Warum kennt kein Mensch in Deutschland die Bibel oder die Gebrueder Grimm?

Welches Märchen ist das?
Mensch hat soziale und emotionale Probleme. Wird gemobbt. Wendet sich an einen Elternteil. Alle Probleme werden gelöst.

Ist das vielleicht Aschenputtel?

Und zu Photon:

Meine Güte was für ein super Post. :clap:

(Mir fällt übrigends noch Hans-Christian Andersen ein)
 
Ach, ich schreib' hier doch mal was :) Habe das Thema damals nur still mitgelesen und fand es auch etwas unglücklich von Dir hbss, dass Du ein Thema eröffnest und Dich dann nur sporadisch und mit erst tage-, dann monatelanger Verzögerung zu Wort meldetest und dann nur sehr vage auf die Beiträge eingegangen bist, wenn überhaupt. Trotzdem mal ein paar Zeilen von mir:

Mich quält von Anfang an eigentlich die Frage: Warum der Vergleich zwischen Bibel und Gebrüder Grimm? Warum nicht Bibel und Edda? Das würde wenigstens beim Thema bleiben. Oder warum nicht Bibel und Volkslieder, wenn es Dir darum geht, dass altes Wissen oder alte Weisen langsam in Vergessenheit geraten? Oder ich frage erstmal anders: Warum sollte ein Un-/Andersgläubiger die Bibel kennen und warum sollte jemand die Gebrüder Grimm lesen, da es schon bessere Horrorgeschichten aus Hollywood gibt?

Gruß,
Photon

Leider ist alles falsch, was Du schreibst. Wenn aber ist das überhaupt mal ein lesbarer Beitrag und die Anderen sind nur Eiergeschäfte. Es ist falsch, ich habe hier die meisten Beiträge gemacht und das ist auch nachzulesen. Ich habe es erst gelassen als es zu den Eiern geschoben wurde und nur noch Beiträge kamen wie huhu ich bin da und ich kann bis 3 zählen ist das nicht toll.
Und es werden dann auch wieder Beiträge kommen wie guck mal das ist eine Kuh und so.
Und das trifft das Thema vom Thread. Was Du mir also vorwerfen kannst zu recht ist dass ich antworte. Was ist ein stiller Leser, singen die Anderen dabei? Es geht nicht um Glück oder Unglück sondern es hat eine Bedeutung, was an Reaktionen kommt. Ich vergleiche weder Bibel noch Grimm und habe das auch nie getan. Jetzt könntest Du fragen aber Du wirst es nicht tun, warum Grimm und Bibel? Ich habe diese beiden Bücher genommen, weil sie die meistverkauften Werke in Deutschland sind, deswegen. Ich könnte auch Brecht und Handke oder Goethe und Tacitus nehmen. Dann würden aber die Chore singen: Das kenne ich nicht. Und deswegen denke ich, wenn die bekanntesten Bücher nicht gelesen werden, dann werden die unbekannte Bücher auch nicht gelesen. Eventuell sollen Bücher heutzutage nur wie Fernsehen Ablenkung von Beziehung und Leben sein. Das folgere ich aus den Reaktionen. Edda hat nichts mit der Bibel zu tun. Und Volkslieder, klar mache einen Thread auf, aber ich denke nicht, einer kennt Walter von der Vogelweide oder den Sinn der Bergvagabunden. Beweis mir das Gegenteil wenn schon die Rechte Wange aus der Bibel unbekannt ist. Waum sollte ein Ungläubiger die Bibel kennen? Ich finde es interessant und ich kenne das Wort Neugierde, wenn ich jetzt nach Asien reisen würde und wüsste was ein Wat ist oder wenn ich nach Amerika fahre und wüßte was ein Indianer ist und wenn ich nach Europa gehe und wüsste was eine Kirche ist. Ich könnte mal eine sehen. Sterntaler ist kein Horror sondern eine Parabel auf deutsches Denken. Natürlichk kannst Du wie Heine denken und sagen, denk ich an Deutschland in der Nacht bin ich um den Schlaf gebracht und Deutschland als Horror sehen. Das liegt aber an den Deutschen und nicht an Grimm.

