Wer braucht eine Hausratversicherung ?

Kannst Du mir ein Beispiel geben? Ich kann mir grad beim besten Willen keine "kleine Unachtsamkeit" vorstellen, die mich für mein restliches Leben ruiniert.
Kann ich. Man passt beim Türöffnen nicht auf und haut jemandem die Tür vor den Kopf -> Schädelbruch -> dauerhafte Arbeitsunfähigkeit.

Man nimmt eine Kiste aus dem Einkaufswagen, dreht sich um und haut damit ein Kind um, das daraufhin unglücklich fällt -> Arm kaputt -> evtl. dauerhafte Behinderung.

Du spielst mit den Kinder Fussball auf dem Spielplatz und schiesst einem anderen Kind aus Versehen den Lederball gegen das Schienbein -> Beinbruch -> Gehbehinderung

Du fährst mit dem Fahrrad um die Ecke -> Oma steht im Weg, du kannst nicht mehr bremsen -> Totalschaden -> Schwerstpflege

Die Eventualitäten sind so zahlreich... und passieren auch sehr selten... wenn sie häufiger passieren würen, wäre die Haftpflicht ja auch deutlich teurer... aber wenn es einem mal passiert...
 
Man sollte man nen Punkt machen;)

Eine Standard-Privathaftpflicht für ca. 40 Euro im Jahr (für alleinstehende) sollte jeder haben und sich auch jeder leisten können.

Ales andere ist in der Regel Geschmacksache und man kann sich wenn man unsicher ist ob man sowas braucht m.E. ganz entspannt Zeit mit der Entscheidung lassen ob man sowas abschließt oder nicht. Allerdings würde ich nicht empfehlen sich bei der Entscheiungsfindung allein von Versicherern, Banken oder pseudounabhängigen Beratern beeinflussen zu lassen weil deren Ziele natürlich in der Regel ein Vertragsabschluss ist.
Mein Rat für ein in der Tat unabhängiges Beratungsgespräch wäre da z.b. die Verbraucherzentrale.

Ausnahmen bilden für erstgenanntes m.E. nur gewisse Gruppen von Selbständigen. Da ist eine teurere Berufshaftpflicht manchmal sogar erforderlich und etwa eine BU oder ähnliches unbedingt ratsam. Auch da haben z.b. Verbraucherzentrale aber unabhängige Selbständigenberater für.
 
Kann ich. Man passt beim Türöffnen nicht auf und haut jemandem die Tür vor den Kopf -> Schädelbruch -> dauerhafte Arbeitsunfähigkeit.

Man nimmt eine Kiste aus dem Einkaufswagen, dreht sich um und haut damit ein Kind um, das daraufhin unglücklich fällt -> Arm kaputt -> evtl. dauerhafte Behinderung.

Du spielst mit den Kinder Fussball auf dem Spielplatz und schiesst einem anderen Kind aus Versehen den Lederball gegen das Schienbein -> Beinbruch -> Gehbehinderung

Du fährst mit dem Fahrrad um die Ecke -> Oma steht im Weg, du kannst nicht mehr bremsen -> Totalschaden -> Schwerstpflege

Die Eventualitäten sind so zahlreich... und passieren auch sehr selten... wenn sie häufiger passieren würen, wäre die Haftpflicht ja auch deutlich teurer... aber wenn es einem mal passiert...

Dann bin ich ja beruhigt, ich dachte jetzt kommt etwas womit Du mir wirklich ein schlechtes Gewissen gemacht hättest.
Das ist alles so unwahrscheinlich, wenn mir das jetzt sorgen bereiten soll, dürfte ich ja das Haus nicht mehr verlassen.

Und meine priv.Haftpfl. die ich jetzt ja habe (so lange Kinder im Haushalt leben), wäre da mit 3 Mio. Deckungssumme wahrscheinlich auch noch zu gering.

Aber könnte ja sein, dass ich morgen Dieter Bohlen mit ner Dachlatte am Kopf treffe :ugly:
 
Dann bin ich ja beruhigt, ich dachte jetzt kommt etwas womit Du mir wirklich ein schlechtes Gewissen gemacht hättest.
Das ist alles so unwahrscheinlich, wenn mir das jetzt sorgen bereiten soll, dürfte ich ja das Haus nicht mehr verlassen.
Ist so. manche Leute geben 40 Euro pro Monat aus in der Hoffnung, mal 5 Mio. im Lotto zu gewinnen, weigern sich aber, 3 Euro auszugeben um einen solchen Schadensfall zu versichern, weil da ja zu unwahrscheinlich wäre... damit meine ich nicht Dich.
 
Wie gut das ich kein Lotto spiele, sonst hättest Du mich jetzt in einen Widerspruch verwickeln können :mrgreen:
 
Und wieder heißt es: Nur weil du eine Versicherung noch nicht in Anspruch genommen hast, ist sie noch lange nicht unnötig (bezogen auf die Haftpflicht).


