Umfrage: Deutsche haben wenig Verständnis für Millionengehälter von Managern

Das würde den der Lohnsklaverei (Zeitarbeit) zugrunde liegenden Prinzipien völlig widersprechen....

Außer Polemik hast Du wohl nicht wirklich was drauf?

Zum einen gibt es einen Arbeitgeberverband, mit denen die Gewerkschaften, wenn Sie denn wollen, über Tarifverträge verhandeln können.

Dann gibt es das Beispiel Adecco, die Ihre Zeitarbeiter die bei Audi eingesetzt werden, nach IG-Metall Tarif entlohnen.

Die Frage des Gehaltes ist doch nicht die, ob man "fest eingestellt" oder Leiharbeiter ist.
Es geht eher darum, wie der Markt für meine Qualifikation aussieht.

gruss kelle!
 
Ich vermute mal, dass Dir der "reale Markt" dieser Branche nicht wirklich bekannt ist... Adecco, Randstad etc. sind die großen der Branche, die sich sicherlich an geltende Tarife und Bestimmungen halten, nebenher aber tummeln sich hunderte von regional tätigen "Verleihern", deren Machenschaften sich bei näherer Betrachtung schon hart an der Grenze zur Legalität bewegen. Angebotene Stundenlöhne an hochqualifizierte Mitarbeiter mit über 20 Jahren Berufserfahrung um 7 € sind hier nicht die Ausnahme, Arbeitnehmerüberlassung, die zum Zwecke der Absicherung der Schwarzarbeit nur auf dem Papier existiert, sind auch nicht unüblich... ;)

Edit: ... was mich im Grunde immerwieder erstaunt ist die "Weltfremdheit" und die "Gutgläubigkeit", die manche Leute in sich haben. Sobald in D Gesetze und Regelungen geschaffen werden, die auch nur die kleinste Lücke in sich bergen, wird aus eben dieser Lücke eine "Boombranche" entstehen. Mein Vorschlag zum Thema Leiharbiet: Im Prinzip ja, für max. 6 Monate in einem Betrieb zum üblichen Tariflohn der Branche. Dieses würde dem Grundgedanken der "Arbeitnehmerüberlassung" zum Abfangen "produktionsbedingter Engpässe" entsprechen, alternativ bietet sich natürlich für jeden Betrieb die zeitl. begrenzte Einstellung von Arbeitnehmern an.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich vermute mal, dass Dir der "reale Markt" dieser Branche nicht wirklich bekannt ist...

Welche umwerfende Qualifikation macht es Dir möglich, den realen Markt zu definieren?

Welche Qualifikation erlaubt es Dir, Änderungen am geltenden System zu fordern, ohne sämtliche Bereiche zu kennen?

gruss kelle!
 
Meine tägliche Arbeit für ein namenhaftes Bildungsinstitut, und die daraus resultierende Zusammenarbeit mit den zuständigen Fallberatern der Agentur f. Arbeit der "Arbeitssuchenden" erlaubt mir ziemlich tiefe Einblicke in diese Materie.


Aber irgendwie ist das hier der falsche threat zu dem Thema... :mrgreen:
 
In einer Zeitarbeit wenn man nix gelernt hat oder nicht in seinem eigenen Beruf arbeitet bekommt man 6,33 € die std. nach 6 Monaten wenn man es dann so lange aushält bekommt man 7,00€ die std.
 
!

Unternehmensberatungen sind im Prinzip ähnlich wie Zeitarbeitsfirmen einzustufen. Und da verdient man meines Wissens nicht sehr schlecht;)

Das Unternehmen, dass die Zeitarbeiter bucht, zahlt oft sogar mehr für die Zeitarbeiter als für ihre eigene Angestellten. Nur das was bei dem Zeitarbeiter ankommt ist erheblich weniger. ;)
 
Fakt ist doch nun mal eins...

Bezahlt wird man nach Marktlage und Verhandlungsgeschick.

Ungelernte Hilfskräfte gibt es nun mal wie Sand am Meer. Da ist der Preis nun mal im Keller, egal ob man fest angestellt oder bei ner Leihbude ist.

Fähige Manager gibt es nicht unbedingt wie Sand am Meer, da stehen die deutschen Unternehmen auch noch im internationalen Wettbewerb.

Da werden halt ganz andere Summen gezahlt.

