht "Kunde" des Arbeitsamtes bist, kannst Du auch nebenbei noch Geld verdienen (sofern Dein Chef nix dagegen hat, aber warum sollte er?). Vielleicht über Ebay oder sonstwas.

Will sagen, Mittel und Wege gibt es reichlich, ist nur die Frage, wieviel Mühe man sich machen will, wieviel Risiko man bereit ist einzugehen und letztlich auch eine gesunde Selbsteinschätzung, was man wie gut kann.

Gruß,
Photon
 
.

Will sagen, Mittel und Wege gibt es reichlich, ist nur die Frage, wieviel Mühe man sich machen will, wieviel Risiko man bereit ist einzugehen und letztlich auch eine gesunde Selbsteinschätzung, was man wie gut kann.

Gruß,
Photon
Deine Vorschläge und andere nutze ich schon bis zur Scherzgrenze aus...

Meine Frau "arbeitet" auch schon bei mir im Betrieb auf 400€-Basis. Selbständigkeit hab ich hinter mir. Ich-Ag auf die Frau (Rot-malen)ist ausgelaufen, alles überflüssige bei Ebay verkauft, alle Versicherungen gekündigt, das Auto verkauft, ich fahr Roller, hab mein Giro bei der Netbank, die Krankenversicherung bei der IKK-direkt, kein Handy, Telefon/Internet für 26€ bei Ish, den billigsten Stromanbieter usw

Wir kämpfen...

Tomsen
 
Leider ist unsere sogenannte Marktwirtschaft, sowohl bei meinem Hauptkostenbringer (Miete), als auch bei meinem Haupteinnahme-Posten (Lohn) nahezu kommunistisch reglementiert.
Wer mehr leistet als geradeso nötig, um ner Kündigung zu entgehen, ist leider schon der Depp, bzw. verschwendet Potential, Kraft, Gesundheit, Lebenserwartung...

Na wenn das Deine Lebensphilosophie ist - gute Nacht.

Wer mehr leistet als geradeso nötig, um ner Kündigung zu entgehen ...

Sowas Sinnloses hab ich ja schon lange nicht mehr gehört.
Arbeitest Du nur soviel wie notwendig ist, dass Dein Chef Dich nicht rausschmeisst ???
 
Ich glaube, das fühlen sich alle. Nicht erst seit 19% MwSt.


Dann ist es ja auch kein Wunder, dass es Dir wenig erscheint. Es ist wenig. Wenn eine Person für 2 (+3 Kinder) verdienen muss, dann bleibt (logischerweise) wenig übrig.


Na es wird keine Lösung sein, 20h/d zu arbeiten, um mehr Geld nach Hause zu bringen. Es gibt da andere Lösungen.

Zuerst fällt mir ein, die Frau zur Arbeit zu schicken. Wenn das nicht geht, dann gibt es auch noch andere Wege, die zwar nicht unbedingt populär, aber machbar sind. Beispielsweise sind seit Hartz 4 viele auseinander gezogen, um 2 eigenständige Haushalte (und damit Anspruch) zu haben. Fällt in Deinem Fall wahrscheinlich wegen Ehegelübde aus. Aber vielleicht machst Du mit Deinem Chef ein paar Rechenspielchen, lässt Deinen Lohn senken und einen Teil als andere Zahlung geben, die nicht auf dem Lohnzettel erscheint. Oder Du fragst einfach völlig legal nach einer Lohnerhöhung.

Auch wenn ich dafür gleich wieder Ohrfeigen im Forum kassieren werde, aber vielleicht bekommst Du sogar unter dem Strich mehr Hartz 4 (also Du, Deine Frau, Deine Kinder), als was Du jetzt an Geld nach Hause bringst. Dann würde ich sogar darüber nachdenken, mich kündigen zu lassen.

Oder (und das halte ich für die beste Möglichkeit), Du investierst solange Du noch Arbeit hast vorübergehend einen Teil Deiner Freizeit in Weiterbildung, machst gegebenenfalls einen Abschluß auf eigene Kosten und wechselst schnellstmöglich den Arbeitgeber und die Tätigkeit.

