Wesen des Menschen

Wie gesagt. Direkte Vergleichbarkeit könnte eigentlich nur bestehen, wenn die vergleichenden Arten die gleichen Möglichkeiten haben.


also vergleichst du Äpfel mit Birnen, wobei diese beiden die gleichen Möglichkeiten ja haben sollten.....


mit wem ist denn der Mensch zu vergleichen?


am ehesten noch mit Affen, wobei jeder Affe sich wohl für den Menschen schämen würde;)

ich glaube nicht, dass eine weitere Diskusion uns sehr viel weiterbringt....


...es bleibt festzustellen, dass der Mensch wohl ein sehr hartnäckiger(?) Parasit auf der Erde ist, den die Erde locker überleben wird...und das ist gut so;)

greez worzelsepp
 
Der Mensch ist ein auf der Erde angesiedeltes Virus
Ich habe mir darüber auch schon oft Gedanken gemacht. Es gibt auf der Erde kein gemeineres und bösartigeres Tier als den Menschen. Dabei sollen wir eine genetische Weiterentwicklung sein. Äußerst befremdlich, finde ich jedenfalls.
Vielleicht sind wir auch nur ein Experiment? Wissen wir es genau?

Dennoch wird die Natur den Menschen irgendwann eliminieren....und das ist auch gut so. Die Zunahme der Naturkatastrophen zeigt, dass sich die Natur gegen den Parasiten/Virus wehrt.
Nicht nur die Naturkatastrophen zeigen, dass sich die Natur gegen den Menschen wehrt, auch die ganzen Krankheiten sind für mich an Anzeichen. Da wir uns selbst immer mehr "künstlich" am Leben erhalten, muss die Natur für einen Ausgleich sorgen. Und das macht sie durch Katastrophen und Krankheiten.

Dass die Natur sich gegen den Menschen erhebt sehe ich auch nicht so. Sie existiert einfach schon sehr sehr lange, der Mensch hingegen er sehr kurz. Er kam und wird auch wieder gehen, so wie alle Lebewesen zuvor.
Ich sehe das, wie schon oben geschrieben, etwas anders. Dadurch, dass der Mensch immer weiter forscht, das Hauptstreben der meisten ist doch, unsterblich zu werden, muss die Natur eingreifen, damit das natürliche Gleichgewicht wieder hergestellt werden kann.

Zum Wesen des Menschen:
Ich habe mir alles soweit durchgelesen, bin mit vielem einer Meinung, mit einigem nicht. ;) Ich spare mir aber, jetzt hier alles wieder zu zitieren.

Generell denke ich, dass der Mensch nicht böse ist, ansonsten wären auch schon Neugeborene von der ersten Sekunde an schlecht, und das ist einfach nicht der Fall. Die Geschichte der Menschheit hat uns zu dem werden lassen, was wir heute sind.

Es gibt tatsächlich Leute, die gute Taten vollbringen, ohne dafür eine Gegenleistung zu erwarten, man denke da mal an Mutter Theresa. Aber auch in der heutigen Zeit gibt es genügend Menschen, die helfen, ohne etwas zu erwarten: die freiwillige Feuerwehr zum Beispiel. Oder noch besser, da ich das zur Zeit selbst miterleben darf, mein Mann ist dort ehrenamtlich tätig: die Helfer von den "Tafeln". Sie arbeiten freiwillig, damit andere etwas mehr zu Essen haben, als Lohn werden sie sogar noch angepöbelt und beschimpft. Die Gegenleistung, die solche Helfer zu erwarten hätten, wäre eventuell mal ein "Danke schön" oder dass sie mal im Käseblatt der Stadt erwähnt werden, mehr aber auch nicht.

Es gibt tatsächlich auch Menschen, denen Egoismus komplett fremd ist, nehmen wir mal die, die unter dem sogenannten "Helfersyndrom" leiden, die also ständig helfen wollen, dabei aber sich selbst vergessen. Gut ist das nicht, denn ein Funken gesunder Egoismus ist sogar gut für einen selbst.

Zum Thema Religion:
Meiner Meinung nur eine Erfindung kluger Menschen, die mitbekamen, dass das Volk mit den unterschiedlichsten Lasten (Ernte futsch, Tod in der Familie, Naturkatastrophen...) nicht fertig wurde. Daher gab es halt früher einen Gott für jeden Krimskram, natürlich auch noch den Obergott, der ja auf die anderen aufpassen musste. So hatte der Mensch jemanden, an dem er seinen Frust ablassen konnte, natürlich konnte er auch so seinen Dank zeigen. ;)

Dann kam das Christentum...

Übrigens: ein ehemaliger Religionslehrer von mir, seines Zeichens Kaplan, meinte zu uns, dass Gott und der Teufel nur Erfindungen wären von Erwachsenen, um ihre Kinder damals besser unter Kontrolle zu haben. 8O
 
Ich habe mir darüber auch schon oft Gedanken gemacht. Es gibt auf der Erde kein gemeineres und bösartigeres Tier als den Menschen. Dabei sollen wir eine genetische Weiterentwicklung sein. Äußerst befremdlich, finde ich jedenfalls.
Vielleicht sind wir auch nur ein Experiment? Wissen wir es genau?
Ein Wesen entwickelt sich immer dann weiter, wenn es in der neuen Form einen Vorteil hat. Und der Mensch hat sich tatsächlich über die anderen Tiere und allgemein Lebewesen erhoben, oder nicht?
Ich denke schon, dass man ihn als Produkt der Weiterentwicklung sehen kann, ob nun ein zufälliges oder nicht sei dahingestellt.


Nicht nur die Naturkatastrophen zeigen, dass sich die Natur gegen den Menschen wehrt, auch die ganzen Krankheiten sind für mich an Anzeichen. Da wir uns selbst immer mehr "künstlich" am Leben erhalten, muss die Natur für einen Ausgleich sorgen. Und das macht sie durch Katastrophen und Krankheiten.
Damit unterstellst du der Natur eine Art Bewusstsein, mit dem sie merkt, dass sie eingreifen muss? Das Problem ist vielmehr, dass sich der Mensch nicht an die Umgebung anpasst, sondern die Umgebung an sich anpasst. Da er allerdings nicht über das Wissen und die Vorraussicht verfügt, die Konsequenzen seines Tuns auf lange Zeit abzusehen, verdirbt er seine Umwelt soweit, dass er selbst nicht mehr in ihr leben kann.
Naturkatastrophen werden ebenso durch das Handeln des Menschen hervorgerufen, der z.B. nicht ganz unschuldig an der Klimaerwärmung zu sein scheint wie auch Krankheiten. Nehmen wir als Beispiel BSE. Das ist keine von der Natur auf den Menschen gehetzte Seuche sondern eine vom Menschen geschaffene. In diesem Falle wurde Tiermehl von Schafen, die eine Hirnkrankheit hatten, die für den Menschen allerdings völlig ungefährlich war, an Kühe verfüttert und somit ein neues Virus geschaffen.
Mit einer rachsüchtigen Natur hat das absolut gar nichts zu tun, die den Menschen davon abhalten möchte, die Unsterblichkeit zu erlangen. Das klingt eher danach, als gäbe es einen Tod wie aus einem Comic-Buch, der mit hocherhobener Sense auf einem Berg steht und Fluten auf die Menschheit hetzt, da sie sich ihm immer weiter entzieht.

