wenn du isst kein plastik ...
Vielleicht hast du das nicht richtig mitbekommen. Das Plastik ist z.B. in den Lebensmitteln (Fischen) drin, zum Teil wird es von den Verpackungen an die Lebensmittel übertragen. Von daher ...
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wenn du isst kein plastik ...
Der zunehmende Plastikmüll ist ein Problem. Er verschmutzt die Meere, findet sich in Flüssen wieder und ist auch an Land vertreten. De Politik, die Industrie, der Handel und die Bürger sind sich einig: Verpackungs- und Plastikmüll muss vermindert und vermieden werden. In der Praxis bemerkt man diesen Willen jedoch noch nicht. Im Gegenteil: Noch nie wurden in Deutschland mehr Kunststoffverpackungen produziert als aktuell.
Foto: Water bottle, faungg’s photos, Flickr, CC BY-SA 2.0
Es gibt immer mehr Plastikverpackungen
Kunststoffverpackungen sind schwer zu ersetzen. Sie sind nicht nur leicht, sondern auch dünn und schützen ihren Inhalt wirkungsvoll vor der Umgebung. Die meisten Kunststoffe sind undurchlässig für Luft und Feuchtigkeit. Andere Stoffe, die diese Eigenschaften aufweisen – etwa Glas, Aluminium oder Blech – sind dicker, schwerer und erfordern mehr Energie bei der Produktion.
Seit Beginn des Jahrtausends steigen sowohl die Verpackungsproduktion als auch – logischerweise – die Menge an Verpackungsmüll. Es gibt immer mehr Single-Haushalte, der Bedarf an Produkte in kleinen Mengen ist gestiegen. Diese werden oft in Kleinverpackungen angeboten. Das bedeutet: Mehr Verpackung, weniger Inhalt. Außerdem werden heute vermehrt die sogenannten Convenience-Produkte angeboten, wie etwa geschältes Obst oder fertige Salate.
Viele Kunststoffe können nicht recycelt werden
Im Jahr 2017 wurden in Deutschland laut der Verpackungsbranche etwa 4,4 Millionen Tonnen Kunststoffverpackungen produziert, was im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung von etwa 100.000 Tonnen war. Die Verbannung von Plastiktüten aus vielen Supermärkten wirkt da wie ein Tropfen auf den heißen Stein.
Von Seiten der Verpackungsbranche gibt es durchaus Argumente für Kunststoffverpackungen. Diese würden die Haltbarkeit von Lebensmitteln erhöhen und so deren Verschwendung reduzieren. Die Verpackungen seien zum großen Teil nötig, und der Bedarf entspränge zum großen Teil aus dem Verhalten der Verbraucher, heißt es.
Die Plastikverpackungen sind allerdings ein Problem. Plastikabfälle zersetzen sich sehr langsam – der Müll sammelt sich an. Auf dem Pazifik schwimmt inzwischen eine riesige Müllinsel, die Schätzungen zufolge so groß wie Europa geworden ist. Der vermehrte Einsatz komplexer Verbundmaterialien macht das Recycling teilweise sehr schwierig. Nach Aussage der Umweltorganisation BUND sind etwa 52 Prozent der Abfälle, die im gelben Sack landen, nicht recyclebar.
Kampf gegen Plastik
Politisch ist der Druck im Kampf gegen Plastik gestiegen. Auch die EU ist tätig geworden und will in Zukunft viele Plastik-Einwegprodukte verbieten. Bis 2030 sollen nur noch wiederverwertbare Materialien in Verpackungen verwendet werden. In der Praxis sind wir davon jedoch weit entfernt. Viele Kunststoffverpackungen lassen sich nach aktuellem Forschungsstand noch gar nicht entsprechend ersetzen. Die Verantwortung, an diesen Zuständen etwas zu ändern, teilt sich die Politik mit der Industrie und den Verbrauchern.