Letztlich bleibt auch die Selbstständigkeit übrig, würde ich aber jedem von abraten. Da Du aber nicht "Kunde" des Arbeitsamtes bist, kannst Du auch nebenbei noch Geld verdienen (sofern Dein Chef nix dagegen hat, aber warum sollte er?). Vielleicht über Ebay oder sonstwas.

Will sagen, Mittel und Wege gibt es reichlich, ist nur die Frage, wieviel Mühe man sich machen will, wieviel Risiko man bereit ist einzugehen und letztlich auch eine gesunde Selbsteinschätzung, was man wie gut kann.

Gruß,
Photon


nicht jeder kann herum pokern. deine vorschlaege sind vielleicht fuer dich machbar aber fuer ihn dann nicht. ich vestehe ihn schon. er moechte einfach eine arbeit, 8 stunden am tag haben und davon normal, nach wesliche kriterien leben, ohne existentielen kampf ausgelieferrt zu sein. dann nach hause, denn um seine drei kinder muss er auch kuemmern. die kinder haben vielleicht ferwandten bei sich, sie brauchen aber auch einen anwesenden vater. es ist kein zustand was er beschreibt. es geht nicht nur darum, dass man genug geld anschafft um nicht zu verhungern. man muss auch fuer den nachwuchs und deren ausbildung sparren, mann muss auch fuer die rente sparren(weil er vielleicht im alter keine rente bekommt, wie es aussieht) und er hat auch anrecht einfach mal zu leben, menschlich. ganzen tag zu arbeiten und dann immernoch jede euro zehn mal umdrehen zu muessen bevor man was kauft, das kann doch kein erfuehltes leben sein? und was er meint ist: in ddr system war es moeglich fuer einfachen menschen, ohne angst vor dem arbeitspaltz zu verliehren, vor sich hin leben und arbeiten. sie haben zwar nicht uebermaessig verdint, aber waren auch nicht diese sinnlose konsum ausgeliefert. und jetzt? jetzt fuehlen sich ddr menschen noch aermer, weil es gibt so viel zu kaufen und zu konsumieren, aber sie koennen es sich gar nicht leisten. nicht jedem liegt es auf zack sein, aus jedem und allem geld herauszocken. es gibt eben, sehr ehrliche, fleissige, vernuenftige, die nicht super schlaumeiern koennen durch das leben. aber eigentlich weiss jeder was los ist zur zeit auf dem arbeitsmarkt und wie die menschen dort scheisse behandelt werden, wegen grossen konkurenz um arbeitsplatz. egal wie fleissig man ist, gehoert es sehr viel durchhalte vermoegen um weiter zu machen und das in jedem bereich.
 
Na wenn das Deine Lebensphilosophie ist - gute Nacht.



Sowas Sinnloses hab ich ja schon lange nicht mehr gehört.
Arbeitest Du nur soviel wie notwendig ist, dass Dein Chef Dich nicht rausschmeisst ???

hoer auf menschen und deren gefuehle nieder zu trampeln. ich weiss es nicht was du arbeitest, machst hier glaube ich telekom werbung oder so was. ich fiende auch scheisse wenn du ihm erzaehlst er ist selbst an seine misere schuld. du regst dich auf, weil er die aengste in dir hervorruft, die du auch hast, bezueglich deinen job und leben. du siehst, dir koennte auch bald oder eines tages so gehen und dass macht dich sauer. was er erzaehlt ist die realitaet in deutschland und die betrifft milionen von menschen, das kannst du doch nicht leugnen. und du kannst auch nicht behaupten diese milionen von menschen sind alle bloed und daher selbst an ihre lage schuld. sonst haetten die deutschen ein nationales problem in punkto inteligenz.
 
was er erzaehlt ist die realitaet in deutschland und die betrifft milionen von menschen, das kannst du doch nicht leugnen. und du kannst auch nicht behaupten diese milionen von menschen sind alle bloed und daher selbst an ihre lage schuld. sonst haetten die deutschen ein nationales problem in punkto inteligenz.
Nein, kein Problem in puncto Intelligenz, vielmehr ein Problem in puncto Lebenseinstellung.
Das nörgelnd-pessimistische ist nämlich so sehr deutsch, daß es im englischen dafür eine eigene Bezeichnung gibt: german angst

Sich dem nicht hinzugeben ist nicht realitätsfern, es ist lebensfroh.
 