Ich sehe das, wie schon oben geschrieben, etwas anders. Dadurch, dass der Mensch immer weiter forscht, das Hauptstreben der meisten ist doch, unsterblich zu werden, muss die Natur eingreifen, damit das natürliche Gleichgewicht wieder hergestellt werden kann.
Wie eben schon beschrieben: Wie stellst du dir denn das vor mit dem Eingreifen der Natur? Gibt es im inneren der Erde die Seele des Planeten? Gaya? Ich persönlich würde nicht sagen, dass die Natur ein wirkliches Bewusstsein hat, sie ist einfach. Alles, was passiert, sind Konsequenzen des menschlichen Handelns, die ohne äußere Einwirkung durch höhere Wesen (zu denen ja dann auch die Natur zählen müsste, wie du es beschreibst) auf den Menschen zurückfallen.

Es gibt tatsächlich Leute, die gute Taten vollbringen, ohne dafür eine Gegenleistung zu erwarten, man denke da mal an Mutter Theresa. Aber auch in der heutigen Zeit gibt es genügend Menschen, die helfen, ohne etwas zu erwarten: die freiwillige Feuerwehr zum Beispiel.

Weißt du, dieser Egoismus, den ich ansprach, bezieht sich nicht nur darauf, dass der Mensch erwartet, dass andere ihn dafür lieben, was er tut. Es zählt vielmehr auch dazu, dass er es für sein eigenes Gewissen tut, damit er erleichtert ist. Oder aber auch, weil es bei ihm einfach für gute Laune sorgt, das zu tun. Letztendlich tut er es somit auch für sich. Im übrigen: Woher weißt du, aus welchen Beweggründen Mutter Theresa gehandelt hat? (Ich hab schon seit Anfang des Threads darauf gewartet, dass jemand damit ankommt *g*)

Oder noch besser, da ich das zur Zeit selbst miterleben darf, mein Mann ist dort ehrenamtlich tätig: die Helfer von den "Tafeln". Sie arbeiten freiwillig, damit andere etwas mehr zu Essen haben, als Lohn werden sie sogar noch angepöbelt und beschimpft. Die Gegenleistung, die solche Helfer zu erwarten hätten, wäre eventuell mal ein "Danke schön" oder dass sie mal im Käseblatt der Stadt erwähnt werden, mehr aber auch nicht.

Als erstes: Respekt für deinen Mann, es gibt leider viel zu wenige, die so etwas tun, unbezahlte Arbeit ist in unserer Welt leider etwas unbeliebter als bezahlte.
Wie ich eben schon schriebt bezieht sich dieser Egoismus der Menschen nicht nur auf die Wechselwirkung zu anderen.
Oftmals schiebt man auch andere Gründe vor, aus denen man etwas macht. In diesem Fall würde ich davon ausgehen, dass dein Mann durchaus eine gewisse Befriedigung verspürt, wenn er daran denkt, dass er anderen geholfen hat, das innere Verlangen wird somit vermindert.

Es gibt tatsächlich auch Menschen, denen Egoismus komplett fremd ist, nehmen wir mal die, die unter dem sogenannten "Helfersyndrom" leiden, die also ständig helfen wollen, dabei aber sich selbst vergessen. Gut ist das nicht, denn ein Funken gesunder Egoismus ist sogar gut für einen selbst.
Das fällt dann ja schon in den Bereich psychische Störung, durch die der natürliche Egoismus außer Kraft ge- oder schlichtweg falsch eingesetzt wird (daher auch "Helfersyndrom").

Zum Thema Religion:
Meiner Meinung nur eine Erfindung kluger Menschen, die mitbekamen, dass das Volk mit den unterschiedlichsten Lasten (Ernte futsch, Tod in der Familie, Naturkatastrophen...) nicht fertig wurde. Daher gab es halt früher einen Gott für jeden Krimskram, natürlich auch noch den Obergott, der ja auf die anderen aufpassen musste. So hatte der Mensch jemanden, an dem er seinen Frust ablassen konnte, natürlich konnte er auch so seinen Dank zeigen. ;)
Sehe ich genauso, der Mensch braucht immer jemanden, den er für etwas verantwortlich machen kann. Wenn nun keiner greifbar ist, erschafft er sich halt einen.
 
Die Natur muss sich wirklich nicht wehren. Sie tut das, was sie seit vielen Millionen Jahren tut. Ganze Kontinente wurden verschoben, Berge wurden aufgetürmt und wieder abgetragen und Eis bedeckte oftmals für lange Zeit auch unseren Teil der Erde. Was ist dagegen schon ein lächerlicher Sturm? Und Krankheiten gab es sicherlich immer schon. Auch Bakterien werden sich weiterentwickelt haben und teilweise ganze nicht immune Arten ausgelöscht haben, ohne dass wir heute davon Kenntnis nehmen könnten.

Übrigens: ein ehemaliger Religionslehrer von mir, seines Zeichens Kaplan, meinte zu uns, dass Gott und der Teufel nur Erfindungen wären von Erwachsenen, um ihre Kinder damals besser unter Kontrolle zu haben. 8O
Nicht unbedingt zwischen Eltern und Kindern, sondern viel mehr zwischen Eliten und Untertanen. Kürzlich habe ich mir mal Troja angesehen und auch dort konnte man wunderbar feststellen, wie 1. manche Menschen furchtbare Angst vor dem möglichen Zorn eines Gottes haben und 2. Eliten ihre Götter als Werkzeuge in Diskussionen nutzen um a) deren Existenzberechtigung trotz Gegenbeweis zu rechtfertigen und b) ihre Macht nicht zu verlieren.
Das ist in der heutigen Zeit nicht anders, nur dass Götter und Eliten anders heißen.
 
Stex, mein Freund, ein phänomenaler Thread...

Ich will mich, in Anbetracht der bisherigen Diskussion, kurz fassen und verzichte auch auf Zitate. Wer sich angesprochen fühlt, möge sich melden ;)


Gut und schlecht sind Größen, in denen man in der Philosophie nicht denken kann. Sie sind immer vom Moment und der Person abhängig, also keine allgemeingültigen Konstanten. Das vorweg.

