Studie sorgt für Aufregung: Plastikrückstände im Urin von Kindern werden zum ...

Folgende News wurde am 17.09.2019 um 10:10:48 Uhr veröffentlicht:
Studie sorgt für Aufregung: Plastikrückstände im Urin von Kindern werden zum Problem
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Plastikprodukte haben aktuell ohnehin nicht den besten Ruf. Denn sie werden unter anderem für die Verschmutzung der Weltmeere verantwortlich gemacht. Doch auch bei einer ordnungsgemäßen Entsorgung ist die Nutzung nicht unproblematisch. Darauf scheint nun zumindest eine Untersuchung des Robert-Koch-Instituts hinzudeuten. Die Wissenschaftler dort sollten untersuchen, inwieweit die Bevölkerung durch Chemierückstände belastet ist. Deshalb analysierten sie die Urinproben von 2.500 Kindern und Jugendlichen im Alter von drei bis siebzehn Jahren. Das erschreckende Ergebnis: In so gut wie allen Proben wurden Rückstände von Plastikinhaltsstoffen gefunden. In der Regel ließen diese sich auf Weichmacher zurückführen. Folgt man den Autoren wurde damit ein nicht unerwarteter Zusammenhang bewiesen: Je stärker die Produktion der entsprechenden Produkte steigt, desto stärker ist auch die Belastung für die Bevölkerung.

Kleinkinder sind von der Problematik besonders stark betroffen
Insgesamt wiesen die Forscher 15 unterschiedliche Stoffe im Urin der Probanden nach. Für einige davon gibt es bisher keine gesetzlichen Grenzwerte. In einigen Fällen wurden die vorhandenen Obergrenzen schlicht deutlich überschritten. Aber auch in den anderen Fällen ist die Belastung keineswegs unproblematisch. Denn alleine die Vielzahl an verschiedenen Stoffen im Körper kann zu Problemen führen – selbst wenn die jeweiligen Grenzwerte nicht überschritten wurden. Besonders Besorgnis erregend: Bei Kleinkindern lagen die Werte noch einmal höher als bei den anderen untersuchten Kindern. Dies ist deshalb bedenklich, weil diese Gruppe aus gesundheitlicher Sicht als besonders sensibel gilt. Wie gefährlich dies sein kann, zeigt das Beispiel der Perfluoroktansäure (PFOA). Diese gilt als schädlich für die Fortpflanzung und lebertoxisch. In der Europäischen Union tritt daher im nächsten Jahr ein Verbot inkraft.
Teilweise sind langfristige Schäden nicht auszuschließen
Aktuell hilft dies den Kindern aber noch wenig. Denn bei zwanzig Prozent der untersuchten Proben wurde der Grenzwert für PFOA überschritten. Auch hier waren Kleinkinder besonders stark betroffen. Verwendet wird die Perfluoroktansäure unter anderem zur Produktion von Outdoorkleidung und in Pfannenbeschichtungen. Die Grünen-Politikerin Bettina Hoffmann hat sich die Daten der Studie im Detail angeschaut und kam zu dem Schluss: Im Alter von drei bis fünf Jahren ist jedes Vierte Kind so stark mit Chemikalien belastet, dass langfristige gesundheitliche Schäden nicht ausgeschlossen werden können. Die Tatsache, dass PFOA ab dem nächsten Jahr in der EU nicht mehr verwendet werden darf, zeigt aber auch, dass die Politik das Thema durchaus im Blickfeld hat. Die Studie nun könnte dafür sorgen, dass weitere Stoffe mit Grenzwerten oder Verboten belegt werden.
Via: Der Spiegel
 
wir stellen alles wieder auf fast null,also wir gehen 100jahre zurück.aber wollen wir wirklich auf all das verzichten was und diese moderne welt mit ihren umweltsünden so bietet
 
dann mach,fang an damit.ich habe heute auf sb fleisch verzichtet und du.was hast du für die umwelt getan.
 
