Bist du für oder gegen den Bau von Stuttgart 21?

  • Dafür und ich komme aus der Region

    Stimmen: 52 15,2%
  • Dagegen und ich komme aus der Region

    Stimmen: 27 7,9%
  • Dafür und ich komme nicht aus der Region

    Stimmen: 125 36,4%
  • Dagegen und ich komme nicht aus der Region

    Stimmen: 139 40,5%

  • Umfrageteilnehmer
    343
Die Bahn ist nicht in der Lage, die Pünktlichkeitsgrade, die 10 % günstiger angenomme-nen worden waren, als den zuletzt veröffentlichten Werten entspricht, zu plausibilisieren. Sie verweist lediglich auf intransparente und nicht nachvollziehbare Daten.

Na wunderbar, Doktor der Verschwörungstheorie.
Nicht die Bahn muss ihre Zahlen belegen, wenn er sie bezweifelt, sondern er muss nachweisen, dass die Bahn falsche Zahlen anwendet.

Aber auch das wird mit Absicht gemacht.

Jetzt wirst Du zwar sagen, dass man die Zahlen der Bahn nicht widerlegen kann, da man nicht an die Unterlagen kommt, aber es gibt Indizien, an denen man beurteilen kann, ob die Zahlen plausibel sind.
Gab es in dem Jahr vor dem Stresstest in der Direktion Karlsruhe länger andauernde Baustellen?
Gab es in dem Jahr vor dem Test Streckensperrungen bedingt durch Natureinflüsse, Unfälle oder Manipulationen?

Nein, er stellt sich hin, vergleicht die vergangenen Zahlen der Bahn für die Betriebsdirektion Karlsruhe mit den aktuellen Zahlen für ganz Deutschland, die wiederum stark beeinflusst waren von Sabotageakten in Berlin und Streckensperrungen durch Erdrutsche am Rhein, bezweifelt daran den Wert für Karlsruhe, und erwartet, dass die Bahn seine Zweifel widerlegt.

Abgesehen davon, kann Doktor E. nichtmal nachweisen, dass andere Verspätungswerte das Ergebnis nachhaltig verändern.

gruss kelle!
 
Na wunderbar, Doktor der Verschwörungstheorie.
Nicht die Bahn muss ihre Zahlen belegen, wenn er sie bezweifelt, sondern er muss nachweisen, dass die Bahn falsche Zahlen anwendet.

Geschäftsbericht DB Fernverkehr 2010, Qualitätsflyer Verband Region Stuttgart 2009 - das waren zumindest seine Grundlagen zwecks Verspätungsbeurteilung. Zum Thema Nahverkehr hat er sich der Stiftung Warentest (2008 und 2011) bedient, aber in dem Fall die Zahlen der Bahn für annehmbar befunden.


Jetzt wirst Du zwar sagen, dass man die Zahlen der Bahn nicht widerlegen kann, da man nicht an die Unterlagen kommt, aber es gibt Indizien, an denen man beurteilen kann, ob die Zahlen plausibel sind.

Indizien also gewichtiger als vorgelegte Quellen ?
Und nochmals: Weshalb beseitigt die Bahn nicht endlich alle Zweifel und veröffentlicht einfach ihre ganzen entlastenden Unterlagen?
Da würde sie nicht nur uns beiden Zeit sparen ...

Gab es in dem Jahr vor dem Stresstest in der Direktion Karlsruhe länger andauernde Baustellen?
Gab es in dem Jahr vor dem Test Streckensperrungen bedingt durch Natureinflüsse, Unfälle oder Manipulationen?
Nein, er stellt sich hin, vergleicht die vergangenen Zahlen der Bahn für die Betriebsdirektion Karlsruhe mit den aktuellen Zahlen für ganz Deutschland, die wiederum stark beeinflusst waren von Sabotageakten in Berlin und Streckensperrungen durch Erdrutsche am Rhein, bezweifelt daran den Wert für Karlsruhe, und erwartet, dass die Bahn seine Zweifel widerlegt.

Im Bereich Fernverkehr tut er das, da beeinflusst aber auch ein Unfall in Berlin die Ankunft eines Zuges in Stuttgart, zumal wenn überall Aufenthalte von maximal zwei Minuten nicht in der Lage sind Verspätungen abzufedern. Im S-Bahn-Verkehr nutzt er eine andere Quelle.

Ok, wenn Du mir versprichst, dass mit der Fertigstellung des Tiefbahnhofs Unfälle und Naturkatastrophen wenigstens innerhalb Baden-Württembergs ausbleiben werden geb ich klein bei, obwohl ich bei meiner Stammstrecke Singen-Stuttgart - Stuttgart-Plochingen immer noch keinen Vorteil aus S21 ziehen werde :)
 
S21-Beteiligung in vielen Regionen unter nötiger Mindestgrenze

Folgende News wurde am 27.11.2011 um 16:39:16 Uhr veröffentlicht:
S21-Beteiligung in vielen Regionen unter nötiger Mindestgrenze
Top-Themen

Stuttgart (dpa) - Beim Volksentscheid über das Bahnprojekt Stuttgart 21 hat bis zum Nachmittag in vielen Orten weniger als ein Drittel der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. Bei diesem Stand würde die nötige Beteiligung verfehlt. Die Abstimmungslokale sind allerdings noch bis 18.00 Uhr geöffnet. Insgesamt sind 7,6 Millionen Baden-Württemberger aufgerufen, über einen Ausstieg des Landes aus den Finanzierungsverträgen mit der Deutschen Bahn zu entscheiden.
 
Muhaha, ich freu mich schon auf das Gewimmere voin Rocki und Blondie :ugly:

Das Volk will den Bahnhof nicht!