Ich stimme Stex zu, wenn er von einem natürlichen Egoismus spricht, der die Menschen zu ihren Taten veranlasst. Dieser natürliche Egoismus (den ich wegen mangelnder Bandbreite unserer Sprache von dem abtrenne, was die meisten Leute darunter verstehen, und was ich Egomanie nennen würde) ist die grundlegendste, treibendste und einzige Kraft, die Menschen zu Handlungen anlässt. Alles, was wir tun, tun wir, damit es uns besser geht: Selbstwertgefühl, Zufriedenheit, Selbstachtung etc. Ob wir nun einer alten Dame über die Straße helfen oder eine Bank ausrauben: wir folgen immer einem inneren Drang, und dem zu folgen führt uns zu einer Selbstbestätigung.
Aus diesem Grunde lässt sich menschliches Tun nicht aus sich selbst heraus als gut oder schlecht einstufen, da jeder Dualismus da fehlt. Gut oder schlecht werden von außen in die Tat projiziert und ihnen kommt keinerlei Wert bei einer Beurteilung zu.


Der Mensch kommt in der Natur vor. Alles, was in der Natur vorkommt und von in der Natur entstandenen Dingen geschaffen wird, ist zwangsläufig ebenfalls natürlich. Der Mensch und sein Handeln sind also in keiner Weise wider die Natur gerichtet.


Vergleiche zwischen Mensch und Tier sind immer kritisch, da wir von Tieren zu wenig wissen...man sollte auf solche Analogien verzichten.


Zur Religion:

Religionen sind Produkte von Menschen. Der Mensch schafft sich seinen Gott, damit er in diesem Halt in einer feindlichen Umwelt findet. Diese Idee bietet aber eine große Angriffsfläche. (In der Konsequenz führt es zu Kirchen, die die Menschen ausnutzen und zu Kriegen über den richtigen Glauben). Der Mensch ist aber nicht länger in der Situation, dass seine Umwelt ihm feindlich gegenübersteht. Der Mensch kontrolliert seine Umwelt in so großem Ausmaß, dass er sich nicht mehr vor ihr fürchten muss. Religion als Zuflucht ist also überflüssig. Warum besteht sie dann noch? Weil die meisten Menschen konsumieren ohne zu reflektieren. Sie nehmen die Moralvorstellungen und Kirchenlehren ihrer Vorfahren an, ohne deren Wert für sich selbst zu prüfen. Kirche, Moral und Ethik sind überholte, überkommene Größen. Jeder Mensch muss für sich selbst die Regeln finden, die in seinem Leben wichtig sind. Auch deswegen, wegen des generellen Individualismus, ist die Frage, ob der Mensch gut oder schlecht ist, absolut hinfällig und überflüssig.
 
Religion als Zuflucht ist also überflüssig. Warum besteht sie dann noch? Weil die meisten Menschen konsumieren ohne zu reflektieren. Sie nehmen die Moralvorstellungen und Kirchenlehren ihrer Vorfahren an, ohne deren Wert für sich selbst zu prüfen. Kirche, Moral und Ethik sind überholte, überkommene Größen. Jeder Mensch muss für sich selbst die Regeln finden, die in seinem Leben wichtig sind. Auch deswegen, wegen des generellen Individualismus, ist die Frage, ob der Mensch gut oder schlecht ist, absolut hinfällig und überflüssig.


Deine These seh ich gänzlich anders...

1. Religion wird niemals überflüssig sein. Allein schon aus dem von dir genannten Grund, weil der Mensch seine Umwelt eben NICHT kontrollieren kann. Katastrophen und Seuchen hat der Mensch eben nicht im Griff.
Selbst wenn es nur eine Schutzfunktion der menschlichen Seele ist, wird Religion so schnell nicht "aussterben".

2. Ich möchte bezweifeln, dass Gläubige nicht über das nachdenken, woran sie glauben. Das ist ein Trugschluss von Leuten, die nicht verstehen können, warum andere in diesem Bereich eine gänzlich andere Meinung und Lebenserfahrung haben. Jemand der Gott in seinem Leben nicht haben will, wird auch keine Beweise oder Gründe für dessen Existenz finden/sehen. Allein weil schon die Voraussetzung dafür fehlt. Der Glaube.

3. Kirche, Moral und Ethik sind heute MEHR DENN JE wichtige Grundpfeiler unserer Gesellschaft. Ihnen die Existenzberechtigung abzusprechen ist mehr als gewagt. In was für einer Welt würdest du wohl leben, wenn es keine Menschenrechte, keine Moral, keine Ethik, keinen Glauben an etwas besseres gäbe?
Sone Sicht auf die Welt kann man nur auf seinem dicken, wohlgenährten westeuropäischen Ross haben, auf dem manche wohl sitzen...

4. Die Frage nach Gut oder Schlecht ist niemals überflüssig. Du folgerst das aus der "Nutzlosigkeit von Kirche, Moral und Ethilk", allerdings kannst du diese 3 Dinge nicht einfach weg"denken". Sie existieren, also gibt es auch die Frage nach Gut oder Schlecht. (Übrigens seit mehreren tausenden Jahren).

5. genereller Individualismus? was meinst du damit?
Haben das nur wir Europäer? Was ist mit Naturvölkern, die abgetrennt von jeglichem westlichen Denken in ihrem Urwald ein Leben führen, das in der Gruppe und für die Gruppe existiert. Nur gemeinsam können sie etwas erreichen.
(Ebenso wie unsere Vorfahren).
 
1. Ich sprach davon, dass wir die Natur weitgehend im Griff haben. Wir können viele Krankheiten bekämpfen, wir können Erde urbar machen, etc. etc. Ich sage nicht, dass wir die Natur wirklich beherrschen. Aber wir sind sehr viel besser in der Lage, in ihr zu leben, als noch vor hundert Jahren. Und ich glaube ein sich seiner Vernunft bedienender Mensch hat die illusionäre Zuflucht zu einem Hirngespinst (nicht abwertend gemeint, schließlich ist alles ein Hirngespinst, was nicht greifbar ist), dem er Allmacht zuspricht, nicht nötig, wenn er in einer Krise steckt.

2. Das ist doch eine ganz allgemeingültige Phrase. Wenn dir der Glaube zu etwas fehlt, wirst du da nicht weit bringen. Und diese Phrase benutzt jeder, der sich des Fakts bewusst ist, dass seinem Glauben jede fundierte Grundlage fehlt.

3. No risk no fun, um mit der Spaßgesellschaft zu sprechen. In was für einer Welt ich leben würde? In einer freien. Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter und sage, dass die Gesellschaft abgeschafft werden muss.
Glaube an etwas Besseres? Was soll das sein? Das "Gute" im Menschen? Das Gesetz? Das Leben nach dem Tod?

4. Ich denke Moral und Ethik nicht weg, ich sage nur, dass sie von jedem für sich überdacht werden müssen, bevor er mit ihnen diskutieren kann. Die Frage nach gut und schlecht IST überflüssig, denn auf den Menschen bezogen kann man sie wegen der Natürlichkeit allen Seins nicht stellen und an Handlungen gestellt kommt es immer auf den Standpunkt an. Jemand schrieb, Notwehr sei zwar eine im Grunde schlechte, für denjenigen, der sich rettet aber eine gute Tat. Sehe ich anders. Tötung ist für mich unter keinem Umstand eine gute Tat, unter keinem Aspekt. Als Beispiel...