Nein, kein Problem in puncto Intelligenz, vielmehr ein Problem in puncto Lebenseinstellung.
Das nörgelnd-pessimistische ist nämlich so sehr deutsch, daß es im englischen dafür eine eigene Bezeichnung gibt: german angst

Sich dem nicht hinzugeben ist nicht realitätsfern, es ist lebensfroh.

diese german angst basiert auch auf german realitaet...das ist ja nicht so, dass die deutsche einfach aus nichts und ohne grund gern mal pessimistisch sind. es ist historisch, geo-politisch etc begruendet. in dem fall jetzt wie willst du froehlich sein, wenn du siehst dass deine drei kinder bekommen nicht genug zum essen? ich wuerde sogar klauen gehen bevor meinem kind was faehlt. aber das kann nicht jeder. er versucht es nun mal auf ehrlichem weg. und zerbricht daran. ich kenne das sehr gut, meinem vater ging es genau so und er war gebildet, freundllich, sehr fleissig und ein unverbesserlicher optimist(immer froehlich)...und trotzdem hatten wir nichts davon...will jetzt nicht mehr weiter wiederholen...
 
Zuletzt bearbeitet:
Wie war der Slogan im Lied von den Prinzen: Du musst ein Schwein sein in dieser Welt!....
Und das stimmt eindeutig. Und immer mehr je mehr wie wir uns auf den harten Kapitalismus einlassen.
 
ich fiende auch scheisse wenn du ihm erzaehlst er ist selbst an seine misere schuld.

Das habe ich nicht gesagt ... lern lesen.

du regst dich auf, weil er die aengste in dir hervorruft, die du auch hast, bezueglich deinen job und leben. du siehst, dir koennte auch bald oder eines tages so gehen und dass macht dich sauer.

Angst ? Wovor ?
Probleme lösen sich nicht durch Jammern und Meckern sondern in dem man selbst etwas dagegen tut.

Ich hab in meinem jungen Leben schon etliche Erfahrungen gemacht ...
Dazu gehören auch Insolvenz des Arbeitgebers mit anschliessender Arbeitslosigkeit von 2 Monaten sowie 3 Jahre "unterwegs" im Job [Düsseldorf, Stuttgart, Hamburg, Berlin] ...

Solange man fähig und willens ist sein Leben selbst in die Hand zu nehmen und flexibel auf die unerwarteten Ereignisse des Lebens reagiert, ist doch alles bestens.
 
[...] nicht jedem liegt es auf zack sein, aus jedem und allem geld herauszocken. es gibt eben, sehr ehrliche, fleissige, vernuenftige, die nicht super schlaumeiern koennen durch das leben. aber eigentlich weiss jeder was los ist zur zeit auf dem arbeitsmarkt und wie die menschen dort scheisse behandelt werden, wegen grossen konkurenz um arbeitsplatz. egal wie fleissig man ist, gehoert es sehr viel durchhalte vermoegen um weiter zu machen und das in jedem bereich.
Ich habe ja auch nie behauptet, dass die Zustände, wie sie aktuell herrschen, mir gefallen oder durch mich genehmigt wurden (ehrlich gesagt wurde ich gar nicht gefragt).

Ich kann mir auch beim besten Willen nicht vorstellen, dass sie überhaupt irgendjemandem gefallen, der nicht im Lotto den Jackpot geknackt oder auf sonst eine Art und Weise seinen Sack zu zu hat. Und selbst denen wird es stinken, dass sie durch fortschreitende Armut im Volk immer mehr ins Fadenkreuz der Krminalität geraten (Raub, Einbruch, Diebstahl, Erpressung, ...).

Aber um es einfach zu sagen: Die DDR hätte es nicht mehr lange gegeben. Dann wäre sie auch durch den Zahn der Zeit zernagt worden. Die Frage ist nur, welches Ende dann gekommen wäre. Vielleicht wäre das auch der Anfang vom Ende gewesen, aber da es keine friedliche und unblutige Revolution gegeben hätte, hätte sich der Warschauer Pakt vielleicht ein letztes Mal aufgebäumt und es wäre zu einem heißen Kreig gekommen. Wer weiß? An vorderster Front ein Bruderkrieg zwischen Deutschen und Deutschen, ganz zuletzt hätten sich vielleicht die Russen mit den Amis gegenseitig mit Nuklearwaffen ausradiert.

