Tagfahrlichter - ja oder nein?

Also in Skandinavien ist das schon ewig so und ich finds nicht schlecht...
 
Also in Skandinavien ist das schon ewig so und ich finds nicht schlecht...
Du scheinst ja auch nicht annähernd eine Ahnung davon zu haben, wie viel Energie benötigt wird, um jedes Auto am Tag mit Abblendlicht fahren zu lassen.

Ein H4 Leuchtmittel aus einem Autoscheinwerfer hat 55 Watt, rundum Standlicht mit Kennzeichenbeleuchtung und Cockpitbeleuchtung sind auch je nach Fahrzeug auch minimum 40 - 50 Watt.
Das sind 2*55 Watt + 50 Watt = 160 Watt, eher mehr. Diese Leistung wird mit Hilfe eines Drehstromgenerators erzeugt (70-80% Wirkungsgrad), der wiederum von einem Ottomotor angetrieben wird der mit nur 30% Wirkungsgrad arbeitet.

Wenn wir jetzt noch den Wirkungsgrad der Halogenleuchtmittel mit einbeziehen (nur etwa 10%), sollte jedem klar werden das diese Vorgehensweise sehr primitiv und nicht besonders durchdacht ist. Abblendlicht am Tag ist mehr als Unsinn.
 
Also in Skandinavien ist das schon ewig so und ich finds nicht schlecht...

In den skandinavischen Ländern herrschen andere BEdingungen als bei uns: Es ist selbst tagsüber oft nicht so hell, weil die Sonne einen flacheren Einstahlungswinkel hat. Dazu kommen die weiten Strecken mit Wechsel zwischen Wald (Schatten) und freier Landschaft und die viel geringere Fahrzeugzahl. Da macht das Licht tatsächlich eher Sinn.
 
Man spricht von 0,15-0,25 Litern/100km, das käme also hin. Bedeutet bei mir zum Beispiel 5% höherer Spritverbrauch...

für manche addiert sich das auf nen 100er/Jahr und für ganz Deutschland reden wir dann schon von ner zehnstelligen Summe im Jahr
Alle reden davon, Energieverbräuche zu senken und zu Hause wird alles ausgeschaltet, fürs Auto werden Niedrigenergiereifen gekauft etc... und dann sollen wir den ganzen Tag im Auto das Licht anlassen.

Und das alles nur, weil man behauptet, das wäre sicherer, bewiesen hat es noch keiner.

Bei 1 Bio. gefahrener Kilometer aller PKW in Deutschland bedeutet das 2,5 Mrd. Liter zusätzlichen Spritverbrauch pro Jahr.

Marty
 
Hallo Clame, die Frage ist ja hier schon stark diskutiert worden in den letzten Beiträgen der User. Ich persönlich denke das Tagfahrlichter sehr sinnvoll sind, Sie tragen zur Sicherheit bei. Sie stören ja den Autofahrer selbst nicht und man wird immer besser gesehen und kann eben nicht vergessen entsprechend das Licht des Fahrzeuges einzuschalten. Selbstverständlich müsste dafür eine entsprechende Elektronik im Auto verbaut werden, die zuverlässig funktioniert, ich stelle mir diese aber nicht sonderlich komplex vor. Was die generelle Umsetzung betrifft würde ich denken das es sinnvoll ist, wenn alle Neuwagen eben mit solch einer Funktion ausgestattet werden, alte Fahrzeuge müssten Bestandsschutz besitzen und sollten ohne Tagfahrlichter-Pflicht weiter fahren dürfen. Ich denke das wäre eine ideale Lösung, Motorradfahrer haben ja bereits ebenfalls Tagfahrlichter. Liebe Grüße Akandis
 
Die Verbrauchsrechnung hinkt, denn gerade wegen dem hohen Verbrauch bei
ständigem Abblendlicht machen LED TFL ja Sinn. Und zum Sicherheitsargument:
Man braucht doch wohl keine Langzeitstudie um zu verstehen, dass man ein
Auto mit Licht besser sieht als eins ohne, oder? Besser (früher) gesehen werden,
ergo weniger Unfälle...
 
Man braucht doch wohl keine Langzeitstudie um zu verstehen, dass man ein
Auto mit Licht besser sieht als eins ohne, oder? Besser (früher) gesehen werden,
ergo weniger Unfälle...

Tja, so einfach ist es aber nicht: https://www.ifz.de/presse-statements-TFL.htm
Zitat:
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„Fahren mit Licht am Tag bringt bei guten Lichtverhältnissen / optimalen Bedingungen (trockene Fahrbahn, beste Sichtverhältnisse) offensichtlich keinen realen Sicherheitsvorteil, da der geringe Zeitgewinn der Früherkennung durch längere Zuwendungsdauern zum Scheinwerfer zunichte gemacht wird.“
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„Die Analysen zeigen aber auch deutlich auf, dass die verstärkte Zahl und Dauer an Blickzuwendungen offensichtlich Blickbindungen verursachen, die für andere wichtige Navigationsaufgaben im Nahbereich verloren gehen. In Einzelfällen lassen sich durch Licht am Tag auch Prioritäten-Umkehrungen nachweisen, sodass verstärkt Blickbindungen auf Scheinwerfer auftreten, die Blickpunkte auf Personen, Fahrzeuge oder Objekte maskieren.“

Und nun?

