Richtig. Das Anheben des Renteneintrittsalters ist eine saftige Rentenkürzung. nichts anderes. Geht man früher, bekommt man weniger. So die Rechnung. Im Idealfall gibt man mit 68 den Löffel ab. Dann hat man ordentlich gespart.

Und wie ein 66jähriger Fliesenleger die schweren Fliesenpaket in die 3. Etage buckeln und anschließend auf der Erde krabbelnd verlegen soll, konnte mir noch keiner erklären. Betrug am Bürger ist das.
 
Die Lebenserwartung steigt mit dem medizinischen Fortschritt, die Generation, die also jetzt anfängt zu arbeiten (16-25 Jährige), sollten also, sofern kein totaler Rückschritt in der derzeitigen technischen und medizinischen Entwicklung stattfindet, durchaus in der Lage sein, mit 69 oder älter noch zu arbeiten.
Desweiteren gehts ja lediglich um die gesetzliche Rentenversicherung. Der volle Betrag der Rente wird also ausgezahlt, wenn das Rentenalter erreicht ist, vorher werden nur Teilbeträge ausgezahlt. Das heisst ja nichts weniger als, dass wenn man mit weniger auskommen kann oder privat vorgesorgt hat auch gerne früher in Rente gehen kann.

Zu diskutieren wäre also allerhöchstens, ob es in Zeiten der voranschreitenden Automatisierung und "Roboterisierung" überhaupt genug Arbeitsplätze geben kann um allen von 16-67 open end einen Arbeitsplatz bieten zu können...
Denn desto höher das Renteneinstiegsalter, desto mehr Jahrgänge bleiben in Arbeit. Vielleicht sollten die Politikbonzen das mal ausrechnen, wieviel Arbeitsplätze gebraucht werden wenn zusätzliche 2 Jahrgänge arbeitende Bevölkerung hinzu kommen.
 
Umfrage: Mehrheit akzeptiert niedrigeres Rentenniveau

Folgende News wurde am 07.10.2012 um 13:28:22 Uhr veröffentlicht:
Umfrage: Mehrheit akzeptiert niedrigeres Rentenniveau
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Berlin (dpa) - Die Mehrheit der Deutschen akzeptiert nach einer Umfrage die geplante Absenkung des Rentenniveaus. 51 Prozent der Bevölkerung sind der Emnid-Erhebung im Auftrag des Magazins «Focus» zufolge bereit, die bis 2030 vorgesehene Verringerung von derzeit gut 50 auf dann bis zu 43 Prozent hinzunehmen. Im Gegenzug sollten besonders niedrige Renten mit Steuermitteln aufgestockt werden. 19 Prozent der Befragten meinten, künftige Rentner sollten durch private Vorsorge selbst das sinkende Rentenniveau ausgleichen. 39 Prozent der Befragten befürworteten, die Rentenbeiträge zu erhöhen, um das Absenken des Niveaus zu verhindern.
 
Lieber Moderator, mach doch dazu mal eine Umfrage hier, um das Ganze zu verifizieren oder zu sehen, dass sich da die Klamm-Welt deutlich vom Emnid-Durchschnitt unterscheidet. Danke.

macht keinen Sinn, solange man die konkrete Fragestellung nicht kennt. Wahrscheinlich ist es eine bedingte Umfrage, nach dem Schema: "Wären sie mit X einverstanden, wenn gleichzeitig Y passiert?"

Zumindest impliziert die Meldung das.
 
Leute, macht Euch mal keine Sorgen. Diese Umfragen sind repräsentativ für den Teil der Bevölkerung, der bereit ist an ihnen teilzunehmen. Es gibt ja auch Leute, die telefonische Umfragen rigoros abwürgen und Interviewer von der Haustür wegjagen. Deren Meinung wäre zwar wertvoll, aber sie behalten sie nunmal für sich.

Zum Ergebnis selbst: Ja, die Deutschen haben sch ans Abkassiert- und Ausgenommenwerden so derartig gewöhnt, dass es den Abkassierern und Ausnehmern von Tag zu Tag leichter fällt, abzukassieren und auszunehmen. Die Massenverblödung durch Medien und Politiker ist weit vorangeschritten, jeder Widerstand wird sofort in eine der beiden (links/rechts) politischen Ecken gestellt und "extrem" genannt. Mahner werden als "Verschwöhrungs-Theoretiker" und "Spinner" gebrandmarkt.

