Umziehen - Job oder Familie?

Governator

Weltenbummler
ID: 210625
L
21 April 2006
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677
Okay, da ich im Thread "Was seid ihr von Beruf - empfehlenswert?" zu sehr Offtopisch wurde, mach ich hier mal n neuen Thread auf, da mich das schon interessiert was ihr darueber denkt.
(Falls im falschen Bereich, bitte verschieben)

Ich quote hier einmal mal die entsprechenden Posts aus dem Thread, damit ihr ne Ahnung habt worum es geht (und ich net nochmal alles tippen muss).

Ein Freund von mir ist Fluglotse in Düsseldorf gewesen. Durch Stellenabbau und Umstruckturierung der Luftüberwachung wurde er nach Frankfurt versetzt. Wollen wollte er nicht, aber keine andere Wahl. Haus verkauft, nach Frankfurt mit Familie gezogen und gar nicht so glücklich damit...
Sorry fuer OT, aber das ist typisch deutsche Mentalitaet.
Wieso sollte ich wegen einem Job umziehen? Die Deutschen fangen im allgemeinen bei ner Firma an, und arbeiten dort 20 oder 30 Jahre oder bis zur Pensionierung. Umziehen (wegen einem Job), auf den Gedanken kommen die meisten noch net mal.
Ich hab mal wen getroffen der mich gefragt hat wie oft ich schon umgezogen bin. Ich hab gesagt 7 mal (inzwischen sind es 9). Und der: Waaas? ich bin hier im Ort geboren und ich werde nie wegziehen.
Genauso mein Onkel. Der hat studiert und hat ein wirklich gutes Angebot bekommen wo er ueberdurchschnittlich viel Verdient haette. Aber der hat lieber nen (unter)durchschnittlich bezahlten Job in seiner Heimatstadt angenommen.

Also ich kann sowas net verstehen, vorallem in Zeiten der EU, wo alles viel Internationaler wird. Das mag vllt daran liegen, dass ich selber schon oft umgezogen und rumgekommen bin.
Wenn man sich mal die Englaender anschaut, die arbeiten im Schnitt 2-10 Jahre bei ner Firma und wechseln dann. Und umziehen ist denen auch egal, solange der Job besser ist wo man hinzieht.

Naja, sorry fuer OT aber das musste mal sein...

Denn ich will eigentlich auch nirgendwo wohnen, wo ich niemanden kenne und es ewig weit zu Verwandten ist
Ja, das ist halt das typisch Deutsche...
Ich bin zum studieren nach Wien gezogen. Ich war vorher noch nie in Wien, ich kannte keine einzige Person in Wien, mein naechster Freund war in Karlsruhe 700km weit weg, der naechste aus meiner Familie 850km weit weg...

Leute lernt man neu kennen, Freunde bekommt man neue (und wenn die "alten" Freunde richtige Freunde sind, dann macht es der Freundschaft auch nix aus wenn man sich mehrere Monate oder n Jahr net sieht).
Du bist doch auch net auf die Welt gekommen und hattest direkt die Freunde, die du heute hast. Die hast du durch deine Taetigkeit (Schueler, SPortverein oder sonst was) bekommen und wieso sollte das in der neuen Stadt net genauso sein?

Familie. Naja, wenn man ein Familienmensch ist, der jeden Tag zur Oma faehrt oder so, dann ist das was anderes... Aber mit Familie ist es wie mit den Freunden, der tut es sogar normalerweise noch weniger weg wenn man sich selten sieht (weils ja Familie ist und immer bleiben wird). OKay, neue Familie kann man sich net suchen...

Also ich kann das net absolut net verstehen.
Aber vllt sollte man dazu n neuen Thread aufmachen, das ist nun wirklich arg OT ;)

Also wie gesagt. Vllt denk ich anders, da ich oft umgezogen bin, in 4 vers. Laendern gewohnt hab und so viele vers. Nationalitaeten kennengelernt habe (waer ich die ganze Zeit in meinem Dorf in NRW, wo ich Kindergarten und 1+2 Grundschule gemacht hab wohnen geblieben, wuerd ich vllt oder bestimmt auch net so denken). Und da wo ich am laengsten gelebt habe (Luxembourg) ist es halt sehr international und voellig normal dass man ins Ausland geht zum studieren, dass man nach England, Deutschland oder Neuseeland zieht, wenn man dort einen besseren Job mit mehr Geld, mehr Moeglichkeiten etc findet...
Ich finde die Welt heute ist so zusammengewachsen (innerhalb EU darf man ja fast ueberall als EU-Staatsbuerger ohne spezielle Arbeitsgenehmigung arbeiten), dass ich darin kein Problem sehe wegen einem Job umzuziehen.
Und Freunde bekommt man ueberall schnell neue...