Gruss an Hollywood und Wien.
 
[...] Ich habe es erst gelassen als es zu den Eiern geschoben wurde und nur noch Beiträge kamen wie huhu ich bin da und ich kann bis 3 zählen ist das nicht toll.
Naja gut, das ist jetzt nicht mehr zu ändern, man kann trotzdem hier noch immer posten.

[...] Was ist ein stiller Leser, singen die Anderen dabei?
Keine Ahnung, vermutlich nicht. Ich meinte damit eigentlich eher - obwohl ich davon ausgehe, dass Du ganz genau weißt, was ich damit sagen wollte - dass das hier ein Diskussionsforum ist und folglich zum diskutieren gedacht ist. Ein Mitlesender schreibt meist auch ein paar Gedanken zum Thema, ein stiller Mitleser eben nicht. Kann aber auch gut sein, dass die anderen singen, ich mach' das jedenfalls nicht.

[...] Ich habe diese beiden Bücher genommen, weil sie die meistverkauften Werke in Deutschland sind, deswegen. Ich könnte auch Brecht und Handke oder Goethe und Tacitus nehmen. Dann würden aber die Chore singen: Das kenne ich nicht.
Gut, also lautet Deine Initialfrage eigentlich nicht: "Warum kennt keiner mehr Grimm und Bibel", sondern "Warum liest keiner mehr klassische Literatur". Und die Antwort auf diese Frage ist doch bedeutend einfacher: Weil kaum noch jemand überhaupt liest. Nimm von mir aus mich als Beispiel. Ich muss berufsbedingt laufend Fachbücher lesen, mich auch laufend weiterbilden. Was werde ich nun noch an Zeit und Interesse aufbringen, mich mit weiterführender Allgemeinbildung zu beschäftigen? Ich kenne die Bibel so weit, wie es mir wichtig und nötig erscheint. Und ich kenne längst nicht alle Märchen der Grimm-Sammlung, aber ich kenne auch nicht alle Gedichte von Goethe. Aber muss ich das? Würde ich sicher alles nachholen, bevor ich mich auf Jauchs Stuhl setze, aber wozu vorher? Mir reichen die bekanntesten, wie Faust (den Osterspaziergang kann ich noch immer auswendig), Schillers Glocke und Handschuh, die Bibelgeschichte im Groben ohne die ganze Genese herunterbeten zu können. Und so weiter.

Drehen wir Deine Frage doch mal um: Warum sollte sich denn jemand damit beschäftigen? Wenn uns die Bibel eine Sache gelehrt hat, dann dass die Menschheit vor 2000 und 5000 Jahren schon genauso beschissen war wie heute. Es wurde immer gemordet, gestohlen, geraubt, belogen, betrogen, gemobbt, verraten, ... Es hat sich nichts geändert. Und das trotz Androhung des Fegefeuers und ewiger Höllenqualen. Heute droht nur noch ein Luxusknast mit Kabelfernsehen und Fitnessraum und es ist noch immer das Gleiche. Und die Märchen hatten wohl auch keinen sonderlichen Erfolg bei der Weltverbesserung. Da wundert es wenig, dass auch Hollywood versagt :)

[...] Edda hat nichts mit der Bibel zu tun.
Grimm auch nicht.

[...] Und Volkslieder, klar mache einen Thread auf, aber ich denke nicht, einer kennt Walter von der Vogelweide oder den Sinn der Bergvagabunden.
Du, ich bin sowieso der Ansicht, dass heute ein Text nicht flach genug sein kann, um in die "Top 10" einzusteigen. Stefan Remmler (selbst ja ein heller Kopf) hat es doch mit Trio und "Da Da Da" vorgemacht. Hat sich doch bis heute und Stefan Raabs "Wadde Hadde Du De Da" gehalten. In anderen Musikrichtungen wird es noch schlimmer, wie im HipHop. Da hört man häufig nur noch "Yeah, I fuck ya bitch, right here in my stolen car, muthafuckas in da house" etc; Wo sich einem die Fussnägel vor lauter Blödheit aufrollen. Mir würde es schon reichen, wenn die allermeisten Deutschen ein halbwegs vernünftiges Deutsch schreiben würden, ich greife doch nicht nach den Sternen und führe Walther von der Vogelweide an...