Deutschland schafft sich nicht ab - es hat sich längst abgeschafft. Und nicht nur Deutschland.
 
Ich weiß nicht, was ihr habt.

Das wesentliche bei der Altersvorsorge ist doch, dass ich mit Anfang 30 eine verlässliche Aussage habe, wie die Rente vom Prinzip her aussieht.
Basierend darauf kann ich entscheiden, ob oder wie ich noch privat vorsorge.

Das nächste ist doch, dass hierbei über das durchschnittliche Niveau gesprochen wird.
Ich habe letztens meine Rentenvorausrechnung erhalten.
Danach würde ich persönlich ein Rentenniveau von ca. 85% bezogen auf mein jetziges Netto erhalten.

Das Gejammer was zur Zeit durch die Presse geht, betrifft doch im wesentlichen die Wessi-Frauen, die sich früher um Haus und Kinder gekümmert haben, wo der Mann das Geld verdiente, bzw. die Ossis, die nach der Wende arbeitslos waren, und jetzt in Rente gehen, wo halt wenig eingezahlt wurde.

gruss kelle!
 
macht keinen Sinn, solange man die konkrete Fragestellung nicht kennt.

Nö. Wichtig ist, was daraus "verkauft" wird - die Aussage ist klar: 51 % der Bundesbürger akzeptiert die Absenkung des Rentenniveaus.

Und nein, ich akzeptiere dieses nicht. Allerdings werde ich mich gegen die große Koalition der Absenker wohl nicht wehren können.
 
Leute, macht Euch mal keine Sorgen. Diese Umfragen sind repräsentativ für den Teil der Bevölkerung, der bereit ist an ihnen teilzunehmen. Es gibt ja auch Leute, die telefonische Umfragen rigoros abwürgen und Interviewer von der Haustür wegjagen. Deren Meinung wäre zwar wertvoll, aber sie behalten sie nunmal für sich.

Ich sehe, du hast das Prinzip einer repräsentativen Umfrage auch nicht verstanden. Nicht eine einzige Meinung ist da wertvoll, sondern das der soziale Querschnitt der Befragten mit dem sozialen Querschnitt der Bevölkerung übereinstimmt.

Also ist es vollkommen egal, wenn ein einziger vierzigjähriger verheirateter Angestellter mit Eigentumswohnung und 2 Kindern sämtliche telefonische Umfragen abwürgt, wenn ein anderer dafür Auskunft erteilt. Dabei ist es sogar irrelevant, ob sie der gleichen Meinung sind oder nicht... ;)

Nö. Wichtig ist, was daraus "verkauft" wird - die Aussage ist klar: 51 % der Bundesbürger akzeptiert die Absenkung des Rentenniveaus.

Wie es verkauft werden kann, bedingt aber die Fragestellung :p
 
Eben in der Glotze gesehen.
Als unser Rentensystem eingeführt wurde, kamen auf einen Rentner sieben Einzahler.
Aktuell sind es noch drei Einzahler.

Da muss man schon blind sein, um zu übersehen, dass es nicht so bleiben kann.

gruss kelle!
 
Basierend darauf kann ich entscheiden, ob oder wie ich noch privat vorsorge.
...
Das Gejammer was zur Zeit durch die Presse geht, betrifft doch im wesentlichen die Wessi-Frauen, die sich früher um Haus und Kinder gekümmert haben, wo der Mann das Geld verdiente, bzw. die Ossis, die nach der Wende arbeitslos waren, und jetzt in Rente gehen, wo halt wenig eingezahlt wurde.
Das kannst Du zwar entscheiden, aber dann bleibt noch die Frage, ob Du Dir das auch leisten kannst. Immer mehr können das nicht.

