Was denkt ihr gerade?

Er hängt oft und lange am pc und er merkt es nicht
Oh je, das Problem kenne ich von mehreren Leuten.

Eine Situation war mal ganz traurig:
Ich hab mal für 2-3 Tage eine Familie übers WE besucht. Der Mann war beruflich immer paar Tage weg.
Der kleine Sohn ging in die Grundschule. Für ihn sollte es eine Überraschung werden, dass ich auf Besuch bin.
Ich war schon vor ihm da. Als er dann aus der Schule kam und er mich in der Küche sitzen sah, schmiss er seinen Schulranzen in die Ecke und rannte zu mir, umarmte mich ganz doll und sagte: "Oh wie toll, dass Du da bist! Endlich habe ich jemanden zum reden!".
Ich war ganz perplex und sagte: "Aber Du hast doch Mama zum reden!"
Da sagte er wortwörtlich: " Oooch die! Die sitzt doch immer nur am PC und wenn ich zu ihr in`s Büro gehe schreit sie mich immer gleich an, dass ich wieder raus gehen soll. Ich darf nur in`s Büro, wenn ich ihr Kaffee, oder den Aschenbecher, oder Zigaretten bringen soll." :cry:
Ich war sprachlos! Hab ihn dann wieder in den Arm genommen, damit er nicht sah, dass mir die Tränen in den Augen standen.
Dieses "niemanden zum reden zu haben" kannte ich nur zu gut aus meiner Kindheit, denn meine Pflegemutter war ja mehr in der Kneipe, als zu Hause.
Am nächsten Morgen eigentlich gemeinsames Frühstück. Keine 5 Min. später sprang seine Mutter auf und meinte, dass sie los müsse. Ich fragte "wohin?" Und sie meinte: "Nur kurz an den PC, ich muss gucken, ob ich was verkauft habe." Und schwupps, war sie weg und ihr Sohn sagte leise: " So ist das immer. Mama frühstückt nie, die deckt nur den Tisch, nimmt sich Kaffee und geht dann zum PC."
Ich dachte, dass sie vielleicht bei eBay Sachen zum verkaufen drin hat. Doch es dauerte eine ganze Stunde, ehe sie wieder kam. Ich fragte, ob sie was verkauft hätte. Sie meinte: "nein".
Daraufhin fragte ich sie, was sie denn verkaufen würde und, dass ja vielleicht ich ihr was abkaufen kann. Da erzählte sie mir von einem Spiel. Da würde wohl das reale Leben nachgespielt. Man hat da einen Avatar, mit dem man als "Männeken" durch das Spiel läuft. Man hätte da seine "Wohnung", geht arbeiten usw.. und sie wolle sich da was "kaufen", hätte aber nicht genügend Geld, als müsse sie erst etwas "verkaufen".
Sie hat da mehr davon erzählt, aber was sie noch sagte, weis ich nicht mehr.
Am Nachmittag fing sie dann an zu erzählen, dass sie einen Mann kennengelernt habe und, dass der auch schon bei ihr zu Hause zum Kaffee gewesen sei und, dass sie heiraten wollen.
Ich war total erschrocken. Fragte sie, ob ihr Mann denn schon wüsste, dass sie sich scheiden lassen will.
Sie meinte nein, dass sie sich ja nicht scheiden lassen müsse. Naja, doch dann stellte sich heraus dass sie von dem Spiel redet, nicht vom realen Leben.
Und immer wieder fing sie an, Dinge zu erzählen, wo ich zunächst dachte, sie redet vom realen Leben. Sie sagte nie: "In dem Spiel, was ich da spiele .....", sondern erzählte sofort von den Handlungen in dem Spiel.
Diese Frau war also total in dem Spiel gefangen.
Als ich wieder nach Hause fuhr, hab ich überlegt, wie man sie vom PC weg bekommt. Und 2 Tage später hatte ich mich für die radikalste Lösung entschieden. Ich schrieb ihr eine Mail, dass sie sich wieder bei mir melden könne, wenn sie aufgehört hat, dieses Spiel zu spielen und sie wieder normal m Kopf ist.
Für den kleinen Jungen tat mir meine Entscheidung sehr leid, aber ich sah da keine andere Möglichkeit.
Es hat lange 2 Jahre gedauert, ehe sie sich wieder bei mir gemeldet hat und wir danach wieder normal Kontakt hatten.