UND was uns sowohl die Prresse als auch Gewerkschafter gerne verschweigen, oder besser vorlügen:
Sie reden andauernd von Erhöhungen der Managergehälter im Vergleich zum Vorjahr.
Das ist zum größten Teil Schwachsinn.
Ein Mehdorn hat ein Jahresgehalt von 750.000 €
Alles darüber sind erfolgsabhängige Zulagen.

gruss kelle!
 
Ja, - aber da frage ich mich doch, auf welchen "Erfolgen" die Zulagen beruhen..
Ist damit der Instandsetzungsstau des Schienennetzes von (vorsichtig) geschätzten 1,5 Mrd. € gemeint, den Herr Mehdorn aufgebaut hat, oder doch eher die Fahrpreisgestaltung der DB, die Europaweit an der Spitze liegt, und damit das Bahnfahren in Deutschland doch relativ unattraktiv macht ??


Edit: .. ist ja kaum möglich, dass auf einer Strecke (Hmbg.-Berlin), die vor 4 Jahren in Betrieb genommen wurde, sämtliche Betonschwellen der Gleise (770000 Stk.) ausgetauscht werden müssen. Die Strecke wird vorraussichtlich für mindestens 6 Monate stillgelegt werden müssen. Respekt vor dieser doch sehr passablen Leistung der "Bahnführung".:mrgreen:
 
Zuletzt bearbeitet:
Das Unternehmen, dass die Zeitarbeiter bucht, zahlt oft sogar mehr für die Zeitarbeiter als für ihre eigene Angestellten. Nur das was bei dem Zeitarbeiter ankommt ist erheblich weniger. ;)

Der große Vorteil ist einfach dass praktisch kein Kündigungsschutz besteht und das Unternehmen so viel flexibler auf den Markt reagieren kann.

Also ich würde mir eine 80 prozentige Besteuerung meines Gehaltes nicht gefallen lassen. Kann mir auch nicht vorstellen, dass das rechtens ist. Ein cleverer Anwalt würde bestimmt einen Weg finden vor dem BVerfG zu klagen.
 
Ein Mehdorn hat ein Jahresgehalt von 750.000 €
Alles darüber sind erfolgsabhängige Zulagen.
Genau... siehe z.B. https://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,474460,00.html

Die Deutsche Bahn steht, laut Mehdorn, hervorragend da. Gewinne werden eingefahren, potentielle Investoren sollen angelockt werden, weil die Rendite stimmt, der Börsengang läuft, die Arbeitsplätze sind sicher. Alles Gründe, die Herr Mehdorn nennt, wenn es um SEIN Gehalt geht.

Geht es um die Gehälter seiner Mitarbeiter, dann macht die Deutsche Bahn plötzlich Verluste (der rechnerische Gewinn sei ja nur entstanden nach Miteinbeziehung der Bundeszuschüsse), es ist nicht mal Geld für den Erhalt der Schienennetze da, die Preise werden wieder erhöht, weil nicht kostendeckend gewirtschaftet werden kann... die Bahn steht praktisch vor der Pleite, wenn die Mitarbeiter was fordern.

Und dann wundern diese Herren sich, wenn Mitarbeiter, Kunden und Bevölkerung mit dem Kopf schütteln.

Marty
 
Meine Meinung hierzu

Ich finde diese Diskussion lächerlich. Hier versucht sich ein Gewerkschaftfunktionär, dem die Mitglieder aus wirtschaftlichen Gründen weglaufen, medienwirksam in Szene zu setzen.

Hier kann ich einfach nur voll zustimmen. Verdi verzeichnet schon seit Jahren einen massiven Mitgliederschwund. Und nun wird der aktuelle Aufreger in Deutschland für puren Populismus genutzt.

Wenn es um die Tarifverhandlungen geht, die Verdi nach Abschluss eben dieser ja immer als übergrossen Erfolg verkauft, geht mir auch die Hutschnur hoch. Die Taktik ist jedes mal die selbe... Man beginnt die Verhandlungen mit Forderungen von denen man eh weiss, dass sie utopisch sind und trifft sich dann beim Abschluss im unteren Drittel der ursprünglich geforderten Prozente.

Weiterhin ist mir aufgefallen, dass man ansonsten von Verdi nicht viel sieht oder hört. Ich habe 7 Jahre für eine Bank gearbeitet. Und Verdi-Vertreter habe ich immer nur gesehen, wenn mal wieder die Wahl zum Gesamtbetriebsrat anstand. Dann wurden Hochglanzprospekte verteilt, um den Verdi-Kandidaten zu bewerben und die eigenen Mitgliedsanträge unters Volk zu bringen.