Oh, es gibt auch im Westen genug Männer, deren Erwerbsbiographie derbe Lücken hat. Da die Rentenversicherung im Umlageverfahren läuft, sind die Einzahlungen mehr ein Anreiz als eine wirkliche Berechtigung für die Rentenhöhe. Aber an irgendwas muss man die Rentenhöhe ja festmachen.
Also ist es vollkommen egal, wenn ein einziger vierzigjähriger verheirateter Angestellter mit Eigentumswohnung und 2 Kindern sämtliche telefonische Umfragen abwürgt, wenn ein anderer dafür Auskunft erteilt. Dabei ist es sogar irrelevant, ob sie der gleichen Meinung sind oder nicht... ;)
Falsch, Kollege! "Repräsentativ" bedeutet i.d.R. ca. 1.000 Befragte. Das sind nicht 1.000 40-jährigen Angestellte mit Eigentumswohnung und 2 Kindern. In den 1.000 Befragten sind %ual soviele 40-jährige Angestellte mit Eigentumswohnung und 2 Kindern, wie es sie in der Bevölkerung gibt. Da ist eine Antwort mehr oder weniger schon relevant. Fernsehquoten kommen nach dem selben System zustande. Wenn Du von 82 Mio. Einwohnern 1 % befragst, sind das 820.000 Befragte, von denen jeder (durchschnittlich!) 100 Leute repräsentiert. Wenn Du aber nur 1.000 von den 82 Mio. befragst, repräsentiert jeder (durchschnittlich!) 82.000 Leute.
 
Falsch, Kollege! "Repräsentativ" bedeutet i.d.R. ca. 1.000 Befragte. Das sind nicht 1.000 40-jährigen Angestellte mit Eigentumswohnung und 2 Kindern. In den 1.000 Befragten sind %ual soviele 40-jährige Angestellte mit Eigentumswohnung und 2 Kindern, wie es sie in der Bevölkerung gibt.Da ist eine Antwort mehr oder weniger schon relevant...

:hö: genau DAS habe ich doch gesagt. Nur, wenn du dich z.B. der Umfrage verweigerst, dann findet sich ein anderer in ähnlichem Umfeld, der die Fragen beantworten wird. Der Schnitt muss ja erreicht werden. Und auch, wenn dieser eine andere Meinung hat, ändert das nichts an der Repräsentativität der Umfrage (in Bezug auf die Gesamtbevölkerung), nur weil DU nicht mitgemacht hast...
 
darkkurt, wenn ich mich verweigere, aber "ja" sagen würde, fehlen 82.000 "Ja"s in der Zählung. Wird dann jemand anderer an meiner statt gefragt und antwortet "nein", ist die Zählung in Richtung "nein" deutlich verschoben. Geht natürlich umgekehrt genauso.

Kelle, einige könn(t)en das, andere nicht. Je weiter der Kreis der Einzahler und je umfassender die Einkommen, auf die Beiträge erhoben werden, desto niederiger die einzelne Einzahlung. Solange aber auch Arbeitgeber nach Lohnsumme und nicht nach Einkommen (= Gewinn) einzahlen, bleibt der demographische Schwund ein Rentendämpfungsfaktor.
 
Kelle, einige könn(t)en das, andere nicht.

Es ist doch im Endeffekt egal, ob man mehr Geld für ein garantiertes Rentenniveau bezahlt, oder Geld zurücklegt, um ein niedrigeres Rentenniveau auszugleichen.
Fakt ist, die Kohle ist nicht mehr im Portemonaie.

Je weiter der Kreis der Einzahler und je umfassender die Einkommen, auf die Beiträge erhoben werden, desto niederiger die einzelne Einzahlung.

Das haut doch nur so lange hin, bis die "erweiterten" Einzahler dann auch ins Rentenalter kommen, und das Geld raus ziehen.
Bzw. wird das noch schlimmer, da es meines Wissens nach einen Zusammenhang zwischen Lebenserwartung und Einkommen/Vermögen gibt.

Solange aber auch Arbeitgeber nach Lohnsumme und nicht nach Einkommen (= Gewinn) einzahlen, bleibt der demographische Schwund ein Rentendämpfungsfaktor.

Hmmm, ab wann sind dann meine Aktien rentenberechtigt?
Oder bekomme ich die Rente dann direkt überwiesen? :mrgreen:

Und der demographische Schwund trägt ja bis heute nicht dazu bei, dass das Verhältnis von Einzahlern und Beziehern immer schlechter wird.
Zu Beginn der Rentenversicherung Ende des 19. Jahrhunderts betrug die Lebenserwartung um die 45 Jahre für Männer und 48 Jahre für Frauen.
Und seitdem ist sie quasi nur gestiegen, mit zwei Bereinigungen durch die großen Kriege.
Jetzt liegen wir irgendwo bei 77 bzw. 80 Jahren.
Das kann doch nicht gut gehen.

gruss kelle!