Alles in allem ist es schon recht optimal gelaufen (im Gesamtkontext betrachtet), auch wenn sich die meisten Großkonzerne auf Kosten des Ostens und des Staates in buchstäblich verbrecherischer Art und Weise bereichert haben. Aber Moral und Kapitalismus schließen sich sowieso weitestgehend aus. Insofern: Gut gelaufen ;)

Gruß,
Photon
 
Das habe ich nicht gesagt ... lern lesen.



Angst ? Wovor ?
Probleme lösen sich nicht durch Jammern und Meckern sondern in dem man selbst etwas dagegen tut.

Ich hab in meinem jungen Leben schon etliche Erfahrungen gemacht ...
Dazu gehören auch Insolvenz des Arbeitgebers mit anschliessender Arbeitslosigkeit von 2 Monaten sowie 3 Jahre "unterwegs" im Job [Düsseldorf, Stuttgart, Hamburg, Berlin] ...

Solange man fähig und willens ist sein Leben selbst in die Hand zu nehmen und flexibel auf die unerwarteten Ereignisse des Lebens reagiert, ist doch alles bestens.

und was ist wenn man nicht mehr die kraft hat, wenn man abgekaempft und lebensmuede ist??? nicht jeder ist ein verkaeufer oder ein arzt oder was weiss ich. es gibt berufe, du kannst es so sehr wollen...da wirst du nichts erreichen. diese berufe haben vielleicht keinen materiell substantielle bedeutung fuer die gesaellschaft, aber sehr wichtig fuer den geist, kultur und kunst. wenn man kunst akademie absolviert hat, ist man garantiert joblos. wir koennen auch nicht verlangen, dass ein kuenstler froehlich die strassen kaehrt, vielleicht muessen sogar welche es machen...aaber sie haaben kein erfuehltes leben, daher auch den grund und recht zu jamern. wir koennen nicht sagen, der kuenstler muss sich umschulen lassen, das geht nicht wir brauchen den als kuenstler und auch sein kunst brauchen wir. wenn nicht gegenwertig so fuer zukunft. viele beruehmte maler starben bitter arm und verhungert. also ich weiss es nicht was er macht, aber ich wollte nur sagen es gibt berufe: germanisten, philosophen, kuenstler jeder art, schauspieler, filme macher, und etc die jeden tag existentiellen kampf ausgeliefert sind. und oft scheitern sie an eussere zustaende und nicht weill sie kein willen haben. ausser dem ein mensch hat auch ein inneres leben, und wir wiessen nicht wie belastbar jemand ist sowohl psychisch als auch physisch. du gehst von dir aus wenn du ihm ueber flexibel sein erzaehlst und ueber willen und so...es muss doch in einem demokratischen sozialstaat moeglich sein, dass jemand sich nicht so beschiessen fuehlt und dass er DDR nicht vermisst, wenn er das tut, dann hat einfach diese system hier versagt.

Ich habe ja auch nie behauptet, dass die Zustände, wie sie aktuell herrschen, mir gefallen oder durch mich genehmigt wurden (ehrlich gesagt wurde ich gar nicht gefragt).

Ich kann mir auch beim besten Willen nicht vorstellen, dass sie überhaupt irgendjemandem gefallen, der nicht im Lotto den Jackpot geknackt oder auf sonst eine Art und Weise seinen Sack zu zu hat. Und selbst denen wird es stinken, dass sie durch fortschreitende Armut im Volk immer mehr ins Fadenkreuz der Krminalität geraten (Raub, Einbruch, Diebstahl, Erpressung, ...).

Aber um es einfach zu sagen: Die DDR hätte es nicht mehr lange gegeben. Dann wäre sie auch durch den Zahn der Zeit zernagt worden. Die Frage ist nur, welches Ende dann gekommen wäre. Vielleicht wäre das auch der Anfang vom Ende gewesen, aber da es keine friedliche und unblutige Revolution gegeben hätte, hätte sich der Warschauer Pakt vielleicht ein letztes Mal aufgebäumt und es wäre zu einem heißen Kreig gekommen. Wer weiß? An vorderster Front ein Bruderkrieg zwischen Deutschen und Deutschen, ganz zuletzt hätten sich vielleicht die Russen mit den Amis gegenseitig mit Nuklearwaffen ausradiert.

