Warum immer den Dienst für den Staat umgehen?

Kelle schrieb:
Leuteleute, bevor hier einer über innere Sicherheit und Sinn und Zweck der Wehrpflicht diskutiert, denkt mal an die letzten paar Hochwasser.

Ohne Bundeswehr mit vielen Wehrpflichtigen hätte es sicher schlimmer ausgesehen.

Keine andere Institution hier in Deutschland kann so schnell so viele gut ausgerüstete Personen für Katastrophenbewältigung bereitstellen wie die BW.

Aber bei diversen Antworten merkt man schon, dass doch die Anzahl der egoistischen Ar***löcher zunimmt.

Andere Institutionen können das durchaus auch, denk mal an das THW oder die Feuerwehr. Überhaupt die ganzen Einrichtungen die sich im Katastrophenschutz betätigen.
Sicher trägt die BW ihren Teil dazu bei aber sie jetzt als einzige Institution hinzustellen is ein wenig übertrieben..
 
climax3000 schrieb:
Andere Institutionen können das durchaus auch, denk mal an das THW oder die Feuerwehr. Überhaupt die ganzen Einrichtungen die sich im Katastrophenschutz betätigen.
Sicher trägt die BW ihren Teil dazu bei aber sie jetzt als einzige Institution hinzustellen is ein wenig übertrieben..

Die BW ist aber die EINIGE Institution, die innerhalb weniger Stunden
zig Tausend Menschen mobilisieren kann, die abertausend Tonnen an
Material, Ausrüstung und eine menge Erfahrungen an einen Kriesenherd
bringen können.
Sicherlich THW und Feuerwehr haben sehr, sehr gute Spezialisten aber
der THW ist relativ klein und die Feuerwehren mehr auf lokale Katastophen spezialisiert.
 
Zuletzt bearbeitet:
in der Schule waren ein paar beim Bund und die haben dort anscheinend nur scheisse gemacht

- mit dem Panzer 80..90 km/h gefahren und dann VOLLBREMSUNG.. statt langsamer Bremsung. Der Ausbilder oder was das war, saß oben drauf und der Panzer ging hinten hoch.. der Ausbilder dachte er müsst sterben :mrgreen:

- mitten in der Nacht als Soldaten "verkleidet" und MG in der Hand sind sie in irgendwelche Zimmer gestürmt und haben den anderen Angst gemacht und aus dem Bett geschmissen :mrgreen:

- ausversehen scharfe Munition in den Wald mitgenommen und einem in den Rücken geschossen 8O


und lauter so scheiss :p
 
Hups, hier kamn ja mehr Resonanz, als ich erwartet hätte.
Da ich nicht jeden persönlci zitieren will, fasse ich mal zusammen und kläre auch noch etwas auf, weil mich viele falsch verstanden haben.

Ich aktzeptiere grundsätzlich jeden, der einen Ersatzdienst leistet. Darum ging es mir eigentlich weniger. Mir ist nur sauer aufgestoßen, dass hier im Forum immer mehr Threads aufgemacht werden, in denen sich Tipps zur Umgehung des Staatsdienstes eingefordert und auch gegeben werden. Und diese gehen alle in Richtung Ausmusterung, welches gleichzeitig heißt, dass auch kein Ersatzdienst zu leisten ist. Und das finde ich, genauso wie Kelle egoistisch. Bei der Erstellung des Threads habe ich zu engstirnig gedacht, weil alles über die Bundeswehrmusterung geht und habe damit die vielfältigen Ersatzdienste hinten an gestellt. SORRY

Deshalb habe ich auch gleich mal den Titel des Threads geändert.

Nein, ich habe keine Statistik für die Entwicklung der Verweigerer vorliegen, aber das macht ja nach obigen Ausführungen auch keinen Sinn mehr. Aber auch aus anderen Gründen. Die BW zieht immer weniger Rekruten ein, btw. werden immer weniger Wehrdiensttaugliche erfasst. Somit geht auch die Zahl der Verweigerer runter. Höchstens prozentual könnte man das noch ausweisen, aber auch da denke ich, dass die Statistik durch die weniger Wehrerfassten nicht mehr respektabel wäre.