[...] Waum sollte ein Ungläubiger die Bibel kennen? Ich finde es interessant und ich kenne das Wort Neugierde, wenn ich jetzt nach Asien reisen würde und wüsste was ein Wat ist oder wenn ich nach Amerika fahre und wüßte was ein Indianer ist und wenn ich nach Europa gehe und wüsste was eine Kirche ist. Ich könnte mal eine sehen.
Gut, dann findest Du es interessant und beliest Dich darin. Das ist völlig ok. Warum erwartest Du, dass andere es ebenso interessant finden? Du hast einen Wissendurst, ein anderer fühlt sich in Einfältigkeit verdammt wohl. Der eine macht Abitur und möchte forschen, ein anderer geht am Fließband nach der Hauptschule auf. Der eine interessiert sich für Geschichte, ein anderer für Literatur, wieder ein anderer für Musik oder Wissenschaft. Wer legt eigentlich fest, was zur Allgemeinbildung gehört und was nicht? Meiner Ansicht nach sollten so einige Dinge selbstverständlich zur Allgemeinbildung gehören. Vor allem Dinge, die das tägliche Leben betreffen. Also ein Grundverständnis für Politik und Gesellschaftsformen, Marktwirtschaft und Wirtschaftsformen, mindestens eine Fremdsprache beherrschen und so weiter. Leider steuert Deutschland derzeit einen anderen Kurs. Und da fängst Du mit Bibel und Grimm an...

Gruß,
Photon
 
Nun, Photon deinem Beitrag kann ich im wesentlichen zustimmen. Aber bessere Horror-Geschichten als Grimms Märchen aus Hollywood? Welcher Film soll das sein?

hallo
Wenn nun Einer, das genügt, ernsthaft schreibt, dann lohnt es ich was zu schreiben, ausser ei di du und eiei. Grimm kommt nicht aus Hollywood sondern das sind deutsche Probleme. Es gibt keinen Bezug von Märchen und Kino. Über Kino kann bestimmt woanders geredet werden.
Gruss hbss
 
Ich hab jetzt nicht den ganzen Thread verfolgt, aber es ist wirklich ein wenig schade, dass solch sensationelle Geschichten in Vergessenheit geraten.

Pro Gebrüder Grimm ;)

Jay
 
Naja, vielleicht war "besser" das falsche Wort. Aber ich habe mich schon bei diversen Filmen mehr gegruselt, als bei Hänsel und Gretel oder dem Froschkönig. Ok, "besser" war definitiv falsch, weil Märchen ja auch immer eine Nachricht transportieren, was man von Hollywood-Filmen nicht behaupten kann. Da geht es nur um den Gruseleffekt :)

Nun haben ja nicht nur die Grimms Märchen gesammelt. Der Bechstein fällt mir da noch ein, wird aber wohl noch mehr gegeben haben. Und natürlich die Geschichten aus 1001 Nacht. Bleibt mir verschlossen, was das mit der Bibel zu tun hat. Wenn es nur darum geht, alte Weisheiten schön zu verpacken und zu transportieren, gibt es heute ganz andere Medien, die auch bei der breiten Masse des Volkes besser ankommen. Sei es nun Film, sei es Fernsehen, Hörbücher oder Radio.