Alles in allem ist es schon recht optimal gelaufen (im Gesamtkontext betrachtet), auch wenn sich die meisten Großkonzerne auf Kosten des Ostens und des Staates in buchstäblich verbrecherischer Art und Weise bereichert haben. Aber Moral und Kapitalismus schließen sich sowieso weitestgehend aus. Insofern: Gut gelaufen ;)

Gruß,
Photon


hast du recht. aber ganz optimal ist es nicht gelaufen, westen ist in osten eingestuerzt, hat alles altes zerstoert und nichts mehr neues hingemacht. keine frage: westen und osten muessten sich vereinigen. aber westen hat etwas zu eifrig und voreillig die DDR merkmale zerstoert(berlin wiederaufbau??) gleichzeitig, damit ddr deutsche nicht protestieren, hat man denen erzaehlt wie scheisse DDR war und wie verkaehrt sie all die 50 jahre gelebt haben und nichts geleistet haben, etc. allein westen ist auch nicht schuld dadran. osten, also DDR menschen haben auch sehr fleissig an dem ,,demontieren,, prozess teil genohmen, euphorisch, blau aeugig und jetzt sind sie halt entteuscht. die entteuschung ist logische konsequent, wenn man viel erwartet. aber wenn sie sich darueber beklagen, muss man es zu lassen. weil ganz grundlos ist diese jamern nicht.
 
Angst ? Wovor ?
Probleme lösen sich nicht durch Jammern und Meckern sondern in dem man selbst etwas dagegen tut.

Ich hab in meinem jungen Leben schon etliche Erfahrungen gemacht ...
Dazu gehören auch Insolvenz des Arbeitgebers mit anschliessender Arbeitslosigkeit von 2 Monaten sowie 3 Jahre "unterwegs" im Job [Düsseldorf, Stuttgart, Hamburg, Berlin] ...

Solange man fähig und willens ist sein Leben selbst in die Hand zu nehmen und flexibel auf die unerwarteten Ereignisse des Lebens reagiert, ist doch alles bestens.

Vor 10 oder 15 Jahren habe ich wahrscheinlich noch wesentlich härter argumentiert.
Ab 35+ überlegt man allerdings auch wie lange man noch im Notfall "Akkord" arbeiten kann, wie lange kann ich noch Jobs machen, die keiner will, auch wenn ich 500 über Tarif aushandle?
Witzig ist dabei auch dass dein Arbeitgeber bei 500 über Tarif denkt, er zahlt fürstlich aus und kann dafür auch bissl was erwarten.
Kann ich auch irgendwo verstehen, weil bei nem Inserat zahle Tarif+500€ rennen die dem die Bude ein...
Letzlich bringt mir die ackerei aber nur so ca 300€ mehr als Hartz4, ich weiss nicht wie oft ich es noch sagen muss, dass das vollkommen demotivierend ist.
Ich kann ja auch noch locker, leicht 165€ dazuverdienen, als Hartz4-Empfänger, das sind wenn ichs billig mach vielleicht 20h/Monat, also 2 Tage oder sowas.

Natürlich ist es schlau zu sagen tu doch was dagegen...
Die Frage ist nur was genau?
100€-brutto mehr?, das würde der Chef eventl. sogar mitmachen, weil ich nach 6 Leuten im ersten Jahr der erste bin, der den Job nun 8 Monate super macht.
Das bringt so ca 55€+ netto und ca. 20 € weniger Wohngeld, also ein + von 35€/Monat in der Kasse. Dem Chef kostet der Spass dann ca 125€ mehr im Monat. Dafür könnte er natürlich auch für ca 15h/Monat, also wenns klemmt nen zusätzlichen Inder als Aushilfe einkaufen...
Das lustige ist, dass diese zusätzliche Aushilfe dank unserem tollen System, ja auch schon bis auf rund 150€ auf meinen Verdienst rankommt.

Indem ich auf 35€/Monat verzichte, kann ich also ner 5 -köpfigen Familie zu fast dem gleichen Lebensstandart verhelfen ...