An die Leuts, die Bedrohungen aus den Nachbarstaaten nicht glauben, möchte ich zugeben, dass ich auch nicht daran glaube. Aber man darf nicht so in diesen engen Grenzen denken. Eine staatliche Souverenität spiegelt sich leider auch heute noch in der wirtschaftlichen Unabhängigkeit und der militärischen Unverwundbarkeit. Wir haben immer noch genug Staaten auf der Welt mit kommunistischen und diktatorischhen Regierungen. Deren einziger Wunsch ist, ihren Machtanteil zu steigern. Deutschland beweist derzeit durch die vielen Auslandseinsätze eine hohe Militärpräsenz, deshalb leugnen wir eine große Armee und somit Sicherheit vor. Aber für die Heimabwehr stehen so gut wie keine Soldaten mehr zur Verfügung. Und die Wehrpflicht ist der letzte Faktor, der die s.g. HVK (Hauptverteidigungskräfte) überhaupt noch sinnvoll macht.

Und an die, die einfach nur finazielle Interessen hatten, möchte ich mal die Frage stellen, wem sie es zu verdanken haben, dass sie diese finanziellen Dinge tun konnten. Wer sichert denn noch so halbwegs die Möglichkeit ab, dass in diesem Staat nioch etwas verdient werden kann? Antwort: Die vielen Freiwilligen, die für einen Hungerlohn staatliche Sicherheiten abdecken. Ob Feuerwehr, Polizei, Wehrpflichtige und Zeit- Berufssoldaten, Beamte, Zivis etc.;)
 
Zuletzt bearbeitet:
kopi-marl schrieb:
[...]
Und an die, die einfach nur finazielle Interessen hatten, möchte ich mal die Frage stellen, wem sie es zu verdanken haben, dass sie diese finanziellen Dinge tun konnten. Wer sichert denn noch so halbwegs die Möglichkeit ab, dass in diesem Staat nioch etwas verdient werden kann? Antwort: Die vielen Freiwilligen, die für einen Hungerlohn staatliche Sicherheiten abdecken. Ob Feuerwehr, Polizei, Wehrpflichtige und Zeit- Berufssoldaten, Beamte, Zivis etc.;)

Mein Reden! Ich bekomme auch immer einen Hals wenn ich lese oder höre
das man sich wegen des Geldes drücken will.
Wie Kelle schon schrieb: Alles Egoisten...

Ich wollte von dem Verein anfangs auch nichts wissen und bin als
langhaariger Bombenleger nach Mönchengladbach gefahren um
mich in meine Grundausbildungseinheit einziehen zu lassen. Das war 1995.
Obwohl ich bei meiner späteren Einstellung zum SaZ die Bereitschaft
zu Auslandseinstätzen bekunden musste, hab ich meine Unterschrift
unter den Vertag gesetzt.
Wenn ich daran denke wie es war als wir mit zig LKW, beladen mit
Hilfsgütern zum Oder- Hochwasser gefahren sind, bekomme ich noch Heute
Gänsehaut.
Sicherlich hat es auch Momente gegeben an die ich heute garnicht mehr
gerne zurückdenke aber alles in allem bin ich stolz darauf dabei gewesen
zu sein.
 
Wer sichert denn noch so halbwegs die Möglichkeit ab, dass in diesem Staat nioch etwas verdient werden kann?
der steuerzahler... und jeder "mogler" zahlt im normalfall nunmal ein jahr früher seine steuern. wenn man dann noch bedenkt,dass die wohl genug leute haben (sonst würden die ja mehr ziehen .oO?!), kann ich das noch eher nachvollziehen. für mich persönlich wär das zwar nichts, kann diese position aber durchaus nachvollziehen. und längst nicht jeder hilft im grundwehrdienst bei katastrophen...

zur wehrpflicht: die muss sowieso bestehen bleiben, damit wir nicht so eine chaoten-armee bekommen wie die ammis.
 
Vorsicht Ironie: Die Bundeswehr dient doch eh nur dazu den Feind aufzuhalten bis eine richtige Armee kommt.