So, eure Meinungen?
 
"It depends" wie der Engländer sagen würde ;-)

Biste Maurer, wirst Du niemals nicht umziehen brauchen und der Bedarf an Maurern ist überall ähnlich gleich vorhanden, bzw. nicht vorhanden.
Bist Du aber Spezialist für die Entwicklung von Eisenbahnleittechnik, dann wirds wohl ohne den ein oder anderen Umzug nicht gehen.

gruss kelle!
 
Wenn man alleine ist und keinem anderen gegenüber Verantwortung trägt, ist Umziehen sicherlich kein Problem.
Aber mit Familie sieht das schon wieder anders aus. Vor allem, wenn man auf den Job des Partners auch angewiesen ist.
 
Wenn man alleine ist und keinem anderen gegenüber Verantwortung trägt, ist Umziehen sicherlich kein Problem.
Aber mit Familie sieht das schon wieder anders aus. Vor allem, wenn man auf den Job des Partners auch angewiesen ist.

So seh ich das auch. Wenn man eine Familie hat, muss man darauf eben rücksicht nehmen. Der Partner hat wahrscheinlich auch einen Job, den er evtl. nicht so ohne Weiteres aufgeben möchte und die Kinder gehen in den Kindergarten oder in die Schule, haben einen Freundeskreis usw. Da muss man die Vor- und Nachteile eben ganz genau abwägen.
Wenn man Single ist, ist man da natürlich viel flexibler.
 
Wie schon Kelle sagte: It depends.

Für einen nur unwesentlich besser bezahlten Job würde ich nicht umziehen.

Für einen wesentlich besser bezahlten Job in einer renommierten Firma in eine angenehme Gegend würde ich umziehen.

In ein schönes Land mit für meinen Job umziehen würde ich sofort.

Meine Frau würde alle oben aufgeführten Entscheidungen übrigens mitmachen.

Aktuell sieht es so aus das ein berufsbedingter Umzug in zwei Jahren durchaus in Frage kommt, weil unser Büro hier zu klein wird und die Stadt Münster zickt einem Neubau zuzustimmen.
 
Biste Maurer, wirst Du niemals nicht umziehen brauchen und der Bedarf an Maurern ist überall ähnlich gleich vorhanden
Ja, aber als Maurer wirst wohl auch recht selten nen Job angeboten bekommen, der so viel besser ist, dass sich das umziehen rentiert. In anderen Berufen bzw Zweigen ist das da schon wahrscheinlicher...

Der Partner hat wahrscheinlich auch einen Job, den er evtl. nicht so ohne Weiteres aufgeben möchte und die Kinder gehen in den Kindergarten oder in die Schule, haben einen Freundeskreis usw. Da muss man die Vor- und Nachteile eben ganz genau abwägen.
Wenn man Single ist, ist man da natürlich viel flexibler.

Das stimmt natuerlich. Aber im Falle meines Onkels hat seine Frau nicht gearbeitet, und die Kinder waren unter 3 Jahre alt...

Dieses Thema hat ich Mittwoch beim Mittagessen mit meinem Team (4 Deutsche, 1 Englaender, 1 Schotte, 1 Irin, 1 Spanierin, 1 Italiener und 1 Schwede) und alle Deutschen meinten, dass das typisch deutsch sei. So a la: In dem Dorf bin ich geboren, hier werde ich auch sterben.
Und Vorallem der Englaender und der Schwede konnten das net fassen.

Und da das (durschnittlich gesehen, bzw verallgemeinert) was typisch Deutsches zu sein scheint, und hier ja hauptsaechlich Deutsche sind, wollt ich das mal ansprechen. ;)
 
Erstmal ist es doch wichtig, dass man mit der Familie und seinem außer-Job-mäßigen Leben glücklich ist. Deshalb käme bei mir der Job immer nur an 2. Stelle. Ich würde niemals deshalb umziehen. Lieber such ich mir ne andere Arbeit - in einer Umgebung wo ich mich wohlfühle - und verzichte auf den höheren Lohn.
 
