So macht man als Journalist aber nun einmal deutlich, dass man die Angaben nicht überprüfen kann oder konnte. Das muss nicht einmal bedeuten, dass man der zititerten Person nicht glaubt. Ähnliche Formulierungen wirst Du auch über Aussagen anderer Politiker (auch aus Deutschland oder den USA) lesen können.
 
Bericht: TISA-Handelsabkommen gefährdet Datenschutz

Folgende News wurde am 19.06.2014 um 16:35:02 Uhr veröffentlicht:
Bericht: TISA-Handelsabkommen gefährdet Datenschutz
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Berlin (dts) - Die USA, EU und 21 weitere Staaten treiben ein kaum bekanntes globales Handelsabkommen voran, das den Datenschutz und eine Kontrolle der Finanzmärkte gefährden könnte. Das geht aus Dokumenten von Wikileaks hervor, die der "Süddeutschen Zeitung" sowie dem NDR und WDR vorliegen. Demnach fordern die USA im sogenannten TISA-Abkommen für Dienstleistungen von allen 50 Staaten, Finanzkonzernen zu erlauben, "Informationen in elektronischer oder anderer Form in oder aus seinem Gebiet zu transferieren"."Das ist ein Angriff auf den europäischen Datenschutz", kritisiert der grüne EU-Abgeordnete Sven Giegold."Die Gefahr wäre, dass zum Beispiel Kontendaten von Bürgern und Firmen aus Europa abfließen - und der US-Regierung und den Geheimdiensten zur Verfügung stehen." Vor einigen Jahren verhandelten EU-Parlament und Regierungen monatelang, um den Abfluss europäischer Kontodaten beim Zahlungsverkehrs-System Swift zu stoppen. Setzen sich die USA nun durch, könnten Europas Daten wieder in Amerika landen. Brisant könnte auch eine Klausel werden, die sich mit Notfallmaßnahmen etwa bei Finanzkrisen oder zum Schutz der Sparer beschäftigt. Solche Vorschriften dürfen nach TISA-Artikel 17 nicht dazu führen, dass ein Land seine Pflichten zur Marktöffnung vernachlässigt."Künftig handelt sich eine Regierung leicht eine Klage ein", kritisierte der EU-Abgeordnete Giegold. Sie müsse quasi bei jedem Gesetz zur schärferen Kontrolle der Finanzmärkte beweisen, dass dieses den Freihandel nicht hemme."Das widerspricht den Erfahrungen mit der Finanzkrise. Es wird schwerer, die Finanzmärkte zu zähmen." Die als "USA-vertraulich" gestempelten Dokumente enthalten den Verhandlungsstand des Finanzkapitels des TISA-Abkommens, das mehr Freihandel bei Dienstleistungen aller Art von Informationstechnik über Verkehr, Gesundheit oder Bildung fördern soll. Die Papiere sollten laut Aufdruck frühestens fünf Jahre nach Abschluss der Verhandlungen bekannt werden.
 
Heute ist ein neuer Leak zum Überwachungsskandal erschienen.
Hiernach sind vor allem Deutsche im Visier des US-Geheimdienstes NSA; insbesondere Deutsche, die ihre Kommunikation verschlüsseln. Generell ist dem Leak zu entnehmen, dass für die NSA alle Menschen, die die Verschlüsselungs-Software TOR verwenden, um duch's Internet zu surfen, Terroristen sind – https://anonymouse.org/cgi-bin/anon...w.tagesschau.de/inland/nsa-xkeyscore-100.html

Empfehung für einen sicheren Rechner & Internet in Zeiten des Überwachungsskandals:
• Betriebssystem: https://tails.boum.org/ (nutzte Snowden; ist kostenlose, freie Software, die jeglichen Internetverkehr automatisch durch das TOR-Netzwerk leitet, und deren Oberfläche wie Windows 8 oder XP aussehen kann)
• + https://freenetproject.org

Seitens Software ist am wichtigsten, ein sicheres Betriebssystem zu verwenden; es ist das Fundament für alles, was softwareseitig mit einem Rechner getan wird. Man hat also eine Schwachstelle, wenn man zwar einerseits auf Programme wie das Freenet oder TOR setzt, aber das auf Grundlage von Windows tut, das direkten Draht zur NSA hat.
 
