Geschichte Studie: Deutsche Schüler denken, die DDR war keine Diktatur

Eines kann man uns "Ostlern" aber glauben. Nicht wir sehen es nostalgisch sondern real, wir haben es erlebt, nicht ihr. Wir haben in diesem System gelebt, nicht ihr, niemand, der diese Zeit miterlebt hat, kann auch nur im Emferntesten nachvollziehen, wie es war.
"Mittendrin statt nur dabei" ist aber nicht immer der günstigste Blickwinkel um etwas zu beurteilen. Da hilft manchmal auch ein externer "Standpunkt".
 
"Mittendrin statt nur dabei" ist aber nicht immer der günstigste Blickwinkel um etwas zu beurteilen. Da hilft manchmal auch ein externer "Standpunkt".

nicht in diesem fall. es gibt leute, die stellen sich die DDR genau so vor, wie sie in "sonnenalle", "NVA" oder "goodbuy lenin" dargestellt wird. - boar ey, das muss ja voll lustig gewesen sein bei euch drüben. - in wirklichkeit war sie aber exakt so, wie in "das leben der anderen". :(

das ist der feine unterschied, den man nur erkennen kann, wenn man "mittendrin statt nur dabei" war
 
in wirklichkeit war sie aber exakt so, wie in "das leben der anderen". :(
Ich hab den Film nicht gesehen, aber laut wiki geht's in dem Film um "einen Teilaspekt der Geschichte der DDR", der "die von Stasi-Spitzeln durchsetzte Kulturszene Ost-Berlins beleuchtet". Und du willst uns hier weismachen, daß es so in der ganzen DDR war!? :roll:
 
Ich hab den Film nicht gesehen, aber laut wiki geht's in dem Film um "einen Teilaspekt der Geschichte der DDR", der "die von Stasi-Spitzeln durchsetzte Kulturszene Ost-Berlins beleuchtet". Und du willst uns hier weismachen, daß es so in der ganzen DDR war!? :roll:

ich will dir gar nichts weismachen. mit deinem externen standpunkt hast du vermutlich eh den besseren überblick. ;)

aber um doch mal kurz auf deine frage zu antworten: jeder hat die repressalien zu spüren bekommen, wenn man sich kritisch gegenüber dem system geäußert hat. dazu musste man nicht mal in der kulturszene verkehren, sondern es reichte schon, wenn man in der kneipe einen witz über erich honecker machte. die stasi hatte ihre "ohren" nämlich überall.
 
mit deinem externen standpunkt hast du vermutlich eh den besseren überblick. ;)
Keine Ahnung. Nur Jennys Meinung, nur das diejenigen, die in der DDR gelbet haben, die Frage der Diktatur beatnworten können, halte ich für falsch.

aber um doch mal kurz auf deine frage zu antworten: jeder hat die repressalien zu spüren bekommen, wenn man sich kritisch gegenüber dem system geäußert hat. dazu musste man nicht mal in der kulturszene verkehren, sondern es reichte schon, wenn man in der kneipe einen witz über erich honecker machte. die stasi hatte ihre "ohren" nämlich überall.
Genau, wenn man sich kritisch gegenüber dem System geäußert hat. Das hat aber nicht jeder gemacht. Spätestens mit dem Beginn der 80iger gabs einen - nennen wir es mal - "unpolitischen" Teil in der Bevölkerung. Mitmarschieren, aber sich für die Sache in keinster Weise interessieren. Quasi wie am 1. Mai - vormittags die Pflichtveranstaltung mit dem Marsch an der Tribüne vorbei, ab Mittag dann der "gepflegte" Umtrunk auf dem Rummel. Oder anders formuliert: Ein Teil hatte sich angepaßt.
Und ein Witz über Erich führte gewiss nicht zu Repressalien, sondern zu einem Eintrag in den Akten durch einen eifrigen Stasispitzel, wie man es dann nach der Wende bemerken konnte.
 