Reale Beispiele aus der Familie:
  • Mit Rucksack auf dem Rücken umgedreht und eine Vase mitgenommen. Diese war teurer als gedacht (2000€+)
  • Einen Besen gegen ein Fenster gelehnt. War leider ein riesiges Wintergartenfenster. Man sah nur minimale Spuren, ausgetauscht werden, musste das Fenster aber trotzdem 3000€.
  • Beim Fußball spielen auf einem Bolzplatz über den Zaun geschossen und dabei ein recht teures Auto demoliert ~800€
  • ...

Für sich alleine sind die einzelnen Dinge die passieren können in der Tat unwahrscheinlich. Aber das im Laufe eines Lebens nichts davon passiert halte ich für unwahrscheinlich. Wenn da dann ein Extrembeispiel dabei ist (siehe oben), kann es dich ruinieren.
 
[*]Die 10€ am Tag sind hinnehmbar, brauche ich nicht zu versichern.
sehe ich auch so
[*]Verdienstausfall trifft mich erst nach 6 Wochen, wenn ich so lange im Krankenhaus bin, habe ich vermutlich andere Probleme als ein paar Hundert Euro miese.
sieht halt ganz anders aus wenn man selbständig ist

[*]Fahrkosten, ich bitte Dich ... kannste verrechnen, ich fahre dann ja auch nicht zur Arbeit, lol
Fahrt zur Arbeit mit den Öffis habe ich schon bezahlt und die erstattet mir niemand, die Fahrt für die Familie zum KH verursachte insgesamt zumindest dreistellige Kosten, verrechnen kann ich da nix

[*]Familienarbeit, auch etwas an den Haaren herbeigezogen, als ob ich einen "Ersatzpapa" einstellen müßte.
ich kenne durchaus Leute, die in solchen Fällen:
- einen Baby-, Kindersitter bestellen müssen
- wenn der Koch (meist Mama) nicht kocht Lieferdienste bemühen
- Angehörige durch die Gegend fahren müssen und dann Taxis bestellen

oder, oder, oder...und auch wenn alles einfach an "Mama" hängen bleibt wenn Du ausfällst, ist das ein Schaden der Geld wert ist auch wenn den Deiner Frau dann keiner zahlt
 
Bist Du krankenversichert?
Was für ein Vergleich..?!

Zumal ich die Vorteile eine Krankenversicherung sehr viel eher zu schätzen weiß, als die einer Pfivathaftpflicht-, Hausrat- oder Krankenhaustagegeldversicherung. Hier ist das Risiko durch Wahrscheinlichkeit und Tragweite völlig unbeherrschbar.
Eine Krankenversicherung würde wohl naherzu jeder Bürger dieser Erde abschließen wenn er könnte, sogar ich - selbst wenn ich es nicht müßte.

Wenngleich ich mir auch wünschen würde, die Versicherung etwas individueller gestelten zu können, was bei der gesetzlichen Krankenversicherung aus verständlichen Gründen natürlich kaum umsetzbar ist.

Gern würde ich einfache Arzt/Zahnarztbesuche oder sonstige Lappalien selbst zahlen und statt Dessen nur ~ die Hälfte meiner Krankenversicherungsbeiträge zahlen - also nur für Dinge, die einen wirklich aus der Bahn werfen. Könnte einem mit fortschreitendem Alter natürlich das Genick brechen, daher ist es schon ganz gut das man da vom Gesetzgeber etwas gelenkt wird bis zu einer gewissen Einkommensschwelle.

Ich kann mich aber jedes mal ärgern, wenn Leute aus Langeweile, oder weil sie kein Bock zur Arbeit haben, zum Arzt rennen oder auch vielleicht nur weil sie am Wochenende zu viel gesoffen haben.
Die können sich nicht mal ansatzweise Vorstellen, was für Kosten sie mit ihrem dummen Verhalten verursachen. Das ich sowas durch meine Beiträge mitfinanzieren muß, ärgert mich schon sehr.

oder, oder, oder...und auch wenn alles einfach an "Mama" hängen bleibt wenn Du ausfällst, ist das ein Schaden der Geld wert ist auch wenn den Deiner Frau dann keiner zahlt
Da hast Du natürlich Recht, aber da nützt mir (meiner Frau) die Versicherung dann ja auch nichts.
 
Was für ein Vergleich..?!
Ich zahle jeden Monat mit meinm Arbeitgeber zusammen über 600 Euro Krankenversicherung. Das sind in 45 Jahren, die ich erwerbstätig sein werde bis zur Rente, 335.000 Euro. Nach Deiner Argumentation bei der Haftpflicht ist es jetzt eine reine Wahrscheinlichkeitsfrage, ob ich soviel auch ausgeben würde, wenn ich meine Arztbesuche selber steuern und bezahlen würde.

Natürlich besteht ein Risiko, aber das gehst Du bei der Haftpflicht ein, warum nicht bei der KV?
 