Man sollte sich nicht über das Ausmaß der Überwachung wundern. Immerhin gab es Spionage immer schon.

Ich bin für den gläsernen Menschen. Dann gibt es kein Schwarzgeld mehr in der Schweiz und Delikte wie zu schnell fahren wird unverzüglich geahndet. Fährt jemand zu schnell, wird unverzüglich die Strafe vollstreckt (Geld vom Konto abgebucht, Führerschein weg etc.).

Keine Steueroasen mehr, keine Verbrechen mehr und wenn sind sie schnell aufzuklären. Das ist doch fantastisch! Ich weiß gar nicht, wieso sich hier alle so aufregen. Am besten einen Chip in die Hand bei jedem.

Es geht ja nicht darum, alle Daten gegen dich zu verwenden. Man müsste bei der Überwachungsfrage einfach klären, welche der Daten rechtlich gegen dich verwendet werden können. Das ist die einzige Frage, die noch zu klären ist.

Ihr wisst es noch nicht aber alles wo Technologie zum Einsatz kommt wird überwacht aber eben schwerpunktmäßig nach einem gewissen vom Computer ausgewerteten Logarythmus.

Das Telefon, die Smartphone Kamera, das was über das Telefon, Skype etc. geschrieben oder gesagt worden ist, Facebook, Twitter, google+, welche Internetseiten man sich ansieht, was man postet, was man im fernsehen guckt, jede Kontobewegung, jede Krankheit die du hast etc.

Handy ist sogesehen besonders vorteilhaft, weil man auch noch den Standort (auch bei ausgestellten Handy) orten kann per Satelit. Da hilft nur die Batterie entfernen!

Aber wieso habt ihr Angst?
 