LÜGENPACK!!! 8)

gruss kelle!
 

Och - das ist ja unabhängig von der Volksabstimmung ...

Schade, dass es so teuer ist und einer der bestfunktionierenden Bahnhöfe verschwinden wird - sonst würd ich mich bequem zurücklehnen und mir das Lachen auf in ein paar Jahren aufheben. Nur hat ja die Bahn schon vorgesorgt, dass es mir dann auch noch vergeht, weil sie will ja die Mehrkosten nicht übernehmen, bzw. bezahle ich den Anteil, der nicht über die Steuern geht mit einem weiteren Aufschlag auf meine Bahnfahrten, bei denen ich dummerweise ausgerechnet in Stuttgart umsteigen muss ...
 
Um 21.00 Uhr soll das Ergebnis bekanntgegeben werden - wie sieht es eigentlich mit der Briefwahlquote aus, weiß man da auch etwas? im Vorfeld hieß es, dass es viele Briefwähler gegeben hätte... Naja, 2 Stunden werden wir noch warten können.
 
Um 21.00 Uhr soll das Ergebnis bekanntgegeben werden - wie sieht es eigentlich mit der Briefwahlquote aus, weiß man da auch etwas? im Vorfeld hieß es, dass es viele Briefwähler gegeben hätte... Naja, 2 Stunden werden wir noch warten können.

Im Verhältnis war die Briefwahlquote hoch, die sind allerdings schon mit in der was dürftigen Beteiligung mit drin - wobei ... in den meisten Bundesländern wäre das Quorum geknackt ;)
 
Stimmt - eigentlich wirklich weit höher, als ich erwartet habe mit bislang klarem Pro-S21-Vorteil.

So sollte das Ergebnis - Quorum hin oder her - auch demokratisch verwertbar sein.
 
"Der Sprecher des Aktionsbündnisses, Hannes Rockenbauch, bedauerte in einer um 19.53 Uhr verbreiteten Meldung, dass die Mehrheit der Bürger für einen Weiterbau votiert habe."

Aha, Rocki bedauert selbstständiges Denken...
Sehr aussagekräftig.

"Wir stellen unsere Aktivitäten erst ein, wenn Stuttgart 21 beendet ist", sagte Sprecher Matthias von Herrmann bei einer Kundgebung vor dem Stuttgarter Hauptbahnhof.

Aha, MvH steht also auf Schlagstöcke.

Na, wird das heiter.

gruss kelle!
 
Ich frage mich nur, wie man Entscheidungen anderer Menschen bedauern kann?

Vor allem, wenn man jahrelang erfolgreich die Realität ausblendet, was die Zustimmung im Volk für das Projekt anbelangt.

gruss kelle!
 
Ich frage mich nur, wie man Entscheidungen anderer Menschen bedauern kann?

Vor allem, wenn man jahrelang erfolgreich die Realität ausblendet, was die Zustimmung im Volk für das Projekt anbelangt.

gruss kelle!


Bedauerst Du nicht die Entscheidung von Menschen meinetwegen NPD zu wählen?

Dass Rockenbauch in einer Art blindem Siegestaumel durch die Gegend geeiert ist, und nen Tick zu großmäulig war, steht für mich auf einem anderen Papier. Aber er ist ja auch noch jung ...
 
Sodele. Die Mehrheit ist ja anscheinend für "NEIN" (zum Kündigungsgesetz), also FÜR S21, richtig? Wird denn jetzt rechtlich verbindlich weitergebaut oder ist das nur so eine wackelige Zusage der Gegner mit "ok wir akzeptieren das"? Glauben die doch selbst nicht ...

Die Bahn hat doch so oder so das Baurecht. Im worst case (Land steigt aus) fehlen halt ein paar Mrd. Sollte doch kein Problem für die Bahn sein. Da findet sich schon jemand. :arrow: Bauen und gut.
 
Wenn ich an Rockenbauchs Auftritte in der Schlichtung denke (Danach habe ich es nicht mehr verfolgt, aber ich glaube kaum, dass er sich geändert hat in der kurzen Zeit), hat er vielleicht mit zu einer eher zurückhaltenden Wahlbeteiligung beigetragen.

Ich finde es gut, dass die Volksabstimmung ermöglicht wurde, nun sollte man aber den Protest auf ein Maß reduzieren, die die Bauarbeiten zulassen. Verlieren sollte man schon können.
 
Die Gegner-Fraktion muss, zumindest solange die Finanzierung steht, zeigen, wie viel die Volksabstimmung nun wert war. Wenn ihr Hauptargument, für die Mehrheit zu sprechen, hinfällig ist, sollten sie sich ihr weiteres Vorgehen gut überlegen...
 
naja... die Grünen, die grad im Dritten was zu sagen hatten, belräftigen, dass sie das Projekt zwar durchziehen, aber jede Möglichkeit ausschöpfen werden, die Mehrkosten zu reduzieren.

Kann man auch als Baden-Württemberger nur dafür sein.
 
naja... die Grünen, die grad im Dritten was zu sagen hatten, belräftigen, dass sie das Projekt zwar durchziehen, aber jede Möglichkeit ausschöpfen werden, die Mehrkosten zu reduzieren.

Kann man auch als Baden-Württemberger nur dafür sein.


Ich denke auch, dass die S21-Gegner, die etwas zu sagen haben, das ganze verantwortungsvoll behandeln werden. Die Parkschützer dürfte keiner richtig im Griff haben, aber selbst Rockenbauch hat die Niederlage als solche akzeptiert.

Dass nun die Gegner in der Regierung, die Bahn und ihr Tun genau im Auge haben, ist ja wohl im Interesse aller, das betrifft natürlich insbesondere die Kostendeckelung trotz "S21+"