Bleibt trotzdem die Frage, wie es denn zum 9.11.1989 gekommen ist... :think:
Ging es nicht eigentlich um die Frage, ob die DDR eine Diktatur war oder nun mittlerweile, war wirklich alles schlecht in der DDR? :think:

... aber ich "dummer Wessi" hab ja nichts zu melden, und wir haben die ostdeutschen Bundesländer ja annektiert - gewaltsam!!! :evil:
Ich machs mal wie in der Schule (kennste mit Sicherheit): Thema verfehlt! :ugly:

"Mittendrin statt nur dabei" ist aber nicht immer der günstigste Blickwinkel um etwas zu beurteilen. Da hilft manchmal auch ein externer "Standpunkt".
Hmm stimmt, wenn ein Arzt einem Patienten aufs Knie drücken und wissen will ob es weh tut, dann wissen mit Sicherheit sämtliche anderen Menschen besser darüber bescheid als der Patient... :wall:

nicht in diesem fall. es gibt leute, die stellen sich die DDR genau so vor, wie sie in "sonnenalle", "NVA" oder "goodbuy lenin" dargestellt wird. - boar ey, das muss ja voll lustig gewesen sein bei euch drüben. - in wirklichkeit war sie aber exakt so, wie in "das leben der anderen". :(

das ist der feine unterschied, den man nur erkennen kann, wenn man "mittendrin statt nur dabei" war
Ich behaupte mal, dass die Wenigsten mit dem System in wirkliche Konflikte gekommen sind (ich sagte nicht niemand!). Mein die Sache mit über Honecker lästern klingt vielleicht ein bisschen krass und wurde es wurde auch überzogen auf sowas reagiert, aber wenn heute jemand über seinen Chef abwertende Sprüche reißt, ist das auch nicht gerade ein Karriere förderndes Mittel. Also haltet die heutige freie Meinungsäußerung mal nicht so hoch, auch da gibt es schnell Schranken. ;)

aber um doch mal kurz auf deine frage zu antworten: jeder hat die repressalien zu spüren bekommen, wenn man sich kritisch gegenüber dem system geäußert hat. dazu musste man nicht mal in der kulturszene verkehren, sondern es reichte schon, wenn man in der kneipe einen witz über erich honecker machte. die stasi hatte ihre "ohren" nämlich überall.
Siehe was ich grad sagte, erzähl mal schlecht über deinen Chef, mal sehen wie sehr er ihr dafür auf die Schulter klopft. :ugly:
 
lol... und ca. 1000 in jahren gibt es kein deutschland mehr, aber immer noch den streit zw. ost und west... nur weiter so...
 
Keine Ahnung. Nur Jennys Meinung, nur das diejenigen, die in der DDR gelbet haben, die Frage der Diktatur beatnworten können, halte ich für falsch.

mag sein. aber um die auswirkungen dieser diktatur wirklich nachvollziehen zu können, muss man auch wissen, wie es in der DDR zuging und das kann man nur, wenn man dabei bzw. davon betroffen war. aber die meisten jugendlichen denken, dass die DDR so war, wie es in den zitierten filmen zuging und das vermittelt das bild, dass die DDR total lustig war. das war sie aber nicht. :nö:

Genau, wenn man sich kritisch gegenüber dem System geäußert hat. Das hat aber nicht jeder gemacht. Spätestens mit dem Beginn der 80iger gabs einen - nennen wir es mal - "unpolitischen" Teil in der Bevölkerung. Mitmarschieren, aber sich für die Sache in keinster Weise interessieren. Quasi wie am 1. Mai - vormittags die Pflichtveranstaltung mit dem Marsch an der Tribüne vorbei, ab Mittag dann der "gepflegte" Umtrunk auf dem Rummel. Oder anders formuliert: Ein Teil hatte sich angepaßt.

stimmt, das hat aber auch keiner behauptet. ;)

Und ein Witz über Erich führte gewiss nicht zu Repressalien, sondern zu einem Eintrag in den Akten durch einen eifrigen Stasispitzel, wie man es dann nach der Wende bemerken konnte.

und welchen zweck hatten diese akten? früher oder später hatte man definitiv die konsequenzen für seine lockere zunge zu tragen. ob du es glaubst oder nicht. es gab leute, die im suff rumgepöbelt haben über das scheiß system und dann die nacht im knast verbrachten.