Scherz beiseite, ich habe damals Verweigert, da ich (dur einschränkungen bei der Musterung) einem hohen Tier den Kaffee hätte bringen dürfen. Da habe ich dann mehr Sinn drin gesehen, ein Mehrfach Behindertes Kind zu betreuen.
Was mich wie viele hier ankotzt ist die "ICH" Mentalität, "Warum sollte ich etwas für den Staat tun?" ist eine Frage die öffters auftaucht. Ich finde diesen Gedanken für den Ar***, es hat jemand mal gesagt, "Frage nicht was dein Land für dich tun kann, sondern was du für dein Land tun kannst".
Sollange an alle (auch die Unternehmen) immer nur an sich denken, kann es nicht Bergauf gehen in diesem Land. Darüber sollten mal alle die sich drücken nachdenken.

So jetzt können gerne alle Drückeberger ihren Negativen Bewertungen freien Lauf lassen.
Nachtrag:
Ich gebe dir nicht dafür die negative Bewertung für deinen Beitrag, sondern dafür das du eine eingeschränkte Sichtweise dazu hast. Danke! [-]
Ich dachte eigentlich das Meinungen hier im Forum ausdiskutiert werden, aber das die neuerdings auch anonym per Bewertung Diskutiert / Bewertet werden, war mir neu...
Ich würde mal gerne wissen wo meine Sichtweise eingeschränkt gewesen ist. Ich nehme auch gerne Hinweise Annonym per Bewertung ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
@noone Ganz ehrlich... wenn ich mir so deinen Beitrag durchlese.. nein ich sag's
nicht;)
Nein, nicht jeder junge Mann muss/ darf zur BW oder muss/ darf Zivildienst
leisten. Schade eigentlich.
Genauso schade finde ich es, das nicht JEDER deutsche Staatsangehörige
irgendwas ein Jahr lang für die Allgemeinheit tun muss. Das müsste noch
nicht mal an einem Streifen sein. Mal hier einen Monat, mal da ein paar
Wochen. So wie es einem passt.
Ein Arzt z.B könnte einer Hilforganisation im Ausland helfen, der Bäcker und
der Koch in einer Armenküche Speisen zubereiten, der Anwalt gibt
den nicht so gut betuchten Menschen eine Beratung, sowas in der Art
eben.
Es geht nicht um die kostenlose Leistung, die jemand in diesem Jahr
erbringt, weil man etwas sparen möchte, sondern darum das man diese
Leistungen Leuten zukommen lässt, die es sich sonst nicht erlauben
könnten. Ich hoffe ihr versteht den Unterschied:ugly: (bin auch etwas müde)
 
Weil ich der dritte Sohn im Bunde bin.
Meine beiden Brüder zivi erfolgreich beendet haben und ich aufgrund einer wiederholten Klasse, so das jahr wieder drin hätte.
lg
canon
 
theHacker schrieb:
Ein Thema für mich :)Wirklich geschadet - außer, dass ich einmal dachte "jetzt hast du dir dein Bein komplett demoliert", zum Glück nicht, aber sonst - hats objektiv betrachtet nicht, aber um es mal salopp auszudrücken:
Die 9 Monate waren einfach nur für'n Arsch :evil:
Weisst du womit ich garnicht klarkomme? Das sind die, die ihre 9 Monate
irgendwie, mit Ach und Krach abgerissen haben und im nachinein meckern
das die Zeit für'n Arsch war. Es lag nämlich ganz allein bei dir was
"sinnvolles" mit der Zeit anzufangen. Ich behaupte aber mal ganz frech,
das du schlichtweg zu faul warst den KDV- Antrag einzureichen;)

Um deine Frage im letzten Satz zu beantworten: Verrate mir, wie ich mit hirnrissigen Befehlston, lustigen Rutsch- und Krabbelmanövern, kalten Winterabenden auf eisigem Boden, tagelangem Nichtstun in einem Büro, Sportdrills- und tests, Schlafentzug und abnormaler Bezahlung für den ganzen Müll einen "Dienst für [meine] Staatsform und der Sicherstellung der gleichen" realisiere :hö:
Tja, daran wirst du dich in anderer Form gewöhnen müssen. Meinst du ein
"echter" Job ist Zuckerschlecken und Wattebäuschenwerfen?
Nein, kein Chef wird von dir verlangen das Office in der tiefster Gangart
zu durchqueren aber Leistung wird er verlangen und wenn du sie nicht
bringst, dann kommt es eben zu einer klaren Ansprache, einem Befehl
eben. Wenn du beim Bund damit schon nicht klargekommen bist...naja
lassen wir das.