Soweit meine Meinung.
 
Die Taktik ist jedes mal die selbe... Man beginnt die Verhandlungen mit Forderungen von denen man eh weiss, dass sie utopisch sind und trifft sich dann beim Abschluss im unteren Drittel der ursprünglich geforderten Prozente.
Würdest Du es für sinnvoller halten, wenn die Gewerkschaft mit einer Forderung nach 1% beginnt und dann während der Verhandlungen diese Forderung immer weiter hochzieht? Wäre doch der verkehrte Weg, oder nicht?

Wenn Du ein Auto kaufst und es um den Preis geht, verhandelst Du doch genauso wie Gewerkschaften?

Weiterhin ist mir aufgefallen, dass man ansonsten von Verdi nicht viel sieht oder hört. Ich habe 7 Jahre für eine Bank gearbeitet.
Und warst während dieser Zeit Gewerkschaftsmitglied? Dann würde mich diese Aussage wundern. Wenn Du kein Mitglied warst, ist das völlig normal. Oder wunderst Du Dich auch, dass der Kaninchenzüchterverein Dich nicht besucht, wenn Du dort kein Mitglied bist?

Und Verdi-Vertreter habe ich immer nur gesehen, wenn mal wieder die Wahl zum Gesamtbetriebsrat anstand. Dann wurden Hochglanzprospekte verteilt, um den Verdi-Kandidaten zu bewerben und die eigenen Mitgliedsanträge unters Volk zu bringen.
Also Gewerkschaftsarbeit betrieben. Was ist daran falsch? Meinst Du, es würde Eurem Betriebsrat gefallen, wenn die Gewerkschaft einfach mal jede Woche vorbei käme und ein bisschen Wirbel veranstalten würde?

Marty
 
Wenn Du kein Mitglied warst, ist das völlig normal.

Ich weiß nicht, ob man das normal nennen kann.
So ziemlich alle Gewerkschaften klagen über Mitgliederschwund.
Also wäre ein bissl PR angebracht, oder?

Was bekommt denn der 08/15 Arbeiter von der Gewerkschaft mit?
Alle ein zwei Jahre machen die mal Krawall, damit die Angestellten mehr Geld bekommen.
Und dann hört es schon auf.
Wenn man fragt, wofür Gewerkschaften gebraucht werden, werden einem regelmäßig Erfolge von anno dunz (30 Tage Urlaub, 35 Stunden Woche ...) unter die Nase gerieben.
Aber was leistet sie heute?

Wofür soll ein Mitarbeiter 1% seines Gehaltes zahlen?

Ich will jetzt keine Diskussion über Sinn und Zweck der Gewerkschaften vom Zaun brechen, sondern hinterfrage nur, wie die Gewerkschaften Ihre Leistungen verkaufen...

gruss kelle!
 
Ich weiß nicht, ob man das normal nennen kann.
So ziemlich alle Gewerkschaften klagen über Mitgliederschwund.
Also wäre ein bissl PR angebracht, oder?
PR machen sollten eigentlich die Mitglieder der Gewerkschaften. Ich finde das völlig OK, dass Gewerkschaften nicht riesige Werbeabteilungen unterhalten.

Was bekommt denn der 08/15 Arbeiter von der Gewerkschaft mit?
Wenn er Mitglied ist, einige Infos, wenn er aktives Mitglied ist, eine Menge und wenn er kein Mitglied ist eben nur die Ergebnisse.
Alle ein zwei Jahre machen die mal Krawall, damit die Angestellten mehr Geld bekommen.
Arbeitsplatzsicherungen, Arbeitszeitsicherungen etc. nicht vergessen. Es geht nur aktuell hauptsächlich ums Geld.

Und dann hört es schon auf.
Für den normalen Arbeiter meist aber genug, wenn man sie fragt.
Aber was leistet sie heute?
Schau Dir die Unternehmen und Branchen an, die reihenweise aus den Arbeitgeberverbänden austreten und welche Bedingungen dort teilweise herrschen, dann weißt Du es.

Wofür soll ein Mitarbeiter 1% seines Gehaltes zahlen?
Sehr viel davon wird als Reserve für Streikausfallgelder genommen. Man sieht das jetzt bei Verdi, da braucht man vielleicht schon mal die eine oder andere Millionen.

