Warum immer den Dienst für den Staat umgehen?

Linzer86 schrieb:
Ja, und genau DIESE Leute gehören weg, weil ein 18jähriger Grundwehrdiener, der zum Bundesheer (oder in Deutschland Bundeswehr ..) muss, kann nichts dafür, dass solche Leute zuhause nichts zu melden haben.

Solche Typen gibbet auch auch zu Hauf in der Wirtschaft. Pappas Sohn,
Mutters Tocher, die in einer Firma 'nen netten Posten haben und ihre
Ahnungslosigkeit und Unsicherheit an ihren Mitarbeitern auslassen.
Trotzdem gehst du doch auch arbeiten oder? Da hält man die Faust in der
Tasche und zu passender Gelegenheit "schlägt" man eben zurück.

(Ich musste am eigenen Leib erfahren was passiert, wenn ich mit meinen
Soldaten nicht fair und angemessen umgehe. Harte Schule sag ich dir:mrgreen:)

Für mich ist das aber kein Grund total zu verweigern oder sich zu drücken.
 
das_makro schrieb:
theHacker schön das du meinen Post nicht als persönlichen Angriff
genommen hast. Du musstest nur herhalten, weil ich Aussagen wie deine
schon sehr, sehr oft gehört habe.
Ich weiß. Ich kenne das, wenn ich eines meiner Frustpostings verfasse, wo auch der Nächstbeste als Aufhänger herhalten muss :mrgreen:
das_makro schrieb:
Ja sicher, die einen mögen die 9 Monate als verlorene Zeit ansehen,
weil sie a) nicht gefordert wurden ( wie bei dir) [...]. Die a) Fraktion kann ich schon irgendwie verstehen;)
Es gibt aber durchaus Leute, die beim Bund eben komplett falsch sind.
Und da verstehe ich eben nicht, warum ich solche nicht ihr Studium machen lass. Warum soll nicht jeder frei entscheiden dürfen, ob er Bundeswehr (oder überhaupt einen Dienst) ableistet ?

Wenn ich es jedem freistelle, kann mir keiner mehr mit dem Egoistik-Argument kommen.
 
Ich bin auch kein Freund davon junge Männer zum Dienst an Waffe zu
verpflichten. Aber die Wehpflichtigen sind und bleiben die geilsten
Kontrollorgane der deutschen Armee. Die Jungs kennen keine Gnade wenn
es darum geht Verfehlungen und Staftaten auf zu decken.
Würde das in einer Berufsarmee auch so klappen?

Des weiteren bin ich der festen Überzeugung das gerade eine Mischung
aus Wehrpflichtigen und Zeit/Berufssoldaten die Quallität der Truppe
ausmacht.
Jaaa, ich höre schon förmlich die Meckerheinis:mrgreen: Aber Fakt ist das die
deutsche Armee einen guten Ruf (bekommen) hat. Die Führungsspitzen
anderer Armeen beneiden uns um Erungenschaften wie die "innere Führung"
und der Tatsache das die Soldaten zum selbsständigen Handeln angetrieben werden. Der Anschein mag zwar anders sein (Bei einer Wassertiefe von
1,20m setzt der Soldat selbstständig mit Schwimmbewegungen ein)
aber das ist Fakt. Ich selber habe z.B sehr gute Erfahrungen nicht
mit Befehlstaktiken, sondern ausschließlich mit mit Auftragstaktiken
gemacht. Das ist z.B bei den Amis nicht oder nur in speziellen Einheiten
möglich. Dort geht nämlich oft der zur Armee der keinen anderen Job
bekommt, weil er schlicht weg zu blöde ist.
Aber gut, das wird jetzt zu speziell und passt schon fast nicht mehr ins
Thema.
 
das_makro schrieb:
Aber die Wehpflichtigen sind und bleiben die geilsten
Kontrollorgane der deutschen Armee. Die Jungs kennen keine Gnade wenn
es darum geht Verfehlungen und Staftaten auf zu decken.
Das stimmt, und das ist auch gut so ... Ich hab auch nichts auf mir sitzen lassen, warum auch!?

das_makro schrieb:
Solche Typen gibbet auch auch zu Hauf in der Wirtschaft. Pappas Sohn,
Mutters Tocher, die in einer Firma 'nen netten Posten haben ....
Stimmt, nur in der zivilen Wirtschaft kann ich kündigen, beim Heer geht das als Grundwehrdiener nicht ...

das_makro schrieb:
(Ich musste am eigenen Leib erfahren was passiert, wenn ich mit meinen
Soldaten nicht fair und angemessen umgehe. Harte Schule sag ich dir:mrgreen:)
Tja, dann wirst du es dir schon verdient haben ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
@Linzer, du musst beim Bund nicht kündigen, du kannst den normalen Dienstweg einhalten oder an der Wehrdienstbeauftragten schreiben, damals Dr. P*nner war extrem fix, der hatte Post aus Coesfeld bekommen und war keine 2 Tage später mit kompletter Untersuchungstruppe bei uns und wollte alles sehen, alles wissen, alles hören. So far...
 