Ich habe durch meinen "Dienst" ein ganzes Jahr an Zeit verloren, wo ich hätte mein Studium früher anfangen können.
Du wirst es überleben, oder?

Is doch kein Wunder, wenn sich jeder beschwert "OMG ! Unsere Leute können nichts mehr", "Kompetente Leute werden rar", ... und auf der anderen Seite hindere ich die, die mehr in der Birne haben, als nur lustige Abenteuer beim bewaffneten Karnevalsverein mitzumachen, ihre Aus-/Weiterbildung voranzutreiben.
Das passt meiner Ansicht nach nicht zusammen.
Weil DU ein Jahr "verloren" hast, werden kompetente Leute rar?
Meinst du nicht auch, dass du dich erstens überschätzt und zweitens
nicht verstanden hast warum das so ist?;)
Vielleicht hast du es nicht gewusst aber die BW unterhält mit die besten
Unis in Deutschland, die eine menge guter Leute hervorbringen.
Jeder der die Vorraussetzungen mitbringt hat die Chance dort eine sehr
gute Ausbildung zu machen, die nebenbei auch noch voll vergütet wird.
Daher kann ich deine Kritik in keinster Weise verstehen.
Desweiteren bietet die BW jungen Soldaten und Soldatinen wirklich gute
Ausbildungschancen in Berufen die in der freien Wirtschaft gesucht werden.
Klar man muss man sich, um eine solche Ausbildung zu bekommen,
verpflichten, je nach dem bis zu 12 Jahren. Dafür hat man aber schon
in jungen Jahren viel Verantwortung über Mensch und Material.

So und nur weil du diesen Weg nicht beschreiten wolltest oder konntest
zu behaupten, dass der Mangel an Fachkräften auch in Verantwortung der
Bundeswehr liegt finde ich schon sehr daneben.

Versteh mich nicht falsch theHacker. Auch wenn ich z.T sehr deutlich
geworden bin, ist nicht alles was geschrieben habe nur auf dich gemünzt;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich werde wahrscheinlich zur BW gehen, weil ich mal Lust auf ein wenig körperliche Anstrengung hab und doch mal mit ner MG oder anderen Waffen, die eine Privatperson nie zwischen die Finger kriegt, herumballern will.
Außerdem hoffe ich, dass ich dann mal in ein inländisches Katastrophengebiet komme.
Dann habe ich später, wenn ich mal still und heimlich verrecke, wenigstens die Gewissheit, dass ich einmal was gutes getan hab.
Ich hoff mal, es kommen keine Gesundheitliche Probleme dazwischen.

Aber:

Ich habe durch meinen "Dienst" ein ganzes Jahr an Zeit verloren, wo ich hätte mein Studium früher anfangen können.
Du wirst es überleben, oder?

Toll, auf der einen Seite wird das G8 eingeführt, damit die Leute eher mit der Ausbildung anfangen können und Deutschland wieder konkurenzfähig wird, auf der anderen Seite muss man ein Jahr opfern.
Wie bringe ich das in Einklang?

Wie bringst du Frauen in dieses Modell ein ?
"Die zählen nicht zur Gesellschaft" zu sagen, bringt wohl nix
Wenn das eine ernstgemeinte Frage war, so muss ich sagen dass man
damals die Frauen von der Wehrpflicht ausgenommen hat, weil die
Frauen mit der Kindererziehung sehr viel für die Gesellschaft machen.