Erstmal ist es doch wichtig, dass man mit der Familie und seinem außer-Job-mäßigem Leben glücklich ist. Deshalb käme bei mir der Job immer nur an 2. Stelle. Ich würde niemals deshalb umziehen. Lieber such ich mir ne andere Arbeit - in einer Umgebung wo ich mich wohlfühle - und verzichte auf den höheren Lohn.

Und wenn man das Gehalt mal weglaesst, aber der Job in der neuen Stadt dir (und evtl deinen Kindern) viel bessere Moeglichkeiten fuer die Zukunft bietet? Sei es weil die Stadt sicherer ist, bessere Schulen hat, du von dem Job viel mehr lernen kannst oder von mir aus auch der Job exakt der selbe ist, aber die Kinder beim aufwachsen mehr moeglichkeiten haetten?

Wuerdest du dann auch dein Wohlbefinden, oder naehe zur Familie, dem deiner Kinder vorziehen? Oder wenn der Job viel besser bezahlt waere den hoeheren Lebensstandard, bzw das was du deiner Familie mehr bieten koenntest?

Nehmen wir mal an die neue Stadt waere exakt wie die alte Stadt was groesse, Sicherheit, Sauberkeit, Infrastruktur etc angeht. Also sozusagen ne 1:1 Kopie von der wo du wohnst. Nur dass sie 300km weiter weg von Familie und Freunden wohnt, du aber erheblich mehr Geld verdienen wuerdest.
Bleiben oder umziehen?
 
Dieses Thema hat ich Mittwoch beim Mittagessen mit meinem Team (4 Deutsche, 1 Englaender, 1 Schotte, 1 Irin, 1 Spanierin, 1 Italiener und 1 Schwede) und alle Deutschen meinten, dass das typisch deutsch sei. So a la: In dem Dorf bin ich geboren, hier werde ich auch sterben.

Gehst du jetzt nur von den Deutschen aus, die in kleinen deutschen Dörfern auf dem land wohnen? Klingt so.
Jemand aus einem irischen Bergdorf wird vermutlich auch eher vorhaben, dort zu heiraten, sich dort einen Job zu suchen und dort zu sterben, als jemand, der in Dublin geboren ist.
Genauso, wie Leute aus München eher in Erwägung ziehen, woanders zu studieren und woander zu arbeiten, als der Sepp, aus irgendeinem Kaff in Bayern.
 
Wir haben uns auch schon öfter Gedanken gemacht, wie das so mit Umziehen wegen des Jobs aussieht. Mein Freund ist als Kind mit seinen Eltern bestimmt 7x umgezogen, aber ihm hat das nicht viel ausgemacht. Er hat immer schnell Anschluss und Freunde gefunden. Ich dagegen bin nur einmal umgezogen als Kind... innerhalb unseres Dorfes. Trotzdem bin ich nach dem Abi sofort in ne andere Stadt zum Studieren... ich mag mein Heimatdorf noch immer, könnte mir auch vorstellen irgendwann mit meiner eigenen Familie dort zu leben... aber davor will ich noch mehr sehen von der Welt. Ich finde, dass man sich unheimlich einschränkt, wenn man sich weigert, von einem bestimmten Fleck wegzuziehen, obwohl man woanders bessere Berufschancen oder einen besser bezahlten Job hätte. Ich persönlich möchte Möglichkeiten wahrnehmen, neue Menschen kennenlernen und mich weiterbilden... Familie bleibt trotzdem Familie, auch wenn sie weiter weg ist... und richtig gute Freunde halten zu einem, egal wo in der Welt man gerade lebt.
 
Nehmen wir mal an die neue Stadt waere exakt wie die alte Stadt was groesse, Sicherheit, Sauberkeit, Infrastruktur etc angeht. Also sozusagen ne 1:1 Kopie von der wo du wohnst. Nur dass sie 300km weiter weg von Familie und Freunden wohnt, du aber erheblich mehr Geld verdienen wuerdest.
Bleiben oder umziehen?
Na umziehen. 8)
Wenn die neue Stadt "besser" ist keine Frage. Man selbst (und die Familie) muss sich am Standort wohlfühlen. Wegen Verwandten und Freunden würd ich jetzt auch nicht bleiben. Aber ich würd halt nirgendwo extra hinziehen, wo es weniger schön ist, nur dass ich mehr Kohle/bessere Jobaussichten bekomme.
 