Aber vielleicht noch eine Sache:

Es ist ja in der Wissenschaft so, dass sie viel mehr Zweifeln stand halten muss, als jede Religion. Der Glaube lebt davon, nicht bewiesen werden zu können, denn sonst wäre es ja kein Glaube, sondern Wissen. Soll heißen, dass eine Theorie eines Wissenschaftlers erst dann wahr ist, wenn sie nicht zu Tode falsifiziert werden kann. Bei der Religion ist es umgekehrt: Jemand behauptet etwas und entweder man glaubt es oder lässt es. Wird das Gegenteil bewiesen, wird es entweder ignoriert oder es bildet sich aus den noch ungeklärten Fragen der Wissenschaft eine neue Religion.

Zu der Frage, wie das Leben entstanden ist. Fakt ist, dass im Labor reproduzierbar nachgewiesen werden konnte, dass sich mit den Urelementen, die es auf der Urerde gab, organische Moleküle bilden. Dazu bedarf es Amonniak, Methan, Wasser und andere Spurenelemente. Wirken darauf massiv Blitze, Wärme und ein gewisser Druck ein, bildet sich nach einer gewissen Zeit eine grüne "Ursuppe". Das ist die chemische Evolution. Die biologische Evolution setzt mit dem ersten Einzeller ein, aus dem wir dann ja auch entstanden sind. Und dieser Schritt - praktisch der Übergang von der chemischen zur biologischen Evolution ist das eigentlich noch nicht vollständig geklärte "Geheimnis". Wenn das die Wissenschaft klären würde und im Labor reproduzierbar nachvollziehen könnte, wäre damit auch schon fast der Beweis erbracht, dass das Universum buchstäblich voll von Leben wäre. Praktisch wäre auf jedem Planeten, der in einer erdähnlichen Umlaufbahn um eine der unseren ähnlichen Sonne kreist, Leben dann nicht nur möglich, sondern sogar sehr wahrscheinlich.

Wenn man mich fragen würde, warum heute niemand mehr die Bibel kennt, dann wird es wohl daran liegen, dass die Religion von der Wissenschaft überrannt wurde. Früher wurde halt angenommen, dass die ersten Menschen aus was-auch-immer geschaffen wurden, heute weiß man es besser. Die Religionen haben sich dann angepasst und sagen: Ok, aber der Schritt zwischen chemischer und biologischer Evolution, den hat Gott (oder die Götter) vollzogen. Würde das ein Wissenschaftler behaupten, so wäre die nächste Frage an ihn: Gut, und woher kam Gott? Die Religion macht es sich da viel einfacher: Gott war schon immer da, er hat ja auch das Universum erschaffen (in Anlehnung an die wissenschaftliche Unfähigkeit, jemals vor die Zeit des Urknalls "schauen" zu können).

Nicht falsch verstehen: Ich finde es wichtig, dass ein Mensch an etwas glaubt. Sei es an einen die Geschicke lenkender Gott, an die unsterbliche Macht der Liebe, die eigene grenzenlose Kraft, von mir aus auch an übersinnliche Kräfte, Magie und Zauberei. Aber ich denke, man sollte die Bibel als ein Buch antiker Menschheitsgeschichte betrachten und als historisches Zeugnis früher Kulturen auch in Ehren halten. Und vielleicht als Quintessenz daraus mitnehmen, dass die Menschheit vor 2000, 3000 und 5000 Jahren schon genauso beschissen war, wie heute ;)