Wer will eigentlich die Gleichberechtigung?
Die Frauen.
Also sollen sie bitte auch eingezogen werden.
Mit 18 haben die wenigsten Kinder.
Und Männer machen später auch viel für die Gesellschaft.
Oder glaubst du, Deutschland wäre heute soweit wie jetzt, wenn kein mannliches Wesen je ein Unternehmen aufgebaut hätte, oder wenn nicht jeden Tag zig Männer versuchen sich selbstständig zu machen?
<anmerkung>
Ja, ich weis, auch Frauen haben Unternehmen und gründen Unternehmen, aber:
Ich SCHÄTZE, dass besonders nach dem Krieg und eigentlich auch vor dem Krieg hauptsächlich Männer ein Unternehmen gegründet haben.
Und ich SCHÄTZE, dass heute auch nur ein 1/4 von den Unternehmensgründungen auf weiblicher Basis beruhen.
</anmerkung>

Und:
Auch Männer erziehen die Kinder.

<offt0pic>
Und²:
Wenn ich mir die Kinder von heute ansehen, frag ich mich, wo die Erziehung geblieben ist.
Also viel wurde da für die Gesellschaft nicht getan, wenn die Eltern (ich schreibe bewusst __ELTERN__) Kinder ohne jeglichen Anstand in die Öffentlichkeit lassen.
</offt0pic>
 
das_makro schrieb:
Tja, daran wirst du dich in anderer Form gewöhnen müssen. Meinst du ein
"echter" Job ist Zuckerschlecken und Wattebäuschenwerfen?
Nein, kein Chef wird von dir verlangen das Office in der tiefster Gangart
zu durchqueren aber Leistung wird er verlangen und wenn du sie nicht
bringst, dann kommt es eben zu einer klaren Ansprache, einem Befehl
eben. Wenn du beim Bund damit schon nicht klargekommen bist...naja
lassen wir das.

Kommst du dir dabei nicht selbst ein bisschen komisch vor, wenn du sowas schreibst?
"Wir legen Ihnen jetzt mal einen Bypass. Das ist zwar nicht nötig, aber wenn Sie mal eine Blinddarmoperation haben, wird Ihnen das eine oder andere bekannt vorkommen."
 
das_makro schrieb:
Tja, daran wirst du dich in anderer Form gewöhnen müssen. Meinst du ein
"echter" Job ist Zuckerschlecken und Wattebäuschenwerfen?

Ein Job in der richtigen Position ist natürlich Zuckerschlecken. Wattebäuschchenwerfen allerdings nicht. Der Vergleich vom Befehlston Bund <-> Job hinkt wie ein angeschossener Marine. Ich hatte schon diverse Jobs und komischerweise haben meine Vorgesetzten mich nie im Befehlston angesprochen.
Und wenn das ein Grund sein soll, sich den Wehrdienst zu geben, dann kann der Rest ja nicht viel her machen...
 
Tyrell schrieb:
Der Vergleich vom Befehlston Bund <-> Job hinkt wie ein angeschossener Marine. Ich hatte schon diverse Jobs und komischerweise haben meine Vorgesetzten mich nie im Befehlston angesprochen.

Ich für meinen Teil, kann mich an den Befehlston nur in der AGA erinnern.

Danach bin ich in ne Werkstatt gekommen, da gings ganz "normal" zu, mit Meister, Chefmechaniker, wo ich als Abiturient das erste Mal wirklich mit anderen zusammengearbeitet habe, wo ganz normale Hackordnungen herrschten.

Gut, ich mein, ich war bei den Herren der Luftwaffe, nicht bei den Soldaten des Heeres :mrgreen:

gruss kelle!
 
das_makro schrieb:
Es lag nämlich ganz allein bei dir was
"sinnvolles" mit der Zeit anzufangen. Ich behaupte aber mal ganz frech,
das du schlichtweg zu faul warst den KDV- Antrag einzureichen;)
Das is aber böse :-?
Ich habe meine 3 Monate AGA gemacht, ok, die lass ich jetzt mal außer Diskussion. Soldat-sein muss man ja auch lernen, aber danach...