Ich würd den Job auch immer erst auf die 2. Stelle stellen.
Natürlich ist Flexibiliät heutzutage wichtig um in seinem Beruf weiterzukommen; aber dafür alle sozialen Kontakte fallen zu lassen und ggf. in eine Stadt zu ziehen die einem überhaupt nicht entspricht würde ich niemals machen.

Natürlich lernt man immern neue Menschen kennen, aber das sind dann meist andere Freundschaften als mit den Leuten, mit denen man aufgewachsen ist.
Das Leben besteht aus soviel mehr als Job und Karriere - was bringt viel Geld wenn man unglücklich ist?

Aber in irgendeiner Weise hast du schon Recht Governator - die Mentalität vieler Deutschen ist in dieser Hinsicht einfach anders.
Ohne Reisebereitschaft und Flexibiliät kann man sich in "gehobenen Berufszweigen" nciht weiterentwickeln - nur das verstehen auch viele nicht.
 
Ich bin jetzt schon 6 mal wegen eines Jobs umgezogen, gebracht hat es nix. Jedesmal, kurz bevor die Probezeit um war, bin ich rausgeflogen und durfte mir wieder was anderes suchen und umziehen. Heut zu tage wir man eigentlich nur noch ausgenutz. Sobald man zu teuer wird für die Firmen fliegt man eben raus. Heut zu tage ist das alter auch kein garant dafür in der Firma bleiben zu dürfen. Bin auch in einem kleinen Dorf in Hessen aufgewachsen, nur irgendwann gings einfach nicht mehr weiter. Jetzt wohn ich in einer Stadt mit fast 200 tausend einwohnern. Ich habe meine Frau kennengelernt und erwarten nachwuchs ( enlich, nach 8 jahren). Ich habe mir vorgenommen das ich wegen eines Jobs nicht wieder umziehen werde, der stress lohn sich einfach nich und auserdem hat meine Frau hier einen super gut bezahlten job. Nach der Geburt unseres Kindes wird dann meine Frau wieder arbeiten und die Großeltern ( die grad mal 3 Straßen weiter weg wohnen) dann auf das kleine aufpassen werden. Also, werde ich ( wir ) erstmal hier wohnen bleiben.
 
Nehmen wir mal an die neue Stadt waere exakt wie die alte Stadt was groesse, Sicherheit, Sauberkeit, Infrastruktur etc angeht. Also sozusagen ne 1:1 Kopie von der wo du wohnst. Nur dass sie 300km weiter weg von Familie und Freunden wohnt, du aber erheblich mehr Geld verdienen wuerdest.
Bleiben oder umziehen?

It depends ;-)

Kommt ja auch drauf an wieviel man vorher verdient hat. Ich werf jetzt einfach mal mit (sinnlosen) Zahlen um micht.

Habe ich 1000 Euro pro Monat verdient und hab die Chance auf 5000 Euro zieht wohl jeder sofort um. Verdiene ich aber jetzt schon 10.000 Euro und habe die Chance auf 50.000 Euro ist das was ganz anderes.

Zudem ist mehr Kohle meist mit mehr Stress im Job verbunden... nix für mich. Wie heißt es doch so schön: Ich arbeite um zu leben und nicht andersrum!
 
Habe ich 1000 Euro pro Monat verdient und hab die Chance auf 5000 Euro zieht wohl jeder sofort um. Verdiene ich aber jetzt schon 10.000 Euro und habe die Chance auf 50.000 Euro ist das was ganz anderes.
du würdest für 40.000€ mehr lohn nicht umziehen? dafür würd ich um die ganze welt reisen. und mit dem geld hast du auch am WE schnell mal deine ganzen freunde/verwandte etc. besucht.:ugly:
die welt ist ein dorf.
wenn mich wo was besseres erwartet würd ich ohne rücksicht umziehen.
einzige rücksicht wär vllt. frau und kinder, wenn die schon in nem entscheidungsfähigen alter sind. (14+)
 
du würdest für 40.000€ mehr lohn nicht umziehen?

Ich hab nicht gesagt, dass ich nicht umziehen würde. Ich wollte nur klar machen, dass es da auf die Verhältnisse ankommt. Einmal knapps man am "Hungertuch", erst recht wenn man ne Familie mit dem Geld ernähren muss. Im zweiten Fall hat man schon einen sehr gehobenen Lebensstandard - warum unbedingt noch mehr wollen?