Wenn man alleine bedenkt, das vor ca. 70 Jahren mit der Industriealisierung des Kunststoffes begonnen wurde, haben wir es schnell geschafft, unsere Welt mit dem Plastik zu vermüllen.
Und wenn wir der Sache nicht entgegen wirken, können die nachfolgenden Generationen so in etwa 30 Jahren zwischen Plastikmüll in den Weltmeeren baden.
Wir haben es aber selbst in der Hand, nur muss es jeder einsehen. Und da habe ich so meine Zweifel
 
die zweifel hast nicht nur du.auch wenn immer mehr stoffe im kunststoff verboten werden,sind doch die stoffe die es schon seit lngen gibt in der umwelt und durch die verfeinerten analysevervahren auch realsichtbar für den menschen.aber zurück zu den anfängen möchte auch keiner mehr dann hätte jeder zu wenig und das ist nicht gut fürs ego
 
The Ocean Cleanup: Der Riesenfangarm hat erstmals Plastikmüll eingesammelt

Folgende News wurde am 02.10.2019 um 17:46:21 Uhr veröffentlicht:
The Ocean Cleanup: Der Riesenfangarm hat erstmals Plastikmüll eingesammelt
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Der Niederländer Boyan Slat arbeitet seit einigen Jahren an seinem Projekt „The Ocean Cleanup“. Schon als Teenager entwarf er eine Konstruktion, die Plastikmüll auf dem Meer einsammeln sollte. Die Idee: Ein großer Fangarm in U-Form treibt über den Ozean und holt so all die Dinge aus dem Wasser, die dort nicht hingehören. Aus der Initiative einer Privatperson wurde schnell ein internationales Projekt, das von Universitäten, Unternehmen und der niederländischen Regierung unterstützt wird. Zu Beginn dieses Jahres musste die Unternehmung aber einen schweren Rückschlag einstecken. Die eigens in den Great Pacific Garbage Patch geschleppte Konstruktion erwies sich als ungeeignet. Anders als geplant, sammelte sich kein Plastikmüll in den Armen des Fängers.
Bild: Erwin Zwart/The Ocean Cleanup
Ein Anker sorgt für die richtige Geschwindigkeit
Letztlich musste die Anlage dann beschädigt wieder an Land geschleppt werden. Analysen ergaben schließlich, dass die Barriere nicht schnell genug unterwegs war. Der Plastikmüll wurde daher einfach wieder aus den Fangarmen herausgespült. Die beteiligten Entwickler entschieden sich daher für den umgekehrten Ansatz: Sie statteten die Anlage mit einem Seeanker aus. Dadurch wird die Geschwindigkeit verlangsamt und der Abfall sammelt sich an der künstlichen Barriere. Inzwischen ist die modifizierte Anlage zurück auf dem Ozean und hat ihre Funktionsfähigkeit unter Beweis gestellt. An der rund 600 Meter langen Röhre und dem drei Meter hohen Vorhang sammelt sich tatsächlich jede Menge Plastikmüll. Noch wichtiger: Dieser verbleibt auch dort und wird nicht wieder fortgeschwemmt.
Deie grundsätzliche Funktionsfähigkeit wurde unter Beweis gestellt
Den Angaben der Organisatoren zufolge wurde die ganze Bandbreite an Abfall eingefangen: Von kleinen Mikroplastik-Partikeln bis hin zu industriellen Fischernetzen. Bis Dezember soll die Barriere nun noch inmitten des großen pazifischen Müllstroms verbleiben. Anschließend wird sie zurück in den Hafen geschleppt. Das eingesammelte Plastik kann dort dann fachgerecht entsorgt werden. Ist dies geschehen, soll eine noch größere Anlage gebaut werden, die den eingesammelten Müll für längere Zeit aufnehmen kann. Das Ziel des Projekts ist klar: Die Ozeane sollen von möglichst viel Plastikmüll gesäubert werden. Genug zu tun ist auf jeden Fall noch. Alleine im Great Pacific Garbage Patch befinden sich Schätzungen zufolge rund 1,8 Billionen Plastikteile.
Via: The Ocean Cleanup Project
 