Ich behaupte mal, dass die Wenigsten mit dem System in wirkliche Konflikte gekommen sind (ich sagte nicht niemand!). Mein die Sache mit über Honecker lästern klingt vielleicht ein bisschen krass und wurde es wurde auch überzogen auf sowas reagiert, aber wenn heute jemand über seinen Chef abwertende Sprüche reißt, ist das auch nicht gerade ein Karriere förderndes Mittel. Also haltet die heutige freie Meinungsäußerung mal nicht so hoch, auch da gibt es schnell Schranken. ;)

ich kann hier öffentlich meine meinung sagen. ich kann sagen, dass ich unsere politiker allesamt für vollidioten halte (das tue ich natürlich nicht ;)) und muss keinerlei befürchtungen haben, dass ich problem in der schule oder im beruf bekomme ob dieser meinung. das ist der unterschied.

um früher probleme zu bekommen, reichte es schon, dass man "westfernsehen" gesehen hatte. "welche jacke hat denn unser sandmännchen an?" hast du gesagt, "der hat ne jeansjacke an", durften deine eltern abends gleich in der schule antreten und sich erklären, warum ihr kind "westfernsehen" schaut. da durften sie sich dann anhören, was für schlechte eltern sie waren. 8O über "schund - und schmutzliteratur" wie es etwa die "bravo" war, will ich erst garnicht reden.

wenn du es gewagt hast, am tag der republik ohne das richtige outfit zu erscheinen, gabs schon mal ne extra-aufgabe. zb. einen vortrag vor versammelter schule über die ruhmreiche sovjetarmee beim fahnenapell! ja fahnenapell hatten wir auch, nur das wir "immer bereit" statt "S**g H**l" brüllen mussten.

etc. etc. etc.

Siehe was ich grad sagte, erzähl mal schlecht über deinen Chef, mal sehen wie sehr er ihr dafür auf die Schulter klopft. :ugly:

du willst das jetzt nicht ernsthaft miteinander vergleichen, oder? :think:
 
Bleibt trotzdem die Frage, wie es denn zum 9.11.1989 gekommen ist... :think:

... aber ich "dummer Wessi" hab ja nichts zu melden, und wir haben die ostdeutschen Bundesländer ja annektiert - gewaltsam!!! :evil:

Du forderst es ja wirklich heraus, hm? Also bitte:
Ich denke, wenn die Montagsdemonstranten gewusst hätten, wie diese Wiedervereinigung abläuft und was daraus wird, wären die meisten von ihnen daheim geblieben.
 
Ich behaupte mal, dass die Wenigsten mit dem System in wirkliche Konflikte gekommen sind (ich sagte nicht niemand!). Mein die Sache mit über Honecker lästern klingt vielleicht ein bisschen krass und wurde es wurde auch überzogen auf sowas reagiert, aber wenn heute jemand über seinen Chef abwertende Sprüche reißt, ist das auch nicht gerade ein Karriere förderndes Mittel. Also haltet die heutige freie Meinungsäußerung mal nicht so hoch, auch da gibt es schnell Schranken. ;)

Du willst doch hier nicht Äpfel mit Birnen vergleichen oder? Einen Politiker mit deinem Chef zu vergleichen halte ich für sehr gewagt und für mich sieht das einfach nur nach einem Versuch der Rechtfertigung aus. Aber jumper2 hat es ja schon gesagt. Ich kann mich heute auf die Strasse stellen und behaupten das Angie die unfähigste Person in diesem ganzen Land ist und hab nix zu befürchten. Und zwischen Karierefördernd und ne Nacht im Knast oder sonstiges ist auch immernoch ein Himmelweiter unterschied....... :roll:


Siehe was ich grad sagte, erzähl mal schlecht über deinen Chef, mal sehen wie sehr er ihr dafür auf die Schulter klopft. :ugly:

s.o. :wall:
 
Hmm stimmt, wenn ein Arzt einem Patienten aufs Knie drücken und wissen will ob es weh tut, dann wissen mit Sicherheit sämtliche anderen Menschen besser darüber bescheid als der Patient... :wall:
Nicht ganz. Der Vergleich müßte etwas anders lauten: Der Arzt operiert einen Patienten und macht dabei ein Fehler. Und dann wird dieser Ärztepfusch von externen Leuten untersucht, wobei auch andere Patienten befragt werden. Und die sagen: Ich lag da auch im Krankenhaus, und nur diejenigen können die Situation beurteilen. Alles war super. Knackige Schwestern, leckeres Essen, schöne Zimmer. Wär anderes erzählt, hat keine Ahnung. Das sie dabei 'ne andere Krankheit hatten, 'nen anderen Arzt, in 'ner anderen Abteilung lagen usw. wird dabei komplett ausgeblendet.