5. Genereller Individualismus: ich schrieb schon, Abschaffung der Gesellschaft. Jeder Mensch ist für sich selbst verantwortlich und unbedingt frei (das beinhaltet auch, dass er Verantwortung für andere übernehmen kann, wenn er das möchte), jeder Mensch schafft sich seine eigene Moral, sein eigenes Wertegerüst. Es gibt kein Diktat der Gesellschaft und des Staates mehr, welchem man sich zu fügen hat, es gibt nur noch das eigene, persönliche Diktat.
Ich erhebe keineswegs den Anspruch der absoluten Richtigkeit oder Allgemeingültigkeit auf meine Thesen. Naturvölker in einem anderen Stadium der Entwicklung und Erfahrung als wir brauchen sehr wohl die Gesellschaft. Aber eben nur solange, wie es nötig ist, während wir uns heute noch daran klammern!
 
Ein Wesen entwickelt sich immer dann weiter, wenn es in der neuen Form einen Vorteil hat. Und der Mensch hat sich tatsächlich über die anderen Tiere und allgemein Lebewesen erhoben, oder nicht?
So, jetzt bin ich wach.:mrgreen:
Der Mensch meint, sich über alle anderen Tiere und Lebewesen erhoben zu haben, in seinem endlosen Größenwahn ist der Mensch der Meinung, die einzig wahre Weiterentwicklung in der Evolution zu sein. Ich kann dies nicht so übernehmen, lasse mich gerne eines Besseren belehren.

Damit unterstellst du der Natur eine Art Bewusstsein, mit dem sie merkt, dass sie eingreifen muss?
Es gibt so vieles zwischen Himmel und Erde, was wir nicht erklären können, warum sollte dann die Natur nicht auch eine Art Bewusstsein haben? ;)

Das Problem ist vielmehr, dass sich der Mensch nicht an die Umgebung anpasst, sondern die Umgebung an sich anpasst. Da er allerdings nicht über das Wissen und die Vorraussicht verfügt, die Konsequenzen seines Tuns auf lange Zeit abzusehen, verdirbt er seine Umwelt soweit, dass er selbst nicht mehr in ihr leben kann.
Da gibt es aber viele Beispiele, dass die Natur sich teilweise ihre Gebiete zurück erobert, nehmen wir mal in China die Flussbegradigungen. Da wurde mit Menschenhand ein Fluss gezwungen, einen ganz anderen Lauf zu nehmen. Und immer wieder passieren da Katastrophen, weil der Fluss in seinen ursprünglichen Lauf zurückkehren will.

Naturkatastrophen werden ebenso durch das Handeln des Menschen hervorgerufen, der z.B. nicht ganz unschuldig an der Klimaerwärmung zu sein scheint wie auch Krankheiten. Nehmen wir als Beispiel BSE. Das ist keine von der Natur auf den Menschen gehetzte Seuche sondern eine vom Menschen geschaffene.
Natürlich hat der Mensch durch sein Handeln an vielen Dingen Schuld, aber nicht jede Naturkatastrophe ist dem Menschen zuzurechnen, z. B. Ausbruch eines Vulkans, Erdbeben usw.
Zu den Krankheiten: Sicherlich ist der Mensch involviert. Ohne ihn würde es diese Krankheiten ja nicht geben (können). Ich habe dabei aber nicht an BSE gedacht, sondern eher an die Grippe, Krebs, Aids, Pest, Cholera, Pocken etc.
Richtig, der Mensch hatte oftmals selbst Schuld, wie bei der Pest und so. Nur sollte man auch bedenken, Jahrzehnte ging es gut, aber als das große Massenwandern auf die Städte begann, da auf einmal kam diese Krankheit auf. Ich habe mich schon oft gefragt, warum gerade so viele schlimme gefährliche Krankheiten aus China kommen... zuviel Menschen?

Mit einer rachsüchtigen Natur hat das absolut gar nichts zu tun, die den Menschen davon abhalten möchte, die Unsterblichkeit zu erlangen. Das klingt eher danach, als gäbe es einen Tod wie aus einem Comic-Buch, der mit hocherhobener Sense auf einem Berg steht und Fluten auf die Menschheit hetzt, da sie sich ihm immer weiter entzieht.
Ich persönlich mag die Vorstellung des personifizierten Todes, vor allem in der Gestalt, wie Terry Pratchett ihn beschreibt. Ansonsten finde ich es anmassend, meine Gedanken über die Natur als Comic-Buch abzutun. Viele Naturvölker, darunter auch unsere Vorfahren haben zur Mutter Erde gebetet. War es wirklich so verkehrt? Was wissen wir denn wirklich noch darüber? Wenn du schreibst, dass die Natur einfach da ist, alles was passiert, Konsequenzen unseres Handelns sind, dann sagst du damit, dass wir das Höchste sind, was es gibt. Ich sage aber, es gibt etwas Höheres.

Als erstes: Respekt für deinen Mann, es gibt leider viel zu wenige, die so etwas tun, unbezahlte Arbeit ist in unserer Welt leider etwas unbeliebter als bezahlte.
Wie ich eben schon schriebt bezieht sich dieser Egoismus der Menschen nicht nur auf die Wechselwirkung zu anderen.
Oftmals schiebt man auch andere Gründe vor, aus denen man etwas macht. In diesem Fall würde ich davon ausgehen, dass dein Mann durchaus eine gewisse Befriedigung verspürt, wenn er daran denkt, dass er anderen geholfen hat, das innere Verlangen wird somit vermindert.
Warum Respekt für meinen Mann? Nur weil er etwas macht, was andere nicht tun würden? Sicherlich freut er sich, wenn er mal ein anerkennendes Wort bekommt, aber dafür macht er es nicht. Kennst du meinen Mann, um schreiben zu können, dass er eine gewisse Befriedigung verspürt, anderen geholfen zu haben? Entschuldige, aber er kommt nicht nach Hause und tanzt herum und prahlt, was er wieder alles Gute getan hat.
 