Ich erzähl mal kurz, wie meine restlichen 6 Monate waren und du sagst mir dann, ob du obiges Zitat noch vertreten kannst:

Ich kam nach einigen Hin-und-Her (was ich grade wieder rausgelöscht hab, weils ned relevant is - BW-Organisation eben) in die 1./SanLehrRgt und wurde S3 zugeteilt. Ich hab mich richtig gefreut, dass ich nicht Truppführer in der Ausbildungskompanie wurde, sondern einen netten Bürojob bekomm, wo ich meine Computerkenntnisse einsetzen kann.

Der OSG dort (mit dem hab ich immernoch Kontakt) war sehr nett und hat mich immer schön Akten einsortieren lassen oder mal ein paar Ordner schleppen. Den eigentlichen Job, die Mails zu beantworten und das ganze Zeugs zu organisieren, konnte ich ja noch nicht, weil ich davon ja keine Ahnung hatte.
Wie meine Computerkenntnisse weiter bekannt wurden, hab ich dann immer mal in anderen Teileinheiten Probleme gelöst: S1 hatte wieder ein Excelproblem und im Controlling war ich locker 2x die Woche, um denen die Datenbanken zu verknüpfen und sowas.

Da der Gefreite im S3, also ich, sowieso zu viel war, hat mich der Spieß in die Nachbareinheit KFAZ Bogen "abgeschoben", weil die gerade noch so einen Computerspezialisten wie mich gesucht haben.

So kam ich dann nach 4 Wochen, wo ich eigentlich noch nichts richtig geleistet hatte, in die Fahrschule. Der HFw hat mir dann ein eigenes Zimmerchen mit Computer gegeben und dort hab ich in 6-wöchiger Arbeit ein komplett neues Programm zur Verwaltung ihrer Fahraufträge geschrieben.
Dort hab ich dann zum ersten Mal richtig meinen Dienst geleistet, wenn man das so sagen kann.

Danach aber bin ich nur noch zu programmiertechnischen Quickis (z.B. ne Stunde schnell einen automatischen Kalender in Excel, ...) genutzt worden. Ich konnte mich zu über 95% selbstbeschäftigen und dort auch meine privaten Programme schreiben.
Ich habe zwischendurch immer wieder bestimmte Arbeitsvorgänge, die für das GeZi kompliziert waren, durch bessere Programme vereinfacht. Nur, um dass hier klar hervorgeht, dass ich nicht nur auf Befehle gewartet hab, sondern auch Eigeninitiative hatte.

(*Vorschau* Mist, is das jetzt lang geworden 8O)
das_makro schrieb:
Wenn du beim Bund damit schon nicht klargekommen bist...naja
lassen wir das.
Ich verweise auf obige Geschichte. Ich bin mit allen meinen Vorgesetzen, sei es jetzt der HG im Gezi, mein Teileinheitsführer HFw, oder auch der Leiter KFAZ Bogen Hptm, klasse zu Recht gekommen.
das_makro schrieb:
Du wirst es überleben, oder?
Klar, nie das Gegenteil behauptet ;)
das_makro schrieb:
Weil DU ein Jahr "verloren" hast, werden kompetente Leute rar?
Meinst du nicht auch, dass du dich erstens überschätzt und zweitens
nicht verstanden hast warum das so ist?;)
Ich überschätze mich doch ned. Ich hab nur ein 2,7er-Abi, es gibt bessere. Und genau da kann ich mir noch weniger vorstellen, dass ein 0,7er-Musterabiturient eine Ausbildung in Gangarten, Waffenputzen oder dergleichen braucht.
Auf das wollte ich hinaus.
das_makro schrieb:
Vielleicht hast du es nicht gewusst aber die BW unterhält mit die besten
Unis in Deutschland, die eine menge guter Leute hervorbringen.
[...]
Klar man muss man sich, um eine solche Ausbildung zu bekommen,
verpflichten, je nach dem bis zu 12 Jahren.[...]
So und nur weil du diesen Weg nicht beschreiten wolltest oder konntest
zu behaupten, dass der Mangel an Fachkräften auch in Verantwortung der
Bundeswehr liegt finde ich schon sehr daneben.
Es stand zur Überlegung, das Studium bei der Bundeswehr zu machen.
Ich habe mich aber wegen der vielen - natürlich subjektiv gesehen - Nachteile dagegen entschieden.
das_makro schrieb:
Versteh mich nicht falsch theHacker. Auch wenn ich z.T sehr deutlich
geworden bin, ist nicht alles was geschrieben habe nur auf dich gemünzt;)
Hästd du das nicht geschrieben, hästd du mich aber sauer gemacht.
Ich hab trotzdem so geantwortet, als wäre alles auf mich bezogen, um mal meine Seite darzulegen :)
 