Und um mal wieder zurück zur DDR zu kommen: Tante Hilde aus klein Kleckersdorf hat auch mitten in der DDR gelebt, aber ob sie mit ihrem begrenzten Umfeld die gesamte DDR und das dahinter stehende System beurteilen kann, darf doch bezweifelt werden.
Und um es noch mal klarzustellen: Ich hab ein Problem mit dem "nur" von Jenny, halte aber deswegen die Beurteilung durch DDR-Bürger durchaus für geeignet.
mag sein. aber um die auswirkungen dieser diktatur wirklich nachvollziehen zu können, muss man auch wissen, wie es in der DDR zuging und das kann man nur, wenn man dabei bzw. davon betroffen war.
Genau das ist ja schon ein Problem: Der eine Ossi war dabei, der andere betroffen. Das führt schon unterhalb der Ossis zu unterschiedlichen Beurteilungen.
aber die meisten jugendlichen denken, dass die DDR so war, wie es in den zitierten filmen zuging und das vermittelt das bild, dass die DDR total lustig war.
Also die Studie, die diese Diskussion ausgelöst hat, sagt da etwas komplett anderes. Nur 2,4% sehen die DDR positiv, der Verbrechen an der Grenze und der deutlichen eingeschränkten Meinungsfreiheit ist sich die große Mehrheit bewußt.
und welchen zweck hatten diese akten? früher oder später hatte man definitiv die konsequenzen für seine lockere zunge zu tragen. ob du es glaubst oder nicht. es gab leute, die im suff rumgepöbelt haben über das scheiß system und dann die nacht im knast verbrachten.
Zweck!? Die Stasi war auch eine Behörde voller Bürokraten, da mußte alles notiert werden. Und es konnte früher oder später zu Konsequenzen führen, aber nicht definitiv. Und auch wenn ich diese Vergleiche nicht mag, pöbel mal heute im Suff rum, da landest du auch schnell für 'ne Nacht im Knast.
um früher probleme zu bekommen, reichte es schon, dass man "westfernsehen" gesehen hatte. "welche jacke hat denn unser sandmännchen an?" hast du gesagt, "der hat ne jeansjacke an", durften deine eltern abends gleich in der schule antreten und sich erklären, warum ihr kind "westfernsehen" schaut.
Das "früher" müßtest du aber mal genauer terminieren. Es war gewiss so, aber irgendwann änderte sich das dann. Man ging damit natürlich nicht hausieren, aber jeder - und damit auch die Stasispitzel - wußte, daß Westfernsehen geschaut wird.
 
Du willst doch hier nicht Äpfel mit Birnen vergleichen oder? Einen Politiker mit deinem Chef zu vergleichen halte ich für sehr gewagt und für mich sieht das einfach nur nach einem Versuch der Rechtfertigung aus. Aber jumper2 hat es ja schon gesagt. Ich kann mich heute auf die Strasse stellen und behaupten das Angie die unfähigste Person in diesem ganzen Land ist und hab nix zu befürchten. Und zwischen Karierefördernd und ne Nacht im Knast oder sonstiges ist auch immernoch ein Himmelweiter unterschied....... :roll:
Und wie war das nochmal mit einigen Demonstranten von Heiligendamm, die in der Vorzeit genaustens kontrolliert wurden und ihnen Hausarrest aufgetragen wurde? Und das ist dann die erlaubte freie Meinungsäußerung oder wie? Wir stellen alle die Leute zu einem kritischen Zeitpunkt unter Arrest, die unbequem werden können! - Also echt, sicher es ist nicht so heftig wie zu DDR Zeiten, aber das Problem an sich besteht ja dennoch - wenn auch in abgeschwächter Form!