So, jetzt bin ich wach.:mrgreen:
Meine außerordentlichsten Glückwünsche! :D

Der Mensch meint, sich über alle anderen Tiere und Lebewesen erhoben zu haben, in seinem endlosen Größenwahn ist der Mensch der Meinung, die einzig wahre Weiterentwicklung in der Evolution zu sein.
Ich glaube nicht, dass jeder Mensch davon ausgeht, die "einzig wahre Weiterentwicklung" der Natur zu sein, lediglich die intelligenteste Lebensform (und jetzt sage bitte nicht, dass Tiere intelligenter seien, da sie sich ihrer Umgebung besser anpassen würden).
Wenn man natürlich davon ausgeht, dass die Natur ein einziges großes Wesen ist, das uns auf seiner Oberfläche nur duldet, dann muss man wirklich einsehen, dass der Mensch sich nicht über alle anderen Wesen erhoben hat. Allerdings klingt das für mich nach einer ziemlich merkwürdigen Ansicht, der es eindeutig an Belegen mangelt.
Ach so, fällt mir gerade ein: Gehen die Seelen der Menschen und Tiere eigentlich nach dem Tod in den großen Geist der Erde ein? Wenn jemand davon ausgeht, dass dieser große Geist existiert und ein Bewusstsein hat, müsste er das auch wissen und mir mitteilen können. Auf diese Frage hätten sicher auch viele andere gern eine Antwort :)

Es gibt so vieles zwischen Himmel und Erde, was wir nicht erklären können, warum sollte dann die Natur nicht auch eine Art Bewusstsein haben? ;)
Du redest hier von einer anderen Form der Religion, einer Art Naturreligion, in der die Natur Gott ist. Demnach kannst du auch hier nur von Glauben ausgehen.
Ich halte dagegen: Gott gefällt es mittlerweile doch nicht mehr, was wir Menschen alles machen und befielt über die Natur, auf dass sie uns in unsere Schranken weiset. Widerlege mir das mal ;)

Da gibt es aber viele Beispiele, dass die Natur sich teilweise ihre Gebiete zurück erobert, nehmen wir mal in China die Flussbegradigungen. Da wurde mit Menschenhand ein Fluss gezwungen, einen ganz anderen Lauf zu nehmen. Und immer wieder passieren da Katastrophen, weil der Fluss in seinen ursprünglichen Lauf zurückkehren will.
Ich könnte da jetzt mit den physikalischen Gesetzen anfangen, z.B. die Schwerkraft oder die Trägheit der Masse, aber dann müsste ich eine Natur mit Bewusstsein herauslassen.
Vielmehr ist hier das Handeln des Menschen zu sehen, der nicht fähig ist, sich die Konsequenzen seines Tuns vor Augen zu führen. Wäre der Fall der Flussbegradigung genau überprüft worden und hätte man genauere Berechnungen dazu durchgeführt, sodass er auch bei z.B. starkem Regen nichts unvorhergesehenes tut, so wären diese Auswirkungen ausgeblieben.


Natürlich hat der Mensch durch sein Handeln an vielen Dingen Schuld, aber nicht jede Naturkatastrophe ist dem Menschen zuzurechnen, z. B. Ausbruch eines Vulkans, Erdbeben usw.
Das sind Naturgewalten, an denen der Mensch keine Schuld trägt. Allerdings richten sich diese Gewalten auch nicht gezielt gegen den Menschen, wie du zu erklären versuchst. Sie gehören einfach dazu und es hat sie immer gegeben (siehe: Plattentektonik).

Ich persönlich mag die Vorstellung des personifizierten Todes, vor allem in der Gestalt, wie Terry Pratchett ihn beschreibt. Ansonsten finde ich es anmassend, meine Gedanken über die Natur als Comic-Buch abzutun.
Ich habe doch nie behauptet, dass deine Gedanken einem Comic-Buch gleichen. Ich habe das doch nur gesagt, um zu verdeutlichen, was ich ausdrücken wollte, damit man diesen "Tod mit der Sense" vor Augen hat. Du musst doch zugeben, es klingt ein wenig danach, was du über eine Rachsüchtige Natur sagst, oder? Ganz abstreiten lässt es sich jedenfalls nicht ;)

Viele Naturvölker, darunter auch unsere Vorfahren haben zur Mutter Erde gebetet. War es wirklich so verkehrt? Was wissen wir denn wirklich noch darüber? Wenn du schreibst, dass die Natur einfach da ist, alles was passiert, Konsequenzen unseres Handelns sind, dann sagst du damit, dass wir das Höchste sind, was es gibt. Ich sage aber, es gibt etwas Höheres.
Ich habe niemals gesagt, dass wir das Höchste sind, was es gibt. Und ich habe auch absolut nichts dagegen, dass du glaubst, es gäbe noch etwas höheres, aber dann stell das bitte nicht als Tatsache hin ;)
Solange ebensolches nicht bewiesen ist, kann natürlich jeder glauben, was er möchte, sei es an eine rachsüchtige Natur, Gott oder das große Spaghettimonster, das die Welt erschaffen hat, er darf das nur nicht mit einer Tatsache verwechseln.

Warum Respekt für meinen Mann? Nur weil er etwas macht, was andere nicht tun würden?
Ja, genau dafür. Ich würde es vermutlich z.B. nicht tun. Aus diesem Grunde hat er meinen Respekt.

Sicherlich freut er sich, wenn er mal ein anerkennendes Wort bekommt, aber dafür macht er es nicht. Kennst du meinen Mann, um schreiben zu können, dass er eine gewisse Befriedigung verspürt, anderen geholfen zu haben? Entschuldige, aber er kommt nicht nach Hause und tanzt herum und prahlt, was er wieder alles Gute getan hat.
An der Art, wie du dies schreibst, sehe ich, dass du meine Beiträge bisher nicht verstanden hast. Und zwar ganz und gar nicht.
Ich rede nicht davon, dass der Mensch etwas tut, um damit zwingend Bewunderung von anderen zu erhalten, insbesondere habe ich aber auch noch bekräftigt, dass Menschen, die damit prahlen, was sie getan haben, eher die erfolgloseren sind, da sie ihren natürlichen Egoismus nicht im Griff haben und verstecken können.
Ob ich deinen Mann kenne? Persönlich: Nein. Aber ich gehe davon aus, er ist ein Mensch. Und den Menschen kenne ich in Auszügen, davon würde ich schon ausgehen (den Menschen an sich, nicht die Gefühlswelt deines Mannes). Somit möchte ich schon davon ausgehen, dass er eine gewisse Befriedigung erreicht, wenn er anderen Menschen hilft. Wenn das nicht so wäre, würde er es nicht machen.
Ich rede auch nicht davon, dass er sich schon auf dem Hinweg einredet "Hach, das wird schon, ich darf Menschen helfen", sondern von einer vielleicht sogar unbewussten Befriedigung, wenn er jemandem geholfen hat. Diese Befriedigung sorgt dafür, dass es ihm selbst besser geht (Belohnungszentrum im Gehirn).
 
Warum Respekt für meinen Mann? Nur weil er etwas macht, was andere nicht tun würden? Sicherlich freut er sich, wenn er mal ein anerkennendes Wort bekommt, aber dafür macht er es nicht. Kennst du meinen Mann, um schreiben zu können, dass er eine gewisse Befriedigung verspürt, anderen geholfen zu haben? Entschuldige, aber er kommt nicht nach Hause und tanzt herum und prahlt, was er wieder alles Gute getan hat.