Folgende News wurde am 01.11.2018 um 16:07:11 Uhr veröffentlicht:
Plastikmüll: Noch nie wurden in Deutschland so viele Verpackungen produziert
Top-Themen
Berlin (dpa) - Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) will nach einem Medienbericht mit dem Handel eine Selbstverpflichtung zur Reduzierung von Plastikmüll vereinbaren.
Es gehe unter anderem darum, unnötige Plastikverpackungen von Obst und Gemüse zu vermeiden, für die es Alternativen wie Laser-Kennzeichnungen oder Mehrweg-Obstnetze gebe, schreiben die Zeitungen der Funke Mediengruppe. Vorbild sei die Vereinbarung des Handels und des Umweltministeriums aus dem Jahr 2016, nach der Plastiktragetüten nicht mehr kostenlos abgegeben werden.
Vertreter des Handels, der Hersteller sowie von Umwelt- und Verbraucherschutzverbänden sollen dem Bericht zufolge schon in der kommenden Woche zu entsprechenden Gesprächen eingeladen werden.
Schulze will heute in Berlin einen Fünf-Punkte-Plan gegen überflüssigen Plastikmüll und für mehr Recycling vorstellen. Damit will die SPD-Politikerin eine «Trendwende» einleiten, von der Vermeidung von Plastik bis hin zu internationalen Hilfsmaßnahmen. Dies soll auch dazu führen, die Vermüllung der Weltmeere einzudämmen.
Verpackungsabfälle nehmen weiter zu
selbsverpflichtung weil das ja auch was bringt.wieso erzählen die immer das die plastetragetaschen umsonst waren.ich hab dafür immer 15 cent gelöhnt.wenn dieindu strie mal ihren verpackungsmüll ein wenig reduzieren würdewird um alles hemmungslos folie massig folie gewickelt ist ja genug von da.viel hilft halt viel.

Einfach mal eine Tasche von zu hause mitnehmen hätte Dir jahrelang pro Einkauf 15 cent und der Umwelt eine Plastiktüte gespart...![]()
Spiegel schrieb:Link - Konkret rechnet die Industrievereinigung Kunststoffverpackungen (IK) mit einem Mengenzuwachs von 3,9 Prozent auf 4,5 Millionen Tonnen, wie aus ihrem am Montag veröffentlichten Trendbarometer hervorgeht. (...) Besonders starke Mengenzuwächse gibt es bei Beuteln, Tragetaschen und Säcken, sowie bei PET-Flaschen. Auch bei Verpackungsfolien vermelden die Experten ein deutliches Produktionsplus.
Und hätte man zu Beginn der Diskussion eine minimale Plastiksteuer eingeführt, hätte man das wunderbar in alternative Kunststoffe und Recyclinganlagen investieren können.
Die Hauptsache ist doch (zumindestens in Deutschland so) das die Industrie daran verdient. Und der Steuerzahler hinterher die Zeche dafür bezahlen muss.In unserer Neoliberalen Welt sind Steuern böse! Sogar NOCH böser als Verbote...
Im Übrigen ist Kunststoff ja auch nicht per se schlecht - aber EINWEG-Lösungen (aus jeglichem Material) sind imho hirnrissig
Unsere neoliberale Welt sollte langsam mal lernen wieder etwas langfristiger zu denken. Zumal eine vom Staat geförderte Umstellung immer auch wunderbare Geschäfte bedeuten würden. Ich wäre zur Abwechslung lieber Branchenführer in zukunftstechnologien wie nachhaltige Kunststoffe, statt ständig den verpassten Trends hinterherzuhecheln, weil man vor 5 Jahren (mal wieder) gepennt hat (Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, Elektromobilität etc etc etc).In unserer Neoliberalen Welt sind Steuern böse! Sogar NOCH böser als Verbote...