US-Spion beim BND*war Hilfskraft

Folgende News wurde am 05.07.2014 um 21:55:55 Uhr veröffentlicht:
US-Spion beim BND*war Hilfskraft
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Berlin (dpa) - Die Affäre um den US-Spion beim Bundesnachrichtendienst scheint nicht ganz so weite Kreise zu ziehen wie zunächst befürchtet. Der NSA-Untersuchungsausschuss des Bundestags ist nach Angaben seines Vorsitzenden Patrick Sensburg doch nicht ausspioniert worden.
Zudem war der Spion laut BND nur eine Hilfskraft in der Abteilung «Einsatzgebiete Ausland» und kein Agent des Auslandsgeheimdienstes. «Es ist nach der ersten Bewertung nicht etwas, was der GAU (größte anzunehmende Unfall) wäre», hieß es.
Die Bundesanwaltschaft hatte bereits am Mittwoch einen 31-jährigen BND-Mitarbeiter festnehmen lassen. Er hat nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus hochrangigen BND-Kreisen über einen Zeitraum von zwei Jahren 218 Dokumente an US-Geheimdienste weitergeleitet und dafür 25 000 Euro kassiert. Die Dokumente enthielten laut BND keine besonders sensiblen Informationen. Der BND geht davon aus, dass der Spion aus finanziellem Interesse und Geltungsdrang gehandelt hat.
Die beim Bundesamt für Verfassungsschutz angesiedelte Spionageabwehr kam dem Maulwurf Ende Mai auf die Spur, nachdem er am 28. Mai dem russischen Geheimdienst seine Dienste in einer Mail an das russische Generalkonsulat angeboten hatte. Als Beleg für seinen Wert schickte der Mann drei als geheim eingestufte BND-Dokumente mit, von denen zwei den NSA-Untersuchungsausschuss betrafen. Diese Mail wurde vom Verfassungsschutz abgefangen.
Die zwei BND-Dokumente für den Untersuchungsausschuss zur Aufklärung der NSA-Datenausspähung sagen nach Angaben des Ausschussvorsitzenden nichts über dessen Arbeit aus. «Ich kann (...) derzeit sagen, dass ich keine Erkenntnisse habe, dass Dokumente des Untersuchungsausschusses selber ausgespäht worden sind», sagte der CDU-Politiker Sensburg im Deutschlandfunk. «Unsere internen Papiere hoffen wir sicher zu halten, dass sie nicht nach außen dringen.»
Dennoch scheint der Fall auch in der US-Regierung für Beunruhigung zu sorgen. Die «New York Times» zitierte einen Regierungsvertreter mit der Einschätzung, die Berichte über eine mindestens zweijährige Spionagetätigkeit des BND-Mitarbeiters drohten alle Reparaturarbeiten im deutsch-amerikanischen Verhältnis wieder zu zerstören.
Nach Informationen der Zeitung haben Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und US-Präsident Barack Obama in einem Telefonat am Donnerstagabend noch nicht über den Fall gesprochen, obwohl Merkel zu diesem Zeitpunkt schon davon wusste. Der US-Botschafter in Berlin, John B. Emerson, wurde am Freitag ins Auswärtige Amt gebeten und zu einer zügigen Aufklärung aufgefordert.
Der BND hält sich zurück, was mögliche Konsequenzen aus der Affäre angeht. Bei der Bewertung der Auswirkungen auf die künftige Zusammenarbeit mit US-Geheimdiensten solle es keine Schnellschüsse geben, hieß es lediglich.
Politiker von Koalition und Opposition zeigten sich empört über die Affäre. Der SPD-Obmann im NSA-Ausschuss, Christian Flisek, sprach im Bayerischen Rundfunk von einem möglichen «Skandal» und «Angriff auf die parlamentarische Demokratie». Dies müsse Konsequenzen haben, sowohl im Bereich der Zusammenarbeit der Geheimdienste als auch im Bereich der Politik.
Der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, Stephan Mayer (CSU), sagte der «Bild»-Zeitung (Samstag), sollte sich der neue Verdacht bewahrheiten, wäre das «ein riesiger Vertrauensbruch im transatlantischen Verhältnis».
Der Grünen-Innenexperte Volker Beck sagte «Handelsblatt Online»: «Die Verantwortung für die Aktivitäten des BND liegen im Bundeskanzleramt. Wir erwarten, dass die Aufklärung über diesen Vorgang schonungs- und rückhaltlos von höchster Stelle angeordnet wird.» Auch die Linke sieht das Kanzleramt in der Verantwortung. «Alle Finger zeigen auf das Kanzleramt und dessen Chef», sagte der Parteivorsitzende Bernd Riexinger der «Rheinischen Post» (Samstag).
 
Keine Steueroasen mehr, keine Verbrechen mehr und wenn sind sie schnell aufzuklären.
Und du hast keine bedenken mal unbewusst ein "Verbrechen" zu begehen?

Beim auffahren auf die Autobahn ein Tick zu sehr beschleunigt um sich einzuordnen, zack: 50€
Kaugummipapier aus der Hosentasche gefallen, beim Schlüssel rauskramen, zack: 100€
Urheberrechtlich geschütztes Katzenvideo angeclickt, zack: 5 Tage Gefängnis.
Beim letzten Umtrunk mit den Jungs über Merkel gelästert, zack: Arbeitslager.
Einmal die S*x-Schaukel online bestellt, zack: 25 Jahre später, Schmutzkampagne als aufstrebender Oppositionspolitiker... oder auch Arbeitslager, wer weiß.

Wie frei verhält man sich noch, wenn man unter ständiger Beobachtung steht?
 