Marty
 
In Polen gilt auch Tagfahrlichgebot...finde das sinnlos vorallem stehen die in Sommer bei 30 grad und Sonnenschein direkt hinter der Grenze um die ahnungslosen Deutschen abzozocken :evil:
 
In Polen gilt auch Tagfahrlichgebot...finde das sinnlos vorallem stehen die in Sommer bei 30 grad und Sonnenschein direkt hinter der Grenze um die ahnungslosen Deutschen abzozocken :evil:

Och die armen Deutschen die sich ja nicht über die Gegebenheiten in anderen Länder erkundigen müssen.....
Und das die Deutschen Zöllner direkt hinter der Niederländischen Grenze stehen und die ahnungslosen Leute auf Drogen kontrollieren. :roll:
 
Habe bei meinem schon lange die Tagfahrleuchten am Wagen, da ich vorher so oder so immer schon mit Licht gefahren bin. Es dürfte sich sicherlich eine Ersparnis ergeben, mal ganz abgesehen davon, dass ich persönlich eine Lichtpflicht in jedem Fall bevorzugen würde.
 
ich habe seit kurzer zeit neue tagleuchten von hella, nicht die stabförmigen sondern die flexiblen die sich in so einem aufschwung montieren lassen.

@marty: die von dir bemühte studie ist eine studie der zweiradafahrerlobby wenn du so willst, wie ja bei studien oft auffindbar, es gibt etliche studien die genau das gegenteil behaupten (will ich hier jetzt nicht alle aufzählen)

warum wird das ganze als nullsummenspiel gedacht? tagfahrlicht für autos gleich ein minus für zweiradfahrer? ich sehe da eher eine winwin situation.
alle sehen alle besser und wenn ich ein licht am tag sehe denke ich ja auch nicht gleich: oh motorrad! sondern ich denke erst einmal, oh anderer verkehrsteilnehmer! ist gleich: ein plus an optischem "erkennen". ob nun zwei oder vierrad

ausserdem gibt es situationen wo autos ohne tagfahrlicht extrem schwer zu sehen sind, und die sind:

- kurze schattenabschnitte durch zb. einen wald...da schaltet kaum einer sein normales licht für an
- plötzliche wetterveränderung: da dauert es auch oft ewig bis viele das licht anmachen
- silberne autos bei grosser hitze: das auto verschwimmt etwas mit der fahrbahn und wird extrem schwer sichtbar

in all diesen situationen profitieren ALLE verkehrsteilnehmer auch die autos besser zu sehen. einen verlorenen sonderstatus der zweiräder kann ich rein logisch nicht nachvollziehen...wie oben gesagt, lichtreiz ist lichtreiz und der erhöht die chance den anderen verkehrsteilnehmer zu sehen, ob zwei oder vierrad.
 
naaaja:
fussgänger sind genau wie fahrradfahrer nicht hunderte stundenkilometer schnell. und dazu kommt noch das auch diese verkehrsteilnehmer die autos besser sehen können wenn sie besser beleuchtet sind.
fahrradfahrer haben reflektoren (plus die freiheit auch den ganzen tag mit licht zu fahren).
fussgänger gehen in der regel über die strasse und folgen nicht der fahrbahn wie evtl. noch fahrradfahrer.
 
Najaa...:
Dadurch werden sie aus den 100 km/h schnellen Autos trotzdem nicht gesehen. Und wie sieht es inder Stadt aus??? Und auf Dörfern ohne Gesteige? Und auf Landstraßen?
 
Man findet doch immer ein Haar in der Suppe...

Ganz ehrlich, Menschen die Nachts ohne Reflektoren auf der Landstraße
Spazieren gehen, sollten mal über ganz andere Dinge nachdenken.
Is ja wie Haareföhnen in der Badewanne...
 
@Clame: So schaut´s aus.

Wobei der Badewannentyp net ganz so blöd ist. Der hat noch nen Schutzschalter als Engel. 8)
 
Man findet doch immer ein Haar in der Suppe...

Ganz ehrlich, Menschen die Nachts ohne Reflektoren auf der Landstraße
Spazieren gehen, sollten mal über ganz andere Dinge nachdenken.
Is ja wie Haareföhnen in der Badewanne...

Wir reden hier von Tagfahrlicht....
Und ja, ich laufe tagsüber ohne Reflektoren an Straßen entlang, und auch nachts ohne Beleuchtung im Freien herum! Rücksichtnahme sagt doch eigentlich, dass der Stärkere auf den Schwächeren Rücksicht nehmen muss.