Linzer86 schrieb:
Ja, und genau DIESE Leute gehören weg, weil ein 18jähriger Grundwehrdiener, der zum Bundesheer (oder in Deutschland Bundeswehr ..) muss, kann nichts dafür, dass solche Leute zuhause nichts zu melden haben.

Das sind doch i.d.R. alles Vorurteile, bzw. findest Du nur solche leute dort, wo die entsprechenden Rekruten landen...

Und das erste was uns gelehrt wurde, waren Sachen wie Dienstgrade, Befehlshierarchien, die ja nicht nur davon abhängen, was man auf der Schulter hat, Rechte und Pflichten des GWDL etc...

Von daher mussten wir uns immer zusammenreißen, wenn uns der UvD Liegestütze androhte, weil nicht sein Ding...

gruss kelle!
 
Also ich wollte net zur Bundeswehr, weil mich das ein Jahr meines Lebens für nichts und wiedernichts kostet...oke haben mich dann eh wegen untergewicht ausgemustert (lol und ich hatte alle krankheiten etc. rausgesucht^^) aber oke, ergebnis ist das was zählt :)
 
das_makro schrieb:
Die BW ist aber die EINIGE Institution, die innerhalb weniger Stunden zig Tausend Menschen mobilisieren kann, die abertausend Tonnen an
Material, Ausrüstung und eine menge Erfahrungen an einen Kriesenherd
bringen können.
Es geht hier aber nicht um die Bundeswehr, sondern um die Wehrpflicht. Und da ist der Wehrpflichtige weder besonders ausgebildet noch besonders ausgerüstet. Die füllen oder transportieren hauptsächlich Sandsäcke. Das ist natürlich lobenswert, rechtfertig aber nicht die Sinnlosigkeit der Wehrpflicht.

Jeder denkende Mensch muß sich an Kopf greifen, wenn er an die Wehrpflicht denkt. In der Grundwehrzeit noch militärischer Drill (wenn man das überhaupt heut noch so nenen kann), den man einfach über sich ergehen läßt (ist ja eh zeitlich knapp begrenzt), und danach, je näher das Ende naht, Leerlauf, sinnfreie Beschäftigungsmaßnahmen und Langeweile pur. Nutzen?! Persönlich keine, für die Allgemeinheit weiß ich nicht. Schaden: Keinen. Was bleibt: Nette Anekdoten wenn man zusammen mit paar Ex-Bundis Bierchen trinkt.

@topic:
Nunja, wer identifiziert sich denn mit dem Staat (stichwort "die da oben")? Egoismus, Ellenbogengesellschaft, Konsum - wer interessiert sich da noch für die Gemeinschaft/Allgemeinheit!? 'ne Minderheit, weshalb es auch nicht verwundert, daß sich die meisten um ihre Pflichten drücken - und dazu gehört eben dieser Zwangsdienst.
Der gehört meines Erachtens abgeschaft, aber wenn man nun unbedingt meint, diesen aufrecht zu halten, dann sollte man mehr gleichwertige Alternativen schaffen. Katastrophenschutzausbildung bei THW oder Feuerwehr, Zivildienst, freiwilliges soziales Jahr usw. Auf jeden Fall sollte es mehr gewürdigt werden - finanziell als auch gesellschaftlich. Nur steht gerade zweiterem der Zwang entgegen.
 
Ich bin erst seit einem Monat Zivi und bin schon jetzt (oder noch?) der Meinung, dass der soziale Dienst eine Erfahrung ist, die einfach wichtig ist. Ich würde sie vielleicht sogar wichtiger als einen Real- oder Hauptschulabschluss einordnen. Oder zwingend erforderlich für einen Schulabschluss machen. Hätte ich den Zivildienst vor der Schule gemacht, bzw vor dem Abitur, bin ich mir sicher, dass ich mit einer ganz anderen Einstellung in die Schule gegangen wäre. Ich arbeite mit behinderten Menschen und entdecke ganz neue soziale Kompetenzen in mir.
Also mir tut eigentlich jeder leid, der ausgemustert wurde oder meint sich ausmustern zu lassen. Nebenbei verdient man nicht unbedingt schlecht. Etwa 500-600€ immerhin.