Gruß,
Photon

Der Bezug von Grimm und Bibel sind zwei Punkte. Es sind die meistverkauften Bücher und es kann keinen Sinn sie runterzulesen. Sonst ist Sterntaler einfach nur langweilig. Geh in Wald und sei nett und dann wird Gold geworfen. Haha. Also ohne das zu lesen ist es langweilig und wertlos. Klar kannst Du Glauben beweisen. Sonst kannst Du mit Glauben zb keine Kranken heilen. Die Wissenschaft sagt dann Zufall dazu. Das was Du schreibst hat nichts mit Religion zu tun sondern mit Popmusik. 100 sagen das ist gute Musik und schon verkauft sie sich. Die Beziehung von Religion ist auch falsch. Denn im alten Rom war es so wie heute. Es hat sich nichts geaendert. Natuerlich mache ich jetzt keinen Thread auf warum kein Mensch die Geschichte kennt wie zb Cicero oder Seneca oder Plato oder Goethe oder Napoleon III oder Otto der Grosse. Das ist falsch ueber die Entstehung von Gott, denn die Religion erklaert das und das steht in der Bibel, damit beisst sich die Katze wieder in den Schwanz.
Was ist Glauben wenn Du Glauben verlangst?
Ein Satz stimmt: Die Probleme die in der Bibel beschrieben werden wie Scheidung oder Missbrauch oder Drogen sind dieselben wie heute. Das sehe ich auch so.
Wie willst Du an Magie glauben. Das moechte ich sehen. Reitest Du auf Besen und fliegst gerade zum Fussballspiel. Das war wohl ein Scherz von Dir.

Gruss hbss
 
[...] Klar kannst Du Glauben beweisen. Sonst kannst Du mit Glauben zb keine Kranken heilen. Die Wissenschaft sagt dann Zufall dazu.
Aber Du kannst nicht den Focus Deines Glaubens beweisen: Gott/Allah/Manitu/... selbst. Für Deinen Glauben wird im Jahr 2008 wohl niemand mehr einen Beweis verlangen, weil es eigentlich niemanden mehr interessiert, an was Du glaubst und an was nicht. Das ist Dein Privatspaß.

Die Wissenschaft sagt auch keineswegs zu irgendetwas "Zufall". Weil es de facto keine Zufälle auf der Welt gibt. Wirf einen Würfel und das Ergebnis wird als "zufällig" bezeichnet. In Wahrheit ist es ein äußerst kompliziertes Zusammenspiel zwischen Wurfrichtung und aufgewandter Kraft. Dazu Erdanziehung und Erdrotation, Luftverhältnisse und Materialbeschaffenheit. Könnte man ein Gerät bauen, dass fast bis auf atomarer Ebene diese Faktoren berechnen und umsetzen könnte, könnte man bei jedem Wurf exakt das vorher gewünschte Ergebnis erzielen. Im Gegenteil sagt die Wissenschaft wenigstens ehrlich, dass sie eine Sache noch nicht verstanden hat und/oder noch nicht beweisen kann. Eine Religion denkt sich einfach etwas aus und das wird dann zum Dogma. Das ist der Unterschied.

[...] Was ist Glauben wenn Du Glauben verlangst?
[...]
Wie willst Du an Magie glauben. Das moechte ich sehen. Reitest Du auf Besen und fliegst gerade zum Fussballspiel. Das war wohl ein Scherz von Dir.
Naja, kann mir aber auch nicht vorstellen, dass innerhalb der letzten 2000 Jahre jemand das Rote Meer wiederholt geteilt hat. Wenn ein Mann 1 Woche auf einen Berg klettert, mit 2 Steintafeln wiederkommt und danach behauptet, dass ihm die Worte Gott persönlich geflüstert hat, dann kannst Du es glauben oder Du kannst es sein lassen.

Für mich ist die ganze Genesis eine Geschichte voller Magie und Zauberei. Da kommt Gott von [irgendwo] daher und baut einen Ball. Dann macht er Pflanzen, Tiere, Flüsse, Berge und Licht. Dann greift er in die Erde und formt aus Lehm (im Nahen Osten ein häufiges Bauelement) Adam. Adam ist langweilig, er schneidet ihm eine Rippe raus und baut daraus Eva. Die beiden poppen wie irre und so sind die Menschen entstanden. Sagt die Bibel.

Die 3 Hochasen (Odin, Vili und Ve) laufen am Strand spazieren, finden 2 leblose Baumstämme, eine Esche und eine Ulme (typische Baumarten in Europa). Odin gibt Leben und Atem, Ve (auch Lodur/Loki) gibt Blut und Farbe, Vili (auch Hoenir) gibt Empfindung und Bewusstsein. Die beiden poppen wie irre und so sind die Menschen entstanden. Sagt die Edda.