Zuletzt bearbeitet:
Nicht ganz. Zum Kauf von Steuer-CD sind wir nicht vertraglich verpflichtet, zu engster Zusammenarbeit mit der NSA laut geltendem Vertrag schon. Siehe Zusatzabkommen zum NATO-Truppenstatut. https://www.sueddeutsche.de/politik...sa-darf-in-deutschland-alles-machen-1.1717216https://beck-online.beck.de/default.aspx?bcid=Y-100-G-NATO_TSZuAbk

Das ist eine gute Gelegenheit zu beobachten wo die echten Heuchler in unserer Regierung sitzen. JEDER von denen kennt dieses Statut und JEDER der jetzt heuchlerisch auf dem angeblichen Spitzel rumhackt und so tut als wäre er sauer auf die Amerikaner tut nichts anderes als lügen. Ein ehrlicher Politiker würde die Änderung/Aufhebung des Zusatzabkommens fordern.
 
Nicht ganz. Zum Kauf von Steuer-CD sind wir nicht vertraglich verpflichtet, zu engster Zusammenarbeit mit der NSA laut geltendem Vertrag schon. Siehe Zusatzabkommen zum NATO-Truppenstatut. https://www.sueddeutsche.de/politik...sa-darf-in-deutschland-alles-machen-1.1717216https://beck-online.beck.de/default.aspx?bcid=Y-100-G-NATO_TSZuAbk
Das steht doch im G10 Gesetz: https://www.gesetze-im-internet.de/g10_2001/BJNR125410001.html
.... der in der Bundesrepublik Deutschland stationierten Truppen der nichtdeutschen Vertragsstaaten des Nordatlantikvertrages .... berechtigt, die Telekommunikation zu überwachen und aufzuzeichnen, in den Fällen der Nummer 1 auch die dem Brief- oder Postgeheimnis unterliegenden Sendungen zu öffnen und einzusehen.

Hilfskraft heisst hier, dass der BND eigentlich die Hilfskraft des NSA ist. :evil:
 
Das ist ein bisschen zugespitzt in der Sache das darfst du auch gerne tun ;)

Wenn jeder ehrlich Steuern zahlen würde und jeder sich anständig verhält, dann wäre das Leben insgesamt viel einfacher. Da das aber nicht so ist, spricht nichts gegen gewisse Überwachungsmaßnahmen.

Geklärt werden müsste wo man die Grenze zieht und zweitens wer Zugriff auf die Daten hat. Außerdem welche Informationen rechtlich wirksam verwendet werden dürfen.

Ob es legitim ist, wenn der Bundesnachrichtendienst die gesammelten Daten an andere Geheimdienste weitergibt, das ist diskussionswürdig allerdings finde ich auch, dass gewisse Dinge schon weitergegeben werden sollten hinsichtlich Terrorismusbekämpfung oder Geldwäsche.

Problem ist nicht die schlafwandelnde, harmoniebedürftige Masse, sondern Probleme machen immer die wenigen aufmüpfigen, die sich nichts aus der Ordnung der ersten Gruppe machen und nur zerstören wollen.

Ob der eine nun gewisse Vorlieben hat oder was auch immer das ist irrelevant. Es geht ja um Dinge, die im öffentlichen Interesse sind zu erhalten und zu schützen.
 
Das ist ein bisschen zugespitzt in der Sache das darfst du auch gerne tun ;)
Ist es das wirklich, wenn man den Gedanken einfach nur entlang der jüngsten Entwicklungen zuende denkt? ;)
Ob der eine nun gewisse Vorlieben hat oder was auch immer das ist irrelevant.
Für wen? Für den ursprünglich vorgesehenen Zweck, ja.
Für die BILD, nein. Solche Informationen können viel wert sein.
Und wenn man die Daten nicht schützen kann, muss man sich Fragen ob man sie überhaupt erheben sollte und die Gefahr, die von ihnen ausgeht nicht zu groß für eine offene Gesellschaft ist.
 
Problem ist nicht die schlafwandelnde, harmoniebedürftige Masse, sondern Probleme machen immer die wenigen aufmüpfigen, die sich nichts aus der Ordnung der ersten Gruppe machen und nur zerstören wollen.
Und deshalb fändest du es gut, wenn alle Bürger "gläsern" und überwachbar wären? So ne Kamera im Schlafzimmer fände ich ziemlich blöd...