Es ist wirklich zwingend erforderlich das etwas dagegen unternommen wird. Ich bin oft auf den Kanaren und sehe es oft, gerade an den abgelegenen Stränden, wieviel Plastik der Atlantik auspuckt.
Wenn wir, die Menschheit nicht bald zur Einsicht kommen und dagegen was unternehmen, dann Gute Nacht.
Nach 70 Jahre Industrialisierung des Kunststoffes erleben wir mittlerweile wahre Plastikteppiche in unseren Weltmeeren.
Wenn die Menschheit nicht aktiv wird, dann wage ich die kühne Prognose, das man im Jahr 2120 nicht mehr zum Badeurlaub an den Strand fahren braucht. Denn man wird sich dort dann vorkommen wie unsere Kidis, wenn sie im Einkaufscenter in die Plastikbälle springen. :roll:
 
Ja und Mikroplastik gibt es schon überall in der Umwelt, Gewässer, Felder, Wälder, in Zellengewebe von kleineren Lebewesen und sogar in Luft. Langsam verbreitet es in die Nahrungskette.
 
Und was ist mit Plastikspielzeug? Auch verbieten?

Wenn es nach mir ginge, könnte man den Plastikmüll namen"Überraschungseier" ruhig verbieten. Eine Plastikkapsel mit darin 5-10 Kleinteile aus Plastik. Oder aktuell die Sammelaktion vom Aldi, wo man Plastik-Smilies sammeln kann. So etwas sollte man sich 2x überlegen, ob wir das brauchen.
 
Nach 70 Jahre Industrialisierung des Kunststoffes erleben wir mittlerweile wahre Plastikteppiche in unseren Weltmeeren.
ja leider ist das so und auch die viele kleinen Plastikperlen am Strand.wollte es auch nicht glauben was ich vor 10 jahren beim schnorcheln im Mittelmeer gesehen hab und hielt es für ein regionales Problem
Wenn die Menschheit nicht aktiv wird, dann wage ich die kühne Prognose, das man im Jahr 2120 nicht mehr zum Badeurlaub an den Strand fahren braucht. Denn man wird sich dort dann vorkommen wie unsere Kidis, wenn sie im Einkaufscenter in die Plastikbälle springen. :roll:
es ist unwahrscheinlich das nichts unternommen wird das und deine erwartungen in 100 jahren hoffentlich nicht erfüllt werden.es geht langsam voran mit den recyling auch in den schwellenländern wächst das Bewußtsein für plastemüll.aber dennoch gibt es noch viel zu tun und erst wenn sich so richtig viel kohle damit machen läßt oder sich die Menschen ab der reichen Mittelschicht bedroht fühlen dann wird auch was geschehen.das leben wie vor 35jahren im Osten fast ohne plasteverpackungen kann sich kaum einer vorstellen.
 
In Tübingen wird ein Pfand/Gebühr auf Einwegverpackungen eingeführt. Ich bin gespannt, ob das dieses Mal durchgeht und nicht wieder vom BVG gekippt wird.
 
das ist aber nur ne steuer und wird nicht an der Vermüllung ändern..dadurch wird keiner gezwungen sein weniger Müll zu machen oder ihn zurückzunehmen.die Leute die kaffee Becher oder anders einweg nehmen lassen sich von paar Cent sicherlich nicht abschrecken.und der Einwegmüll liegt wieder rum.es müßte dann schon ein pfandsysdem eingeführt werden.was das Einwegproblem aber auch nicht löst.es sorgt nur dafür das der Müll wieder beim Händler landet.und Pizza in der wiederverwendbaren Stahlbox kann ich mir beim besten willen nicht vorstellen
 
das ist aber nur ne steuer und wird nicht an der Vermüllung ändern..

Also bei angedachten 50 Ct pro Verpackung kann das schon etwas ändern. Denk mal an einen Kaffee togo, der von 1,- auf 1,60 steigt, oder wenn Du mehrere Burger beim Schnellimbis nimmst, und jede Verpackung kostet...

1992 in Kassel eingeführt hatte es nachweislich Effekte. Die Innenstadt wurde viel sauberer!