Prometheus stieg vom Himmel hinab, weil er meinte, dass der Erde ein vernunftbegabtes Wesen fehlte und von Zeus entthront wurde. Er nahm Wasser und Ton und formte daraus ein Ebenbild der Götter. Er nahm die Seelen der Tiere und schloss sie in das Gebilde ein. Die Gattin Zeus', Athene, hauchte diesen Gebilden dann Leben ein. Daraus entstand das Menschengeschlecht auf Erden. Sagten einst die Griechen.

In allen 3 Fällen glaubst Du es oder Du lässt es bleiben. Also ich empfinde das schon als Magie, wenn übersinnliche Wesen Leben aus Ton, Lehm oder toten Baumstämmen erschaffen. Die Wissenschaft ist da nüchterner und liest sich weniger spannend: Man teilt die Evolution in chemische und biologische Evolution. Aus anorganischen Stoffen wie Methan, Ammoniak, Wasser,... und unter Einwirkung von Wärme und Blitzen entstehen organische Moleküle. Die biologische Evolution setzt mit dem ersten einzelligen Lebewesen ein. Und dieser kleine, aber sehr wichtige Sprung ist noch nicht geklärt. Weil es eben noch unklar ist, stellt es eine riesige Hürde dar in der Erklärung, wie das eigentliche Leben auf der Erde entstanden ist. Klingt irgendwie trotzdem nicht nach Magie.

Jeder kann nun für sich entscheiden, an was er glauben möchte. Wenn jemand krank ist und gesund werden möchte, dann kann er an Gott glauben, zu ihm beten und hoffen, dass er ihn heilt. Manchmal klappt das sogar, wenn der Glaube Berge versetzt. So gab es wohl schon Fälle, da ist ein Krebsgeschwür im Körper einfach wie von selbst verödet. Man kann es ein Wunder nennen, man kann aber auch sagen, dass man das Zusammenspiel von Körper und Geist wissenschaftlich noch nicht genug untersucht hat. Man kann auch an die Wissenschaft glauben und hoffen, dass noch vor dem eigenen Tod eine Heilmethode zur Verfügung steht, die wenigstens 50% Erfolgsaussichten hat. Man kann aber auch an Harry Potter glauben, der dann auf einem Besen vorbeigeflogen kommt, den Besen in den Arsch steckt und die Krankheit wegzaubert.

Völlig egal, an was ein Mensch glaubt. Jedem Gläubigen geht es besser, er ist zufriedener und insgesamt glücklicher. Und nur das zählt. Wenn jemand statt an die Märchen der Bibel lieber an die Märchen der Grimms glaubt, dann sei ihm das gegönnt. Ich würde an Deinerstatt lieber beklagen, dass immer mehr Menschen heute nur noch an die Macht des Geldes glauben und damit niemals glücklich und zufrieden werden können.

Gruß,
Photon
 
Naja gut, das ist jetzt nicht mehr zu ändern, man kann trotzdem hier noch immer posten.


Keine Ahnung, vermutlich nicht. Ich meinte damit eigentlich eher - obwohl ich davon ausgehe, dass Du ganz genau weißt, was ich damit sagen wollte - dass das hier ein Diskussionsforum ist und folglich zum diskutieren gedacht ist. Ein Mitlesender schreibt meist auch ein paar Gedanken zum Thema, ein stiller Mitleser eben nicht. Kann aber auch gut sein, dass die anderen singen, ich mach' das jedenfalls nicht.