Marty
 
Wenn jeder ehrlich Steuern zahlen würde und jeder sich anständig verhält, dann wäre das Leben insgesamt viel einfacher. Da das aber nicht so ist, spricht nichts gegen gewisse Überwachungsmaßnahmen.
Du siehst immer nur die Vorteile einer Überwachung und setzt unbedingt voraus, dass der Überwacher eine redliche Person ist und keinerlei persönliche Vorteile aus noch so sensiblen Daten ziehen möchte. Da bin ich ganz anders - ich traue niemandem. Gib jemandem Macht und er wird sie missbrauchen.

Freiheit abzugeben ist eine relativ einfache Sache. Aber sie wieder zu bekommen ist sehr schwer und fast immer blutig. Bevor man als Mensch so großzügige Geschenke macht, sollte man sich schon sehr genau überlegen, warum. Steuerhinterziehung wäre für mich absolut kein Grund.

Ob es legitim ist, wenn der Bundesnachrichtendienst die gesammelten Daten an andere Geheimdienste weitergibt, das ist diskussionswürdig allerdings finde ich auch, dass gewisse Dinge schon weitergegeben werden sollten hinsichtlich Terrorismusbekämpfung oder Geldwäsche.
Wir in Deutschland haben doch de facto kein Problem mit Terrorismus. Die USA haben sich ihre Feinde selbst heran gezüchtet. Die USA überwacht ihre Bürger seit je her weit besser und engmaschiger als es Deutschland tut und tat. Trotzdem können sie keinen Terrorismus verhindern. Man kann Terrorismus eben nicht verhindern, schon gar nicht, wenn der Täter selbst sein Leben für einen Anschlag hergibt. Man kann Straftaten besser aufklären oder den einen oder anderen Anschlag vielleicht auch vereiteln. Aber dann kommen andere und vollenden den Plan.

Problem ist nicht die schlafwandelnde, harmoniebedürftige Masse, sondern Probleme machen immer die wenigen aufmüpfigen, die sich nichts aus der Ordnung der ersten Gruppe machen und nur zerstören wollen.
Ja, aber die wird es immer geben. Zum Glück. Nur dass eben die Geschichte irgendwann darüber urteilen wird, ob das gut oder schlecht war. Jeder hätte sich gefreut, wenn sich der aufmüpfige Stauffenberg ein wenig mehr intelligent angestellt hätte. Noch heute wird der aufmüpfige Ghandi verehrt und selbst Siddhartha Gautama galt wohl ähnlich wie Jesus Christus als Aufmüpfiger. Wäre aber wirklich schade gewesen, wenn sie in den Geschichtsbüchern fehlen würden.

Ob der eine nun gewisse Vorlieben hat oder was auch immer das ist irrelevant. Es geht ja um Dinge, die im öffentlichen Interesse sind zu erhalten und zu schützen.
Nein. Es geht um Dinge, die im Interesse derer sind, die überwachen. Und diese Interessen der Überwacher kenne ich nicht - Du auch nicht.

Du siehst doch schon anhand von Steuerbetrügern, wie Menschen Schwachstellen im System nutzen, um persönlichen Vorteil für sich zu ziehen. Wir haben gerade aktuell einen Fall auf dem Tisch, da ein Mitarbeiter des BND Daten an die NSA verkaufen wollte und diese Daten auch den Russen angeboten hat. Und da willst Du unbekannten Leuten noch mehr Macht geben? Das nenne ich mal ... ehm .. na sagen wir mal "mutig".
 
[...]Da bin ich ganz anders - ich traue niemandem.[...]

Die NSA und andere Geheimdienste trauen auch niemanden, deshalb ist es aus deren Sicht notwendig Daten zu sammeln. Man hat mit der Überwachung einen Wissensvorsprung gegenüber anderen.