Jeder Kunststoff landet irgendwann im Müll und unterwirft sich dann der Recyclingquote. Für einen nicht-nachwachsenden Rohstoff ist das imo erstmal per se nicht optimal.Im Übrigen ist Kunststoff ja auch nicht per se schlecht - aber EINWEG-Lösungen (aus jeglichem Material) sind imho hirnrissig
Berlin (dts) - Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) hat vor ihrem Gipfeltreffen mit Unternehmen, Umwelt- und Verbraucherverbänden zur Vermeidung von Plastik in Supermärkten notfalls gesetzliche Regelungen angedroht. "Die Erfahrung zeigt, dass wir durch Freiwilligkeit manchmal ehrgeizigere Ziele setzen und diese viel schneller erreichen können als durch Zwang", sagte Schulze der "Rheinischen Post" (Mittwochsausgabe). Sie fügte allerdings hinzu: "Dort wo wir mit freiwilligen Vereinbarungen nicht weiter kommen, kommen Anreize, Quoten und klare Regeln zum Einsatz." Gemeinsam mit den Teilnehmern des Runden Tisches wolle sie konkrete Vereinbarungen treffen gegen die Plastikflut im Supermarkt. "Da geht es zum Beispiel um die dünnen Kunststoffbeutel für Obst und Gemüse und um die Folie, mit der die Bio-Gurke eingeschweißt ist. Hierfür gibt es längst Alternativen", so die Ministerin. "Und zwar nicht nur die Papiertüte, die, wenn sie nur einmal genutzt wird, auch nicht viel besser ist, sondern auch wiederverwendbare Netze, Banderolen oder Aufkleber oder neuerdings auch die Kennzeichnung der `natürlichen Verpackung` von Obst und Gemüse durch `Natural Branding`", sagte Schulze.
Ravensburg (dpa)*- Sie schmücken so manchen Tisch beim Kindergeburtstag, sind oft beim Eistee dabei - und auch zum Cocktail gehören Plastik-Strohhalme für viele dazu.
Aber in absehbarer Zeit ist Schluss damit: *Das EU-Parlament hat kürzlich ein Verbot von Einweg-Plastikprodukten auf den Weg gebracht, für die es geeigneten Ersatz gibt. Doch was bedeutet das im Alltag?*Und wen bringt das Verbot möglicherweise in Schwierigkeiten? *
In der KINDERTAGESSTÄTTE Carlo Steeb in Ravensburg ist ein Verbot der Strohhalme kein Problem: *«Ich persönlich glaube nicht, dass die Kinder das brauchen», sagt die Leiterin Andrea Auer. In der Ravensburger Einrichtung würden die Halme auch gar nicht genutzt. «Die*Kinder bringen von zuhause eine Tasse mit und beim Mittagessen gibt es ein normales Glas.» Viele Kinder seien es zudem gewohnt, mit Trinkflaschen umzugehen - und leider auch mit Fruchtmus aus Quetschbeuteln. Die machten auch viel Müll, sagt Auer. «Eigentlich gehören sie auch verboten.»
Auch Kerstin Ellermann, die als Planerin von KINDERGEBURTSTAGEN im niedersächsischen*Bad Essen arbeitet, hat mit den*Strohhalmen bisher wenig Probleme: «Ich kann mich an keinen Geburtstag erinnern, wo Strohhalme überhaupt zum Trinken genutzt wurden. Die Kinder haben alle ganz normal aus Bechern und Tassen getrunken», sagt sie. «Ich habe allerdings ein Spiel, bei dem ich Strohhalme verwende - da saugen die*Kinder mit den Halmen kleine Plastikelemente an und müssen sie dann in ein Gefäß befördern. Aber das kann man ja leicht umorganisieren.»
Denn ALTERNATIVEN*für den Strohhalm aus Plastik gibt es eine ganze Menge - darunter solche aus Edelstahl, Glas und Papier. Manche lassen sich sogar essen, beispielsweise Halme aus Schokolade. Oder man nimmt einfach eine lange Makkaroni-Nudel. Einige Firmen setzen auch auf Bambus.