Was genau kannst denn empfehlen zu tun, ausser hohlen Sprüchen, wie sei flexibel usw.

Wenn ich flexibel bin, kostet das für mich meist Geld und Zeit.

Aber es geht ja hier nicht darum mich auf nen von Millionen ersehnten Vollzeit- job zu bringen.

Tomsen

Sowas Sinnloses hab ich ja schon lange nicht mehr gehört.
Arbeitest Du nur soviel wie notwendig ist, dass Dein Chef Dich nicht rausschmeisst ???
Ja, soweit das überhaupt möglich ist...
Was allerdings nicht unbedingt heisst, dass ich schlecht arbeite.
Ich arbeite ca für Tarif+500€, Überstunden weitgehend bezahlt und ich kann nicht nein sagen.
Ich halte mich für eine begehrte Fachkraft, natürlich jederzeit ersetzbar, 5,6 Inder auf 400€ Basis sind billiger und die können auch viel leisten.
Da Du meine Intellegenz anzweilfelfst, kann ich dich beruhigen, sie dürfte sogar leicht über dem Durchschnitt liegen.
Immerhin hab ich nen Elite-Abitur mit naturwissenschaftlicher Ausrichtung zu dem nach ner Aufnahme-Prüfung überhaupt nur die 50 besten des Jahrgangs in der DDR zugelassen wurden.

Wie auch immer, nach 2 Jahren bin ich völlig ausgebrannt und muss dann ne Kündigung provozieren, zur Not mit ner Klage auf irgendwas und mit Hilfe der Gewerkschaft...

Naja morgen soll es 20°C geben + Sonnenschein.
Ich werde mich 1h auf eine Bank auf dem Rheindamm setzen und aufs Wasser schauen + Schiffe beobachten...

Ich glaub das brauch ich...



Tomsen

60%? Sind es nicht viel mehr ca. 14 % der Bevölkerung, die mit weniger als 60% der Durchschnittseinkommens auskommen müssen und deshalb als arm gelten
Also 60% des Durchschnittseinkommens von was genau?
Es werden ja auch teilweise Zahlen rumgereicht, ein Facharbeiter verdient 3800€ brutto in Deutschland und das ganze in 38h/woche.
Naja ich kenne keinen, würde aber gern mal einen zumindest von weitem sehen....
 
westen ist in osten eingestuerzt, hat alles altes zerstoert und nichts mehr neues hingemacht.
Du sagst schon wieder die Unwahrheit. Ich sehe regelmässig, wo der Solidaritätszuschlag, den ich seit 15 Jahre jeden Monat zahle, verwendet wird. Erzähle also nicht, dass im Osten nicht ganz massiv investiert wird, auch vom Staat, also der Allgemeinheit.

Das man ein Loch, dass 40 Jahre verrotet ist, nicht in 5 Jahren zum Schloss machen kann, sollte wohl jedem klar sein.

Ja, soweit das überhaupt möglich ist...
Was allerdings nicht unbedingt heisst, dass ich schlecht arbeite.
Ich arbeite ca für Tarif+500€, Überstunden weitgehend bezahlt und ich kann nicht nein sagen.
Sei mir mal nicht böse, aber ich blicke nicht mehr durch.

Du sagst, Du verdienst Tarif + 500 Euro, Überstunden bezahlt. Oben sagst Du, Du verdienst knapp 400 Euro mehr als die Unterstützung vom Staat wäre.

Wenn ich mal von 5 Personen (2 Erw. + 3 Kinder) ausgehe, dann müsstest Du ungefähr 1800 Euro Unterstützung erhalten, wenn Du nicht arbeitest. Du hast also im moment ca. 2200 Euro, hast Du auch oben angegeben. Dann hast Du einen Job, in dem Du 2500 Euro brutto verdienst und das inkl. Überstunden und Übertarif.

Das passt nicht zu:

Ich halte mich für eine begehrte Fachkraft.

und
Immerhin hab ich nen Elite-Abitur mit naturwissenschaftlicher Ausrichtung zu dem nach ner Aufnahme-Prüfung überhaupt nur die 50 besten des Jahrgangs in der DDR zugelassen wurden.