Steuerhinterziehung wäre für mich absolut kein Grund.

Wieso nicht? Hat doch auch Vorteile. Wenn jeder seine Steuern ehrlich bezahlen würde, hätten wir nicht so hohe Staatsschulden.

Die USA haben sich ihre Feinde selbst heran gezüchtet.

Möglicherweise. Im Krieg wird viel gelogen, daher ist das eine subjektive Einschätzung.
Wieso ist es verboten, Daten abzufischen von Menschen, die keine Vorkehrungen getroffen haben, Spionage abzuwehren? Es ist nicht verboten einen x-beliebigen User mit bestimmter Software auszuspionieren, unverschlüsselte Nachrichten abzufischen und zu lesen. Die Frage ist doch, welche der abgefischten Informationen sich
1. rechtlich verwendet werden lassen und
2. zu welchem Zweck sie verwendet werden dürfen

Hat nicht auch derjenige, der technische Geräte nutzt eine Verantwortung dafür zu sorgen, dass kein Dritter Zugang zu sensiblen Daten bekommt?

Die USA überwacht ihre Bürger seit je her weit besser und engmaschiger als es Deutschland tut und tat. Trotzdem können sie keinen Terrorismus verhindern.

Es gilt die Unschuldsvermutung. Es ist aber immer günstiger wenn du schnell handeln willst, relevante Informationen möglichst zügig verwenden zu können.

Nein. Es geht um Dinge, die im Interesse derer sind, die überwachen. Und diese Interessen der Überwacher kenne ich nicht - Du auch nicht.

Das ist ein Argument.

Du siehst doch schon anhand von Steuerbetrügern, wie Menschen Schwachstellen im System nutzen, um persönlichen Vorteil für sich zu ziehen. Wir haben gerade aktuell einen Fall auf dem Tisch, da ein Mitarbeiter des BND Daten an die NSA verkaufen wollte und diese Daten auch den Russen angeboten hat. Und da willst Du unbekannten Leuten noch mehr Macht geben? Das nenne ich mal ... ehm .. na sagen wir mal "mutig".

Ich bin mir sicher, dass der Geheimdienst so manche Steuerbetrüger kennt aber rechtlich diese Dinge nicht verwerten darf. Wenn unser Geheimdienst das nicht weiß, kann es die NSA oder ein anderer Geheimdienst vielleicht wissen. Außerdem ist ja auch zu betrachten, dass sich der Geheimdienst damit selbst entlarvt, wenn er gewisse Dinge die privat sind, rechtlich verwertet. Dann wenn es der Öffentlichkeit preisgegeben wird, hätte es die Debatte entfacht, die Edward Snowden aufgedeckt hat, nehm ich an. Daher war es auch logisch, darüber zu schweigen was man sammelt. Man sammelt einfach alles, nutzt aber möglicherweise nicht alles.

Was moralisch vertretbar ist hinsichtlich der Überwachung ist diskussionswürdig. Allerdings finde ich schon, dass es legitim ist, Informationen zu sammeln auch wenn sie nicht verwertet werden. Allein die Sammlung ist für mich moralisch vertretbar, die Nutzung der Daten allerdings nur zum Teil.

Also ich versuche sehr abgewogen auf diese Frage einzugehen und habe mich in der Tendenz zum dafürsprechen gut überlegt wobei in differenzierter Form. Einige Aussagen empfinde ich als unangemessen in diesem Thema, da sie eine subjektive, moralische Haltung vertritt, die aber in der Sache nicht oder zu wenig differenziert betrachtet wurde. Klar kann ich mit dieser von der moralischen Seite keinen Beifall erhalten, denn die Meinung das was man tut und nicht tut, ist ja klar. Braucht man sich also mit den Gegenargumenten gar nicht beschäftigen oder ablehnend von Anfang an dem begegnen, sodass man bei seiner Meinung bleibt. Wir sollten uns in diesem Thema also auch mit den Argumenten "für" Überwachung unterhalten und nicht gleich ohne Differenzierung sich der Meinung anderer anschließen.
 
