(Bier)Kelle
BackRoad Fahrer
- 28 April 2006
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Nein, aber Du wolltest wissen, wo die 3 Mrd. herkommen sollen. Hier steht die Antwort. Geplant haben kann der Staat ja nicht mit dem Geld.
Naja, aber die Gewerkschaften scheinen nicht an die Option zu denken, dass sinkende Staatsschulden, die ja bei 0 € Neuverschuldung resultieren, zu sinkenden Steuern und Abgaben führen, und somit einen Reallohnzuwachs für ALLE Arbeitnehmer Deutschlands zur Folge haben.
Abgesehen davon: Du sagst, dass die Mehreinnahmen nicht wirklich geplant sind/waren.
Demzufolge kann man damit keine Ausgaben finanzieren, die planbar über zig Jahre zu erhöhten Ausgaben führen.
Ich hoffe, Dein Arbeitgeber weiß zu würdigen, das Du nie in deinem Leben eine Gehaltserhöhung fordern wirst.
Du kannst ja mal den gewerkschaftlich bedingten Vertrag/Warnstreik/Verhandlung suchen, die zu 5% mehr bei mir persönlich seit Anfang Dezember geführt haben.
Aber Du kannst Dir den Tvöd ja mal anschauen und sehen, dass Deine Kollegen bei den Städten und Gemeinden vermutlich 30% weniger bekommen, als Du durch die Verhandlungen Deiner Gewerkschaft garantiert hast.
Da brauch ich gar nicht hinschauen.
Bekannter von mir, doppelt so alt wie ich, bekommt als Beamter netto um die 500 € mehr. Und das mit Uniabschluss im Gegensatz zu mir.
Will also gar nicht wissen, was ein Facharbeiter in meinem Alter da verdient.
ABER:
Der öffentliche Dienst, bzw. die Felder die die Dienstleistungen abdecken, haben eine relativ höhere Jobsicherheit, als die freie Wirtschaft.
Handyproduktion kann man ins Ausland auslagern.
Müllabfuhr nicht. Krankenhäuser nicht. Kindergärten nicht. Schulen nicht.
Sicherlich gibt es da durch Veräußerungen, konjunkturelle Einflüsse, Modernisierungen, Aufhebung von Monoploen etc. Personalanpassungen, die zu persönlichen Schicksalen führt, aber es wird nie eine komplette Branche wegbrechen.
Ist ein Aspekt, den man nicht unter den Tisch kehren kann.
Mein Bekannter hatte damals das Angebot, für deutlich mehr Geld vom Beamten- in das Angestelltenverhältnis zu wechseln.
Hat er nicht gemacht, wegen der Unkündbarkeit.
Also flaches Tarifgruppenvergleichen ist in meinen Augen nicht wirklich zielführend.
Auch wenn Du jede Beteiligung der Gewerkschaft an deinen Rechten als Arbeitnehmer vehement abstreiten wirst und das alles als persönlichen Erfolg verbuchst.
Ich bestreite nicht, dass es Sachen in meinem Tarifvertrag gibt, die auf Bemühungen der Gewerkschaften dort drin stehen.
Ich bezweifle nur, ob Gewerkschaften langfristig Erfolg haben, wenn sie Ihre Forderungen im 21. Jahrhundert mit Mitteln des neunzehnten Jahrhunderts durchsetzen wollen.
gruss kelle!
morgen erwischt es dann auch mich, ein vorteil hat es: komme nicht in die schule