Da ist der Begriff des Egoismus nicht verstanden worden, wie Stex schon sagte: es geht nicht darum, dass jemand etwas "Gutes" tut und dann freudestrahlend aller Welt davon erzählt. Dieser Egoismus, von dem hier die Rede ist, ist in vielen Fällen vollkommen unterbewusst (weswegen die meisten Menschen nicht verstehen, was gemeint ist), genauso wie seine Folgen. Die Leute merken nicht direkt, dass sie sich befriedigt und besser fühlen, es ist fast schon eine Art Reflex, denn die Meisten tendieren zu unsinnigen Selbstvorwürfen oder gar Mitleid, wenn sie jemandem nicht helfen...insofern möchte ich Stex Recht geben und würde meine Hand dafür ins Feuer legen, dass dein Mann sich - wenigstens unterbewusst - dadurch vor und für sich selbst besser und achtenswerter fühlt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Dann tu das doch auch. :p

Da eine "gute" Tag somit kaum möglich ist, da sie letztendlich getan wird, um sich selbst Anerkennung oder ähnliches zu verschaffen, eine "böse" Tat jedoch auch meist vom eigenen Egoismus angetrieben wird, müsste es an sich mehr "böse" als "gute" Taten geben, was subjektiv auch so zu sein scheint.

Um dich aus deinem Dilemma zu befreien (endlich - dafür lasse ich sogar meinen Vorsatz sausen, dass die Diskussion völlig sinn- und gehaltlos ist ^^): Wenn jede Tat aus dem natürlichen Egoismus heraus begangen wird, so ist dieser als Maßstab der Bewertung nicht mehr brauchbar, denn er ist ja allgegenwärtig. Insofern wird eine "gute" Tat nicht durch das egoistische Motiv des eigenen Vorteils "schlecht" und eine "schlechte" Tat nicht "noch schlechter".

Von daher ist der Mensch auch nicht "gut" oder "schlecht", weil er egoistisch handelt. Es ist seine ganz natürliche Basis. Die Einordnung in eine dieser Kategorien (die ja zudem auch noch vollkommen ungenügend da viel zu einseitig sind) erfolgt immer durch moralische, ethische und rationale Überlegungen, ist also immer subjektiv. Dabei kann man aber nicht davon sprechen, dass etwas "zu sein scheint", denn wir kennen nur die subjektive, nicht aber die objektive Weltsicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich glaube nicht, dass jeder Mensch davon ausgeht, die "einzig wahre Weiterentwicklung" der Natur zu sein, lediglich die intelligenteste Lebensform (und jetzt sage bitte nicht, dass Tiere intelligenter seien, da sie sich ihrer Umgebung besser anpassen würden).
Ich wollte auch nicht zum Ausdruck bringen, dass jeder Mensch davon ausgeht. ;)

Wenn man natürlich davon ausgeht, dass die Natur ein einziges großes Wesen ist, das uns auf seiner Oberfläche nur duldet, dann muss man wirklich einsehen, dass der Mensch sich nicht über alle anderen Wesen erhoben hat. Allerdings klingt das für mich nach einer ziemlich merkwürdigen Ansicht, der es eindeutig an Belegen mangelt.
Aha, es fehlt also an Belegen. Kannst du mir belegen, dass es Gott gibt? Kannst du mir belegen, dass wir die einzigen intelligenten Wesen im Universum sind? Kannst du das? Nein!

Ach so, fällt mir gerade ein: Gehen die Seelen der Menschen und Tiere eigentlich nach dem Tod in den großen Geist der Erde ein? Wenn jemand davon ausgeht, dass dieser große Geist existiert und ein Bewusstsein hat, müsste er das auch wissen und mir mitteilen können. Auf diese Frage hätten sicher auch viele andere gern eine Antwort :)
Mit Sicherheit hätten da gerne viele eine Antwort darauf, ich auch. Nur weil ich etwas anders denke und empfinde, heißt das noch lange nicht, dass ich auf die Geheimnisse des Lebens, der Welt usw. eine Antwort habe. Hast du schließlich auch nicht. Oder kannst du die Frage beantworten, ob es ein Leben nach dem Tod gibt? Gibt es überhaupt eine Seele? Was ist überhaupt eine Seele?

Du redest hier von einer anderen Form der Religion, einer Art Naturreligion, in der die Natur Gott ist. Demnach kannst du auch hier nur von Glauben ausgehen.
Ich halte dagegen: Gott gefällt es mittlerweile doch nicht mehr, was wir Menschen alles machen und befielt über die Natur, auf dass sie uns in unsere Schranken weiset. Widerlege mir das mal ;)
Richtig, ich schreibe hier von einer Art Naturreligion, auch wenn ich von Religionen an sich nichts halte. Aber die Naturreligionen sind die ältesten Formen der Religion überhaupt und so ziemlich bei jedem Volk sehr ähnlich gewesen.
Das Gott jemals gefallen konnte, was der Mensch macht, wundert mich sowieso. Da hätte er schon zigmal einschreiten sollen, nicht erst jetzt.
Widerlegen will ich übrigens gar nichts.

Ich könnte da jetzt mit den physikalischen Gesetzen anfangen, z.B. die Schwerkraft oder die Trägheit der Masse, aber dann müsste ich eine Natur mit Bewusstsein herauslassen.
Aha!

Vielmehr ist hier das Handeln des Menschen zu sehen, der nicht fähig ist, sich die Konsequenzen seines Tuns vor Augen zu führen. Wäre der Fall der Flussbegradigung genau überprüft worden und hätte man genauere Berechnungen dazu durchgeführt, sodass er auch bei z.B. starkem Regen nichts unvorhergesehenes tut, so wären diese Auswirkungen ausgeblieben.
Hätte... wäre.... Und wenn dann doch nicht alles in Butter wäre? Wenn trotz super Planung die Flüsse zurück in ihr ursprüngliches Bett wollen?

Das sind Naturgewalten, an denen der Mensch keine Schuld trägt. Allerdings richten sich diese Gewalten auch nicht gezielt gegen den Menschen, wie du zu erklären versuchst. Sie gehören einfach dazu und es hat sie immer gegeben (siehe: Plattentektonik).
Ähem... Du hast vorhin geschrieben, dass alle Katastrophen vom Menschen ausgelöst werden, weil es Konsequenzen seines Handelns wären.

Ich habe niemals gesagt, dass wir das Höchste sind, was es gibt. Und ich habe auch absolut nichts dagegen, dass du glaubst, es gäbe noch etwas höheres, aber dann stell das bitte nicht als Tatsache hin ;)
Danke, dass ich daran glauben darf. ;)
Ich stelle es nicht als Tatsache hin, schließlich habe ich geschrieben, dass ich daran glaube bzw. mir so vorstellen könnte. Mir wurde und wird doch vorgeworfen, dass es alles wie ein Comic klingen würde. Das heißt für mich, dass du nicht bereit bist, etwas anderes zu glauben oder zu akzeptieren als das, was du denkst. Das ist nicht schlimm, so geht es den meisten Menschen.

An der Art, wie du dies schreibst, sehe ich, dass du meine Beiträge bisher nicht verstanden hast. Und zwar ganz und gar nicht.
Hm, mag sein, ich denke eher, es liegt daran, dass ich einfach mit denen nicht konform gehe.