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Wenn ein Geheimdienst Steuerdaten kennen würde, so wäre das vermutlich illegal, was dann auch ein Grund wäre, das zu verheimlichen.

Ich denke jedenfalls (wenn ich schon darüber nachdenken soll), das eine Überwachung nur dann stattfinden sollte, wenn sie demokratisch legitimiert ist. Dafür müsste vermutlich das Grundgesetz geändert werden.

Dann müsste sicherlich streng festgelegt werden wer, was und zu welchem Zweck sammeln soll und darf. Das wiederum müsste dann überwcht und kontrolliert werden. Und ob sich dieser Aufwand im Vergleich zum "Ertrag" dann "rechnet", müsste erstmal überlegt werden.

Das nur um mal ein paar praktische Argumente zu bringen.
 
Hat nicht auch derjenige, der technische Geräte nutzt eine Verantwortung dafür zu sorgen, dass kein Dritter Zugang zu sensiblen Daten bekommt?
Jein. Man kann ja nur nach bestem Wissen handeln.
Sichere Passwörter wählen, Software aktuell halten und Firewall einschalten gehört sicherlich zu einer gewissen Mitverantwortung, hilft aber alles nichts wenn man absichtlich getäuscht wird, indem z.B. E-Mails direkt am Server in Timbuktu abgegriffen werden oder die Hardware/Software schon eine unsichtbare Hintertür eingebaut hat. Das entzieht sich meinem Wissen und meiner Kontrolle.
Allerdings finde ich schon, dass es legitim ist, Informationen zu sammeln auch wenn sie nicht verwertet werden. Allein die Sammlung ist für mich moralisch vertretbar, die Nutzung der Daten allerdings nur zum Teil.
Warum sollte man Daten sammeln, die man ohnehin nicht verwerten kann? :think:
Man kann keinen Nutzen draus ziehen, aber sie können potenziell Schaden anrichten.
Einige Aussagen empfinde ich als unangemessen in diesem Thema, da sie eine subjektive, moralische Haltung vertritt, die aber in der Sache nicht oder zu wenig differenziert betrachtet wurde.
Es ist auch irgendwo für den Einzelnen kaum möglich so umfassend zu differenzieren, dass man der Sache gerecht werden könnte. Dafür gibt es einfach viel zu viele unterschiedliche Arten von Daten, Sammelmethoden, Vernetzungsgrade und Verwendungsmöglichkeiten. Und jeder hier hat eine andere Vorstellung von dem worüber wir gerade sprechen.
 
Es ist nicht verboten einen x-beliebigen User mit bestimmter Software auszuspionieren, unverschlüsselte Nachrichten abzufischen und zu lesen.
Derzeit ist das verboten.

Hat nicht auch derjenige, der technische Geräte nutzt eine Verantwortung dafür zu sorgen, dass kein Dritter Zugang zu sensiblen Daten bekommt?
Wer kann das wohl am besten und treibt den meisten Aufwand dafür? Der unbescholtene Bürger oder der Mafia-Boss? Der "gläserne Bürger" wird die Unschuldigen gläsern machen, die Schuldigen wissen sich, wie heute schon, zu verstecken.

Oder meinst Du, die Umsätze der Drogenhändler werden dann zentral ans Finanzamt gemeldet?

Was moralisch vertretbar ist hinsichtlich der Überwachung ist diskussionswürdig.
Ich habe ja ein Beispiel gebracht: Die meisten Vergewaltigungen finden heute im häuslichen Bereich statt, im eigenen Schlaf- oder Kinderzimmer. Ist es jetzt legitim, jedes deutsche Schlaf- und Kinderzimmer zu überwachen? Man sagt ja schnell: Wer sich nichts zu schulden kommen lässt.... dessen Aufnahmen werden gelöscht und nur die Vergewaltiger gefasst. Wäre doch toll, oder vielleicht doch nicht?