Nicht ganz. Der Vergleich müßte etwas anders lauten: Der Arzt operiert einen Patienten und macht dabei ein Fehler. Und dann wird dieser Ärztepfusch von externen Leuten untersucht, wobei auch andere Patienten befragt werden. Und die sagen: Ich lag da auch im Krankenhaus, und nur diejenigen können die Situation beurteilen. Alles war super. Knackige Schwestern, leckeres Essen, schöne Zimmer. Wär anderes erzählt, hat keine Ahnung. Das sie dabei 'ne andere Krankheit hatten, 'nen anderen Arzt, in 'ner anderen Abteilung lagen usw. wird dabei komplett ausgeblendet.
Dennoch bemerkt zuerst der Patient, dass was schief ging - weil er große Schmerzen hat etc.! Dass kann kein Fremder mutmaßen!


Also die Studie, die diese Diskussion ausgelöst hat, sagt da etwas komplett anderes. Nur 2,4% sehen die DDR positiv, der Verbrechen an der Grenze und der deutlichen eingeschränkten Meinungsfreiheit ist sich die große Mehrheit bewußt.
Bitte Quelle angeben und vor allem eine Quote mit der Anzahl befragter Ossis und Wessis! Weil das halte ich für ein Gerücht, wenn sich ca. 40% der Ossis und knapp 60% der Wessis die Mauer wieder zurück sehnen (ich sags lieber nochmal: ich nicht!), dann kann deine 2,4% definitiv nicht stimmen. (Zahlen ausdenken kann ich auch :ugly:)


Zweck!? Die Stasi war auch eine Behörde voller Bürokraten, da mußte alles notiert werden. Und es konnte früher oder später zu Konsequenzen führen, aber nicht definitiv. Und auch wenn ich diese Vergleiche nicht mag, pöbel mal heute im Suff rum, da landest du auch schnell für 'ne Nacht im Knast.
Das ist das was ich meine, es wird immer versucht eine klare Trennlinie zwischen den Systemen der BRD und DDR gezogen, dabei ist vieles in der BRD nur abgeschwächt, dennoch aber vorhanden.


Gibt da auch noch einen anderen Punkt, den ich mal ohne persönlichen Meinung abseilen will. Das die Stasi jedes kleine Querdenken protokolliert hat (wenn auch nicht gleich geahndet) wissen wir heute anhand der Unterlagen. Aber wer kann garantieren, dass es der BND nicht genauso macht? BND-Aphären wo irgendwas nicht gesetzeskonform ablief gabs nun schon eine Reihe, wer kann also wirklich sagen, von meinem Nachbarn Herr M. existiert keine Akte?
 
Bitte Quelle angeben und vor allem eine Quote mit der Anzahl befragter Ossis und Wessis! Weil das halte ich für ein Gerücht, wenn sich ca. 40% der Ossis und knapp 60% der Wessis die Mauer wieder zurück sehnen (ich sags lieber nochmal: ich nicht!), dann kann deine 2,4% definitiv nicht stimmen. (Zahlen ausdenken kann ich auch :ugly:)
Siehe Eröffnungsbeitrag und hier.
 
Ging es nicht eigentlich um die Frage, ob die DDR eine Diktatur war oder nun mittlerweile, war wirklich alles schlecht in der DDR? :think:
Nein, es ging um die Frage, ob "Wessis" sich darüber ein Urteil erlauben dürfen... Das war nämlich der letzt Stand der Diskussion... :yawn:

Ich machs mal wie in der Schule (kennste mit Sicherheit): Thema verfehlt! :ugly:

Schule? Nö, brauche ich nicht - brauchte ich nie! Ich krieg mein Hartz4 auch so. (Vielleicht mal am Leseverständnis arbeiten?)
 
Bleibt trotzdem die Frage, wie es denn zum 9.11.1989 gekommen ist... :think:

Tja, relativ einfach:
Jedes System hat Vor- und Nachteile.
Setzt man nun, was 89 passierte, die Nachteile des eigenen Systems gegen die Vorteile des anderen Systems, ist eine Revolution unvermeidlich.

In solchen Momenten denkt man nicht an so selbstverständliche Sachen wie Hort, oder dass der Arbeitsplatz vor der Tür ist.

Oder das Thema Arbeitslosigkeit.
Klar hat man die Statistiken aus dem Westfernsehn gekannt, dass die aber nicht auf die neuen Bundesländer passen, dachte auch keiner.