Marty
 
Folgende News wurde am 16.03.2012 um 07:04:52 Uhr veröffentlicht:
Umfrage: Deutsche haben wenig Verständnis für Millionengehälter von Managern
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Berlin (dts) - Die breite Mehrheit der deutschen Bevölkerung hat keinerlei Verständnis für Millionengehälter von Managern - selbst dann nicht, wenn die Wirtschaftsvertreter erfolgreich arbeiten. Das zeigt eine repräsentative Bevölkerungsumfrage im Auftrag des "Handelsblatts" unter mehr als 1.000 Bürgern, die das Marktforschungsunternehmen Forsa Mitte dieser Woche erhoben hat. Danach halten 71 Prozent aller Bundesbürger Millionengehälter für Manager auch dann nicht für gerechtfertigt, wenn sie gute Gewinne erwirtschaften. Nur 26 Prozent gestehen den Managern ein Millionengehalt zu."Der Raffmanager ist der Buhmann", sagte Forsa-Chef Manfred Güllner dem "Handelsblatt". Besonders kritisch gehen Frauen mit den Großverdienern um: Mit 78 Prozent sind überdurchschnittlich viele der Meinung, dass auch Manager, die gute Gewinne erwirtschaften, keine Millionengehälter erhalten sollten. Offener beurteilt das die jüngste Gruppe der Befragten: 37 Prozent der 18- bis 29-Jährigen sind der Auffassung, dass siebenstellige Gehälter durchaus gerechtfertigt sein können."Junge Menschen haben weniger Vorbehalte, und sie wollen sich selbst alle Optionen offenhalten und haben hohe Erwartungen an ihre eigene berufliche Zukunft", sagt Güllner. Auch die Anhänger verschiedener Parteien beurteilen die Gehaltsfrage sehr differenziert: Nicht nur die Anhänger der Union und der FDP, auch die Anhänger der Piraten halten hohe Managergehälter eher für gerechtfertigt als Anhänger der SPD, der Grünen oder der Linkspartei. Die Gehälter der obersten Manager in Deutschland sind im vergangenen Jahr viermal kräftiger gestiegen als die der übrigen Arbeitnehmer. Die Bezüge der Vorstandsvorsitzenden der DAX-Firmen wuchsen im Vergleich zu 2010 im Schnitt um 14 Prozent, zeigte eine bereits am Dienstag vorgelegte Untersuchung der Beratungsfirma Towers Watson. Die durchschnittlichen Reallöhne stiegen dagegen 2011 um 3,3 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.
 
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Diese News zusammenlegen mit der von Lafontaine, der wie Hollande 75 % Steuern fordert?

Die hohen Steuern in den 30er Jahren waren im übrigen das, was die Amerikaner weit vorangebracht hatten.
 
Und die nächste Neiddebatte.

Dann gehen die Manager halt über, anders zu verhandeln.
Ein Dienbstwagen mehr, ein Stipedium für die Kinder, ne Dienstwohnung am Firmensitz und zwei Außenstellen ...

Dann sinkt das monetäre Gehalt halt, aber auch die Ausgabenseite des Managers, der Firma ist es egal.

gruss kelle!
 
Meiner Meinung nach sollten Menschen die eine große Verantwortung tragen auch entsprechend gut verdienen.
Allerdings sehe ich Millionengehälter sehr skeptisch und bin der Meinung, dass man sich an staatlichen Vorbildern orientieren sollte.

Nehmen wir beispielsweise einen Generalleutnat der ein Korps von (theoretisch) 40.000-80.000 Mann führt und für dieses verantwortlich ist. Dieser verdient ohne Zulagen ein Gehalt der Besoldungsstufe B9, nach aktueller Bundesbesoldungstabelle wären das ~ 9.670€. Das entspricht einem Jahresgehalt von 116.040€.
Wenn man sich daran orientiert und dem Manager in der freien Wirtschaft gerne auch ein etwas höheres Gehalt zugestehen (wir wissen ja, der Staat ist ein wenig knausrig), dann würde ich ein Jahresgehalt von ca. 250.000-350.000€ in Ordnung finden.
Alles andere wäre für mich übertrieben, vor allem wenn die Belegschaft selbst nicht viel verdient.

Natürlich muss so ein Gehalt bei einem internationalen Unternehmen angepasst werden, wenn der Manager die Verantwortung für mehrere Hundertausend Menschen trägt. Da wäre ein Millionengehalt akzeptabel, aber heutzutage bekommt man ja schon fast ein Millionengehalt wenn man nur Manager heisst.