Mein Rat an Dich: schreib mal 2 oder auch 4 Wochen lang ein Protokoll. Datum, Uhrzeit von wann bis wann und genaue Stunden und Minuten pro Tag.
Nach den zwei oder vier Wochen legst Du ihm das Protokoll vor die Nase und fragst ihn, was er meint, was das zu bedeuten hat. Er wird vermutlich nicht darauf kommen. Dann klärst Du ihn auf und sagt ihm einfach, dass er nun die Wahl hat: entweder Du oder der PC. Vielleicht hilft das ja.
 
Statistik ist schön, jeder kann das herauslesen was ihm gefällt. Probleme gelöst hat jedoch eine Statistik noch nie (im zwischenmenschlichen Bereich).
Ein offenes Gespräch ist da zielführender, zumal viele es nicht mögen wenn über Zeit und ihre Verwendung Buch geführt wird.
 
Heutzutage kann man ja alles tauschen... hätte jemand einen neuen Kopf für mich oder ein anderes Leben?
 
Naja, dort zahlst ja für die Bewertung "best bewerteter Dönerladen" mit!
Ist wie bei Markenklamotten, da bezahlst ja auch für den Namen.

Ich muss aus wirtschaftlichen Gründen bei dem Dönerladen kaufen, wo ich es am günstigsten bekomme. Dort zahle ich für meinen Hähnchen-Döner (mit scharfer Soße) 6,- €. Bei dem bin ich nun schon seit bestimmt 1,5 Jahren Stammkunde und ich war mit der Qualität immer sehr zufrieden.
Dieser günstige Preis kommt hier aber auch sicher dadurch zustande, dass es hier 4 Döner-Fritzen auf einer Fläche von vielleicht 200 x 100 Metern gibt.



Jetzt fang Du nicht auch noch damit an!
Das ist doch der Lieblingskommentar von @Nightwash :ROFLMAO:
es nervt ja auch alles
 
Warum muss mein Kopf immer so tillen, wenn was unangenehmes kommt?? Wenn ich wüsste warum, dann könnte ich vielleicht was dagegen unternehmen :/
 
Probleme gelöst hat jedoch eine Statistik noch nie (im zwischenmenschlichen Bereich).
Es mag zwar sein, dass es das Problem, worum es geht, nicht löst, aber dann kann man sich zumindest eine Frage selbst beantworten, die da heißt: "Will ich unter diesen Umständen so weiter machen?"

Ein offenes Gespräch ist da zielführender, zumal viele es nicht mögen wenn über Zeit und ihre Verwendung Buch geführt wird.
Nun ja, wenn es um das Thema "PC (oder auch Handynutzung) geht, wäre so eine "Statistik" vielleicht ja doch hilfreich. Zwar wird der Partner das erst mal abstreiten, doch dann bittet man ihn, dass er doch bitte mal selbst ehrlich sein soll und selbst aufschreiben soll, wann er von wann bis wann am PC sitzt.
Und dann kommt auch vielleicht eine Retourkutsche, nach dem Motto: "Ich sitze am PC, dafür machst Du Stunden lang "dieses". Dann könnte man sagen: "O.K., Du schreibst ehrlich auf, wie lange Du am PC sitzt und ich schreib ehrlich auf, wie lange ich "dieses" mache. Und nach einer gewissen Zeit setzt man sich wieder zusammen und dann sieht man ja, wer mehr Zeit mit seinen eigenen "Hobbys" verbringt. Und dann einigt man sich, entweder schränkt derjenige der längere Zeit damit verbringt, seine Zeit ein, oder aber der andere verbringt eben mehr Zeit mit seinen Hobby`s. Ob man damit dann glücklicher ist, muss jeder für sich selbst sehen.
Man könnte auch folgendes machen: Jeder der Partner nimmt ein Blatt Papier, teilt es in zwei Spalten. Auf die eine Seite schreibt man alles zum Thema : "Was mag ich an meinem Partner" auf und auf die andere Seite "Was stört mich". Da einem ja nicht alles auf einmal einfällt, lässt man sich zwei Wochen Zeit dafür und dann setzt man sich zusammen tauscht die Zettel und macht sich darüber Gedanken, was der andere aufgeschrieben hat. Und dann setzt man sich nach ein paar Tagen wieder zusammen und jeder sagt dann für sich, was er bereit ist, an den negativen "Vorwürfen" zu ändern.
Eine Garantie, dass dann das Problem gelöst wird, gibt es nie, denn jeder muss da zwangsläufig auch bereit dafür sein, sein Verhalten zu ändern. Tut man das nicht, wird es wohl früher oder später zu einer Trennung kommen.

