Was seht ihr gerade im TV?

SWR - Der weiße Äthiopier

Ferdinand von Schirach ist einer der besten Plot-Dealer der Branche. Seine Bücher enthalten den reinen Stoff. Obgleich sie stilistisch ausnehmend schlicht sind, wird man schnell süchtig nach diesen „wahren“ Geschichten. „Wahr“ ist laut Auskunft des Autors im Sinne von „wahrhaftig“ gemeint; man kann wohl auch „gut erfunden“ sagen. Wie sehr sich von Schirachs „Stories“ als Drehbuchvorlagen eignen, ist erwiesen.
Der Produzent Oliver Berben, der schon zwölf (plus vier abgedrehte) Kurzgeschichten aus den Bänden „Verbrechen“ und „Schuld“ für das ZDF, die Erzählung „Glück“ etwas glücklos fürs Kino sowie das Theaterstück „Terror“ für die ARD hat verfilmen lassen, verantwortet auch die neuste Schirach-Umsetzung.
Diesmal führt die Vertiefung in die tragische Vorgeschichte eines Bankräubers zu einer erstaunlichen Neubewertung seiner Schuld.
„Der weiße Äthiopier“ ist ein schwacher Film mit einer starken Botschaft.
 

zdf-info​

Kongos Superreiche – Luxus und Elend in Zentralafrika​

  • Report, Dokumentation, D 2020
Der Kongo ist reich an Rohstoffen. Doch nur wenige profitieren davon. Es werden Menschen porträtiert, die es zu Wohlstand gebracht haben: Musiker, Minenbosse und zwielichtige Prediger. Sie ernten die Früchte des Wirtschaftswachstums, während 60 Prozent der Einwohner Kongos in Armut leben. Bis heute führen die Rohstoffe zu Konflikten zwischen Bevölkerungsgruppen, Militär und den angrenzenden Staaten.