Ob ich deinen Mann kenne? Persönlich: Nein. ... ...sondern von einer vielleicht sogar unbewussten Befriedigung, wenn er jemandem geholfen hat. Diese Befriedigung sorgt dafür, dass es ihm selbst besser geht (Belohnungszentrum im Gehirn).
Sicherlich ist er ein Mensch, was denn sonst? Du stellst es als Tatsache hin, dass jeder aus Egoismus etwas macht, ob gut oder schlecht. Davon lässt du dich nicht abbringen. Ich habe dir gezeigt, dass es Menschen gibt, die dies eben nicht tun, auch wenn es als Krankheit bezeichnet wird, aber sie tun es nicht aus Egoismus.

Da ist der Begriff des Egoismus nicht verstanden worden, ..... ....insofern möchte ich Stex Recht geben und würde meine Hand dafür ins Feuer legen, dass dein Mann sich - wenigstens unterbewusst - dadurch vor und für sich selbst besser und achtenswerter fühlt.
Ich habe sehr wohl den Begriff Egoismus, so wie Stex ihn auslegt, verstanden, aber wie schon geschrieben - ich bin da anderer Meinung.
Sicherlich, bei den meisten Menschen wird es so sein, da gebe ich euch vollkommen Recht, aber es gibt eine kleine Anzahl von solchen, die es eben nicht aus Egoismus machen, egal ob bewusst oder unterbewusst.

Zitat meines Mannes: "Ich fühle mich nicht besser oder als Held, dass ich das mache. Ich mache es aus Spaß, genauso wie ich früher Rettungssanitäter war. Es gibt mir keinen Kick, ich fühle mich nicht befriedigter als sonst."
 
Aha, es fehlt also an Belegen. Kannst du mir belegen, dass es Gott gibt? Kannst du mir belegen, dass wir die einzigen intelligenten Wesen im Universum sind? Kannst du das? Nein!

Ich würde ja erstmal abwarten, ob mein Gegenüber nicht vielleicht doch etwas belegen kann. Ganz generell, auch wenn die Antwort klar zu sein scheint. ^^ Dann kann man nicht überrascht werden *g*

Mit Sicherheit hätten da gerne viele eine Antwort darauf, ich auch. Nur weil ich etwas anders denke und empfinde, heißt das noch lange nicht, dass ich auf die Geheimnisse des Lebens, der Welt usw. eine Antwort habe. Hast du schließlich auch nicht. Oder kannst du die Frage beantworten, ob es ein Leben nach dem Tod gibt? Gibt es überhaupt eine Seele? Was ist überhaupt eine Seele?

Es ist doch sehr viel wahrscheinlicher, dass man nach dem Tod wieder in das Nicht-Sein übergeht, aus dem man gekommen ist. Der Begriff der Seele ist zu kirchlich belastet, um ihn in solchem Disput benutzen zu können...Geist träfe es eher, und den zu erschließen würde ein eigenes Kapitel verlangen...


Das Gott jemals gefallen konnte, was der Mensch macht, wundert mich sowieso. Da hätte er schon zigmal einschreiten sollen, nicht erst jetzt.
Widerlegen will ich übrigens gar nichts.


Ja, Gottes Wege sind unergründlich...:roll:


Hätte... wäre.... Und wenn dann doch nicht alles in Butter wäre? Wenn trotz super Planung die Flüsse zurück in ihr ursprüngliches Bett wollen?

Dann wollen sie das nur, weil Naturgesetze sie dazu zwingen, nicht, weil sie einem eigenen Willen folgen.

Ich habe sehr wohl den Begriff Egoismus, so wie Stex ihn auslegt, verstanden, aber wie schon geschrieben - ich bin da anderer Meinung.
Sicherlich, bei den meisten Menschen wird es so sein, da gebe ich euch vollkommen Recht, aber es gibt eine kleine Anzahl von solchen, die es eben nicht aus Egoismus machen, egal ob bewusst oder unterbewusst.

Zitat meines Mannes: "Ich fühle mich nicht besser oder als Held, dass ich das mache. Ich mache es aus Spaß, genauso wie ich früher Rettungssanitäter war. Es gibt mir keinen Kick, ich fühle mich nicht befriedigter als sonst."

Ich bin der festen Überzeugung, dass jede Regel Ausnahmen kennt. Aber viele dieser Ausnahmen sind rein theoretischer Natur. Theoretisch mag es einige wenige Menschen geben, die so "rein" sind, wie du sie beschreibst. Praktisch ist das nicht der Fall. Wenn ich die Formulierung "aus Spaß" wörtlich nehmen darf, läge darin schon eine Form des Egoismus.
Der Witz am Unterbewussten ist, dass man selbst davon nichts weiß, also auch nicht ohne Weiteres etwas darüber sagen kann ;)
 
Aha, es fehlt also an Belegen. Kannst du mir belegen, dass es Gott gibt? Kannst du mir belegen, dass wir die einzigen intelligenten Wesen im Universum sind? Kannst du das? Nein!
Habe ich auch nicht behauptet. Ich sage nur, dass bis jetzt nichts gefunden wurde und daher bis jetzt davon ausgegangen werden muss, dass es das nicht gibt. Du hingegen behauptest, es gäbe ein Bewusstsein in der Natur, das ist der Unterschied. Dass es Gott gibt, habe ich übrigens nicht behauptet, ich wollte nur auch mal mit ner tollen Religion anfangen ;)

Mit Sicherheit hätten da gerne viele eine Antwort darauf, ich auch. Nur weil ich etwas anders denke und empfinde, heißt das noch lange nicht, dass ich auf die Geheimnisse des Lebens, der Welt usw. eine Antwort habe. Hast du schließlich auch nicht. Oder kannst du die Frage beantworten, ob es ein Leben nach dem Tod gibt? Gibt es überhaupt eine Seele? Was ist überhaupt eine Seele?
Natürlich kann ich die Frage nicht beantworten, aber nach deinen Postings schien es mir dann doch recht plausibel, dass du in der Lage sein könntest.
Eine Seele ist meiner Meinung nach eine Ansammlung geballter Energie, zusammengehalten durch die auf sie einwirkenden Kräfte, die beim Tode des Körpers selbigen verlässt, was sich sogar mit dem Energieerhaltungssatz vertragen würde.

Richtig, ich schreibe hier von einer Art Naturreligion, auch wenn ich von Religionen an sich nichts halte. Aber die Naturreligionen sind die ältesten Formen der Religion überhaupt und so ziemlich bei jedem Volk sehr ähnlich gewesen.
Ja, weil sie sich nicht erklären konnten, woher so plötzlich ein Blitz oder eine ähnliche "Naturgewalt" kommen sollte. Du versuchst hier, Vergangenheit und Gegenwart miteinander zu vergleichen. In der heutigen Zeit hat die Wissenschaft vieles von dem schon erschlossen, was damals als Allmacht der Natur bezeichnet wurde.

Das Gott jemals gefallen konnte, was der Mensch macht, wundert mich sowieso. Da hätte er schon zigmal einschreiten sollen, nicht erst jetzt.
Das sehe ich genauso! Wenn es einen Gott gäbe, müssten wir ihm entweder ziemlich egal oder er ziemlich blind sein.