Gut, also lautet Deine Initialfrage eigentlich nicht: "Warum kennt keiner mehr Grimm und Bibel", sondern "Warum liest keiner mehr klassische Literatur". Und die Antwort auf diese Frage ist doch bedeutend einfacher: Weil kaum noch jemand überhaupt liest. Nimm von mir aus mich als Beispiel. Ich muss berufsbedingt laufend Fachbücher lesen, mich auch laufend weiterbilden. Was werde ich nun noch an Zeit und Interesse aufbringen, mich mit weiterführender Allgemeinbildung zu beschäftigen? Ich kenne die Bibel so weit, wie es mir wichtig und nötig erscheint. Und ich kenne längst nicht alle Märchen der Grimm-Sammlung, aber ich kenne auch nicht alle Gedichte von Goethe. Aber muss ich das? Würde ich sicher alles nachholen, bevor ich mich auf Jauchs Stuhl setze, aber wozu vorher? Mir reichen die bekanntesten, wie Faust (den Osterspaziergang kann ich noch immer auswendig), Schillers Glocke und Handschuh, die Bibelgeschichte im Groben ohne die ganze Genese herunterbeten zu können. Und so weiter.

Drehen wir Deine Frage doch mal um: Warum sollte sich denn jemand damit beschäftigen? Wenn uns die Bibel eine Sache gelehrt hat, dann dass die Menschheit vor 2000 und 5000 Jahren schon genauso beschissen war wie heute. Es wurde immer gemordet, gestohlen, geraubt, belogen, betrogen, gemobbt, verraten, ... Es hat sich nichts geändert. Und das trotz Androhung des Fegefeuers und ewiger Höllenqualen. Heute droht nur noch ein Luxusknast mit Kabelfernsehen und Fitnessraum und es ist noch immer das Gleiche. Und die Märchen hatten wohl auch keinen sonderlichen Erfolg bei der Weltverbesserung. Da wundert es wenig, dass auch Hollywood versagt :)


Grimm auch nicht.


Du, ich bin sowieso der Ansicht, dass heute ein Text nicht flach genug sein kann, um in die "Top 10" einzusteigen. Stefan Remmler (selbst ja ein heller Kopf) hat es doch mit Trio und "Da Da Da" vorgemacht. Hat sich doch bis heute und Stefan Raabs "Wadde Hadde Du De Da" gehalten. In anderen Musikrichtungen wird es noch schlimmer, wie im HipHop. Da hört man häufig nur noch "Yeah, I fuck ya bitch, right here in my stolen car, muthafuckas in da house" etc; Wo sich einem die Fussnägel vor lauter Blödheit aufrollen. Mir würde es schon reichen, wenn die allermeisten Deutschen ein halbwegs vernünftiges Deutsch schreiben würden, ich greife doch nicht nach den Sternen und führe Walther von der Vogelweide an...


Gut, dann findest Du es interessant und beliest Dich darin. Das ist völlig ok. Warum erwartest Du, dass andere es ebenso interessant finden? Du hast einen Wissendurst, ein anderer fühlt sich in Einfältigkeit verdammt wohl. Der eine macht Abitur und möchte forschen, ein anderer geht am Fließband nach der Hauptschule auf. Der eine interessiert sich für Geschichte, ein anderer für Literatur, wieder ein anderer für Musik oder Wissenschaft. Wer legt eigentlich fest, was zur Allgemeinbildung gehört und was nicht? Meiner Ansicht nach sollten so einige Dinge selbstverständlich zur Allgemeinbildung gehören. Vor allem Dinge, die das tägliche Leben betreffen. Also ein Grundverständnis für Politik und Gesellschaftsformen, Marktwirtschaft und Wirtschaftsformen, mindestens eine Fremdsprache beherrschen und so weiter. Leider steuert Deutschland derzeit einen anderen Kurs. Und da fängst Du mit Bibel und Grimm an...

Gruß,
Photon


Allein weil einige wenn sie das lesen, vor Wut gegen den Drucker treten, lohnt sich das Schreiben.Stimmt, es wird nicht gelesen und das ist hier im Thread auch zu sehen. Es gab mal eine Untersuchung der Uni, der Mensch kann nur 5% des Textes verstehen. Das ist auch mein Eindruck hier. Es geht ja nicht um alle sondern um eines oder keines. Sterntaler ist kurz aber kein Mensch liest es. Warum lesen? Weil ich sage lesen oder lassen, weil halblesen ist nur Zeitverschwendung. Und das ist das Thema. Den Partner mal sehen und nicht kennen oder gar verstehen. Oder genauso hier: Ein Buch kennen und schimpfen darüber und keine Ahnung haben davon. Die über die Hölle schimpfen wissen gar nicht was es ist.