Weil es bei Haftpflichtschäden mit hoher Wahrscheinlichkeit um viel geringere Summen geht.

edit: und nein, statischtisch betrachtet wirst du natürlich keine 335.000 € Kosten verursachen.
 
in den seltenen Fällen, wo Du was Ernsthaftes hast...
Eine Blinddarm-OP kostet 2.500 Euro, ein künstliches Hüftgelenk 6.800 Euro... Das Risiko wäre doch überschaubar :)
 
Hast das alles schon durch? :p

Jetzt mal davon ab das es ausser Frage steht (da es für uns deutsche eine Pflichtversicherung ist), aber sehen wir mal in die Vergangenheit und zählen; wie oft wir welche Versicherung in Anspruch genommen haben/hätten.

Arbeitslosenversicherung vor 10 Jahren mal.

Krankenvericherung habe ich in Form von Arztbesuchen allein dieses Jahr schon mehrfach in Anspruch genommen. Aber nichts davon hat Kosten verursacht, die ich nicht selbst hätte tragen können.

Dann weiter wird es schwer, ich hab jetzt echt lange gegrübelt, aber der letzte Versicherungsschaden war KFZ Haftpflicht und ist ziemlich genau 16 Jahre her. Bin meiner damaligen Nachbarin beim ausparken in die Seite gefahren (also dem Auto, nicht dem Mädel!). Keine Ahnung wie teuer das war, ich glaub sie hat ne neue Tür bekommen, bei mir war nicht viel zu sehen, unlackierte Plastikstoßstangen hatten damals echt Vorteile (89er Polo, lol) :biggrin:

Danach kann ich mich echt an nichts mehr erinnern, obwohl es mir selbst grad unwahrscheinlich vor kommt...? Ich grübel aber noch bischen weiter.
Ich fahre täglich - und auch gerne zügig (Stadt 10%, Land 50%, BAB 40%).
Alles was ich die letzten Jahre so aus eigener Tasche gezahlt habe, war mal ein Aussenspiegel und zwei Windschutzscheiben (Steinschlag), ne kaputte Felge. Zumindest die beiden Scheiben hätte die Teilkasko übernommen, jedoch wäre die Selbstbeteiligung höher gewesen als eine Scheibe beim Verwerter gekostet hat.

Ich bin im großen und ganzen recht zufrieden, bis jetzt geht meine Rechnung in Sachen Versicherungen ganz gut auf (was sich natürlich auch ändern kann). Die Privathaftpflicht würde ich gern abstoßen, aber das wäre -selbst aus meiner Sicht- unvernünftig.
 
Behandlungskosten( Arzt) für gesetzlich Versicherte, trägt die Solidargemeinschaft.

Sachschäden oder versehentliche Personenschäden werden und müssen privat gehaftet werden.

Z.b. das Kind das du beim 11 Meter, mit ins Tor schießt, erleidet eine schwere Gehirnerschütterung
und muss intensiv medizinisch versorgt werden. Dann werden schonmal 20000 Euro fällig.

Das sichert z.b. eine privat Haftpflicht ab.
 
Ja also ich würde schon sagen das das sehr stark davon abhängt wie du das Risiko einschätzen würdest, dass deiner Einrichtung was passiert und wie viel die gegebenenfalls wert ist. Wenn du irgendwas wertvolles Sammelst, teure Bilder und Möbel hast usw. dann kann das schon sehr sinnvoll sein. Wenn du Student bist und nur Sperrmüllmöbel hast dann vielleicht nicht unbedingt^^. Rechne einfach aus was da zusammenkommen könnte wenn du wirklich mal einen Brand oder Einbruch hast und schau ob sich das mit dem Beitrag einer Hausratversicherung rechnet.
Also ich habe eine Hausratversicherung bei der Basler und bin damit sehr zufrieden. Das ist einfach eine Sorge weniger ums mal ganz klassisch zu formulieren... :)
 
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Behandlungskosten( Arzt) für gesetzlich Versicherte, trägt die Solidargemeinschaft.
Da hab ich übrigens aktuell gerade einen kleinen Aufreger parat: Eine unserer Beschäftigten ist wegen Lungenproblemen schon öfter in ärztlicher Behandlung, war entsprechend auch schon des Öfteren krank geschrieben. Sie ist übrigens Raucherin.

Nun soll sie Ende diesen Jahres für 4 Wochen zur Kur, hat bis jetzt aber nicht mit dem rauchen aufgehört und weigert sich vehement dagegen weil sie meint es wäre sowieso zu spät um aufzuhören.

Da sie unter einer gewissen Einkommensschwelle liegt, muss sie nichts zuzahlen, sämtliche Kosten übernimmt die gesetzl. Krankenkasse.


Jetzt darf ich doch - unabhängig davon, dass ich das Rauchen schon prinzipiell kritisiere - ernsthaft an dieser Solidargemeinschaft zweifeln :ugly:
Wie bitte kann es sein, dass einem überzeugten Raucher eine 4-wöchige Kur finanziert wird, der von vornherein nicht die Absicht hat, mit dem rauchen aufzuhören?