Darf ich fragen, was Du beruflich machst und wo Du angestellt bist? Das ist bei den Vorraussetzungen verdammt wenig und eigentlich kenne ich kaum einen Tarifvertrag für einen Job, den man mit einem sehr guten Abitur und als Fachkraft ausübt, der nur 1800 Euro Tariflohn hat.

Marty
 
Vor allem frage ich mich warum deine Frau nicht arbeitet.
Bei drei Kindern und Einnahmen knapp über Existenzminimum würde ich das in Erwägung ziehen. Und du kannst mir nicht erzählen, dass man mit 2 Vollzeitjobs sich nicht die KiTa leisten kann.
Alleine für weitere 4 Personen zu zahlen ist natürlich happig. Aber ich z.B. bin Einzelkind, meinen Vater hab ich vor Überstunden kaum gesehen und meine Mutter hat durchgehend halbtags, später selbstständig Vollzeit von zu Hause gearbeitet.
Mein Mann hat 2 Geschwister, die Eltern arbeiten ebenfalls einer Vollzeit, der andere halbtags. Klar, dass bei meinen Eltern unterm Strich mehr steht auch wenn seine Geschwister beide arbeiten und mein Mann (noch) von meinem Gehalt mitlebt. Und ihn kann ich als Alleinverdienerin noch durchbringen, aber nur ein Kind würde schon knapp werden.
Wenn du wirklich nichts an der Gehaltschraube drehen kannst frag ich mich warum ihr dann nicht an der deiner Frau dreht...
 
Vor allem frage ich mich warum deine Frau nicht arbeitet.
Bei drei Kindern und Einnahmen knapp über Existenzminimum würde ich das in Erwägung ziehen. Und du kannst mir nicht erzählen, dass man mit 2 Vollzeitjobs sich nicht die KiTa leisten kann.
Alleine für weitere 4 Personen zu zahlen ist natürlich happig. Aber ich z.B. bin Einzelkind, meinen Vater hab ich vor Überstunden kaum gesehen und meine Mutter hat durchgehend halbtags, später selbstständig Vollzeit von zu Hause gearbeitet.
Mein Mann hat 2 Geschwister, die Eltern arbeiten ebenfalls einer Vollzeit, der andere halbtags. Klar, dass bei meinen Eltern unterm Strich mehr steht auch wenn seine Geschwister beide arbeiten und mein Mann (noch) von meinem Gehalt mitlebt. Und ihn kann ich als Alleinverdienerin noch durchbringen, aber nur ein Kind würde schon knapp werden.
Wenn du wirklich nichts an der Gehaltschraube drehen kannst frag ich mich warum ihr dann nicht an der deiner Frau dreht...

erstens liegen die jobs nicht auf der strasse zum aussuchen, vorallem halbtag jobs fuer eine frau mit kinder? zweitens hat die frau drei kinder, wer soll die versorgen? drittens hat sie ja auch gearbeitet.
 
Natürlich ist es schlau zu sagen tu doch was dagegen...
Die Frage ist nur was genau?
...
Was genau kannst denn empfehlen zu tun, ausser hohlen Sprüchen, wie sei flexibel usw.

Wenn ich flexibel bin, kostet das für mich meist Geld und Zeit.

Job wechseln ?!

Ich hab vor 5 Jahren genau das selbe Problem gehabt ...
Als Teamleiter geackert für die Firma, jeden Tag Überstunden und Projektverantwortung über mehrere Projekte im hohen 6-stelligen DM-Bereich.
Das alles für 4600 DM brutto !

Wenn man das ne Weile macht ohne wirklich weiterzukommen bleibt nur ein Ausweg - Job bzw. Firma wechseln.

Auch hier kann man böse ins Klo greifen wenn man [wie ich anno 2001] eine besser bezahlte Stelle bei einem StartUp-Unternehmen annimmt und dieses nach 3 Monaten pleite ist. :evil:
Aber auch das sind Erfahrungen die man machen muss ...

Also ... neue Bewerbungen (20 an der Zahl) geschrieben und nach 6 Wochen 7 Arbeitsverträge zur Auswahl in der Hand.
Leider nix vor Ort dabei also ... umziehen ins Rhein-Main-Gebiet - ca. 250km von meinem ehemaligen Wohnort.

Mögliche Parallelen erkannt ?