:yes:

Hätte... wäre.... Und wenn dann doch nicht alles in Butter wäre? Wenn trotz super Planung die Flüsse zurück in ihr ursprüngliches Bett wollen?
Du benutzt doch auch das Wörtchen "wäre" :)
Außerdem wäre es für dich doch sicherlich langweilig, wenn ich einfach so schreiben würde, die physikalischen Gesetze sind daran schuld. Der Fluss will einfach nur zurück, weil er an die Umgebung gewöhnt war... ich versteh das ja, wenn ich lange wo gewohnt habe, fühle ich mich da auch zu Hause... und wenn die dann einfach so was ändern ist das für mich auch komisch. Warum sollte ein Fluss da anders denken als ein Mensch?


Ähem... Du hast vorhin geschrieben, dass alle Katastrophen vom Menschen ausgelöst werden, weil es Konsequenzen seines Handelns wären.
Ich habe gerade mal meine Beiträge durchgeschaut und da gibt es tatsächlich eine Stelle, die man mit einer Menge Phantasie und ein Spitzfindigkeit so auslegen kann, als hätte ich das gemeint ;)
Der Verstand müsste einem da allerdings sagen, dass ich das wohl kaum gemeint haben kann, da dich einige Postings weiter über Plattentektonik geschrieben habe, für die der Mensch ja wohl kaum was kann.

Danke, dass ich daran glauben darf. ;)
Kein Problem!

Ich stelle es nicht als Tatsache hin, schließlich habe ich geschrieben, dass ich daran glaube bzw. mir so vorstellen könnte. Mir wurde und wird doch vorgeworfen, dass es alles wie ein Comic klingen würde. Das heißt für mich, dass du nicht bereit bist, etwas anderes zu glauben oder zu akzeptieren als das, was du denkst. Das ist nicht schlimm, so geht es den meisten Menschen.
1. Habe ich dir das nicht vorgeworfen, wie ich schon einmal erklärt habe, sondern ich stelle mir das so vor und wollte den anderen verdeutlichen, wie ich mir deine Beschreibungen vorstelle.
2. Warum sollte ich an eine denkende Natur glauben? Du glaubst ja auch nicht einfach was anderes ;)

Hm, mag sein, ich denke eher, es liegt daran, dass ich einfach mit denen nicht konform gehe.
Das musst du ja auch nicht, aber wenn du den Sinn meiner Beiträge nicht verstehst, kannst du diesen auch nicht erfassen.

Sicherlich ist er ein Mensch, was denn sonst? Du stellst es als Tatsache hin, dass jeder aus Egoismus etwas macht, ob gut oder schlecht. Davon lässt du dich nicht abbringen. Ich habe dir gezeigt, dass es Menschen gibt, die dies eben nicht tun, auch wenn es als Krankheit bezeichnet wird, aber sie tun es nicht aus Egoismus.

Zitat meines Mannes:
"Ich fühle mich nicht besser oder als Held, dass ich das mache. Ich mache es aus Spaß, genauso wie ich früher Rettungssanitäter war. Es gibt mir keinen Kick, ich fühle mich nicht befriedigter als sonst."

1. Du hast mir gezeigt, dass es Menschen gibt, die das nicht tun? Wo?
2. Zu dem Zitat deines Mannes: Ich habe doch auch nicht behauptet, er müsse sich auf einmal als Held fühlen, wenn er jemandem hilft, da musst du dich wohl verlesen haben ;).
Wenn er sich nicht besser fühlt als vorher... aber Spaß hat... also wenn ich Spaß an etwas habe, fühle ich mich dann besser, aber vielleicht ist das ja nicht bei jedem so.
 


8O Was ist denn jetzt los?

Okay, wenn Spaß und Freude Egoismus ist, dann handelt mein Mann unterbewusst egoistisch.

Wieso gibt es das Gesetz der Natur, was selbst Taliesyn als Wort gebraucht?

Ich behaupte nicht, dass die Natur ein Bewusstsein hat, ich empfinde es einfach so. Ob es so ist, weiß ich nicht. Aber schließlich, Stex, schreibst du ja auch von "denkenden" Flüssen - auch wenn es wieder einmal ironisch gemeint sollte. ;)

Ich bin übrigens der Meinung, man sollte öfter mal in der Vergangenheit kramen, dann versteht man vieles besser. Wir können zwar vieles heute erklären, zerreden usw. - aber vieles auch nicht. Es gibt nun einmal Geheimnisse, die nicht erklärt werden können (bis jetzt).

@ Taliesyn: Ich wurde nicht überrascht. ;)

Ich verabschiede mich für heute. Schönen Abend noch. :)
 
Die Frage nach dem Ursprung der Naturgesetze ist die Frage nach dem Ursprung der Natur. Woher kommt alles, was ist? Was war vorher? - Wir wissen es nicht, aber der Verstand gebietet, dass das Sein kein Ergebnis einer übernatürlichen Schöpfung war.


Und solange wir die Rätsel in der Natur nicht erklären können füllen wir sie mit dem Glauben an Gott? Den wir dann abschaffen, sobald die Wissenschaft uns hilft? Das ist weder konsequent noch sinnvoll...;)
 
8O Was ist denn jetzt los?

Okay, wenn Spaß und Freude Egoismus ist, dann handelt mein Mann unterbewusst egoistisch.
Nichts anderes sagen wir doch die ganze Zeit! Das und nicht mehr. Wir unterstellen deinem Mann nichts schlechtes.
Ach so, wir haben nur geantwortet und bestimmtes klargestellt, was falsch verstanden wurde.

Wieso gibt es das Gesetz der Natur, was selbst Taliesyn als Wort gebraucht?
Naturgesetze, Physikalisches Gesetze. Darunter zählt z.B. die Schwerkraft und es heißt nicht, dass die Natur irgendetwas von sich aus tun würde sondern ist einfach der Name, den die Menchen dem ganzen gegeben haben. Vielleicht sollte man es eher "natürliche Gesetze" nennen.

Aber schließlich, Stex, schreibst du ja auch von "denkenden" Flüssen - auch wenn es wieder einmal ironisch gemeint sollte. ;)
Richtig, das war pure Ironie, daher rede ich auch nicht ernsthaft von denkenden Flüssen ;)

Ich bin übrigens der Meinung, man sollte öfter mal in der Vergangenheit kramen, dann versteht man vieles besser. Wir können zwar vieles heute erklären, zerreden usw. - aber vieles auch nicht. Es gibt nun einmal Geheimnisse, die nicht erklärt werden können (bis jetzt).
Den Absatz müsstest du später nochmal etwas präzisieren, der ist absolut nichtssagend.

Ich verabschiede mich für heute. Schönen Abend noch. :)

Danke, den wünsche ich dir auch! :D
 
Welchen Nutzen hat es, Menschen und Taten in die Kategorien gut und schlecht einzuordnen?