Danke für den langen Beitrag.
 
Krass gibts den Thread immer noch!? hbss hat auch fleißig rote Punkte gesammelt. :D
jub, hab heut nen gedankenblitz gehabt , nachdem ich nen paar youtube videos über creationism und intelligent design gesehn hab. da gabs doch sonne diskusion auf klamm. und hier bin ich :mrgreen:
der gute hbss... ^^
 
Ich hab jetzt nicht den ganzen Thread verfolgt, aber es ist wirklich ein wenig schade, dass solch sensationelle Geschichten in Vergessenheit geraten.

Pro Gebrüder Grimm ;)

Jay

Es geht nicht um Vergessen. Sondern so wie den Ehepartner anschauen aber nicht mit ihm reden oder mit den Eltern.
 
wenn ich menschen frage, dann sagen sie

die bibel ist langweilig
brueder grimm und maerchen ist langweilig.

wenn ich aber frage:

was steht da drin dann kommt:
keine ahnung.

warum ist das so.



zb wenn ich frage.


was ist der sinn vom gestiefelten kater.
antwort ist keine ahnung.


oder zur bibel:
warum hat kain den abel erschlagen.
auch dann kommt : keine ahnung.



warum ist das so?
Ich kenne viele Märchen von den Gebrüdern Grimm noch aus der Kinderzeit. Und ich finde es eigentlich schade, dass viele diese Zeiten (wo man von diesen Geschichten noch fasziniert war) so in Vergessenheit geraten können.

Was die Kirche angeht, so bin ich froh das Deutschland diesen totalen Käse vergißt! Ist doch alles nur Lügenmärchen um die Leute dazu zu bewegen irgendwelchen Idioten Geld für unnütze Illusion rauszuhauen! Diese Scheiß Kirche behindert und behinderte Forschung und Wissenschaft! Diese Sekte sollte endlich gesetzlich verboten werden (übrigens streng geschichtlich betrachtet war das Christentum in seinen Anfängen durchaus eine Sekte!).
 
bitteeeeee winti sags mir :(

Er meint, daß die Menschen die Märchen zwar nicht komplett vergessen ("anschauen"), aber sich nicht mit dem Inhalt auseinandersetzen ("nicht mit ihm reden"). Anscheinend sieht er sowohl in den Volksmärchen als auch in der Bibel das Potenzial, die heutige Welt "besser" zu machen.
 
Er meint, daß die Menschen die Märchen zwar nicht komplett vergessen ("anschauen"), aber sich nicht mit dem Inhalt auseinandersetzen ("nicht mit ihm reden"). Anscheinend sieht er sowohl in den Volksmärchen als auch in der Bibel das Potenzial, die heutige Welt "besser" zu machen.
Also lohnt es sich doch mit den Antworten von hbss genauer auseinander zu setzen? Für mich klang es bisher immer so, als würde er im leicht bis stark alkoholisierten Zustand schreiben. Teils tiefsinnig, teils zusammenhanglos. Teils hoch philosophisch, teils Thema verfehlt.

Aber auch mir dauert es zu lange, immer Tage, Wochen oder Monate auf eine Antwort zu warten. Bis dahin habe ich ja längst vergessen, worum es überhaupt geht ;)

Gruß,
Photon
 
Man kann sich, wenn man sich mit seinem Wirrwarr auseinandersetzt, sicherlich etwas zusammenreimen, was dann auch einen Sinn ergibt. Allerdings klappt das ebenso gut bei den Grimmschen Märchen, der Bibel und Nostradamus.
Ob sich das lohnt, kann man leider erst hinterher sagen.