Ich wäre übrigens für ein Soziales Jahr für alle. Egal ob Männlein oder Weiblein. Oder als Alternative einen freiwilligen Wehrdienst.
Das wäre das Sinnvollste meiner Meinung.

mfg
 
perlini schrieb:
und danach, je näher das Ende naht, Leerlauf, sinnfreie Beschäftigungsmaßnahmen und Langeweile pur.

Ich sehe, Du verallgemeinerst gerne...
Frag doch mal die Leute, die mit nem Führerschein vom Bund zurückkommen.
Oder mit ner guten Ausbildung im Sanitätsbereich...

Aber lassen wir das lieber...

Und finanziell?
Zu meiner Zeit waren es irgendwo um die 17 DM pro Tag, plus 6 DM Entfernungszulage, plus mind. 22 DM Essensgeld fürs Wochenende.
Zudem wurde, sofern eine eigene Wohnung vorhanden war, diese finanziert.
Essen gabs kostenlos, Klamotten brauchte man in dem jahr auch nicht großartig...

Ich weiß nicht, was alle wollen.

Abgesehen davon, wärest Du dafür, 20% Mwst zu zahlen, nur damit die Grundis und Zivis mehr Geld bekommen?

gruss kelle!
 
Kelle schrieb:
Ich sehe, Du verallgemeinerst gerne...
Frag doch mal die Leute, die mit nem Führerschein vom Bund zurückkommen.
Oder mit ner guten Ausbildung im Sanitätsbereich...
Ähm, ich seh jetzt zwar nicht den Zusammenhang mit dem, was du von mir zitiert hast, das mit der Verallgemeinerung und den Beispielen, aber lassen wir das. :mrgreen:
Kelle schrieb:
Und finanziell?
Zu meiner Zeit waren es irgendwo um die 17 DM pro Tag, plus 6 DM Entfernungszulage, plus mind. 22 DM Essensgeld fürs Wochenende.
Zudem wurde, sofern eine eigene Wohnung vorhanden war, diese finanziert.
Essen gabs kostenlos, Klamotten brauchte man in dem jahr auch nicht großartig...
Wenn das alles so verlockend ist - vielleicht noch den Führerschein dazu - warum der Zwang!?
Kelle schrieb:
Abgesehen davon, wärest Du dafür, 20% Mwst zu zahlen, nur damit die Grundis und Zivis mehr Geld bekommen?
Kann ja auch später über steuerliche Vorteile oder ähnliches erfolgen.
 
perlini schrieb:
Wenn das alles so verlockend ist - vielleicht noch den Führerschein dazu - warum der Zwang!
Die Wehrpflicht in Deutschland gibt es deshalb, weil man die Truppe so
besser unter Kontrolle hat. Die Wehrpflichtigen sind dabei das wichtigste
und gleichzeitig schärfstes Kontrollorgan, was es in Deutschland gibt.
Zusammen mit den Grundsätzen der "inneren Führung" ist es
wahrscheinlich das beste Kontrollorgan der Welt.
Du hast schonmal was vom Staat im Staate gehört?


Kann ja auch später über steuerliche Vorteile oder ähnliches erfolgen.
Neee, is klar:roll:
 
das_makro schrieb:
Die Wehrpflicht in Deutschland gibt es deshalb, weil man die Truppe so
besser unter Kontrolle hat. Die Wehrpflichtigen sind dabei das wichtigste
und gleichzeitig schärfstes Kontrollorgan, was es in Deutschland gibt.
Zusammen mit den Grundsätzen der "inneren Führung" ist es
wahrscheinlich das beste Kontrollorgan der Welt.
Du hast schonmal was vom Staat im Staate gehört?
Und unter dem Gesichtspunkt sind auch die Skandale, die bei der BW ans Licht kommen, einer nach dem anderen, nicht so schlimm. Denn sie beweisen, daß dieses System funktioniert.
 
Also ich war beim Bund (damals noch 12 Monate) und möchte die Zeit nicht missen. Habe dort meinen Führerschein gemacht, ne Sani-Ausbildung erhalten und, und, und... Natürlich war auch viel Unsinn dabei, das gebe ich gerne zu.

Wenn jemand sich dem Bund verweigert finde ich persönlich das ok - dann muss aber ein Ersatzdienst geleistet werden. Davon abgesehen ist die heutige Einberufung in den Wehrdienst aufgrund der Ungleichheit eh etwas ramponiert - es erwischt ja bei weitem nicht jeden!