Schwer zu sagen ob ich es machen würde. Würde wohl sehr auf die Gesamtsituation ankommen. In meiner derzeitigen Situation (keine Freundin) würde ich es machen. Dann ein paar Jährchen arbeiten und ab in den wohlverdienten Ruhestand 8)
 
du würdest für 40.000€ mehr lohn nicht umziehen? dafür würd ich um die ganze welt reisen.
Wie er schon sagte, das wäre dann auch mit mehr Stress verbunden.
Von 10.000 €/Monat kann man schon ganz ordentlich leben, willst du dich für Geld wirklich kaputt machen? Ich hab' das bisher immer von dem Standpunkt aus gesehen, dass man in "vernünftigen" Verhältnissen auch mit weniger großen Beträgen zurecht kommt. Ich will auch mal Feierabend haben.

Ein ehemaliger Berufsschullehrer von mir war beispielsweise vorher bei Ericsson. Hat laut Eigenaussage gutes Geld verdient, war allerdings auch praktisch immer zwischen Europa und Asien unterwegs. Er meinte das wäre irgendwann einfach nicht mehr gegangen.

Bin für die Ausbildung zwei Mal umgezogen, demnächst nochmal ... und würde prinzipiell jederzeit wieder umziehen. Auch in's Ausland ... obwohl ich jetzt vermutlich auch ein schlechtes Beispiel bin: Mit den wenigsten aus der Familie überhaupt noch was zu tun und ein sehr überschaubarer Freundeskreis.

Ach und was das "Typisch Deutsch: Nie aus dem eigenen Dorf rauskommen" angeht. Kann das für meinen Teil gar nicht bestätigen. Meine Abschlussklasse hat sich über ganz Deutschland verteilt. Einer geht jetzt nach der Ausbildung nach Spanien, ein anderer für eine Zeit nach Amerika.
 
Zuletzt bearbeitet:
ich finde schon, daß es typisch deutsch ist, nicht umziehen zu wollen. sieht man schon an den lehrlingen, die wollen alle in ihrer heimatstadt bleiben weil sie da ihre freunde und familie haben. lieber keine lehrstelle, aber hautpsache die freunde.

kann ich nicht nachvollziehen. ich bin jetzt schon 2 mal während des studiums umgezogen, quer durch deutschland und ich möchte gern post doc im ausland machen (am liebsten barcelona). und wenn ich irgendwann nen coolen gutbezahlten job in australien bekomme, dann geh ich halt da hin.

wenn man familie hat dann kann ich zwar verstehen, wenn man nicht unbedingt umziehen will, aber dann zu sagen, die kinder gehen zur schule, das ist kein argument. kinder finden so schnell anschluß, muß man halt warten bis das schuljahr vorbei ist, dann geht das doch. und für die frau/ den mann findet sich in der regel auch nen job, wenn man es wirklich will.
 
Meine Abschlussklasse hat sich über ganz Deutschland verteilt. Einer geht jetzt nach der Ausbildung nach Spanien, ein anderer für eine Zeit nach Amerika.
In der Phase bin ich jetzt gerade, nur, dass bei uns gerade erst Studium, Ausbildung, Zivildienst usw. anfängt.

Glücklicherweise bleiben doch recht viele hier in der Gegend, ich eingeschlossen, was mich im Moment noch beruhigt. Ich könnte das soziale Umfeld hier im Moment nicht hinter mir lassen.

Wenn alle dann wirklich in ihre Berufe gehen ist das wahrscheinlich noch mal anders, weil man auch im Studium wieder Leute kennengelernt hat. Aber jetzt bin ich wirklich froh noch hier in dem gewohnten Umfeld zu bleiben.
 
Da meine Familie früher durch ganz Deutschland gezogen ist (Vater ist Kapitänleutnant bei der BW) bin ich es gewohnt umzuziehen und für mich ist es jetzt sehr schwer an einem Ort zu bleiben.
Theoretisch hätte ich absolut kein Problem damit für eine neue Arbeitsstelle mit guten Konditionen wieder umzuziehen. Aber so lange es hier Arbeit gibt muss das ja nicht sein ;) Es wäre für mich selbst auch nicht so gut, da ich an der Gegend hier doch hänge, Freunde und Familie hier habe und außerdem ist es mit Pferd auch nicht leicht umzuziehen. Also haperts am Praktischen!