Auf die Art, also dem Zettel und der positiv/negativ Spalte hab ich jedenfalls immer meine eigenen Probleme lösen können. Ganz besonders hilfreich war dieser Zettel, wenn ich mich entscheiden musste, ob ich so weiter mache, wie bisher, oder ob ich was ändere. Da hab ich dann auch aufgeschrieben, was an meinem bisherigen Leben gut, was schlecht war und das Selbe dann auch, was nach einer Änderung meines Lebens gut oder schlecht wäre.

Und ein Mal wurde ich durch eine andere Person in eine Situation förmlich abgeschoben, was ich so niemals wollte. Dies löste bei mir eine 4-jährige ziemlich heftige Depression aus. Depressionen hab ich ja schon meiner Kindheit, aber das war eine neue Depression, eine neue Ursache.
Als ich nach 4 Jahren aus dieser so langsam "erwachte". Machte ich mir über alles Gedanken, denn meine Vorahnung sagt mir, dass diese Person eines Tages wieder zu mit angekrochen kommt. Und dann bräuchte ich sofort eine Entscheidung. Nämlich die: stelle ich mit dieser Person die vorhergehende Situation wieder her, oder bleibe ich in der Situation, in die ich gedrängt worden bin.
Dabei musste ich aber auch mein ganzes vorhergehenden Leben mit berücksichtigen.
Also schrieb ich wieder auf, was war vor der Zwangssituation besser, was schlechter und selbiges schrieb ich für meine Zwangssituation auf. Mit dem erstaunlichen Ergebnis, dass diese Zwangssituation für mich persönlich die bessere Wahl wäre. Und trotzdem war ich zwischen Herz und Verstand hin und her gerissen und habe zwei weitere Jahre gebraucht, um mich für eine Option zu entscheiden.
Mein Verstand hat gesiegt.

Zurück zum eigentlichen Thema.

Leben und Leben lassen, hinterher bekomm ich einen Spiegel vorgehalten.. Nein danke..
Na siehst Du, das willst Du nicht. Aber dann darfst Du Dich über den anderen auch nicht beschweren!


Sitzen wir nicht alle zu viel am PC? Mich eingeschlossen, sind immer noch 6-8 Std., früher teilweise 15-18 Std.

Naja, man muss aber auch Unterschiede machen. Wenn man allein lebt, dann ist es egal, wie lange man am PC sitz, denn dann beeinträchtigt das ja nur das eigene Leben. In einer Partnerschaft eben nicht.

Ich lebe allein. Ich sitze früh ca. 4 Stunden am PC. ( Klamm, Mails, facebook und ein Spiel spielen.)
Von 10 bis ca. 13 Uhr erzielen meine Schmerzmittel die beste Wirkung und auch meine chronische Erschöpfung lässt mich da in Ruhe - diese meldet sich dann aber manchmal auch schob ca. 12 Uhr, dass ist dann die Zeit, wo ich mich um Haushalt, Garten oder andere Dinger kümmer. Dann muss ich bis ca. 14 Uhr warten, wo es die Zeit für meine nächsten Tabletten ist. Diese Zeit überbrücke ich dann entweder mit spielen, oder aber, wenn die Schmerzen so stark sind, dass ich nicht mehr sitzen kann, dann leg ich mich `ne Stunde auf die Couch und guck fern. Danach Mittagsschlaf bis 16:30 Uhr. Nach meinem Mittagsschlaf bin ich durch die vielen Schmerzmitteln erst mal völlig neben der Spur, dann brauch ich bis zu einer Stunde, bis ich wieder "normal" im Kopf bin. Diese Zeit spiele ich dann meist wieder. Dann gehts ab in die Küche, was zu futtern kochen. Dann noch Küche wieder aufräumen und bissl putzen. Danach Zigaretten für ca. einen Tag stopfen. Neben Essen und Ziggi`s stopfen läuft dann fernsehen.
Ich komme also im Lauf des Tages auf 6 bis max. 7 Stunden am PC.

Naja, und seit einigen Wochen bin ich in einem Kriminalfall eine der beiden Hauptzeugen. Und außerdem auch noch Informant für die Polizei. Ich bespitzel also nebenbei auch noch paar Leute, habe Lagepläne, mögliche Fluchtwege und Grundrisse für die Polizei erstellt, damit die ihren "Überraschungsbesuch" mit dem SLK planen können. Das beansprucht auch seine Zeit, denn ich telefoniere nicht mit denen, sondern schreibe alles per Mail. Da ich keine Tipse bin und ich mich in der Eile auch oft vertippe, beansprucht das auch `ne Menge Zeit am PC. Erst gestern Abend hab ich statt fern zu sehen, von 19:30 bis 21:30 Uhr eine Mail geschrieben.
Aber das ist ja nur `ne Ausnahmesituation, das ist irgendwann zu Ende.