Abgesehen von all dem Für und Wider eines Staatsdienstes bin ich sowieso für ein soziales Jahr für alle - egal ob Männchen oder Weibchen, egal ob theoretisch ausmusterungsfähig oder nicht. Wer will kann dann ersatzweise auch zum Bund gehen.
Ein soziales Jahr hat in meinen Augen die Vorteile, das vor allem junge Menschen die grade aus der Schule fallen mal etwas anderes kennenlernen, Hilfsbereitschaft lernen und auch eine gewisse Moral entwickeln, die in der Schule verloren gegangen sind. Schließlich wird so wie ich das sehe heute schon im Kindergarten nur noch auf Wettbewerb und Ellbogen hingearbeitet. Ein wenig mehr soziale Kompetenz könnte man schon erlangen - wie ein Kollege der im einem Heim für geistig Behinderte arbeitet so schön sagt: "3/4 der Behinderten hier haben eine weit höhere soziale Kompetenz als 90% der Führungskräfte in Politik und Wirtschaft" :-?
Und ein solches Jahr sehe ich nicht als verloren an - und die Argumente :"Ich könnte dann schon was aufbauen....". ´Warum muss man in Deutschland noch 12 Jahre zur Schule gehen wenn man sein ABI bauen will? Ich kann mich erinnern das das Jahr 12 nur Leerlauf hatte und in anderen Ländern ist es duraus möglich das ganze in 11 Jahren abzuhandeln (Wird das nicht bei uns irgendwo auch schon gemacht - bin grade nicht sicher).
 
Erinnert ihr Euch noch an das Hochwasser in Deutschland?
Wisst ihr wer da Seite an Seite mit dem THW Dämme gebaut und verstäkrt hat?
Richtig. Die Bundeswehr und da waren massig GWDL FWDL10-23, FWDL+ SaZ, und BS dabei, wenn nun mla eben ein paar hundert Tausend Menschen fehlen, lassen wir das nächste Mal die Bürger halt absaufen mit all ihrem hab und Gut.

Beim Bund geht es nicht immer ums schießen oder töten.
 
Cybo schrieb:
wenn nun mla eben ein paar hundert Tausend Menschen fehlen, lassen wir das nächste Mal die Bürger halt absaufen mit all ihrem hab und Gut.

Beim Bund geht es nicht immer ums schießen oder töten.
Ähm, es werden jährlich nur ca. 130.000 gezogen. Und ist ja nicht so, daß wenn keine Wehrpflicht mehr gibt, daß es keine Soldaten mehr gibt. Gibt genug Freiwillige bei der Arbeitsmarktsituation. Deswegen muß keiner absaufen.
 
perlini schrieb:
Ähm, es werden jährlich nur ca. 130.000 gezogen. Und ist ja nicht so, daß wenn keine Wehrpflicht mehr gibt, daß es keine Soldaten mehr gibt. Gibt genug Freiwillige bei der Arbeitsmarktsituation. Deswegen muß keiner absaufen.

~160.000 GWDLer...

Ähm, das Problem ist, bezahle mal die Freiwilligen, GWDLer sind relativ günstig.

SaZ/Bs gibt es dann noch ein paar mehr, richtig, die sind aber in Auslandseinsätzen oder müssen andere Aufgaben wahrnehmen.
 
perlini schrieb:
Ähm, es werden jährlich nur ca. 130.000 gezogen. Und ist ja nicht so, daß wenn keine Wehrpflicht mehr gibt, daß es keine Soldaten mehr gibt. Gibt genug Freiwillige bei der Arbeitsmarktsituation. Deswegen muß keiner absaufen.

Es st aber so, dass es einen unterschied zwischen SaZ, BS und den GWDLs gibt.

Sowohl von Ausbildung wie auch Verwendung her.
Gibt es keine GWDLs mehr, wird die Struktur der Truppe sich sicherlich stark ändern, evtl. wird sie personell schrumpfen, oder aber neu ausgerichtet.

Zur Zeit klagt die Bundeswehr, dass sie mit den derzeitigen Auslandseinsätzen am Rande der Belastbarkeit ist.
Ersetz mal die GWDLs durch Profis, dann hat die BW genug Luft, hier und da Ihre Truppen zu verstärken, großzügigere Erholungspausen einzurichten, die Truppenstärke bei gleicher Leistung zu reduzieren...

Ergebnis: Es sind zum Schluss weitaus weniger Sandsackschlepper da als beim letzten mal...

gruss kelle!