Da Du meine Intellegenz anzweilfelfst, kann ich dich beruhigen, sie dürfte sogar leicht über dem Durchschnitt liegen.

Ich habe nicht Deine Intelligenz angezweifelt sondern über die Sinnlosigkeit Deiner Aussage philosophiert.

Wer mehr leistet als geradeso nötig, um ner Kündigung zu entgehen, ist leider schon der Depp, bzw. verschwendet Potential, Kraft, Gesundheit, Lebenserwartung...

Du stellst die Arbeit dar als ginge es darum, täglich maximal soviel zu tun damit der Chef keinen Grund findet Dich rauszuschmeissen.
Mit dieser Haltung aber brauch man sich nicht wundern wenn es nicht vorwärts geht - auch wenn Du nach Deinen Aussagen eigentlich nicht diese Form "ich mach soviel ich unbedingt muss"-Arbeit praktizierst.
 
Du sagst schon wieder die Unwahrheit. Ich sehe regelmässig, wo der Solidaritätszuschlag, den ich seit 15 Jahre jeden Monat zahle, verwendet wird. Erzähle also nicht, dass im Osten nicht ganz massiv investiert wird, auch vom Staat, also der Allgemeinheit.

Das man ein Loch, dass 40 Jahre verrotet ist, nicht in 5 Jahren zum Schloss machen kann, sollte wohl jedem klar sein.

Marty

solidaritaetszuschlag muss die milliarden schulden bedecken, die man als lose geld an russland bezahlt hat um ddr abzukaufen. anstatt abzuwarten dass ddr selbst sich von russland befreit...haben auch andere teil republiken von udssr sich selbst befreit. ja berlin wird rum herum gebaut( wo es sinn macht und wo nicht) weil es hauptstadt ist und sie ist so verschuldet...pro berliner 300 euro! dass sie unis zumachen muessen um geld zusparren. ..tolle aussichten auf entstehende jobs!
 
Bei drei Kindern und Einnahmen knapp über Existenzminimum würde ich das in Erwägung ziehen. Und du kannst mir nicht erzählen, dass man mit 2 Vollzeitjobs sich nicht die KiTa leisten kann.
Jetzt mal überlegen. Wenn die drei Kinder tatsächlich schon alle alt genug sind für eine Kita (evtl. sind sie jünger, würdest Du arbeiten gehen, wenn Du 3 kleine Kinder zu versorgen hättest?), dann würden bei uns z.B. die Kitakosten für eine Halbtagsversorgung knapp 800 Euro Kosten. Um die rauszubekommen, sollte man in Steuerklasse 5 mal locker 1700 Euro verdienen. Das mit einer Halbtagsstelle? Ich denke nicht, dass das geht.

Wenn du wirklich nichts an der Gehaltschraube drehen kannst frag ich mich warum ihr dann nicht an der deiner Frau dreht...
Weil manchmal (und für mich durchaus nachvollziehbar) die Betreuung und Versorgung der Kinder erstens wichtiger und zweitens durch die Mutter günstiger ist als durch fremde Personen.

solidaritaetszuschlag muss die milliarden schulden bedecken, die man als lose geld an russland bezahlt hat um ddr abzukaufen.
Du lügst schon wieder. Woher hast Du nur diesen Blödsinn, denn Du da immer erzählst?

ja berlin wird rum herum gebaut( wo es sinn macht und wo nicht) weil es hauptstadt ist und sie ist so verschuldet...
Der ganze ostdeutsche Teil wird neu aufgebaut, aber an Dir scheint das völlig vorbeizugehen. Ich empfehler Dir dringend ein paar Fahrten in andere Städten in Ostdeutschland.

Marty
 
solidaritaetszuschlag muss die milliarden schulden bedecken, die man als lose geld an russland bezahlt hat um ddr abzukaufen.

Echt ? Wieviel Geld war denn das ??? Und wer hat es wem "bezahlt" ???

anstatt abzuwarten dass ddr selbst sich von russland befreit...haben auch andere teil republiken von udssr sich selbst befreit.

Hast Du 1989-1990 geschlafen oder warst Du noch Quark im Schaufenster ?
Ohne die Zustimmung der 4-Mächte Russland, USA, Frankreich und Großbritannien hätte es keine deutsche Wiedervereinigung gegeben.