Aber wie sieht es mit der HYGIENE*aus?*«Trinkhalme werden häufig für zucker- oder andere nährstoffhaltige Getränke verwendet, die eine ideale Grundlage für das Wachstum von Bakterien bieten», heißt es dazu beim Verbraucherschutzministerium in Stuttgart. Bei der Verwendung kämen sie auch mit Bakterien der Mundhöhle in Kontakt. Zudem sei das Halminnere für die Reinigung schwer zugänglich. «Mutmaßlich dürfte eine Reinigung in der Spülmaschine ohne spezielle Reinigungsdüsen schwierig werden.»
Viele Anbieter verkaufen die Mehrweghalme daher direkt mit speziellen Reinigungsmöglichkeiten, zum Beispiel kleinen Bürsten. Bisher seien die*Mehrweghalme weder auf ihre chemische Unbedenklichkeit noch auf ihre mikrobiologische Beschaffenheit untersucht worden, sagte eine Sprecherin weiter. «Wir werden dieses Thema aber nun in den Fokus nehmen, da wir mit einem vermehrten Einsatz der benannten Mehrwegtrinkhalme rechnen.»
Nicht jeder ist glücklich mit dem Wegfall der herkömmlichen Plastik-Strohhalme: Auf TWITTER formiert sich beispielsweise unter dem Hasthag #savethestraw (Rettet den Strohhalm) Widerstand. Zudem gibt es Menschen, für die ein Verzicht auf die Halme tatsächlich schwierig wäre - etwa wegen einer BEHINDERUNG. Unter dem Titel «Eure Luxus-Strohhalme sind meine Freiheit» berichtet die Bloggerin Tanja Kollodzieyski darüber, warum umweltfreundlichere Alternativen für sie kaum in Frage kommen: «Ich benötige zum Beispiel Strohhalme, die knickbar sind. Damit sind Glas und Metal schon raus. Papier und Nudeln (ja, Nudeln! ) halten keine Hitze aus. Silikon, Bambus und Co. sind teilweise nicht geschmacksneutral und teuer zudem.»
Und Kollodzieyski - die eine sogenannte Cerebralparese hat, die mit Störungen der Motorik einhergeht - schreibt weiter: *«Wir Menschen haben wirklich ein Plastikproblem. Ohne Zweifel. Ich finde es nur nicht besonders fair, dass wir Menschen mit Behinderungen die einzige Gruppe sind, die von außen gezwungen werden, uns deswegen umzustellen. Während zum Beispiel Plastikverpackungen im Supermarkt friedlich weiter existieren, weil es so schön bequem ist, ohne andere Behälter einkaufen zu gehen.»
Aber um wie viele*Strohhalme geht es eigentlich? Verlässliche ZAHLEN gibt es dazu gar nicht. Aber die in Brüssel ansässige Umweltschutz-Dachorganisation Seas at Risk schätzt den jährlichen Verbrauch in den 28 EU-Ländern auf mehr als 36 Milliarden Halme. Rechnerisch nutzt demnach jeder der etwa 512 Millionen EU-Bürger etwa 70 Stück pro Jahr.
Düsseldorf (dpa) - Eine Initiative ruft für Freitag in Düsseldorf zum Aufsammeln von Kippen auf. Die Aktion «RhineCleanUp» soll auf die Umweltschäden durch Zigarettenstummel auf Straßen und Wiesen aufmerksam machen, wie die Veranstalter mitteilten. Nach Informationen des Bundes für Umwelt und Naturschutz verunreinigt eine auf den Boden geworfene Zigarette bis zu 40 Liter Grundwasser. In Düsseldorf sammeln die Ehrenamtlichen mit kleinen Eimern am Freitag ab 10 Uhr in der Innenstadt. Mittags sollen die gesammelten Kippen in einer durchsichtigen Röhre präsentiert werden.