... aber ich "dummer Wessi" hab ja nichts zu melden,

Nicht weinen... ;-)
Weißt Du, ich hab ein Problem damit, wenn Leute, die entweder noch nie in den neuen Bundesländern waren, bzw. die nach 1990 geboren sind, behaupten, im BRD System ist alles besser und wir können froh sein, dass wir das System übernehmen durften.

Ich denk da nur an die aktuellen Diskussionen um Energie/Spritpreise. Was wird da nach dem Staat geschrien.
Im Osten hat der Liter konstant 1,50 Mark, egal ob Wochenende oder Ferien.

Mich stört dieses ambivalente Verhalten:
Die Vorteile werden bejubelt, bei Nachteilen gejammert, und im Schnitt ist doch alles besser als woanders.

und wir haben die ostdeutschen Bundesländer ja annektiert - gewaltsam!!! :evil:

Wirtschaftlich ja!
Versuch mal F6 Zigaretten im Westen zu kaufen - sehr schwierig.
Versuch mal Marlboro im Osten zu kaufen - kein Problem.
Die Liste könnte man beliebig verlängern.

gruss kelle!
 
Du forderst es ja wirklich heraus, hm? Also bitte:
Ich denke, wenn die Montagsdemonstranten gewusst hätten, wie diese Wiedervereinigung abläuft und was daraus wird, wären die meisten von ihnen daheim geblieben.

Glaube ich nicht. Weil es nicht um materielle Dinge ging. Das Ruf war "Wir sind das Volk", Nicht "Wir wollen Westware" oder "Wir wollen das BRD-System".

Sicherlich wäre es besser gewesen, wenn die Wiedervereinigung NICHT so schnell gekommen wäre. Aber die Chance war da, und man hat sie genutzt.

Aber bei den Montagsdemos ging es ums politische System, nicht um das gesellschaftliche Gefüge. Und schon gar nicht um Wiedervereinigung. Den Floh hat Kohl allen ins Ohr gesetzt.
 
Siehe Eröffnungsbeitrag und hier.
dann sag aber bitte immer auch mit dazu, das 2.5% der Schüler dies so sehen! Denn da fehlen noch ein paar Altersklassen um einen repräsentativen Schnitt für alle Deutschen zu erhalten. :-?

Übrigens sagen ca 46% auch, teils teils, woran man auch festmachen kann, dass viele meinen, es war nicht alles schlecht. Und so ist ja nunmal. Zeigen ja auch auch Plagiate, wo verschiedene Ideen nun doch nach und nach in die BRD übernommen werden. ;)

Glaube ich nicht. Weil es nicht um materielle Dinge ging. Das Ruf war "Wir sind das Volk", Nicht "Wir wollen Westware" oder "Wir wollen das BRD-System".
[...]
Aber bei den Montagsdemos ging es ums politische System, nicht um das gesellschaftliche Gefüge. Und schon gar nicht um Wiedervereinigung. Den Floh hat Kohl allen ins Ohr gesetzt.
Och komm, du weißt genau dass es sowas wie einen goldenen Vorhang gab, wo man vor allem mit materiellen Gütern warb! Neben dem, den Leuten in der DDR mangelte es nicht an grundsätzlichen Sachen, aber man wollte auch Luxusgüter erstehen können - deswegen waren vor allem die weniger Intellektuellen bei diesen Demos dabei (und stürzten nach der Wende sozialtechnisch gesehen ab). Außerdem hätte man sich garantiert nicht einigen können, was man sonst rufen soll "Wir wollen Mercedes!" oder "Wir wollen Haribo Goldbärchen!" - klingt ja auch blöd. Man kann es aber mal anders sehen, man bekam diese Güter mit der Wiedervereinigung, also wenn man diese Forderungen durchbrachte, kam auch der Rest. Aber nicht so naiv sein, als gänge es der Masse tatsächlich ums Politische. (Wenn dem so wäre, frage ich mich wieso die Wahlbeteiligung unter 50% liegt!) :roll:
 
Man darf auch nicht vergessen, dass sich der Kapitalismus in den Jahren seit der Wende sehr verändert hat.

Man musste dem Osten nicht mehr vorführen, dass der er Unterlegen ist. In Deutschland mehr als in anderen Ländern hat sich die "soziale Marktwirtschaft" zur "freien Marktwirtschaft" verändert in der Menschen zu Humankapital heruntergestuft werden.

Cya Nightfire