Wesen des Menschen

Ich finde die Definition "Böse ist derjenige, welcher gegen seinen eigenen Vorteil und wider besseren Wissens handelt" interessant...
 
Ich finde die Definition "Böse ist derjenige, welcher gegen seinen eigenen Vorteil und wider besseren Wissens handelt" interessant...

Wer gegen seinen eigenen Vorteil handelt, ist nicht böse, sondern schlicht und einfach unterbelichtet, es ist nicht nach der natur des Menschen.
 
Nabend Leute

:D
Also ich finde das erst mal jeder Mensch Gut und Rein geboren wird. Erst durch die Erziehung und der Umgang mit Anderen entwickelt sie das so genante Gute oder Böse. Ich meine Böse ist einer der Anderen schaden zu fügt. An sich denken das ist Egoistisch und das sind viele, erst wenn er anderen schadetet mit seiner Art dann wird es Bösartig und das ist nicht in Ordnung. Ich persönlich Glaube an das Gute im Menschen, auch wenn ich schon oft Enttäuscht wurde.
Also schönen Abend noch
lg Regina
 
Das wäre deine Definiton, Stex... Für mich gibt es "unterbelichtet" in Bereichen wie der Bildung oder Erziehung, aber der Bereich des Handels gehört nicht da rein...
 
Ich möchte sogar soweit gehen und sagen, dass der Mensch gar nicht wider sich selbst handeln kann, insofern also unter diesem Gesichtspunkt auch nicht schlecht sein kann...
 
Warum sollte jemand der gegen seinen eigenen Vorteil handelt böse sein?? 8O
Das versteh ich nicht, passt ja überhaupt nicht zusammen. Unterbelichtet finde ich es auch nicht, kann ja sein das der Mensch einen Grund dafür hatte. Ich würde sagen, dass der Mensch handeln kann wie er will und man nicht sagen kann ob jemand gut oder schlecht ist...jeder hat gute und schlechte Seiten.
 
Der Mensch kann auch gegen seine eigenen Bedürfnisse handeln, wenn er sich dazu entscheidet!
 
Nein. Er kann auch so handeln wenn er weiß das es ihm dadurch schlechter geht, oder sich für ihn gar nichts ändert. Es kann Dinge für ihn geben die ihm wichtiger sind als sein eigenes Wohl.
 
You see: Dinge, die IHM WICHTIGER SIND. Er tut es also, weil es ihm eine Herzensangelegenheit o.Ä. ist - er also dadurch ein besseres Gefühl kriegt, auf einer bestimmten Ebene.
 
Nein, nicht sowas, wobei es um ihn selbst geht. Dinge , die ihm wichtiger sind, aber nicht wichtig für ihn selbst um sich ein gutes Gefühl zu verschaffen. Sondern etwas wovon er so überzeugt ist , dass er dabei gar nicht an sich selbst sondern nur an diese Sache denkt und nur deswegen handelt, weil er es als richtig empfindet.Aus innerer Überzeugung eben.
 
Die Folge einer solchen Handlung ist es, dass der Handelnde sich besser fühlt - eben weil er sein Tun als richtig empfindet. Du siehst, dass auch hier der eigene Vorteil der Antrieb war...
 
Aber er kann sich dadurch auch schlechter fühlen, weil die Handlung ihm persönlich auch geschadet haben könnte. Und wenn er sich dadurch besser fühlt, muss das nicht das ausschlaggebende für die Handlung gewesen sein. Das ausschlaggebende ist nur diese innere Überzeugung. Da interessiert es nicht ob es ihm dadurch besser oder schlechter geht.
 
Die Tatsache, dass du aus deiner inneren Überzeugung handelst, sagt doch schon aus, dass du für dich handelst. Es ist ganz egal, ob das für dich einen oberflächlichen Nachteil bedeudet. Egal, was du tust, ihm liegt immer das zugrunde, was du als für dich vorteilhaft erachtest.
 
Wenn es mir egal ist ob es zu meinem Vorteil ist oder nicht und wenn ich da gar nicht mal drüber nachdenke, es praktisch also nichtmal wirklich weiß, dann ist das auch nicht der Grund der Handlung. Innere Überzeugungen zu haben bedeutet nicht, dass man sie hat weil sie einem vorteilhaft erscheinen. Eine innere Überzeugung ist wenn sie wirklich eine ist, immer ohne einen Zweck.
 
Nicht deine Überzeugung ist für dich von Vorteil, sondern dich nach ihr zu richten. Einfacher Sachverhalt: wenn du gegen deine Überzeugung handelst, beginnt ein Konflikt mit dir selbst, weil du etwas getan hast, hinter dem du nicht voll stehst. Du hast es vielleicht getan, weil dir irgendein anderer Vorteil daraus entstand, aber du stellst fest, dass der nicht so sonderlich hilfreich war. Wenn du jedoch deiner Überzeugung nach handelst, bist du immer im Reinen mit dir, auch, wenn es dich dein Haus oder deinen Arm oder was auch immer kostet...das ist der Punkt.
 
Also ich weiß ja nicht wie das mit dir ist...aber ich bin nicht so ein Unschuldsengel :LOL: . Ich handle manchmal gegen meine eigentlich ziemlich feste Überzeugung. Und obwohl ich weiss das es eigentlich falsch ist sowas zu tun bin ich danch mit mir nicht im Konflikt. Weil es für diese Sache wert war für die ich das dann mache. Dann handelt man zum eigenen Vorteil. Aber wenn man nur aus Überzeugung handelt ist es egal ob es Nachteil oder Vorteil bringt, oder ob man im Reinen mit sich selbst ist danach. Darüber denkt man meistens dann auch gar nicht nach. Diese Überzeugung ist kein Mittel zum Zweck, sondern kommt einfach aus dem Moralverständnis, die jeder Mensch hat.
 
Ich sage doch die ganze Zeit, dass man über seinen egoistischen Trieb nicht nachdenkt! ^^ Es gibt Menschen, die sich ihres Egoismus bewusst sind, und Menschen, die es nicht sind. Aber sie alle haben ihn.
 
Natürlich sind alle irgendwie egoistisch. Aber das bedeutet nicht das man IMMER egoistisch handelt und es nichts anderes mehr gibt. Und dir würde ich das schon gar nicht glauben :p