So, für den Rest mach ich einen extra Post :mrgreen:
Biehler schrieb:
Und Männer machen später auch viel für die Gesellschaft.
Auf das wollte ich vorhin schon antworten.
Ich bezweifle ernsthaft, dass Frauen mehr für die Gesellschaft tun als Männer :hö:

Nunja, ich habe irgendwie die Einstellung, dass ich einen Menschen nicht danach einordne, ob er jetzt unten was baumeln hat oder sein Brustumfang etwas größer is.
Das einzige, was Frauen mehr können, is Kinderkriegen (ne rumzicken, Schuhe kaufen, ... gehört in einen anderen Thread :ugly:).
Und deshalb tun sie mehr für die Gesellschaft ?! :hö: Also bitte, dass is doch wohl an den Haaren herbeigezogen :LOL:
 
Tyrell schrieb:
Ein Job in der richtigen Position ist natürlich Zuckerschlecken. Wattebäuschchenwerfen allerdings nicht. Der Vergleich vom Befehlston Bund <-> Job hinkt wie ein angeschossener Marine. Ich hatte schon diverse Jobs und komischerweise haben meine Vorgesetzten mich nie im Befehlston angesprochen.
Und wenn das ein Grund sein soll, sich den Wehrdienst zu geben, dann kann der Rest ja nicht viel her machen...
Mal ganz ehrlich, es ist ein Unterschied ob ein Vorgesetzter von dir Verlangt
eine Berechnung von Gewinn und Verlust bis dann und dann vorzulegen oder ob ein Vorgesetzter von dir verlangt, ein Haus zu durchsuchen in dem
bewaffnete Extremisten vermutet werden.
Natürlich gibt es beim Bund Arschlöcher, die ihren Dienstgrad dazu nutzen einmal im Leben den wilden Mann machen zu dürfen aber in einer wie oben
geschilderten Lage, ist einfach keine Zeit und auch sicherlich nicht der Ort für Nettigkeiten und ein höfliches "Bitte" und "Danke" *stelle mir das gerade
bildlich vor:mrgreen:*
Letztlich kommt aber beides auf das Gleiche raus, also der Befehlston und
die Aufgabenverteilung vom Chef. Lage-> Aufrag-> Durchführung

theHacker schön das du meinen Post nicht als persönlichen Angriff
genommen hast. Du musstest nur herhalten, weil ich Aussagen wie deine
schon sehr, sehr oft gehört habe. Diese kamen aber von Soldaten, die
den lieben langen Tag unter Strom standen und die nach ihrer Zeit
die ZdV 3/11 beten und ein Gebäude wortlos, schnell und effizent
nehmen konnten.
Ja sicher, die einen mögen die 9 Monate als verlorene Zeit ansehen,
weil sie a) nicht gefordert wurden ( wie bei dir) oder b) weil sie sich
in den 9 Monaten schon den Grundstein für ihre 1 Villa mit Pool legen
wollten oder c) weil ihenen das erste Mal im Leben einer richtig in den
Hintern getreten hat. Die a) Fraktion kann ich schon irgendwie verstehen;)
 
Zuletzt bearbeitet:
das_makro schrieb:
...
Natürlich gibt es beim Bund Arschlöcher, die ihren Dienstgrad dazu nutzen einmal im Leben den wilden Mann machen zu dürfen ...
Ja, und genau DIESE Leute gehören weg, weil ein 18jähriger Grundwehrdiener, der zum Bundesheer (oder in Deutschland Bundeswehr ..) muss, kann nichts dafür, dass solche Leute zuhause nichts zu melden haben.